Der Vorposter meinte noch etwas Anderes, nämlich die "Entsorgung" der alten Inteltreiber, die beim Intel-Nur-KMS-Switch nicht mitgenommen wurden.
Wayland ist ähnlich entworfen, weder die alten Xorg-Treiber noch nvidia und fglrx werden unterstützt.
Das ist zum größten Teil Intels Werk. Nvidia und AMD dürften das durchaus mit gemischten Gefühlen sehen, da letztlich die besten Grafiktreiber für Linux, die von Nvidia und AMD nämlich, erst einmal ausgeschlossen werden. Die Intel-3D-Treiber sind zwar meist frei, aber halt auch sehr "schwach". Und dass es Intel hier IMHO nicht wirklich (nur) um "Freiheit" geht, sieht man u.a. auch an der Poulsbo/PowerVR-Firmenhardwarepolitik, etwas, das eine Firma, die der freien Softwarephilosophie a la FSF verpflichtet wäre, niemals getan hätte.
Wayland, genauso wie die gesamte KMS-Maschinerie, unterliegen darüber hinaus einer freien, aber restriktiven Lizenz, die die problemlose Einbindung unfreier Grafiktreiber nicht erlaubt.. Hier wird die Lizenzpolitik benutzt, um Linux im Hinblick auf ein recht gut funktionierendes, unfreies Grafiktreiberangebot um Jahre zurückzuwerfen.
Von daher ist diese ganze von Intel ausgedachte bzw. angeleierte und u.a. von Red Hat unterstützte Wayland-/KMS-Chose in dieser Form abzulehnen, aus "politischen" wie aus ganz praktischen Gründen.
Seht Euch bitte erst einmal die Fakten an, was funktionierte bisher, was wird in Zukunft funktionieren. Dazu müsst Ihr Euch zwar erst aus dieser allgemeinen Linuxfirmen-Fanboy-Gehirnwäsche befreien, aber letztlich ist das notwendig, um zu einem rational begründeten Urteil zu kommen.
Der Vorposter meinte noch etwas Anderes, nämlich die "Entsorgung" der alten Inteltreiber, die beim Intel-Nur-KMS-Switch nicht mitgenommen wurden.
Wayland ist ähnlich entworfen, weder die alten Xorg-Treiber noch nvidia und fglrx werden unterstützt.
Das ist zum größten Teil Intels Werk. Nvidia und AMD dürften das durchaus mit gemischten Gefühlen sehen, da letztlich die besten Grafiktreiber für Linux, die von Nvidia und AMD nämlich, erst einmal ausgeschlossen werden.
Der größte Teil dieser Grafiktreiber (OpenGL, Videowiedergabe etc.) ist unabhängig von X11 und wird auch unter Windows verwendet. Wayland-Unterstützung ist vermutlich nichts, was in drei Tagen erledigt ist, aber allzu aufwändig dürfte es auch nicht sein. Die hierfür notwendigen Erweiterungen sind hier beschrieben.
Wayland, genauso wie die gesamte KMS-Maschinerie, unterliegen darüber hinaus einer freien, aber restriktiven Lizenz, die die problemlose Einbindung unfreier Grafiktreiber nicht erlaubt..
Unfug, das DRM-Subsystem, Weston und Wayland stehen unter der MIT-Lizenz. Und selbst wenn das nicht so wäre, wäre es egal. Open-Source-Treiber verwenden KMS und DRI, um Wayland-Unterstützung zu implementieren, aber nötig ist das keinesfalls. Anderes Beispiel: OpenGL wird von den Open-Source-Treibern mittels DRI implementiert. Der Nvidia-Treiber nutzt DRI nicht, aber OpenGL funktioniert trotzdem.
Von daher ist diese ganze von Intel ausgedachte bzw. angeleierte und u.a. von Red Hat unterstützte Wayland-/KMS-Chose in dieser Form abzulehnen, aus "politischen" wie aus ganz praktischen Gründen.
