Es gibt schon KDE und Gnome. Beide sind innovativ und experimentierfreudig. Unity hat den Linux-Desktop nur noch mehr fragmentiert. Also schadet es unterm Strich nur.
aber bei Unity habe ich zumindest Hoffnung, dass es was werden könnte. bei KDE habe ich schon schon lang keine mehr. und wenn es doch etwas (stabiles) werden sollte, dann kommt in der nächsten release jemand mit dem Abbruchhammer (hauptsache der Code ist schön)
Manche Leute haben halt für mich seltsame Vorstellungen von "stabil"...
(weil ich gerade schon wieder darüber grüble, warum Plasma wegsemmelt, wenn ich den Stapel gelbe Zettel sortieren will! Und warum sind die überhaupt bei jedem einloggen übereinandergestapelt...?)
Manche Leute haben für mich eine seltsame Ansicht, dass wenn etwas bei ihnen nicht richtig läuft, es auch bei allen anderen nicht funktionieren kann.
Du wirst es wahrscheinlich nicht hören wollen, aber bei mir läuft Plasma stabil, auch wenn ich einen Stapel gelber Zettel sortiere. Ich glaube dir, dass es bei dir nicht stabil läuft. Ich hatte früher mit Plasma auch ein paar Probleme. Aber ich verwende KDE nun seit der 4.4 produktiv auf meinem Notebook, und das tagtäglich im Büro als Arbeitsgerät und auch zu Hause. Ich habe unterschiedliche Plasmoide je nach Aktivität. Der letzte Absturz von Plasma ist bei mir ein paar Monate her. Wenn KDE nicht ausreichend stabil wäre, würde ich es nicht für die Arbeit verwenden. Denn da hätte ich schon längst den letzten Nerv verloren. Daher kannst du ruhig mir - und den anderen - glauben, dass KDE sehr wohl auch stabil laufen kann. Oder glaubst du wir quälen uns freiwillig, auch bei der Arbeit?
Ich lebe aber davon, dass mir Leute ihre problematischen Kisten her stellen und eine solche (SuSE 11.4/KDE 4.8.0) ist das gerade, die seit dem Upgrade schon mehrfach hier war. 90% der Eingriffe in den letzten 2 - 2 1/2 waren keine "Linux"-Probleme sondern solche von oder mit KDE.
Es schadet nie etwas neues zu probieren. KDE und Unity gehen völlig unterschiedliche Wege. GNOME3 und Unity gehen vergleichbare Wege, aber doch auf andere Art und Weiße. Man wird sehen was sich durchsetzt, es schadet aber nicht etwas zu versuchen.
Da man als User die Wahl hat eben Unity auch einfach nicht zu nutzen, sehe ich keine Probleme.
Wenn du keine Fragmentierung willst, bleibt wir wohl nur Windows, denn schon Linux Fragmentiert den Desktop-Markt.
Zumal 3 Systeme, die zueinander relativ kompatibel sind, auch kein eine problematische Fragmentierung sind. Vor allem, wenn es ziemlich sicher ist, das nicht alle 3 auf dauer bestehen werden. Aktuell tippe ich auf den Untergang von Unity. Aber die Zeit wird es zeigen. 3 große DEs werden sicher nicht überleben.
Das sehe ich sehr ähnlich. Canonical hat nun weder Gnome noch KDE in dem von ihm unterstützten Main-Repo.
Canonical möchte aber wahrscheinlich alle bezahlte Manpower auf Unity konzentrieren, weil sie wissen, dass sich daran das Schicksal Canonicals (nicht notwendigerweise das Schicksal Ubuntus) entscheidet.
IMO werden sie es auf dem Desktop nicht schaffen, ihren Marketing-Geblubber-Pseudo-Bug Nummer 1 werden sie niemals fixen können. Ubuntu bleibt auch mit der Unity-Fassade halt immer noch ein Linux.
Von Ubuntu war gut am Di, 7. Februar 2012 um 20:49 #
Canonical hat mit Ubuntu das erreicht, was Debian nie erreicht hat.
Eine für gewöhnliche Anwender pflegeleichte Distribution zu entwickeln.
Das in letzter Zeit Canonical so einen Schrott baut (Icons auf der falschen Seite, Unity) und es zur Zeit auf dem Linux Desktop bezüglich der Entwicklung auch nicht gerade toll aussieht (gnome 3 ) ist eine andere Geschichte.
Aber das muß man Canonical lassen, Canonical hat es geschafft eine sehr gute Einsteigerdistribution zu entwickeln, wo viele andere Distrihersteller bisher eher gescheitert sind. Suse war z.B. mit Yast zwar ganz nett, aber das zugemüllte Anwendungsmenü mit > 10 Editoren war für den Normaluser eher eine Überforderung. Bei Ubuntu gab es hier standardmäßig erstmal zusammen mit einem soliden Grundsystem nur einen.
