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Do, 29. März 2012, 12:50

Gesellschaft::Politik/Recht

LiMux: Günstiger und zuverlässiger als Windows

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat sich auf Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion zum Stand des LiMux-Projektes geäußert und eine positive Bilanz gezogen. Demnach koste das Projekt die Stadt erheblich weniger als eine vergleichbare Microsoft-Lösung und verursache weniger Probleme.

Der Oberbürgermeister der Stadt München, Dr. Christian Ude

Kai Mörk

Der Oberbürgermeister der Stadt München, Dr. Christian Ude

Während Wien mit einer Migration ihrer Systeme auf Linux eine Bauchlandung hinlegte, zeigt sich München mit dem momentanen Stand der Migration mehr als zufrieden. Laut einer Antwort des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude auf eine Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion zum Stand des LiMux-Projektes habe die Stadt seit der Einführung von LiMux rund ein Drittel der Kosten einer vergleichbaren Windows-Lösung einsparen können. Wie der Oberbürgermeister schreibt, betragen gegenwärtig die Kosten für das Projekt 11,7 Millionen Euro (Stand von Ende Dezember 2011). Ein ebenbürtiger Ausbau der IT auf Basis von Windows und Microsoft Office würde die Stadt dagegen mindestens 15,52 Millionen Euro kosten, so Ude in seiner Antwort in der Rathaus-Umschau Nr. 54. Nicht eingerechnet sind die Lizenzkosten für benötigte Software-Updates, die bei einer Microsoft-Lösung etwa alle drei bis vier Jahre anfielen, die bei Linux aber kostenlos sind. Denn allein die Lizenzkosten für 10.000 PCs mit aktuellen Windows- und Office-Lizenzen würden derzeit über 2,8 Mio Euro betragen, so Ude weiter.

Auch nach der Zahl der gemeldeten Mängel sei laut Ude zufriedenstellend. Zwar lassen sich im Moment keine statistisch belastbaren Zahlen nennen, denn die von Mitarbeitern gemeldeten Fehlermeldungen werden nicht so erfasst, dass sie ausgewertet werden können, doch wisse der Oberbürgermeister von den Erfahrungen der Administratoren zu berichten. Nach Auskunft der betreuenden Mitarbeiter sei es jetzt schon so, dass die Zahl der Störungen pro Monat kleiner ausfalle, als es noch vor der Umstellung von Windows NT der Fall war.

Ude weist allerdings auch darauf hin, dass es normal sei, dass in einer Einführungsphase Fehler auftreten. Dies belegen auch die Zahlen, die ihm zur Verfügung gestellt wurden. Waren anfänglich bis zu 70 Störungen der Systeme pro Monat gemeldet worden, sank die Zahl mittlerweile auf 46 pro Monat - Und das, obwohl die Zahl der Systeme von ursprünglich 1500 auf 9500 mehr als verfünffacht hat. Eine fundierte Aussage zur Qualität der Migration sei allerdings erst ist ca. zwei Jahren möglich, nachdem die komplette Migration abgeschlossen sei, so Ude.

Die Stadt München verfolgt bereits seit fast neun Jahren eine stufenweise Migration ihrer Systeme von Windows auf Linux. Der LiMux-Client wird bereits seit 2006 in der städtischen Verwaltung eingesetzt. Technisch basiert der Basisclient vollständig auf freier Software. Die Stadt setzt dazu auf die freie Linux-Distribution Debian GNU/Linux, die grafische Desktop-Umgebung KDE und die Office-Suite OpenOffice.org.

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