Die angeblichen politischen Gründe basierten auf falschen Informationen deinerseits bzgl. der Lizenz. Was die praktischen Gründe angeht, so gehe ich davon aus, dass die Hardwarehersteller über kurz oder lang Wayland unterstützen werden. Intel tut es schon,
Seht Euch bitte erst einmal die Fakten an, was funktionierte bisher, was wird in Zukunft funktionieren.
Interessanter ist es, zu betrachten, was nicht funktioniert. Bis heute sieht man regelmäßig Artefakte auf X11-Desktops: Fenster flackern, wenn sie neu gezeichnet werden, tearing ist an der Tagesordnung, und deswegen hat Høgsberg als Ziel für Wayland explizit "every frame is perfect" genannt. Auch Input Redirection funktioniert Jahre nach Einfügung der Compositing-Erweiterung für X11 nicht. Besonders letzteres macht simpelste Sachen unmöglich, z. B. ein Fenster mit dem Compositor um 50% zu vergrößern und dennoch Mausklicks korrekt an das Fenster weiterzuleiten. Wenn man sich dann noch ansieht, dass der X-Server heute im Grunde gar nichts mehr tut, kommen doch ernsthafte Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Architektur.
Das mit der Lizenz in punkto Wayland etc. habe ich völlig falsch dargestellt, das stimmt. Ich dachte fälschlicherweise, es stünde unter einer GPL-Lizenz.
NVidia und AMD: Fakt ist, dass bis heute weder Wayland noch KMS von den unfreien nvidia- und fglrx-Treibern unterstützt werden. Das bedeutet, dass man, ähnlich wie bei KMS mit nomodeset, Wayland am besten deaktiviert, wenn man diese unfreien Treiber nutzen möchte. Nouveau ist dabei IMO der größte Schwachpunkt des anvisierten Wechsels zu Wayland.
Mit dem Wechsel zu Wayland fallen zudem fast alle anderen Xorg-Treiber mit Ausnahme von radeon, nouveau und intel als "Wayland-Treiber" weg. Das gibt einen härteren Schnitt als den von XFree 3.3.6 nach XFree 4.0. Leider sind bestimmte alte Grafikchips gar nicht so selten in gar nicht so alten Notebooks verbaut worden. Was passiert denn mit diesen alten Grafikchips? Die werden doch hoffentlich nicht mit dieser äußerst CPU-lastigen llvmpipe-Lösung traktiert?
Du gehst anscheinend von einem jahrelangen Parallelbetrieb von X und Wayland aus.
NVidia und AMD: Fakt ist, dass bis heute weder Wayland noch KMS von den unfreien nvidia- und fglrx-Treibern unterstützt werden.
Ja, aber es darf nicht sein, dass man notwendige Modernisierungen des Open-Source-Grafikstacks von proprietären Grafiktreibern abhängig macht. Zudem muss man berücksichtigen, dass Wayland nach wie vor ein sehr junges Projekt ist. Es war nicht zu erwarten, dass AMD und Nvidia von jetzt auf gleich auf den Zug aufspringen, aber langfristig werden sie sich dem nicht entziehen können, wenn sie nicht ihre gesamte Linux-Kundschaft einbüßen wollen.
Mit dem Wechsel zu Wayland fallen zudem fast alle anderen Xorg-Treiber mit Ausnahme von radeon, nouveau und intel als "Wayland-Treiber" weg. Das gibt einen härteren Schnitt als den von XFree 3.3.6 nach XFree 4.0. Leider sind bestimmte alte Grafikchips gar nicht so selten in gar nicht so alten Notebooks verbaut worden. Was passiert denn mit diesen alten Grafikchips? Die werden doch hoffentlich nicht mit dieser äußerst CPU-lastigen llvmpipe-Lösung traktiert?
Du gehst anscheinend von einem jahrelangen Parallelbetrieb von X und Wayland aus.
