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Do, 3. Mai 2012, 11:45

Software::Kommunikation

Microsoft setzt bei Skype auf Linux

Skype, ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Konzerns Microsoft, setzt Linux als Supernode-Server ein. Das Unternehmen will so den rasanten Anstieg der Nutzerbasis durch die Auslagerung der Vermittlungsinstanz auf eigene Server besser in den Griff bekommen.

Skype

Das zu Microsoft gehörende Skype hat massiv die Infrastruktur des eigenen P2P-Netzes überarbeitet. So setzt das Unternehmen bereits seit etlichen Wochen nicht mehr auf eine direkte Kommunikation zwischen den Clients, sondern schaltet zwischen die Verbindungen eigene Server, sogenannte Supernodes. Laut einer Analyse von Kostya Kortchinsky von der Firma Immunity Security soll dabei die Zahl der Systeme nicht gerade gering ausfallen. Der Sicherheitsexperte geht von mehr als 10.000 Supernodes aus. Als Betriebssystem kommt dabei nicht wie erwartet das hauseigene Windows, sondern ein mit grsecurity abgesichertes Linux zum Einsatz.

Wie der Experte in seinem Blog schreibt, ist die neue Infrastruktur im Vergleich zur früheren Lösung nicht nur sicherer, sondern auch belastbarer. Bislang nutzte Skype für die etwa 41 Millionen Benutzer durchschnittlich 48.000 Clients als Knotenpunkte. Ein einzelner Supernode musste somit im Schnitt um die 800 Nutzer verwalten. Die neuen Server sind dagegen in der Lage, mehr als 4000 Nutzer miteinander zu vermitteln. Die theoretische Grenze liegt dabei bei rund 100.000 Anwendern, so Ars Technica. Eine Delegierung der Supernode-Aufgaben auf reguläre Clients sei damit nicht mehr notwendig und auch nicht mehr möglich, berichtet der Nachrichtenticker.

Micrososft selbst bestätigte die Untersuchungen. Laut Mark Gillett, Corporate Vice President für Skype Product Engineering & Operations bei Microsoft, hat das Unternehmen Supernodes entwickelt, die in sicheren Rechenzentren betrieben werden. Als Grund nannte der Manager unter anderem Sicherheitsaspekte und bekräftigte zugleich, dass sich die grundlegende Architektur von Skype als P2P-Netzwerk nicht ändern solle. So werden weiterhin alle Gespräche ohne das Zutun der Supernodes direkt zwischen zwei Parteien abgewickelt.

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