Qt5 soll schon gut aussehen und da das dieses Jahr noch kommen soll, würde ich vermuten, dass es (Qt5) noch vor Wayland fertig ist. Rest siehe : http://wayland.freedesktop.org/toolkits.html
AWT, SWT und das LibreOffice-Toolkit mappen unter Linux auf GTK+/GDK. Deshalb gab es doch auch die HTML5-Demos mit LibreOffice im Browser über das Broadway-Backend: http://www.golem.de/1108/85594.html
Welche _wichtige_ Applikation benutzt denn Swing?? Swing ist für ernsthalfte Sachen viel zu grottig.
"Richtige" Apps sind auch nach wie vor in C/C++ geschrieben und benutzen daher die Toolkits, die es dafür gibt. Und da gibts halt sowas wie Qt zB (was 100x besser ist als Swing).
Ich frage mich, warum es so ein großes Interesse an Wayland gibt? Für den normalen User wird es praktisch keine Änderung geben. Ubuntu kann eine nette Animation zeigen, wenn man zwischen eingeloggten Usern wechseln. Wow!
Der primäre Vorteil von Wayland liegt doch darin, einen Haufen alten, redundanten Code wegzuwerfen. Als X Entwickler fände ich das interessant, aber als User ist es mir doch egal.
"Der primäre Vorteil von Wayland liegt doch darin, einen Haufen alten, redundanten Code wegzuwerfen."
Ein "Vorteil" von Wayland läge auch darin, die unfreien ATI- und NVidia-Grafiktreiber gleich mit wegzuwerfen. Xorg wird uns also noch lange erhalten bleiben, dann halt zusammen mit Wayland.
Eigentlich hat nvidia ja auch klar nein gesagt und ATI ist ein Konkurrent von Intel (und dort arbeitet der Hauptentwickler). Okay, Firmen dieser Größenordnung haben ja definitiv sehr ambivalente Verhaltensweisen. Ich würde an deren Stelle auch abwarten, der große Geldbringer wird die Linux-Plattform für die auch nicht sein.
Speziell Nvidia erstellt seine Linuxtreiber für die Kunden seines Linux-Workstationkundensegments. Außerdem haben sie einen "Xorg-Weg" gefunden, der es ihnen erlaubt, unter allen Plattformen den gleichen Treiber zu verwenden. Nur etwa 10% des Linuxtreibercodes unterscheiden sich vom Code des Windowstreibers. Wirtschaftlichkeit steht also bei Nvidia ebenfalls im Vordergrund. Solange diese Voraussetzungen erhalten bleiben, solange wird es auch für Linux, Solaris und BSDs unfreie Nvidiatreiber geben.
Nvidia hat nicht "nein" gesagt. Sie sagen das sie zu dem aktuellen Zeitpunkt keine Pläne hatten/haben Wayland zu unterstützen. Und noch ist es auch nicht erforderlich.
Die Treiber-API befindet sich bereits im Kernel. Wayland setzt da auf existierendes auf und die Treiber werden von X.Org ebenfalls genutzt. Der einzige Unterschied ist, das Wayland einige Features erfordert, die die entsprechenden proprietaeren Treiber nicht haben und die wohl eine mehr oder weniger gravierende umstrukturierung des Treibers erfordern. Proprietaere implementierungen dieser Features (GEM und KMS) waeren denkbar, existieren aber noch nicht. Proprietaere Treiber sind damit nur vorerst ausgeschlossen, jedoch nicht zwangslaeufig fuer immer.
Also wenn das passiert (keine ATI/nVidia Treiber), dann werd ich wohl wieder zurück zu Windows gehen. Ich geb doch keine 300€ für ne GraKa aus, nur um dann mit 20-30% der möglichen Performance rumzudümpeln.. OpenSource - ja gerne, aber nur wenn es eine sinnvolle Alternative darstellt.