"Bei Ubuntu gab es hier standardmäßig erstmal zusammen mit einem soliden Grundsystem nur einen."
Nein. Die anderen Editoren siehst Du nur nicht im Menü. Wenigstens nano dürfte noch installiert sein, vermutlich auch eine vim-Version (vim-tiny o.ä.).
Canonical ist ein Eigenbrötler, der die elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung nicht verstanden hat.
Unity wird von anderen Distros zur Zeit nicht paketiert, da es zuviele Kompatibilitätsprobleme gibt, weil Canonical nicht dafür gesorgt hat, dass für Unity wichtige Änderungen an Basisbiblliotheken bei Upstream ankommen.
Auch fliegt Compiz gerade aus Fedora und openSUSE heraus. Von daher, viel Spaß beim Installieren von Unity auf Nicht-Ubuntu-Distros.
Unity wird so nicht einmal in Debian landen: http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=609278#67 Hier wurde allerdings der Euphemismus benutzt, dass sich Unity zu schnell für Debian entwickeln würde. Das oben erwähnte Problem schlägt da voll durch.
Canonical ist ein Eigenbrötler, der die elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung nicht verstanden hat.
Ganz im Gegenteil, Canonical hat die "elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung" nur zu gut verstanden. Die freie Softwareentwicklung besteht aus endlosen Diskussionen, völlig überzogenen Egos und leidet in der Regel an einem NIH Syndrom.
Firmen, die ein wenig auf ihr Geld achten müssen, können sich diesen Entwicklungsprozess auf Dauer einfach nicht leisten. Deshalb geht Canonical jetzt eben den gleichen Weg wie Google mit Android. Der einzige Weg bei dem sie ihre Vorstellungen umsetzen können ohne das die Hälfte der Ideen schon im voraus totgeredet oder blockiert werden.
Damit werden sie IMO komplett auflaufen, da Ihnen im Gegensatz zu Attachmate und Red Hat schlichtweg die Manpower und deshalb vermutlich auch das Know-How fehlt, notfalls alles für Unity Benötigte selbst weiterzuentwickeln. Und in genau dise Richtung geht dieses Ubuntu-Unity-"Androidgetue", alles Selbermachen ohne Upstream.
Vielleicht, vielleicht auch nicht - wird die Zukunft zeigen.
Neinsager gibt es ja wie Sand am Meer in der OpenSource Community. Canonical scheint sich das "Androidgetue" zumindest zuzutrauen. Sie haben es ja auch selbst in der Hand in wie weit sie von Upstream abweichen wollen. Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren.
"Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren."
Das stimmt. Und beides ist - rein von der geringen Zahl der bezahlten Entwickler her - IMO nicht ausreichend vorhanden. Ich erinnere nur einmal an die heftigen Xorg- und Ext4-Bugs am Veröffentlichungstag von Ubuntu 10.04, einer LTS-Veröffentlichung.
... rein von der geringen Zahl der bezahlten Entwickler her ...
Woher hast du denn bitte deine Zahlen? Canonical ist schon lang keine kleine 5-Mann-Klitsche mehr. Die haben mehr als 400 Mitarbeiter (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./) wovon 66% in der Entwicklung arbeiten (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./statistics). Das wären dann also mehr als 270 Leute.
Meiner Meinung nach kann man mit dieser Manpower Unity durchaus stemmen.
Wenn auch etwas überspitzt in meinen Augen, aber die Grundaussage dieses Beitrags kann ich nur teilen.
Mir als begeisterten, langjährigen Linux-User, der auch schon etwas weiter über den Tellerrand geschaut hat und Distros im Einsatz hatte, die einigen der hier Kreischenden nichts mehr sagen dürften (Ark Linux bspw.), rollen sich derzeit teilweise schlicht die Fußnägel hoch. Ich habe die große Phase der "Freiheit auf dem Desktop" noch mitbekommen, damals Anfang der 2000er... Da war es noch möglich, eigene Ideen und Konzepte durchzubringen, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Heute wird diese "Freiheit"-Diskussion immer mehr zu einem Kreuzzug derjenigen, die sich in ihrem ureigensten Ego angekratzt fühlen, leider auch unter der Fahne wirklich großer Namen wie Richard Stallman. Dass Freiheit aber auch Pflichten und teilweise Einschränkungen im Sinne von klaren Richtlinien mit sich bringt, scheinen nur wenige zu begreifen. Canonical bspw. ist eine der Firmen, die es meiner Meinung nach verstanden haben, welche eine der Hauptherausforderungen (Pflichten) der heutigen Zeit in Bezug auf Linux ist: Es am Desktop wirklich zu >etablieren< und bekannt zu machen. Und dazu braucht es nunmal Marketing und eine klare Linie. Und die gibt es bei Canonical. Das muss man ihnen einfach lassen. Sie befinden sich damit auf einem guten Weg, und das finde ich OK. Und nur, weil das irgendwelchen Freiheitsaposteln nicht passt, und noch dazu viel weitreichendere Problematiken als Schnappatmungs-Argumente prostituiert werden ("Jaaa, Canonical gibt ja nicht mal was an Debian zurück!"), obwohl das völlig am Ziel vorbei geschossen ist... Armselig.
