Um das mal aufzuklären: Ja, mit dem Listaller können Drittanbieter wirklich distributionsunabhängige Pakete erstellen. Um diese dann zu installieren muss allerdings der Listaller selbst bereits auf dem System installiert sein. Das hat den Grund, dass so die Distributoren die Installationsroutinen an ihre jeweilige Policy anpassen können und das Paket somit konform mit den Richtlinien der Distribution installiert wird. Listaller-Pakete sind architekturabhängig, können aber auch binärelemente für mehrere Architekturen enthalten, z.B. kann man ein Paket für 64bit und 32bit-Systeme erzeugen, sofern entsprechend kompiliert wird. Die benötigten Bibliotheken holt sich der Listaller primär aus den Quellen der Distribution, es werden also Pakete des Distributors bevorzugt. Klappt das nicht, so wird eine Liste mit Quellen für besagte Bibliotheken verwendet und die entsprechende Abhängigkeit nachgeladen und parallel installiert. Klappt das nicht, so kann der Paketersteller nachhelfen und eine Quelle selbst bereitstellen, z.B. einen ZeroInstall-Feed, welche vom Listaller unterstützt werden. (ist momentan noch in Entwicklung) Letztendlich wird dann mit LD_LIBRARY_PATH gespielt um das Programm zum laufen zu bringen, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Listaller direkt die ELF-Binary modifiziert, sodass die Umgebungsvariable wegfällt. (experimentell, wir per default nicht gemacht!) Listaller-Pakete könnten rein theoretisch ebenfalls im Open Build Service generiert werden, sofern Unterstützung dafür hinzugefügt wird. Die installierte Drittanbieter-Software wird dann vom restlichen System isoliert, sodass es unmöglich ist, dass diese z.B. Distributionsupgrades stört. Zudem wird es später möglich sein, Anwendungen standardmäßig in einer Sandbox auszuführen. Listaller selber klingt sich in PackageKit ein, welches seit Version 0.7.2 die benötigten Schnittstellen dafür hat. Damit benötigt Listaller - zumindest für die Basisfunktionen - keine eigenen Frontends und der Nutzer merkt gar nicht, dass er Listaller-Pakete anstatt von Distributionspaketen verwaltet. PackageKit-Frontends können aber optional noch mit Listaller-Unterstützung kompiliert werden, sodass ein paar Extrafunktionen (no-root-installation, sicherheitsinfos) sichtbar werden. Listaller ist kein versuch, PPAs/Distro-Quellen zu ersetzen, das Projekt macht deren Nutzung aber in den häufigsten Fällen überflüssig. Für die installation von Systemkomponenten und Desktops wird man aber zwingend PPAs brauchen, da Listaller einige nötigen Funktionen für Systemintegration bewusst nicht unterstützt. Ich hoffe, das hilft ein wenig :) (und ist viel zu lang geworden!)
Um das mal aufzuklären: Ja, mit dem Listaller können Drittanbieter wirklich distributionsunabhängige Pakete erstellen. Um diese dann zu installieren muss allerdings der Listaller selbst bereits auf dem System installiert sein. Das hat den Grund, dass so die Distributoren die Installationsroutinen an ihre jeweilige Policy anpassen können und das Paket somit konform mit den Richtlinien der Distribution installiert wird.
Listaller-Pakete sind architekturabhängig, können aber auch binärelemente für mehrere Architekturen enthalten, z.B. kann man ein Paket für 64bit und 32bit-Systeme erzeugen, sofern entsprechend kompiliert wird.
Die benötigten Bibliotheken holt sich der Listaller primär aus den Quellen der Distribution, es werden also Pakete des Distributors bevorzugt. Klappt das nicht, so wird eine Liste mit Quellen für besagte Bibliotheken verwendet und die entsprechende Abhängigkeit nachgeladen und parallel installiert. Klappt das nicht, so kann der Paketersteller nachhelfen und eine Quelle selbst bereitstellen, z.B. einen ZeroInstall-Feed, welche vom Listaller unterstützt werden. (ist momentan noch in Entwicklung)
Letztendlich wird dann mit LD_LIBRARY_PATH gespielt um das Programm zum laufen zu bringen, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Listaller direkt die ELF-Binary modifiziert, sodass die Umgebungsvariable wegfällt. (experimentell, wir per default nicht gemacht!)
Listaller-Pakete könnten rein theoretisch ebenfalls im Open Build Service generiert werden, sofern Unterstützung dafür hinzugefügt wird.
Die installierte Drittanbieter-Software wird dann vom restlichen System isoliert, sodass es unmöglich ist, dass diese z.B. Distributionsupgrades stört. Zudem wird es später möglich sein, Anwendungen standardmäßig in einer Sandbox auszuführen.
Listaller selber klingt sich in PackageKit ein, welches seit Version 0.7.2 die benötigten Schnittstellen dafür hat. Damit benötigt Listaller - zumindest für die Basisfunktionen - keine eigenen Frontends und der Nutzer merkt gar nicht, dass er Listaller-Pakete anstatt von Distributionspaketen verwaltet. PackageKit-Frontends können aber optional noch mit Listaller-Unterstützung kompiliert werden, sodass ein paar Extrafunktionen (no-root-installation, sicherheitsinfos) sichtbar werden.
Listaller ist kein versuch, PPAs/Distro-Quellen zu ersetzen, das Projekt macht deren Nutzung aber in den häufigsten Fällen überflüssig. Für die installation von Systemkomponenten und Desktops wird man aber zwingend PPAs brauchen, da Listaller einige nötigen Funktionen für Systemintegration bewusst nicht unterstützt.
Ich hoffe, das hilft ein wenig :)
(und ist viel zu lang geworden!)