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Fr, 10. Februar 2012, 18:42

Software::Desktop::KDE

Head-Up-Display für KDE

Alex Fiestas hat einen Prototypen für ein Head-Up-Display für KDE vorgestellt. Es ist als Plugin für KRunner implementiert.

kde.org

Das Head-Up-Display (HUD) wurde von Mark Shuttleworth neulich für Gnome-Anwendungen vorgestellt. Nach seiner Einschätzung ist es ein revolutionärer Ansatz, der eine Reihe von Nachteilen herkömmlicher Menüs beseitigen kann. Das Head-Up-Display, das in Ubuntu 12.04 LTS zum Ausprobieren enthalten sein wird, aber aber auch in anderen Ubuntu-Versionen verfügbar sein wird, ermöglicht es den Anwendern, mit einer Taste eine Suchmaske zu aktivieren, in der man Menüpunkte durch Eingabe weniger Buchstaben oder eines Begriffes finden kann.

Durch die unscharfe Suche werden alle passenden Menüpunkte gefunden und unmittelbar angezeigt. Daraus kann man schnell den gewünschten auswählen. Das System ist lernfähig und stellt die Menüeinträge ganz oben dar, die man am häufigsten gewählt hat. Neben der aktiven Anwendung werden auch Systemaktionen in die Auswahl einbezogen, so dass man auch schnell Funktionen erreichen kann, die in den System-Menüs liegen. Das HUD wurde in ersten Tests bei Ubuntu von Anfängern und erfahrenen Nutzern gleichermaßen positiv aufgenommen. Selbst ungeübte Benutzer waren mit der Tastatur schneller als mit der Maus, und geübte Benutzer konnten schwer zu findende Menüpunkte schneller finden.

KDE-Anwender könnten sich bei der Funktionsweise von HUD an KRunner erinnert fühlen, die Suchbox, die durch die Taste ALT-F2 eingeblendet wird und einiges mehr kann als nur Programme finden und starten. So ist es nicht verwunderlich, dass eine ähnliche Funktionalität bereits einmal erwogen wurde - und zwar von KDE-Entwickler Alex Fiestas, der nach eigenen Angaben vor sieben Monaten schon mit einem solchen Ansatz experimentierte, aber erst durch die Ubuntu-Ankündigung ermuntert wurde, ihn vollständig funktionsfähig zu machen. Sein AppMenu Runner ist ein KRunner-Plugin, das die gleiche Technologie wie HUD nutzt. Anders als HUD, das derzeit noch auf Anwendungen beschränkt ist, die das globale Menü unterstützen, ist der Runner jedoch anscheinend mit allen Anwendungen kompatibel, auch nicht-KDE-Anwendungen. Sollte das KDE-Plasma-Team diesen Ansatz für gut befinden, könnte das Plugin in KDE SC 4.9 im Juli offiziell erscheinen. Ein Video auf Youtube demonstriert das System. Der Code ist derzeit im KDE-Git zu finden, Kubuntu-Pakete sind in Vorbereitung.

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