Ja, das hätte ich auch fast wortwörtlich so schreiben können.
Auf der einen Seite beklagen sich die Linux-Fanboys, dass Linux auf dem Desktop keine größere Verbreitung findet, auf der anderen Seite wird ausgerechnet die Distribution am heftigsten kritisiert, die dort am meisten Erfolg hat.
Sehe ich auch so, obwohl ich weder die Firma schätze noch die ganzen *buntus. In meinen Augen ist das Canonical für das Linux Ökosystem ohnehin unbedeutend.
Unity ist im immerhin durchdachter als die anderen Desktops.
zum Beispiel Statusmeldungen:
Gnome3: Unten und liegt immer über meinem Terminal und stört meine Eingabezeile. Außerdem erwartet es immer eine Interaktion von mir. KDE4: Mach ich da die Box auf, bekomme ich nen haufen Meldungen, die schon veraltet sind. Es wird sogar in der Box mit Verschachtelungen gearbeitet. Absolut Unübersichtlich. Unity: 2 getrennte Statusausgaben. Die erste ist "Statusveränderungen" wie Lautstärke oder Helligkeit etc. Die zweiten wird immer darunter positioniert und zeigt Nachrichten an und blendet diese auch aus. Meldungen die eine Interaktion erfordern, werden im NachrichtenMenü schön zusammen gefasst und durch ein dezentes Blau drauf hingewiesen.
Ich könnte noch viel mehr Beispiele zeigen. Denen sind aktuellen Implementierungen scheiß egal, und das ist gut so. Alles wird hinterfragt. Nur deswegen wird imho GNU/Linux immer besser. Wer das nicht will, soll was anderes Nutzen. Alleine die Idee des HeadUps zeigt wieder, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, wie man einen Rechner schneller und effizienter verwenden kann. Witziger weise jammern immer die gleichen Leute. Ich sag nur Wayland: "Hat ja keine Netzwerktransparenz..." die Vorteile werden einfach ignoriert. Wie früher... Auto wofür hab Kutsche, Handy wofür hab ein Telefon...
... weiss zwar nicht in welcher Alphaversion zu KDE kennengelernt hast und wie du Statusmeldungen erzeugst, aber wenn ich mein Leutstärke, Boldschimhelligkeit o.ö. andere, habe ich für wenige Sekunden eine Statusanzeuge ähnlich wie beim Fernseher, und er Filemanager vom Gnome ist eine grausame Zumutung,
Was ist das für eine Frage.. Canonical hat 300 Mitarbeiter, davon viele Programmierer, Designer usw die viele Open Source Projekte (wenn evtl auch ein grossteil davon in Ubuntu-Projekte wie Unity fliesst) weiterbringen. Darauf will ich nicht verzichten.
Und Konkurrenz ist immer gut, das gilt auch für die Desktop Umgebung. Solange sich alle an Standarts halten.
Komische Frage. Als wenn KDE oder das Linux-Ökosystem von Kubuntu abhängt. Wenn Canonical out of Business geht wird der Linux-Desktop genau wieder dort sein wo er vor Ubuntu war. Dutzenden KDE + Gnome Distributionen ohne wirkliche Alleinstellungsmerkmale und dazu auch noch fast gleich aussehen. Ein bissl branding hier ein anders Paketformat dort, aber im großen und ganzen der selbe Kram in unterschiedlichen Darreichungsformen. Ein Potporre der Distributions-Eitelkeiten eben.
