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Thema: Canonical stellt Sponsoring für Kubuntu ein

8 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Bla Bla am Di, 7. Februar 2012 um 19:42 #

Canonical ist ein Eigenbrötler, der die elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung nicht verstanden hat.

Ganz im Gegenteil, Canonical hat die "elementaren Regeln der freien Softwareentwicklung" nur zu gut verstanden. Die freie Softwareentwicklung besteht aus endlosen Diskussionen, völlig überzogenen Egos und leidet in der Regel an einem NIH Syndrom.

Firmen, die ein wenig auf ihr Geld achten müssen, können sich diesen Entwicklungsprozess auf Dauer einfach nicht leisten. Deshalb geht Canonical jetzt eben den gleichen Weg wie Google mit Android. Der einzige Weg bei dem sie ihre Vorstellungen umsetzen können ohne das die Hälfte der Ideen schon im voraus totgeredet oder blockiert werden.

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    Von Tuxcad am Di, 7. Februar 2012 um 20:01 #

    yepp, volle Zustimmung!

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    Von abcde am Di, 7. Februar 2012 um 20:44 #

    Damit werden sie IMO komplett auflaufen, da Ihnen im Gegensatz zu Attachmate und Red Hat schlichtweg die Manpower und deshalb vermutlich auch das Know-How fehlt, notfalls alles für Unity Benötigte selbst weiterzuentwickeln.
    Und in genau dise Richtung geht dieses Ubuntu-Unity-"Androidgetue", alles Selbermachen ohne Upstream.

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      Von Bla Bla am Di, 7. Februar 2012 um 21:05 #

      Damit werden sie IMO komplett auflaufen...

      Vielleicht, vielleicht auch nicht - wird die Zukunft zeigen.

      Neinsager gibt es ja wie Sand am Meer in der OpenSource Community. Canonical scheint sich das "Androidgetue" zumindest zuzutrauen. Sie haben es ja auch selbst in der Hand in wie weit sie von Upstream abweichen wollen. Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren.

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        Von abcd am Di, 7. Februar 2012 um 22:24 #

        "Das können sie je nach verfügbarer Manpower und Know-How beliebig regulieren."

        Das stimmt.
        Und beides ist - rein von der geringen Zahl der bezahlten Entwickler her - IMO nicht ausreichend vorhanden.
        Ich erinnere nur einmal an die heftigen Xorg- und Ext4-Bugs am Veröffentlichungstag von Ubuntu 10.04, einer LTS-Veröffentlichung.


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          Von Bla Bla am Di, 7. Februar 2012 um 22:41 #

          ... rein von der geringen Zahl der bezahlten Entwickler her ...

          Woher hast du denn bitte deine Zahlen? Canonical ist schon lang keine kleine 5-Mann-Klitsche mehr. Die haben mehr als 400 Mitarbeiter (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./) wovon 66% in der Entwicklung arbeiten (http://www.linkedin.com/company/canonical-ltd./statistics). Das wären dann also mehr als 270 Leute.

          Meiner Meinung nach kann man mit dieser Manpower Unity durchaus stemmen.

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    Von Konsch am Mi, 8. Februar 2012 um 14:28 #

    Wenn auch etwas überspitzt in meinen Augen, aber die Grundaussage dieses Beitrags kann ich nur teilen.

    Mir als begeisterten, langjährigen Linux-User, der auch schon etwas weiter über den Tellerrand geschaut hat und Distros im Einsatz hatte, die einigen der hier Kreischenden nichts mehr sagen dürften (Ark Linux bspw.), rollen sich derzeit teilweise schlicht die Fußnägel hoch. Ich habe die große Phase der "Freiheit auf dem Desktop" noch mitbekommen, damals Anfang der 2000er... Da war es noch möglich, eigene Ideen und Konzepte durchzubringen, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Heute wird diese "Freiheit"-Diskussion immer mehr zu einem Kreuzzug derjenigen, die sich in ihrem ureigensten Ego angekratzt fühlen, leider auch unter der Fahne wirklich großer Namen wie Richard Stallman. Dass Freiheit aber auch Pflichten und teilweise Einschränkungen im Sinne von klaren Richtlinien mit sich bringt, scheinen nur wenige zu begreifen. Canonical bspw. ist eine der Firmen, die es meiner Meinung nach verstanden haben, welche eine der Hauptherausforderungen (Pflichten) der heutigen Zeit in Bezug auf Linux ist: Es am Desktop wirklich zu >etablieren< und bekannt zu machen. Und dazu braucht es nunmal Marketing und eine klare Linie. Und die gibt es bei Canonical. Das muss man ihnen einfach lassen. Sie befinden sich damit auf einem guten Weg, und das finde ich OK. Und nur, weil das irgendwelchen Freiheitsaposteln nicht passt, und noch dazu viel weitreichendere Problematiken als Schnappatmungs-Argumente prostituiert werden ("Jaaa, Canonical gibt ja nicht mal was an Debian zurück!"), obwohl das völlig am Ziel vorbei geschossen ist... Armselig.

    LG,
    Konsch

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      Von Marcus L. am Do, 9. Februar 2012 um 10:48 #

      Ja, das hätte ich auch fast wortwörtlich so schreiben können.

      Auf der einen Seite beklagen sich die Linux-Fanboys, dass Linux auf dem Desktop keine größere Verbreitung findet, auf der anderen Seite wird ausgerechnet die Distribution am heftigsten kritisiert, die dort am meisten Erfolg hat.

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