Erstens ist Wayland ein langfristiges Projekt zur Modernisierung des Linux-Grafikstacks, da macht es keinen Sinn, Hardware zu berücksichtigen, die bereits heute obsolet ist. Zweitens enthält bereits das kürzlich erschienene Mesa 8.0 nur noch für Intel-, Nvidia- und ATI/AMD-Hardware 3D-Treiber, Wayland hin oder her. Drittens ist auch der Betrieb eines Wayland-Compositors über X11 möglich. Weston unterstützt das bereits, für Kwin ist es in Arbeit. Und ja, natürlich gehe ich von einem einige Jahre währenden Parallelbetrieb von X und Wayland aus. Solche tiefgreifenden Änderungen brauchen Zeit, aber das kann doch kein Grund sein, sie gar nicht anzugehen.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 13. Feb 2012 um 03:58.
Der Vorposter meinte noch etwas Anderes, nämlich die "Entsorgung" der alten Inteltreiber, die beim Intel-Nur-KMS-Switch nicht mitgenommen wurden.
Wayland ist ähnlich entworfen, weder die alten Xorg-Treiber noch nvidia und fglrx werden unterstützt.
Das ist zum größten Teil Intels Werk. Nvidia und AMD dürften das durchaus mit gemischten Gefühlen sehen, da letztlich die besten Grafiktreiber für Linux, die von Nvidia und AMD nämlich, erst einmal ausgeschlossen werden. Die Intel-3D-Treiber sind zwar meist frei, aber halt auch sehr "schwach". Und dass es Intel hier IMHO nicht wirklich (nur) um "Freiheit" geht, sieht man u.a. auch an der Poulsbo/PowerVR-Firmenhardwarepolitik, etwas, das eine Firma, die der freien Softwarephilosophie a la FSF verpflichtet wäre, niemals getan hätte.
Wayland, genauso wie die gesamte KMS-Maschinerie, unterliegen darüber hinaus einer freien, aber restriktiven Lizenz, die die problemlose Einbindung unfreier Grafiktreiber nicht erlaubt.. Hier wird die Lizenzpolitik benutzt, um Linux im Hinblick auf ein recht gut funktionierendes, unfreies Grafiktreiberangebot um Jahre zurückzuwerfen.
Von daher ist diese ganze von Intel ausgedachte bzw. angeleierte und u.a. von Red Hat unterstützte Wayland-/KMS-Chose in dieser Form abzulehnen, aus "politischen" wie aus ganz praktischen Gründen.
Seht Euch bitte erst einmal die Fakten an, was funktionierte bisher, was wird in Zukunft funktionieren. Dazu müsst Ihr Euch zwar erst aus dieser allgemeinen Linuxfirmen-Fanboy-Gehirnwäsche befreien, aber letztlich ist das notwendig, um zu einem rational begründeten Urteil zu kommen.
Das mit der Lizenz in punkto Wayland etc. habe ich völlig falsch dargestellt, das stimmt. Ich dachte fälschlicherweise, es stünde unter einer GPL-Lizenz.
NVidia und AMD:
Fakt ist, dass bis heute weder Wayland noch KMS von den unfreien nvidia- und fglrx-Treibern unterstützt werden.
Das bedeutet, dass man, ähnlich wie bei KMS mit nomodeset, Wayland am besten deaktiviert, wenn man diese unfreien Treiber nutzen möchte.
Nouveau ist dabei IMO der größte Schwachpunkt des anvisierten Wechsels zu Wayland.
Mit dem Wechsel zu Wayland fallen zudem fast alle anderen Xorg-Treiber mit Ausnahme von radeon, nouveau und intel als "Wayland-Treiber" weg. Das gibt einen härteren Schnitt als den von XFree 3.3.6 nach XFree 4.0.
Leider sind bestimmte alte Grafikchips gar nicht so selten in gar nicht so alten Notebooks verbaut worden.
Was passiert denn mit diesen alten Grafikchips?
Die werden doch hoffentlich nicht mit dieser äußerst CPU-lastigen llvmpipe-Lösung traktiert?
Du gehst anscheinend von einem jahrelangen Parallelbetrieb von X und Wayland aus.
Und ja, natürlich gehe ich von einem einige Jahre währenden Parallelbetrieb von X und Wayland aus. Solche tiefgreifenden Änderungen brauchen Zeit, aber das kann doch kein Grund sein, sie gar nicht anzugehen. Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 13. Feb 2012 um 03:58.