Canonical sollte meiner Meinung nach bleiben und weiter machen wie bisher. Mark hat zumindest kapiert, dass Ubuntu keine "Yet another Linux Distribution" sein sollte. Möchte man wirklich Markanteile gewinnen, dann kann man nicht so weiter machen wie alle Anderen. Er braucht ein echtes Alleinstellungsmerkmal mit hohem Wiedererkennungswert. Mit Unity kann er Ubuntu eine echte "Marke" geben und sich deutlich von den anderen Distributionen abheben. Es gibt dann genau _ein_ Ubuntu, sowohl was "Look" als auch "Feel" angeht. Darum ist es auch logisch, dass sie Abstand von Kubuntu nehmen. Es hat keinerlei besondere Merkmale und kann in dutzenden anderen Distributionen verwendet und installiert werden. Kubuntu ist nur eine weitere mehr oder minder sinnvolle (Schein-)Wahlmöglichkeit. Das Phänomen kennt man auch aus der Psychologie: Gibt man jemanden unüberschaubar viele Alternativen/Alternativkombinationen wird er sich nicht für eine davon entscheiden sondern letztlich gegen _alle_ und bei den Dingen bleiben, die er schon kennt. Ich denke Mark will das Ubuntu-Ökosystem klar abstecken und sich von anderen Distributionen abheben um irgendwann mal aus dem jetzigen Distributions-Ghetto rauszukommen. Viele, die andere Distributionen nutzen, werden darüber nörgeln, aber auch sie könnten davon irgendwann mal profitieren.
Absolut richtig, das Cano eigene Wege geht, das machen andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen auch. Die sog. Community bringt zu viel Ballast mit. Ist halt wie eine träge Masse, die sich nur ungern fortbewegt.
Mark sitzt in einem Sportwagen und will endlich losbrausen. Ich hoffe, er lässt sich nicht von den ewig gestrigen aufhalten, die sich am liebsten im Terminal aufhalten!
Allerdings sollte man Software erst dann auf die Allgemeinheit loslassen, wenn sie gut und ausgereift ist. Was Cano da veröffentlicht hat würden andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen nicht mal als Beta anbieten.
> Die sog. Community bringt zu viel Ballast mit. Ist halt wie eine träge Masse, die sich nur ungern fortbewegt.
Was würde Canonical ohne die Community machen. Du glaubst doch nicht im ernst das Canonical irgendwas ohne die Community auf die Beine bekommen hätte. Schließlich bauen andere Leute das Grundgerüst für Canonical, damit Mark dann mit seinen Mitarbeitern ihre Oberfläche drauf Bügelt. Die ach so träge Community, wie du sie nennst, sorgt erst dafür das Mark überhaupt so schnell fahren kann. Und ja ich weiß das Canonical auch, noch ein paar andere Sachen außer Unity, für Ubuntu entwickelt.
> Allerdings sollte man Software erst dann auf die Allgemeinheit loslassen, wenn sie gut und ausgereift ist. Was Cano da veröffentlicht hat würden andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen nicht mal als Beta anbieten.
Ubuntu 11.04 und 11.10 sind für mich die schlechtesten Releases die Canonical je rausgebracht hat. Als mein Leidensdruck immer größer wurde, habe ich mir Debian Wheezy mit Gnome 3 installiert. Und siehe da mein Rechner hängt nicht mehr, hat keine Darstellungsfehler mehr, wacht jedesmal aus dem Ruhe- und Bereitschaftsmodus wieder auf und ist verdammt schnell. Da kommt Unity keinen Meter hinterher. Unity mit Compiz ist wie ich in einen anderen Post vor ein paar Tagen schrieb einfach nur lahm und Buggy. Dachte schon meine Hardware ist im Eimer.
Was ist besser für das Linux-Ökosystem:
[ ] Canonical geht out-of-business
[ ] Canonical macht weiter
[ ] Canonical geht out-of-business
[X] Canonical macht weiter
Das Linux-Ökosystem muss sich evolutionär weiterentwickeln. Canonical scheint einige Sachen zu machen, die die Entwicklung vorwärts bringen.
Beispiel?
Unity. Es mag eine Fehlentwicklung sein, aber wenigstens versuchen sie es. Aus den Fehlern, die Canonical dort macht, können andere lernen.
Ansonsten hat Ubuntu Linux einen deutlichen Wahrnehmungsschub auf dem Desktop gegeben.
Es gibt schon KDE und Gnome. Beide sind innovativ und experimentierfreudig. Unity hat den Linux-Desktop nur noch mehr fragmentiert. Also schadet es unterm Strich nur.
Die Fragmentierung würde abnehmen wenn Entwickler nicht mehr Ihre Zeit für Fehlentwicklungen wie KDE opfern würden.
Unity mag Fehler haben
KDE seit Version 4.x und den alles-mach-neu Ideologen um Seigo ist ein einziger Fehler.
Heute schon Freitag ?
Dienstag ist schon lange ein "zweiter Freitag". Quasi schon gute alte Heise.de Tradition
Ach, deshalb war heute schon das ganze Popcorn alle. *schnief* Wieso kriege ich nie welches ab?
