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Thema: KWin will Unterstützung für OpenGL 1.x aufgeben

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Von Trächtige Tröllin am Mi, 22. Februar 2012 um 12:58 #

Also ich komme mir ganz besonders bei den freien Treibern vor den Kopf geschlagen vor.
Stichwort Intel GMA 950, die in Massen in Notebooks und in Netbooks, sowie in Bürocomputern verbaut ist.
Mit der Intel GMA 950 hat man sich komplett auf freie Grafiktreiber verlassen und muss nun entsetzt feststellen, dass dies einen riesige Fehlentscheidung war.
Vor allem kann man auch in Netbooks und in Nettops die Intel GMA 950 nicht austauschen, so wird gleich der ganze Computer als Desktop System unbrauchbar gemacht, durch die Entscheidung die Unterstützung für OpenGL für diese Chipsätze zu zerstören.

Zu gut deutsch, da wird zehntausenden von Usern Leid zugefügt. Da wird mit Gewalt der Ruf von OpenSource Software zerstört.
Auf das jeder deutlich merken soll, das OpenSource Software unzuverlässig ist?

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    Von mnmnmn am Mi, 22. Februar 2012 um 15:20 #

    Nur in bezug auf KDE4.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Unternehmensdistro mit ihrem Unternehmensstandarddesktop (meist ist das Gnome) ähnlich verfährt.

    Das Wichtigste aber vorweg:
    Du musst beachten, von was für einem Zeitfenster der KWin-Entwickler da spricht, es geht nicht um KDE4/Qt4/KDE4-Kwin, es geht um KDE5/Qt5/KDE5-Kwin.
    Weder das bis 2017 unterstützte Ubuntu 12.04 werden davon betroffen sein, noch RHEL6/SL6/CentOS6 mit Support bis 2020 und höchstwahrscheinlich noch nicht einmal SLES12/SLED12 mit ähnlich langem Support.
    Bis 2017/2020 sollten sich die Unkosten für Dein Intel-Notebook aber amortisiert haben.

    Im übrigen kann ich Dir nur raten, frühzeitig Bugreports in der Betaphase einer Distributionsentwicklung abzusetzen, damit vermisste Funktionalität zumindest als optionales Etwas wiederhergestellt wird.
    Distros wie openSUSE/Suse und Fedora/Red Hat sind dafür am Geeignetsten, weil sich die Entwickler sehr gut mit der Materie auskennen und nicht selten dafür auch bezahlt werden.
    Du erhältst dann eine klare Ansage: O.k., das können wir einbauen bzw. optional anbieten oder aber das geht aus dem und dem konkreten Grunde nicht.

    Die Catalystgeschichte muss allerdings in den AMD-Bugtracker. Auch hier kann man eine klare Aussage erwarten. Ergänzend dazu kann es sich lohnen, in bestimmten Foren herumzuposten (u.a. Phoronix) und AMD-Leute wie "bridgeman" zu fragen, vor allem im Hinblick auf technische (Machbarkeits-) Fragen.

    Zudem sind bestimmte Distros eher konservativ:
    Selbst wenn Du Dir heute ein aktuelle, sehr moderne openSUSE (also nicht nur SLES/SLED) anschaust, dann findest du überall Kompatibilitätsbibliotheken und Legacy-Xorg-Module, wie z.B. intellegacy und nv. Debian z.B. lässt nv zwar aus eher ideologischen Gründen (ab Wheezy) verschwinden, eine eher unternehmensorientierte Distro wird sich da tunlichst davor hüten.

    Ein weiteres Beispiel ist das openSUSE-Cups-Zusatzprogramm "parallel-printer-support" bzw. demnächst ein entsprechendes Modul für das kommende Cups 1.6. Übrigens war der Auslöser für dieses Projekt der Bugreport eines Administrators eines Schulcomputernetzes, dessen Parallel Port-HP Office-Jets plötzlich nicht mehr druckten. Die haben schlichtweg kein Geld für neue Drucker.

    Übrigens:
    Laut einem Kommentar unter
    http://blog.martin-graesslin.com/blog/2012/02/the-costs-of-supporting-legacy-hardware/#comments
    läuft KWin mit OpenGL2-Shadern:
    http://blog.martin-graesslin.com/blog/2012/02/the-costs-of-supporting-legacy-hardware/comment-page-1/#comment-46365

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      Von VSA-100 am Mi, 22. Februar 2012 um 18:48 #

      Bis 2017/2020 sollten sich die Unkosten für Dein Intel-Notebook aber amortisiert haben.

      Ein NB mit einem Pentium M oder besser und 2 GB RAM reicht locker für alle heutigen Office und Surfausgaben aus und das wird auch in 2017/2020 noch der Fall sein, weil zu Officeprogrammen auch nicht mehr so viel neues hinzukommt, was Leistung fressen würde.

      Insofern bedeutet KDE 5 also für diejenigen, daß man eine gute funktionstüchtige Hardware wegschmeißen muß, nur damit KDE 5 läuft. Und KDE 4 wird dann ja wohl kaum weitersupported werden.


      Deswegen halte ich die Entscheidung den Support für diese alte HW rauszuschmeißen für falsch.
      Denn Leistungsfähig ist diese alte Hardware für normale Office und Surfaufgaben immer noch mehr als genug.

      Debian z.B. lässt nv zwar aus eher ideologischen Gründen (ab Wheezy) verschwinden, eine eher unternehmensorientierte Distro wird sich da tunlichst davor hüten.

      Ubuntu hat den Support für die Glide Library bei ca. Ubuntu 6.10 rausgeschmissen und die libglide ist GPL.
      Ohne Glide Library gibt's keine 3d Unterstützung für Voodoo Banshee, 3, 4 und 5 Karten.


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        Von mnmnmnm am Mi, 22. Februar 2012 um 19:15 #

        "Ubuntu hat den Support für die Glide Library bei ca. Ubuntu 6.10 rausgeschmissen und die libglide ist GPL.
        Ohne Glide Library gibt's keine 3d Unterstützung für Voodoo Banshee, 3, 4 und 5 Karten."

        Keine Ahnung, was Ubuntu da gemacht hat.
        In anderen Distros sind die notwendigen OpenGL-Libs noch enthalten.
        Z.B. in Debian Squeeze:
        http://packages.debian.org/squeeze/libglide2
        http://packages.debian.org/squeeze/libglide3
        Ich habe in einem Rechner noch eine uralte Voodoo Banshee verbaut, die funktioniert mit libglide3 in "3D" (16bit-Farbtiefe).

        Was KDE5-KWin anbelangt:
        Du musst die alte Hardware nicht wegschmeißen, Du kannst dann wahrscheinlich nur keinen 3D-KDE5 mehr benutzen, "nur" eben einen 2D-KDE5 mit normalem 3D für die üblichen OpenGL-Programme oder auch mit Xrender.

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    Von VSA-100 am Mi, 22. Februar 2012 um 18:30 #

    Ja, genau das ist das Problem von Open Source Treibern.


    Mein Notebook ist aus dem Jahre 2005 und besitzt zum Glück eine NVidia Geforce 6600 Go und die closed source Treiber laufen immer noch auf aktuellen Distributionen und das sie super performant sind und die Stromsparmodi der GPU unterstützen muß ich ja nicht noch extra erwähnen.

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