Hm, sicher, das ein oder andere Spielchen wird damit gespielt ;) Aber primär hab ich mir das Monster für mein "Hobby" gekauft: GPGPU Programmierung und allgemeine Grafikprogrammierung. Sicher, ob das viele als Hobby haben sei mal dahingestellt, aber für mich waren diese beiden Gründe entscheidend für die Investition. Und das mit den 300€ war eigentlich auch mehr eine aus der Luft gegriffene Zahl, im Prinzip hast du bei jeder halbwegs modernen Grafikkarte durch die Verwendung von Quelloffenen Treibern Nachteile. Und warum ich Linux einsetze? Weil ich das Sytem toll find, und Open Source find ich auch ganz toll. Mit Ausnahme vom Grafiktreiber wüsst ich spontan auch keine weiteren geschlossenen Komponenten auf meinem System (abgesehen von den paar Spielchen ;)). Allerdings seh ich nicht ein, für alles auf Biegen und Brechen Quelloffene Software einsetzen zu wollen, wenn mir dadurch Nachteile (Performance) entstehen. Ich denke, falls sich Wayland durchsetzen wird (was sicher nicht von jetzt auf gleich passieren wird), werden auch die proprietären Grafiktreiber kommen. Wenn nicht, bin ich wirklich gespannt, ob sich im privaten Umfeld bzgl. Linux was ändern wird.
Wayland ermöglicht auch neue Features, z. B. Input Redirection. Außerdem wird es wahrscheinlci schneller sein und es wird hoffentlich nicht mehr zwei parallele Zwischenablagen gebe wie derzeit unter X.
War doch von Anfang an klar, dass Wayland noch viele Jahre brauchen wird. Und jeder, der ein bisschen mehr vom Fach versteht, hat Shuttleworth damals für seine uninformierte heiße Luft ausgelacht.
Naja, Intel will schon und die Nachricht [1] hat mich auch überrascht. MeeGo gibt es imho auch mit Wayland, wobei ja auch keiner weiß was daraus wird. Intel fährt halt einen ziemlich komischen Kurs... wirkt eher wie ein Blindflug.
Mal ganz davon abgesehen, dass Canonical bisher noch keine 20 Zeilen für Wayland implementiert hat, weder für den Displayserver, noch Weston, noch die Portierung der Toolkits. Macht fast alles Intel.
Im November 2010 war Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth noch recht zuversichtlich, Wayland vollständig in Version 12.04 integrieren zu können, doch Wayland machte nicht so schnelle Fortschritte wie erhofft.
Tja wenn die Ubuntu´s Code mit beitragen könnten würde es wohl schneller gehen. Mit Know How und Programmierern sieht´s halt bei ihnen Mau aus. Von daher sollte sich Shuttelworth mit Prognosen etwas zurückhalten.
P.S. Next thing for Ubuntu to learn --- how to pay their engineers well enough, and how to give them enough time to work on upstream issues, that once they gain that experience on Ubuntu's dime and become well known in the open source community, they don't end jumping ship to companies like Red Hat or Google.
Von Troll trollender Troll am Fr, 30. März 2012 um 17:18 #
Nur weil du zu faul bist dich von deinen Gewohnheiten loszusagen? Ich arbeite sowohl mit gnome 3 und unity produktiver als unter gnome 2! Auch hat unity unter Ubuntu 12.04 nochmal große Schritte in Sachen Stabilität und Geschwindigkeit gemacht, sehr große sogar wenn ich mir meinen 10 Jahre alten Simens Laptop anschaue.
... heißen:
"Wayland im Moment noch kaum brauchbar"?
Oder sind andere Distributionen schon weiter?
Nö, dafür steht doch das 'noch' da.
Nein, es wäre den Ubuntu-Maintainern ja durchaus möglich, gtk mit Wayland-Unterstützung zu kompilieren.
Warum sollten die weiter sein? Schließlich nehmen alle den selben Code von Wayland.
Ich bin durchaus optimistisch. Ins Besondere warte ich auf den Wayland-Einsatz bei QT5.
Wie sieht es denn bei anderen Toolkits aus?
Qt5 soll schon gut aussehen und da das dieses Jahr noch kommen soll, würde ich vermuten, dass es (Qt5) noch vor Wayland fertig ist.
Rest siehe : http://wayland.freedesktop.org/toolkits.html
Und was ist mit Java-AWT? Ohne AWT gibts dann auch kein Swing.
Und was ist mit SWT für Eclipse?
Gibt auch noch einige weitere Toolkits:
- Fox Toolkit
- Fast Light Toolkit
- Motif
... etc.