Unity und Gnome basieren auch auf alles-mach-neu-Ideologie. Brauchte der Linux-Desktop also ein drittes Alles-mach-neu-Projekt mit Unity?
berechtigter einwand..
aber bei Unity habe ich zumindest Hoffnung, dass es was werden könnte.
bei KDE habe ich schon schon lang keine mehr. und wenn es doch etwas (stabiles) werden sollte, dann kommt in der nächsten release jemand mit dem Abbruchhammer (hauptsache der Code ist schön)
Seit 4.0 wurden praktisch keine großen Änderungen gemacht. Die 4.8 ist super stabil.
Und was ist mit Kmail? Mehr kaputt machen kann man ja nicht nach einer einigermaßen brauchbaren vorherigen Version.
Der war gut!
Dafür deiner aber nicht!
Manche Leute haben halt für mich seltsame Vorstellungen von "stabil"...
(weil ich gerade schon wieder darüber grüble, warum Plasma wegsemmelt, wenn ich den Stapel gelbe Zettel sortieren will! Und warum sind die überhaupt bei jedem einloggen übereinandergestapelt...?)
Manche Leute haben für mich eine seltsame Ansicht, dass wenn etwas bei ihnen nicht richtig läuft, es auch bei allen anderen nicht funktionieren kann.
Du wirst es wahrscheinlich nicht hören wollen, aber bei mir läuft Plasma stabil, auch wenn ich einen Stapel gelber Zettel sortiere. Ich glaube dir, dass es bei dir nicht stabil läuft. Ich hatte früher mit Plasma auch ein paar Probleme. Aber ich verwende KDE nun seit der 4.4 produktiv auf meinem Notebook, und das tagtäglich im Büro als Arbeitsgerät und auch zu Hause. Ich habe unterschiedliche Plasmoide je nach Aktivität. Der letzte Absturz von Plasma ist bei mir ein paar Monate her. Wenn KDE nicht ausreichend stabil wäre, würde ich es nicht für die Arbeit verwenden. Denn da hätte ich schon längst den letzten Nerv verloren. Daher kannst du ruhig mir - und den anderen - glauben, dass KDE sehr wohl auch stabil laufen kann. Oder glaubst du wir quälen uns freiwillig, auch bei der Arbeit?
Ich lebe aber davon, dass mir Leute ihre problematischen Kisten her stellen und eine solche (SuSE 11.4/KDE 4.8.0) ist das gerade, die seit dem Upgrade schon mehrfach hier war.
90% der Eingriffe in den letzten 2 - 2 1/2 waren keine "Linux"-Probleme sondern solche von oder mit KDE.
KDE 4.0 war auch schon "stable".
Von daher passt es.
Wo hab ich denn den Fisch hin gelegt...? Weg isser... Das war bestimmt ein Troll!!!
Gäähn. Nix neues zu bieten?
Naja, Seigo ist ja auch von Trolltech gefeuert.
Diese Diktatur der Realitätsverzerrung, die er etabliert hat, hat die Community ruiniert und die größten Fans emotional ausgesaugt.
Es schadet nie etwas neues zu probieren. KDE und Unity gehen völlig unterschiedliche Wege. GNOME3 und Unity gehen vergleichbare Wege, aber doch auf andere Art und Weiße.
Man wird sehen was sich durchsetzt, es schadet aber nicht etwas zu versuchen.
Da man als User die Wahl hat eben Unity auch einfach nicht zu nutzen, sehe ich keine Probleme.
Wenn du keine Fragmentierung willst, bleibt wir wohl nur Windows, denn schon Linux Fragmentiert den Desktop-Markt.
Zumal 3 Systeme, die zueinander relativ kompatibel sind, auch kein eine problematische Fragmentierung sind. Vor allem, wenn es ziemlich sicher ist, das nicht alle 3 auf dauer bestehen werden. Aktuell tippe ich auf den Untergang von Unity. Aber die Zeit wird es zeigen. 3 große DEs werden sicher nicht überleben.
"3 große DEs werden sicher nicht überleben."
Das sehe ich sehr ähnlich.
Canonical hat nun weder Gnome noch KDE in dem von ihm unterstützten Main-Repo.
Canonical möchte aber wahrscheinlich alle bezahlte Manpower auf Unity konzentrieren, weil sie wissen, dass sich daran das Schicksal Canonicals (nicht notwendigerweise das Schicksal Ubuntus) entscheidet.
