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Thema: Canonical stellt Sponsoring für Kubuntu ein

114 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von gargamehl am Di, 7. Februar 2012 um 13:06 #

Was ist besser für das Linux-Ökosystem:
[ ] Canonical geht out-of-business
[ ] Canonical macht weiter

Score: 3 Von justme am Di, 7. Februar 2012 um 13:08 #

... abzusehen und auch etwas nötig. Canonical hat doch die KDE-Pakete immer völlig verkonfiguriert. Die 'Energie' für Kubuntu hat auch etwas zu Wünschen übrig gelassen. Ich finde es daher gut, dass sie Kubuntu 'fallen lassen' und nicht mehr halbherzig vorspielen müssen, es wäre gleichbedeutend wie Ubuntu.

Score: 3 Von da-real-lala am Di, 7. Februar 2012 um 13:14 #

So manche Community gepflegte KDE Distro ist ja eigentlich um Laengen besser und stabiler als Ubuntu, von daher koennte das ja auch vorteilhaft sein wenn man betrachtet wie stiefmuetterlich Kubuntu gepflegt wurde.
Komischerweise wird der Support gerade jetzt fallengelassen da Kubuntu einigermassen wieder toll laeuft (jedenfalls bei mir). Aber sie hatten keine Skrupel diese ganzen Katastrofen Releases sie auf 4.0.x oder 4.1.x basierten zu unsterstuetzen.
Die Welt ist verrueckt. Jedenfalls sind die meissten KDE Liebhaber die ich kenn eh auf openSUSE oder Debian unterwegs. Das kann ja auch ein Indiz fuer die Qualitaet sein.

Score: 3 Von Straight am Di, 7. Februar 2012 um 14:08 #

Ich find's eigentlich eine recht geradlinige Entscheidung der Firma Cannonical.

Sie wollen ihr System wirtschaftlich vermarkten und haben sich hierfür halt für den Gnome-Unterbau entschieden. Ich find's tendentiell unangebracht, dass die KDE-Gemeinschaft von einem Konzern die Unterstützung eines Desktops fordert, den eben dieser Konzern nicht vermarkten möchte.

Ich selbst bin im Wesentlichen Debian-Nutzer, halte Cannonical trotzdem letztlich für ne Bereicherung. Wie auch immer man zu KDE steht - im Rahmen und auf dem Feld von open source muss man die die Distributoren dennoch machen lassen was sie wollen.

Score: 3 Von abcde am Di, 7. Februar 2012 um 15:18 #

Ich habe mir gerade einmal Riddells Posting durchgelesen.
http://blogs.kde.org/blog/57

Der schreibt doch u.a. glatt:
"The first question to answer is whether the world needs Kubuntu - a regularly released community-friendly distro with a strong KDE focus. There is no other major distro out there that matches that description but others arguably come close."

Im ersten Satz steht eine Frage, die sich andere Distros, gerade auch die Unternehmensdistrovortesterdistros Fedora und openSUSE, niemals stellen würden. Das käme ihnen gar nicht in den Sinn. Debian ebenfalls nicht.
Freie Software hat ihre Existenzberechtigung per se, es braucht dazu nicht das unqualifizierte Urteil Dritter.

Den zweiten Satz kommentier ich lieber nicht ausführlich, sonst vergesse ich mich noch. Nur soviel: openSUSE z.B. ist eine Distro mit KDE-Fokus, IMO besser als (K)Ubuntu. Nur splittet openSUSE eben nicht nach KopenSUSE, GopenSUSE, EDUopenSUSE, XopenSUSE, LopenSUSE auf. Das Produkt heißt immer openSUSE. Es ist aber alles da.

Die Hauptkonsequenz ist natürlich, dass Kubuntu nach der 12.04-Veröffentlichung nach Universe wandern wird. Was das für den Kubuntu-Sicherheitsstatus bedeutet, wird die Zukunft zeigen. Ich tippe auf den Zustand eines "langsames Verrottens" (eine Laufzeit von 18 oder gar 36 Monaten vorausgesetzt), was auch mit an der kde.org-Veröffentlichungspolitik liegt, die Freiwilligen den Support nicht gerade erleichtert. Mit einem regelmäßigen Kubuntu-Update alle halbe Jahre sollte sich dieses Negativum aber umschiffen lassen.