Und Programme, die auf keinem dieser GUIs aufbauen:
- LibreOffice
- GNUPlot
... etc.
Keine Ahnung, du kannst ja mal die Informationen zusammengetragen. ;-)
Die haben sich wohl noch nicht drum gekümmert, das ist aber auch deren Aufgabe.
AWT, SWT und das LibreOffice-Toolkit mappen unter Linux auf GTK+/GDK. Deshalb gab es doch auch die HTML5-Demos mit LibreOffice im Browser über das Broadway-Backend: http://www.golem.de/1108/85594.html
Selten so ein Schmarn gelesen, AWT und Swing setzen auf X auf.
Welche _wichtige_ Applikation benutzt denn
Swing?? Swing ist für ernsthalfte Sachen viel zu grottig.
"Richtige" Apps sind auch nach wie vor in C/C++
geschrieben und benutzen daher die Toolkits,
die es dafür gibt. Und da gibts halt sowas wie Qt
zB (was 100x besser ist als Swing).
Der Omega13
Ich frage mich, warum es so ein großes Interesse an Wayland gibt? Für den normalen User wird es praktisch keine Änderung geben. Ubuntu kann eine nette Animation zeigen, wenn man zwischen eingeloggten Usern wechseln. Wow!
Der primäre Vorteil von Wayland liegt doch darin, einen Haufen alten, redundanten Code wegzuwerfen. Als X Entwickler fände ich das interessant, aber als User ist es mir doch egal.
"Der primäre Vorteil von Wayland liegt doch darin, einen Haufen alten, redundanten Code wegzuwerfen."
Ein "Vorteil" von Wayland läge auch darin, die unfreien ATI- und NVidia-Grafiktreiber gleich mit wegzuwerfen.
Xorg wird uns also noch lange erhalten bleiben, dann halt zusammen mit Wayland.
Na ja, bisher war ja noch nicht einmal die API festgelegt, da werden sich nvidia und amd hüten, schon einen Treiber zu schreiben
Eigentlich hat nvidia ja auch klar nein gesagt und ATI ist ein Konkurrent von Intel (und dort arbeitet der Hauptentwickler). Okay, Firmen dieser Größenordnung haben ja definitiv sehr ambivalente Verhaltensweisen.
Ich würde an deren Stelle auch abwarten, der große Geldbringer wird die Linux-Plattform für die auch nicht sein.
Speziell Nvidia erstellt seine Linuxtreiber für die Kunden seines Linux-Workstationkundensegments.
Außerdem haben sie einen "Xorg-Weg" gefunden, der es ihnen erlaubt, unter allen Plattformen den gleichen Treiber zu verwenden. Nur etwa 10% des Linuxtreibercodes unterscheiden sich vom Code des Windowstreibers.
Wirtschaftlichkeit steht also bei Nvidia ebenfalls im Vordergrund.
Solange diese Voraussetzungen erhalten bleiben, solange wird es auch für Linux, Solaris und BSDs unfreie Nvidiatreiber geben.
Das hat aber nicht wirklich viel mit meiner Aussage zu tun.
Nvidia hat nicht "nein" gesagt. Sie sagen das sie zu dem aktuellen Zeitpunkt keine Pläne hatten/haben Wayland zu unterstützen. Und noch ist es auch nicht erforderlich.
Die Treiber-API befindet sich bereits im Kernel. Wayland setzt da auf existierendes auf und die Treiber werden von X.Org ebenfalls genutzt. Der einzige Unterschied ist, das Wayland einige Features erfordert, die die entsprechenden proprietaeren Treiber nicht haben und die wohl eine mehr oder weniger gravierende umstrukturierung des Treibers erfordern. Proprietaere implementierungen dieser Features (GEM und KMS) waeren denkbar, existieren aber noch nicht. Proprietaere Treiber sind damit nur vorerst ausgeschlossen, jedoch nicht zwangslaeufig fuer immer.
Also wenn das passiert (keine ATI/nVidia Treiber), dann werd ich wohl wieder zurück zu Windows gehen.
Ich geb doch keine 300€ für ne GraKa aus, nur um dann mit 20-30% der möglichen Performance rumzudümpeln..
OpenSource - ja gerne, aber nur wenn es eine sinnvolle Alternative darstellt.
