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Do, 19. April 2012, 13:37

Software::Netzwerk

Google präsentiert SPDY-Modul für Apache

Zweieinhalb Jahre nach der Vorstellung des alternativen Protokolls SPDY, das den Zugriff auf Webseiten beschleunigen soll, haben Google-Entwickler ein Modul für Apache 2.2 veröffentlicht.

SPDY trennt Verbindungen und Anfragen

Google

SPDY trennt Verbindungen und Anfragen

Die Entwickler von Google wollen mit verschiedenen Maßnahmen das Laden von Webseiten beschleunigen. Nach ihren Beobachtungen kann das etwas in die Tage gekommene HTTP nicht mehr ganz mit den Anforderungen des modernen Webs mithalten. Daher entwickelten sie das alternative Protokoll SPDY, das auf HTTPS aufsetzt und mehrere Verbesserungen vorsieht. Beispielsweise ist über eine TCP-Verbindung eine unbegrenzte Zahl an Anfragen des Browsers an Server vorgesehen statt nur einer. Header-Informationen werden im Gegensatz zu bisher stets komprimiert übertragen. Außerdem spielen Server eine aktivere Rolle als bei HTTP. Wenn zur Darstellung einer Seite bestimmte Ressourcen nötig sind, soll der Server bei SPDY diese auch ohne vorherige Anfrage an den Client pushen können oder zumindest den Vorschlag machen, diese bevorzugt zu verlangen.

Während aktuelle Versionen einzelner Webbrowser wie Chrome, der Android-Browser und Firefox bereits SPDY unterstützen, sind SPDY-fähige Webserver wohl noch Mangelware. Nun haben die Google-Entwickler ein Apache-Modul entwickelt, das Apache 2.2 SPDY-fähig macht. Die Einrichtung von SPDY soll recht einfach sein, allerdings werden wie bei HTTPS Zertifikate benötigt. Es ist außerdem notwendig, das SSL-Modul von Apache mit NPN TLS auszustatten. Das SPDY-Paket, das als DEB- und RPM-Paket sowie als Quellcode vorliegt, bringt ein entsprechend aktualisiertes SSL-Modul mit.

SPDY soll keine nennenswerten Ressourcen auf der Server-Seite benötigen. Doch die Einsparungen bei den Ladezeiten von Webseiten können signifikant sein. Laut den Entwicklern werden manche Seiten, die viele kleine (Bild-)Dateien nachladen, in der halben Zeit geladen.

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