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Mo, 26. März 2012, 18:20

Software::Distributionen::Debian

Linux Mint Debian Edition entfernt Gnome 2

Mit dem vierten Update-Pack der Linux Mint Debian Edition (LMDE), wird die Distribution neben diversen Änderungen auch die Unterstützung von Gnome 2 verlieren. Anwender, die weiterhin auf die alte Version setzen wollen, sind angehalten, den Stand ihres Desktops einzufrieren.

Cinnamon in Linux Mint

Clement Lefebvre

Cinnamon in Linux Mint

Wie es bereits im Namen anklingt, basiert Linux Mint Debian Edition (LMDE) auf Debian. Die Distribution wird als Live-DVD-Image bereitgestellt und wurde vom Mint-Team mit einem neuen, eigens entwickelten Installer versehen. LDME ergänzt die bisherigen Mint-Varianten als Alternative und stellt ein eine Rolling Distribution dar, die auf Debian Testing zurückgreift. Rolling Distribution bedeutet, dass neue Paketversionen und Pakete kontinuierlich eingepflegt werden und nicht nur Fehlerkorrekturen, wie es bei »traditionellen« Distributionen mit festen Versionen der Fall ist. Anwender haben ständig ein aktuelles System, das sie mit Erscheinen einer neuen Version nicht neu installieren müssen. Um die Problematik von instabilen Versionen von Anwendungen in den Griff zu bekommen, bedient sich das Team einer »Quarantäneeinrichtung«.

Mit dem mittlerweile vierten Update Pack der Distribution, das sich nach Angaben der Entwickler in der Finalisierungsphase befindet, aktualisiert das Team die Distribution erneut. Die wohl größten Änderungen werden allerdings weniger die neuen Funktionen betreffen, sondern eine Reduktion. Denn mit LMDE Update 4 wird sich auch die letzte Linux-Mint-Distribution von Gnome 2 verabschieden. Für Alternativen sei allerdings gesorgt, so der Tenor der Ankündigung.

So stehen mit dem neuen Update gleich mehrere Umgebungen bereit, aus denen der Anwender wählen kann. So bietet sich den Nutzern die neueste Version von Gnome 3 an, die in einem Fallback-Modus diverse alte Gnome-Funktionen unterstützt, deren Zukunft aber nicht gesichert sei und die über diverse Defizite verfüge, so die LMDE-Entwickler. Weit näher an dem Ursprungszustand ist dagegen der Mate-Desktop, der eine Abwandlung von Gnome 2 darstellt. Auch das von den Mint-Machern initiierte Cinnamon beansprucht für sich, die aus Gnome 2 bekannten Funktionen weitgehend in Gnome 3 zu implementieren, und wird in der neuesten LMDE-Version enthalten sein. Wer dagegen auf eine gänzlich andere Umgebung setzen will, der findet in den kommenden Version auch KDE 4 und Xfce in den Repositorien. Alternativ können die Anwender auch die Aktualisierung gänzlich unterlassen und ihr Desktop auf dem letzten Stand einfrieren – samt daraus resultierenden Gefahren und Nachteilen.

Wie auch die Wahl für die Anwender ausfallen wird, für die Entwickler selbst muss noch geklärt werden, welche der Umgebungen der neue Standard bei LMDE darstellen soll. Zur Auswahl stehen im Moment sowohl Mate als auch Cinnamon. Bis die Entscheidung gefallen ist, sollen beide Umgebungen gleichberechtigt in der Distribution gepflegt werden. Welche schlussendlich die Oberhand gewinnt, hängt nicht unerheblich auch von der Resonanz der Benutzer ab.

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