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Mi, 21. März 2012, 08:57

Software::Desktop::KDE

Video-Editor Kdenlive startet Spendenkampagne

Während Kdenlive wie so viele freie Projekte als Hobby entwickelt wird, soll nun einer der Entwickler bezahlt werden, um zwei Monate lang ungestört an dem Video-Editor arbeiten zu können. Dafür werden nun Spenden gesucht.

Kdenlive

Kdenlive ist ein Video-Editor mit Schnittfunktionen, der auf dem MLT-Video-Framework beruht. Das Programm ist in KDE integriert und kann mit zahlreichen Funktionen aufwarten, die es schon jetzt für den professionellen Einsatz interessant machen. Zwar hatte Kdenlive den Ruf, ziemlich instabil zu sein, doch mit den Versionen 0.8.2 und 0.8.2.1 wurden gegen Ende 2011 viele Probleme behoben. Für Seth Kenlon, dessen Firma den Editor professionell einsetzt, läuft Kdenlive unter Linux besser, zuverlässiger und weit kostengünstiger als proprietäre Programme unter Mac OS X. Für einige Entwickler von KDE ist Kdenlive gar die überlegene Lösung, da es keine der künstlichen Einschränkungen aufweise, die proprietäre Programme mitbringen. Demnach suchen viele Beschäftigte in der Filmbranche händeringend nach einer neuen Lösung, um die proprietären Programme zu ersetzen, die sich in unerwünschte Richtungen entwickeln.

Doch nicht nur für Profis, sondern auch für Heimanwender soll Kdenlive geeignet sein, da es leicht zu bedienen ist und eine Fülle von teils innovativen Funktionen enthält. Das Team von Kdenlive will die Funktionalität des Editors weiter erhöhen, hat dabei aber festgestellt, dass es im Interesse der späteren Pflege nötig ist, die historisch gewachsene Codebasis umzustrukturieren. Dieser Plan wurde bereits letztes Jahr beim KDE-Sprint in Randa gefasst, konnte aber aus Zeitmangel noch nicht umgesetzt werden.

Till Theato, einer der Hauptentwickler, könnte sich im Mai und Juni mit seiner ganzen Zeit dieser Aufgabe widmen, vorausgesetzt, sein Einkommen in dieser Zeit ist gesichert. Zu diesem Zweck hat das Projekt eine Spendenkampagne gestartet. Jeder, der ein Interesse an Kdenlive hat, ist gebeten, etwas beizutragen. Das Ziel der Kampagne sind 4.000 US-Dollar. Wenige Tage nach dem Beginn der Kampagne, die noch bis zum 30. April laufen soll, sind bereits 80% dieses Ziels erreicht. Wenn das Spendenziel übertroffen wird, soll das zusätzliche Geld für andere Ziele im Sinne des Projekts verwendet werden, beispielsweise um Entwicklern Reisen zu Konferenzen zu ermöglichen oder neue Hardware zu kaufen.

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