Warum sind Computerspiele das Einzigste, woran du denkst?
Tue ich nicht, der erste Gedanke war es aber.
Hm, sicher, das ein oder andere Spielchen wird damit gespielt ;)
Aber primär hab ich mir das Monster für mein "Hobby" gekauft: GPGPU Programmierung und allgemeine Grafikprogrammierung. Sicher, ob das viele als Hobby haben sei mal dahingestellt, aber für mich waren diese beiden Gründe entscheidend für die Investition. Und das mit den 300€ war eigentlich auch mehr eine aus der Luft gegriffene Zahl, im Prinzip hast du bei jeder halbwegs modernen Grafikkarte durch die Verwendung von Quelloffenen Treibern Nachteile.
Und warum ich Linux einsetze? Weil ich das Sytem toll find, und Open Source find ich auch ganz toll. Mit Ausnahme vom Grafiktreiber wüsst ich spontan auch keine weiteren geschlossenen Komponenten auf meinem System (abgesehen von den paar Spielchen ;)). Allerdings seh ich nicht ein, für alles auf Biegen und Brechen Quelloffene Software einsetzen zu wollen, wenn mir dadurch Nachteile (Performance) entstehen. Ich denke, falls sich Wayland durchsetzen wird (was sicher nicht von jetzt auf gleich passieren wird), werden auch die proprietären Grafiktreiber kommen. Wenn nicht, bin ich wirklich gespannt, ob sich im privaten Umfeld bzgl. Linux was ändern wird.
Grüße!
Wayland ermöglicht auch neue Features, z. B. Input Redirection. Außerdem wird es wahrscheinlci schneller sein und es wird hoffentlich nicht mehr zwei parallele Zwischenablagen gebe wie derzeit unter X.
hoffentlich doch!
War doch von Anfang an klar, dass Wayland noch viele Jahre brauchen wird. Und jeder, der ein bisschen mehr vom Fach versteht, hat Shuttleworth damals für seine uninformierte heiße Luft ausgelacht.
Naja, Intel will schon und die Nachricht [1] hat mich auch überrascht. MeeGo gibt es imho auch mit Wayland, wobei ja auch keiner weiß was daraus wird.
Intel fährt halt einen ziemlich komischen Kurs... wirkt eher wie ein Blindflug.
[1] http://www.pro-linux.de/news/1/18021/erste-testversion-von-wayland.html
Was heißt hier "keiner weiß, was daraus wird"? MeeGo ist tot: "Learn more at tizen.org" (Zitat meego.com)
Mal ganz davon abgesehen, dass Canonical bisher noch keine 20 Zeilen für Wayland implementiert hat, weder für den Displayserver, noch Weston, noch die Portierung der Toolkits. Macht fast alles Intel.
Im November 2010 war Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth noch recht zuversichtlich, Wayland vollständig in Version 12.04 integrieren zu können, doch Wayland machte nicht so schnelle Fortschritte wie erhofft.
Tja wenn die Ubuntu´s Code mit beitragen könnten würde es wohl schneller gehen.
Mit Know How und Programmierern sieht´s halt bei ihnen Mau aus.
Von daher sollte sich Shuttelworth mit Prognosen etwas zurückhalten.
Hat Ubuntu etwas zur Entwicklung beigetragen? Könnte man ja fast so heraus lesen...
Eher lernen Schweine fliegen ...
klar
Ted Tso dazu:
P.S. Next thing for Ubuntu to learn --- how to pay their engineers
well enough, and how to give them enough time to work on upstream
issues, that once they gain that experience on Ubuntu's dime and
become well known in the open source community, they don't end jumping
ship to companies like Red Hat or Google.
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/543617/comments/20
... zusammen mit unity & GNOME 3 zum "bad-desktop.deb", schön pflegen und inne Tonne treten
Nur weil du zu faul bist dich von deinen Gewohnheiten loszusagen?
Ich arbeite sowohl mit gnome 3 und unity produktiver als unter gnome 2!
Auch hat unity unter Ubuntu 12.04 nochmal große Schritte in Sachen Stabilität und Geschwindigkeit gemacht, sehr große sogar wenn ich mir meinen 10 Jahre alten Simens Laptop anschaue.