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Do, 23. Februar 2012, 10:09

Software::Multimedia

Flash Player für Linux künftig nicht mehr als Download

Adobe hat angekündigt, das Flash-Player-Plugin für Linux nach Version 11.2 nicht mehr als Download bereitzustellen. Stattdessen wird Flash in Zusammenarbeit mit Google als Teil des Browsers Chrome geliefert.

In einem Blogeintrag hat Adobe die weitere Entwicklungsrichtung von Flash angekündigt. Dazu gibt es eine ausführliche Roadmap, die Details zu Features und unterstützten Systemen enthält. Mit der Roadmap zollt Adobe der schwindenden Bedeutung von Flash für Multimedia im Web Tribut, die durch HTML5 und das WebM-Format bedingt ist. Die Hauptanwendung von Flash sieht Adobe künftig bei Spielen und Premium-Videos, bei denen oft der Einsatz von Kopierverhinderungsmaßnahmen (DRM) gefordert ist.

Die noch in diesem Quartal erscheinende Version 11.2 des Flash-Player-Plugins wird demnach die letzte Version sein, die als Download für Linux bereitgestellt wird. Diese Version soll noch ganze fünf Jahre durch Updates gepflegt werden, aber die kommenden weiterentwickelten Versionen von Flash werden nur noch in anderer Form bereitstehen.

Was Linux betrifft, so stellt Adobe das Plugin in einer Form bereit, die das »Pepper«-API (PPAPI) in Browsern unterstützt. Dieses API wurde von Adobe und Google gemeinsam entwickelt und wird daher demnächst in Google Chrome implementiert, während Mozilla bisher kein Interesse an PPAPI zeigt. PPAPI stellt eine Schicht zwischen dem Plugin und dem Browser dar, das die Unterschiede zwischen den Browsern und Betriebssystemen abstrahieren soll. Für andere Betriebssysteme wird PPAPI bisher aber nicht genutzt; für diese bietet Adobe auch weiterhin direkte Downloads des Flash-Plugins an.

Somit wird das Flash-Player-Plugin künftig nur noch als Teil des Google-Chrome-Pakets erhältlich sein. Unter anderen Browsern oder Programmen wird es nur nutzbar sein, wenn diese PPAPI implementieren. Der Code von PPAPI ist unter einer freien Lizenz verfügbar, so dass dem prinzipiell nichts entgegensteht. Zudem hat Adobe angekündigt, eine »Debug-Implementation« des Flash-Plugins für Linux zu liefern. Details dazu sind aber noch nicht bekannt.

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