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Di, 3. April 2012, 09:45

Software::Automatisierung

OSADL belegt Echtzeitfähigkeit von Echtzeit-Linux

Das Open Source Automation Development Lab hat in einem mehr als einjährigen Test die Antwortzeit von Echtzeit-Linux auf externe Ereignisse gemessen. Dabei wurde in keinem einzigen Fall die zulässige Zeit überschritten.

Latenzzeit eines ICT Loongson-2

OSADL - www.osadl.org

Latenzzeit eines ICT Loongson-2

Das Open Source Automation Development Lab (OSADL), eine Genossenschaft zur Förderung des Einsatzes von Linux in der industriellen Automation, betreibt seit über einem Jahr eine Rechnerfarm, mit der die Qualität des echtzeitfähigen Linux-Kernels, Linux mit Realtime-Preempt-Patch, ständig gemessen wird. Eine der gemessenen Größen ist dabei die Zeit, die vom Eintritt eines Ereignisses über das Verarbeiten des zugehörigen Interrupts bis zum Aufwecken des wartenden Prozesses vergeht. Für Echtzeitsysteme ist es unerlässlich, dass diese Zeit eine von den Ingenieuren festgelegte Schwelle nie überschreitet.

Die jetzt veröffentlichten Messreihen belegen eindrucksvoll, dass Echtzeit-Linux die Anforderungen vollständig erfüllt. Binnen eines Jahres wurden in der aus über 50 Rechnern bestehenden QA-Farm pro System 100 Millionen Interruptzyklen zweimal pro Tag durchlaufen, was sich in einem Jahr auf über 73 Milliarden Zyklen summiert. Dabei wurde kein einziger Ausreißer verzeichnet. Damit ist nach Angaben des OSADL gezeigt, dass Echtzeit-Linux einen perfekten Determinismus aufweist, und zwar unabhängig von der verwendeten Prozessorarchitektur. Getestet wurden unter anderem x86 (32 und 64 Bit), ARM und MIPS in verschiedenen Varianten. Damit ist das, was früher für unmöglich gehalten wurde, jetzt Realität.

Die Graphen, von denen OSADL eine Auswahl veröffentlicht hat, zeigen die Häufigkeitsverteilung der gemessenen Latenzzeiten, Wegen der logarithmischen Skala würden Ausreißer leicht zu sehen sein, doch zeigen alle Graphen oberhalb einer bestimmten Latenzzeit eine Häufigkeit von exakt 0. Beim 64-Bit-MIPS-Prozessor ICT Loongson-2 bei 533 MHz beispielsweise liegt diese Schwelle bei 105 Mikrosekunden.

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Kommentare (Insgesamt: 7 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Offizieller Kernel (**M**, Mi, 4. April 2012)
Re[3]: Offizieller Kernel (HMEDW, Di, 3. April 2012)
Re[2]: Offizieller Kernel (Profi, Di, 3. April 2012)
Re: Offizieller Kernel (**M**, Di, 3. April 2012)
PREEMPT_RT (Markus Schmiedel, Di, 3. April 2012)
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