Score: 3 Von Markus B. am Di, 7. Februar 2012 um 17:54 #

Kubuntu war und ist naturgemäß erste Wahl, wenn DAUs mal KDE probieren wollen. Gerade in Kubuntu war KDE4 jedoch von Anfang an völlig unbrauchbar, da Canonical KDE4 bereits in einer Phase, als es noch pre-alpha war, den Leuten aufgedrängt (und das eigentliche Verbrechen: massiv beworben!) hat. Später wurde es nicht besser - immer wieder mal habe ich neue Releases getestet, aber nirgendwo anders habe ich eine derart instabile KDE4-Implementierung erlebt.

Entsprechend sieht man (auch hier in den Pro-Linux-Foren) immer wieder ganze Hasstiraden ebendieser DAUs, wenn sie ihre Frustration über Kubuntu auf KDE abladen - keine Meldung zu einem KDE-Update ohne reflexartiges "Scheiss-KDE4"-Geposte. Fragt man nach, was sie einsetzen, kommt zuerst lang, lang nix ("das ist irrelevant! KDE ist KDE!", bevor doch mal in einem Nebensatz "bei meinem Kubuntu" herausrutscht.

Der Grund dafür, das KDE4 noch niemals besonders stabil unter Ubuntu lief, ist natürlich klar: Gnome sollte sich als Desktop erster Wahl etablieren, und um das zu erreichen, musste KDE systematisch heruntergemacht werden. Das geht am besten, indem man den Leuten absichtlich eine broken Implementierung liefert und die Schuld daran dem Upstream gibt.

Nun, da der Ruf von KDE4 in der Öffentlichkeit aufgrund der lemminghaften, tausendfachen Anti-KDE4-Postings frustrierter Kubuntu-Benutzer endgültig ruiniert ist, stellt Canonical Kubuntu endlich ein.

Gratulation, Mark. Mission Accomplished.

Score: 3 Von TomTom am Di, 7. Februar 2012 um 20:36 #

Letztendlich eine klare Entscheidung gegen Gnome und KDE. Und irgendwie verständlich, weil der Nutzer braucht heute ja fast nur noch einen Browser und kein aufgeblähtes IchkannallesSystem.

Vielleicht besteht ja auch die Hoffnung, dass sich Gnome und KDE auf eine Bibliothek einigen?

Score: 3 Von schade am Sa, 11. Februar 2012 um 13:52 #

Ich, wie fast jeder, arbeite im Job (Gemeindeamt) auf Win 7- (würde aber gerne Linux in der Verwaltung sehen). Problemlos, übersichtlich und flexibel.
Zuhause allerdings seit Jahren auf Linux. Betreue einige PC's in Verwandtschaft, die alle auf Linux laufen. Bin sehr glücklich über diese Alternativen denn sie funktionieren recht gut. Nur auf 2 Laptops konnte ich nicht jedes System einwandfrei installieren.
Zum ersten mal in der Linuxgeschichte gelingt es ohne Probleme auf Anhieb ein System auf allen Rechnern sofort aufzusetzen. Ja, Kubuntu 11.10. Ich war überrascht, dass KDE so schnell lief, selbst auf einen sehr alten Gericom Notebook (ohne besondere Arbeitsflächeneffekte allerdings). Ich bin wirklich happy mit KDE 4.7. Habe vor 2 Jahren allerdings keine Freude mit KDE gehabt.
Hatte langeUbuntu und nun Mint, ... bis Unity....... darüber bin ich sehr traurig... für mich, auch nach einigen Versuchen ein ziemlich unbrauchbares System. Sorry, aber so was von umständlich und unflexibel und unübersichtlich....ich brauche wirklich keine minimalistischen Leisten auf einem normalen Bildschirm wo ich dann ständig zusätzliche Klicks machen muss....da gibts noch einiges zu sagen...
Noch trauriger bin ich, dass ev. Kubuntu nun in Zukunft auch nicht mehr das bieten kann. Mal sehen.
KDE: Ich bin überrascht über die Einstellungsmöglichkeiten die einfach und übersichtlich sind. Gutes Design. Und schnell (hätte ich nicht erwartet) Zudem schätze ich Dolphin, den ich auch unter Gnome immer verwendet habe!
Wünsche mir eine gute Zusammenarbeit zwischen den Linuxvarianten und mehr Energie für den Einsatz in der "world of productivity".
Danke dennoch an alle Linuxer und machts Gut!!!

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