IMO werden sie es auf dem Desktop nicht schaffen, ihren Marketing-Geblubber-Pseudo-Bug Nummer 1 werden sie niemals fixen können. Ubuntu bleibt auch mit der Unity-Fassade halt immer noch ein Linux.
Canonical hat mit Ubuntu das erreicht, was Debian nie erreicht hat.
Eine für gewöhnliche Anwender pflegeleichte Distribution zu entwickeln.
Das in letzter Zeit Canonical so einen Schrott baut (Icons auf der falschen Seite, Unity) und es zur Zeit auf dem Linux Desktop bezüglich der Entwicklung auch nicht gerade toll aussieht (gnome 3 ) ist eine andere Geschichte.
Aber das muß man Canonical lassen, Canonical hat es geschafft eine sehr gute Einsteigerdistribution zu entwickeln, wo viele andere Distrihersteller bisher eher gescheitert sind.
Suse war z.B. mit Yast zwar ganz nett, aber das zugemüllte Anwendungsmenü mit > 10 Editoren war für den Normaluser eher eine Überforderung.
Bei Ubuntu gab es hier standardmäßig erstmal zusammen mit einem soliden Grundsystem nur einen.
"Bei Ubuntu gab es hier standardmäßig erstmal zusammen mit einem soliden Grundsystem nur einen."
Nein.
Die anderen Editoren siehst Du nur nicht im Menü.
Wenigstens nano dürfte noch installiert sein, vermutlich auch eine vim-Version (vim-tiny o.ä.).
Canonical ist ein Eigenbrötler, der die elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung nicht verstanden hat.
Unity wird von anderen Distros zur Zeit nicht paketiert, da es zuviele Kompatibilitätsprobleme gibt, weil Canonical nicht dafür gesorgt hat, dass für Unity wichtige Änderungen an Basisbiblliotheken bei Upstream ankommen.
Auch fliegt Compiz gerade aus Fedora und openSUSE heraus.
Von daher, viel Spaß beim Installieren von Unity auf Nicht-Ubuntu-Distros.
Unity wird so nicht einmal in Debian landen:
http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=609278#67
Hier wurde allerdings der Euphemismus benutzt, dass sich Unity zu schnell für Debian entwickeln würde. Das oben erwähnte Problem schlägt da voll durch.
Ganz im Gegenteil, Canonical hat die "elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung" nur zu gut verstanden. Die freie Softwareentwicklung besteht aus endlosen Diskussionen, völlig überzogenen Egos und leidet in der Regel an einem NIH Syndrom.
Firmen, die ein wenig auf ihr Geld achten müssen, können sich diesen Entwicklungsprozess auf Dauer einfach nicht leisten. Deshalb geht Canonical jetzt eben den gleichen Weg wie Google mit Android. Der einzige Weg bei dem sie ihre Vorstellungen umsetzen können ohne das die Hälfte der Ideen schon im voraus totgeredet oder blockiert werden.
yepp, volle Zustimmung!
Damit werden sie IMO komplett auflaufen, da Ihnen im Gegensatz zu Attachmate und Red Hat schlichtweg die Manpower und deshalb vermutlich auch das Know-How fehlt, notfalls alles für Unity Benötigte selbst weiterzuentwickeln.
Und in genau dise Richtung geht dieses Ubuntu-Unity-"Androidgetue", alles Selbermachen ohne Upstream.
Vielleicht, vielleicht auch nicht - wird die Zukunft zeigen.
Neinsager gibt es ja wie Sand am Meer in der OpenSource Community. Canonical scheint sich das "Androidgetue" zumindest zuzutrauen. Sie haben es ja auch selbst in der Hand in wie weit sie von Upstream abweichen wollen. Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren.
"Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren."
Das stimmt.
Und beides ist - rein von der geringen Zahl der bezahlten Entwickler her - IMO nicht ausreichend vorhanden.
Ich erinnere nur einmal an die heftigen Xorg- und Ext4-Bugs am Veröffentlichungstag von Ubuntu 10.04, einer LTS-Veröffentlichung.
Woher hast du denn bitte deine Zahlen? Canonical ist schon lang keine kleine 5-Mann-Klitsche mehr. Die haben mehr als 400 Mitarbeiter (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./) wovon 66% in der Entwicklung arbeiten (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./statistics). Das wären dann also mehr als 270 Leute.
Meiner Meinung nach kann man mit dieser Manpower Unity durchaus stemmen.
Wenn auch etwas überspitzt in meinen Augen, aber die Grundaussage dieses Beitrags kann ich nur teilen.
