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Mi, 7. März 2012, 12:26

Unternehmen

Nvidia tritt der Linux Foundation bei

Der US-amerikanische Chiphersteller Nvidia wird sich einem Bericht zufolge der Linux Foundation anschließen. Ob der Beitritt Auswirkungen auf die Treiberstrategie des Unternehmens haben wird, ist allerdings zweifelhaft.

Nvidia

Wie der Nachrichtenticker Phoronix berichtet, plant Nvidia bereits in den Kommenden Tagen, seinen Beitritt zur Linux Foundation zu verkünden. Die Linux Foundation stellt ein Industriekonsortium zur Förderung der Entwicklung und Verbreitung von Linux dar.

Laut Phoronix erhofft sich Nvidia von der Mitgliedschaft eine verbesserte Zusammenarbeit mit Entwicklern bei der Weiterentwicklung von Linux. Damit schließt das Unternehmen sich den bereits seit geraumer Zeit in der Foundation agierenden Konkurrenten Intel und AMD/ATI an und komplettiert das marktbeherrschende Trio.

Ob der Beitritt allerdings Auswirkungen auf die Treiberpolitik von Nvidia haben wird, darf angezweifelt werden. Eher scheint es, als Nvidia mit einer engeren Zusammenarbeit den mobilen Markt rund um die Tegra-Plattform fokussieren würde. In diesem Feld arbeitet das Unternehmen bereits an freien Treibern und stellt der Kernel-Gemeinschaft zeitnah Patches für neue Entwicklungen zur Verfügung. Der Grafiktreiber für die Plattform ist allerdings ebenfalls proprietär und kaum etwas deutet darauf hin, dass Nvidia die Strategie ändern will.

Betrachtet man die Sachlage nüchtern, so gibt es auch keinen wirklichen Grund für Nvidia, die momentane Vorgehensweise zu ändern. Die Mehrzahl der Anwender – darf man diversen Umfragen Glauben schenken - setzt auf den proprietären Treiber des Unternehmens und auch die Kernel-Entwickler scheinen sich mit dem momentanen Status Quo arrangiert zu haben. Zu sehen war das unter anderem bei dem neuerlichen Vorstoß des Unternehmens, die GPL-Exportbeschränkungen der dma-buf-Infrastruktur des Kernels zu ändern. Zwar haben sich anfänglich die meisten Entwickler gegen eine Änderung ausgesprochen, doch scheint mittlerweile die Stimmung zu kippen. Auch prominente Hacker wie Torvalds oder Cox haben noch nie ein Hehl daraus gemacht, keine Probleme mit proprietären Treibern zu haben.

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