Mir als begeisterten, langjährigen Linux-User, der auch schon etwas weiter über den Tellerrand geschaut hat und Distros im Einsatz hatte, die einigen der hier Kreischenden nichts mehr sagen dürften (Ark Linux bspw.), rollen sich derzeit teilweise schlicht die Fußnägel hoch. Ich habe die große Phase der "Freiheit auf dem Desktop" noch mitbekommen, damals Anfang der 2000er... Da war es noch möglich, eigene Ideen und Konzepte durchzubringen, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Heute wird diese "Freiheit"-Diskussion immer mehr zu einem Kreuzzug derjenigen, die sich in ihrem ureigensten Ego angekratzt fühlen, leider auch unter der Fahne wirklich großer Namen wie Richard Stallman. Dass Freiheit aber auch Pflichten und teilweise Einschränkungen im Sinne von klaren Richtlinien mit sich bringt, scheinen nur wenige zu begreifen. Canonical bspw. ist eine der Firmen, die es meiner Meinung nach verstanden haben, welche eine der Hauptherausforderungen (Pflichten) der heutigen Zeit in Bezug auf Linux ist: Es am Desktop wirklich zu >etablieren< und bekannt zu machen. Und dazu braucht es nunmal Marketing und eine klare Linie. Und die gibt es bei Canonical. Das muss man ihnen einfach lassen. Sie befinden sich damit auf einem guten Weg, und das finde ich OK. Und nur, weil das irgendwelchen Freiheitsaposteln nicht passt, und noch dazu viel weitreichendere Problematiken als Schnappatmungs-Argumente prostituiert werden ("Jaaa, Canonical gibt ja nicht mal was an Debian zurück!"), obwohl das völlig am Ziel vorbei geschossen ist... Armselig.
LG,
Konsch
Ja, das hätte ich auch fast wortwörtlich so schreiben können.
Auf der einen Seite beklagen sich die Linux-Fanboys, dass Linux auf dem Desktop keine größere Verbreitung findet, auf der anderen Seite wird ausgerechnet die Distribution am heftigsten kritisiert, die dort am meisten Erfolg hat.
[X] Canonical macht weiter
Ganz klar.
Es wäre niemals besser, wenn Canonical geht. Schließlich ist Ubuntu eine Option, kein Muss.
Sehe ich auch so, obwohl ich weder die Firma schätze noch die ganzen *buntus. In meinen Augen ist das Canonical für das Linux Ökosystem ohnehin unbedeutend.
Ganz klar:
[X] Canonical macht weiter
Unity ist im immerhin durchdachter als die anderen Desktops.
zum Beispiel Statusmeldungen:
Gnome3: Unten und liegt immer über meinem Terminal und stört meine Eingabezeile. Außerdem erwartet es immer eine Interaktion von mir.
KDE4: Mach ich da die Box auf, bekomme ich nen haufen Meldungen, die schon veraltet sind. Es wird sogar in der Box mit Verschachtelungen gearbeitet. Absolut Unübersichtlich.
Unity: 2 getrennte Statusausgaben. Die erste ist "Statusveränderungen" wie Lautstärke oder Helligkeit etc. Die zweiten wird immer darunter positioniert und zeigt Nachrichten an und blendet diese auch aus. Meldungen die eine Interaktion erfordern, werden im NachrichtenMenü schön zusammen gefasst und durch ein dezentes Blau drauf hingewiesen.
Ich könnte noch viel mehr Beispiele zeigen. Denen sind aktuellen Implementierungen scheiß egal, und das ist gut so. Alles wird hinterfragt. Nur deswegen wird imho GNU/Linux immer besser. Wer das nicht will, soll was anderes Nutzen. Alleine die Idee des HeadUps zeigt wieder, dass sich jemand Gedanken gemacht hat, wie man einen Rechner schneller und effizienter verwenden kann. Witziger weise jammern immer die gleichen Leute. Ich sag nur Wayland: "Hat ja keine Netzwerktransparenz..." die Vorteile werden einfach ignoriert. Wie früher... Auto wofür hab Kutsche, Handy wofür hab ein Telefon...
... weiss zwar nicht in welcher Alphaversion zu KDE kennengelernt hast und wie du Statusmeldungen erzeugst, aber wenn ich mein Leutstärke, Boldschimhelligkeit o.ö. andere, habe ich für wenige Sekunden eine Statusanzeuge ähnlich wie beim Fernseher,
und er Filemanager vom Gnome ist eine grausame Zumutung,
[ X ] Canonical macht weiter
Was ist das für eine Frage..
Canonical hat 300 Mitarbeiter, davon viele Programmierer, Designer usw die viele Open Source Projekte (wenn evtl auch ein grossteil davon in Ubuntu-Projekte wie Unity fliesst) weiterbringen.
Darauf will ich nicht verzichten.
Und Konkurrenz ist immer gut, das gilt auch für die Desktop Umgebung. Solange sich alle an Standarts halten.
Komische Frage. Als wenn KDE oder das Linux-Ökosystem von Kubuntu abhängt. Wenn Canonical out of Business geht wird der Linux-Desktop genau wieder dort sein wo er vor Ubuntu war. Dutzenden KDE + Gnome Distributionen ohne wirkliche Alleinstellungsmerkmale und dazu auch noch fast gleich aussehen. Ein bissl branding hier ein anders Paketformat dort, aber im großen und ganzen der selbe Kram in unterschiedlichen Darreichungsformen. Ein Potporre der Distributions-Eitelkeiten eben.
Canonical sollte meiner Meinung nach bleiben und weiter machen wie bisher. Mark hat zumindest kapiert, dass Ubuntu keine "Yet another Linux Distribution" sein sollte. Möchte man wirklich Markanteile gewinnen, dann kann man nicht so weiter machen wie alle Anderen. Er braucht ein echtes Alleinstellungsmerkmal mit hohem Wiedererkennungswert. Mit Unity kann er Ubuntu eine echte "Marke" geben und sich deutlich von den anderen Distributionen abheben. Es gibt dann genau _ein_ Ubuntu, sowohl was "Look" als auch "Feel" angeht. Darum ist es auch logisch, dass sie Abstand von Kubuntu nehmen. Es hat keinerlei besondere Merkmale und kann in dutzenden anderen Distributionen verwendet und installiert werden. Kubuntu ist nur eine weitere mehr oder minder sinnvolle (Schein-)Wahlmöglichkeit. Das Phänomen kennt man auch aus der Psychologie: Gibt man jemanden unüberschaubar viele Alternativen/Alternativkombinationen wird er sich nicht für eine davon entscheiden sondern letztlich gegen _alle_ und bei den Dingen bleiben, die er schon kennt. Ich denke Mark will das Ubuntu-Ökosystem klar abstecken und sich von anderen Distributionen abheben um irgendwann mal aus dem jetzigen Distributions-Ghetto rauszukommen. Viele, die andere Distributionen nutzen, werden darüber nörgeln, aber auch sie könnten davon irgendwann mal profitieren.
Wer ist "Mark"?
Ist das derjenige, der manchmal in /var/log/messages auftaucht?
Schön das du so viel zum Thema zu sagen hast.
Absolut richtig, das Cano eigene Wege geht, das machen andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen auch.
Die sog. Community bringt zu viel Ballast mit. Ist halt wie eine träge Masse, die sich nur ungern fortbewegt.
Mark sitzt in einem Sportwagen und will endlich losbrausen. Ich hoffe, er lässt sich nicht von den ewig gestrigen aufhalten, die sich am liebsten im Terminal aufhalten!
Allerdings sollte man Software erst dann auf die Allgemeinheit loslassen, wenn sie gut und ausgereift ist.
Was Cano da veröffentlicht hat würden andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen nicht mal als Beta anbieten.
GRUZ
> Die sog. Community bringt zu viel Ballast mit. Ist halt wie eine träge Masse, die sich nur ungern fortbewegt.
Was würde Canonical ohne die Community machen. Du glaubst doch nicht im ernst das Canonical irgendwas ohne die Community auf die Beine bekommen hätte. Schließlich bauen andere Leute das Grundgerüst für Canonical, damit Mark dann mit seinen Mitarbeitern ihre Oberfläche drauf Bügelt. Die ach so träge Community, wie du sie nennst, sorgt erst dafür das Mark überhaupt so schnell fahren kann.
Und ja ich weiß das Canonical auch, noch ein paar andere Sachen außer Unity, für Ubuntu entwickelt.
> Allerdings sollte man Software erst dann auf die Allgemeinheit loslassen, wenn sie gut und ausgereift ist.
Was Cano da veröffentlicht hat würden andere sehr sehr sehr erfolgreiche IT-Unternehmen nicht mal als Beta anbieten.
Ubuntu 11.04 und 11.10 sind für mich die schlechtesten Releases die Canonical je rausgebracht hat. Als mein Leidensdruck immer größer wurde, habe ich mir Debian Wheezy mit Gnome 3 installiert. Und siehe da mein Rechner hängt nicht mehr, hat keine Darstellungsfehler mehr, wacht jedesmal aus dem Ruhe- und Bereitschaftsmodus wieder auf und ist verdammt schnell. Da kommt Unity keinen Meter hinterher. Unity mit Compiz ist wie ich in einen anderen Post vor ein paar Tagen schrieb einfach nur lahm und Buggy. Dachte schon meine Hardware ist im Eimer.