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Thema: PulseAudio 2.0 erschienen

7 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
1
Von ------------------------------ am Sa, 12. Mai 2012 um 15:43 #

... und auch kein debian-testing
Allerdings frage ich mich ernsthaft, wer die Funktionalität, die PA theoretisch bereitstellen sollte, überhaupt benötigt.

Wenn natürlich alle glauben (s. weiter oben), es wäre als Software downmixer zur parallelen Soundausgabe (also als soundserver) notwendig, wundert mich auch sonst nicht viel mehr.

- Netzwerktransparenz?
Wer ist denn bitte klar bei Verstand und überträgt trotzdem statt des komprimierten mp3 den PCM stream übers Netz?

- Prozessabhängige Lautstärke?
mplayer & vlc haben natürlich beide software mixer, also wenn ich das unbedingt wollte, würde ich knotify phonon umgehen lassen und per sw mixer und angepaßter Lautstärke "katschinggg" machen lassen.
Realiter ist "katschingggg" allerdings das erste was ich wegkonfiguriere.

- Dynamische Streamumleitung?
Theoretisch ist das wirklich interessant, aber wie sieht denn die Realität aus?
Sobald ich bei den ganzen Bürorechnern mit intel-hda Kopfhörer einstecke, geht der interne Speaker hardwareseitig aus, richtige Soundkarten sind können das im DSP, also brauche ich wirklich schon eine zweite "Soundkarte" aka. USB Headset oä. damit pulseaudio an dieser Stelle Sinn hat (wenn ich dann tatsächlich zur Laufzeit Ausgabe umlenken will)

- Statische Streamzuweisung?
Obwohl ich mich Frage, welchen Sinn es machen soll einzelne Ausgaben auf unterschiedliche Ausgabegeräte zu setzen (ok, ich spiele Musik über die Boxen und lasse Skype über's Headset laufen, aber entweder ich kann die Musik nicht hören, oder sie nervt, oder ich könnte sie genauso gut über die Kopfhörer laufen lassen...) könenn auch hier clients wie mplayer, vlc oder aber auch Phonon das Ausgabegerät selektieren.

-> Ich hab's nicht vermißt und vermisse es nicht - selbst wenn es problemlos funktionieren würde.
Hab' ich irgendwas verpaßt warum ich PA unbedingt brauchen sollte?

  • 1
    Von zettberlin am Sa, 12. Mai 2012 um 17:28 #

    -> Ich hab's nicht vermißt und vermisse es nicht - selbst wenn es problemlos funktionieren würde.
    Hab' ich irgendwas verpaßt warum ich PA unbedingt brauchen sollte?

    Ich habe mir PA bis vor ca. 1 Jahr auch immer vom Hals geschafft, weil es mit Jack allenfalls schlecht funktioniert. Und mit meiner ICE1712-Soundkarte so gut wie gar nicht.

    Jetzt habe ich KXStudio und da ist es so unauffällig eingerichtet, dass ich auch mit meiner MAudiokarte keinerlei Probleme bemerke. Jack läuft 24/7 durch, ich kann in Ardour mit großen Projekten bei unter 10ms Latenz arbeiten und buchstäblich alles andere kann gleichzeitig auch Audio ausgeben.

    Es ist vielleicht keine Revolution, wenn man zwei Streams aus dem Browser gleichzeitig hören kann, während gleichzeitig ein Gitarrenamp, zwei Synths und Ardour laufen aber es ist ganz nett und ich lasse das jetzt so.

    In sofern:

    Danke FalkTX, dass Du PA in KXStudio so fehlerlos eingebaut hast.

    Danke Lennart Poettering, dass Du PA anscheinend so gebaut hast, dass qualifizierte Leute wie FalkTX es so makellos in einer Distro einbauen können

    ;-)

    1
    Von glasen am Sa, 12. Mai 2012 um 18:03 #

    Allerdings frage ich mich ernsthaft, wer die Funktionalität, die PA theoretisch bereitstellen sollte, überhaupt benötigt.
    Ich zum Beispiel. Das Killerfeature für mich schlechthin ist die Möglichkeit Audio-Streams ohne Verzögerung zwischen verschiedenen Ausgängen hin und herzuschieben und für diese auch getrennt die Lautstärke einstellen zu können.

    - Prozessabhängige Lautstärke?
    Der Unterschied zwischen dem Software-Mixer in den einzelnen Programmen und dem PA-Mixer ist einfach der, dass man an einer zentralen Stelle die Lautstärke einstellen kann und die Programme diese Lautstärkeänderung auch noch mitbekommen.

    Wie du schon geschrieben hast, mit einem USB-Headset funktioniert die Sache einfach wunderbar. Ich kann gleichzeitig Musik aber meine Lautsprecher hören und per Headset ein Gespräch über Skype/VoIP führen ohne dass mir die beiden Dinge in den Weg kommen.

    Vor allem lassen sich mit PA auch so Spielerereien wie z.B. das Herunterregeln der Musiklautstärke des Audioplayers bei einem Ankommen eines Telefonats in z.B. Skype realisieren. Eben weil es eine zentrale Instanz bei der Lautstärkeregelung gibt.

    Hab' ich irgendwas verpaßt warum ich PA unbedingt brauchen sollte?
    Brauchen tut man es nicht unbedingt, aber es funktioniert bei den meisten Benutzern in der Zwischenzeit gut genug, dass man es gar nicht mehr bemerkt.

    P.S.:

    Ich kann ich diese, fast schön religiöse, Abneigung gegenüber allem was eine Linux-Distribution ein wenig moderner und komfortabler machen könnte, nicht mehr nachvollziehen.

    Bloß nichts am Status Quo ändern, es könnte ja sein, dass Linux sich doch noch als System für die Massen entpuppt und dann würden ja einige Nerds ihren Status verlieren.

    • 1
      Von bg am Sa, 12. Mai 2012 um 19:11 #

      Brauchen tut man es nicht unbedingt, aber es funktioniert bei den meisten Benutzern in der Zwischenzeit gut genug, dass man es gar nicht mehr bemerkt.

      Da wo es funktioniert ist nichts dagegen zu sagen. Da wo es nicht funktioniert, teilt es einem leider auch nicht mit wie man das reparieren könnte. Und dagegen ist durchaus etwas zu sagen.

      1
      Von ------- am Sa, 12. Mai 2012 um 23:25 #

      "Ich kann ich diese, fast schön religiöse, Abneigung gegenüber allem was eine Linux-Distribution ein wenig moderner und komfortabler machen könnte, nicht mehr nachvollziehen."

      Das hat aber eher etwas mit einer Art "Entwicklerreligion" zu tun, nämlich eine unausgereifte Software durchdrücken zu wollen, die in der Hälfte aller Fälle noch nicht zuverlässig funktioniert.

      Was spricht denn dagegen, die distributionseigene Hardwareerkennung dazu zu benutzen, Pulseaudio nur dann standardmäßig zu installieren, wenn es denn auch wirklich mit dem vorgefundenen Soundchip funktioniert?

      Bei nv und nouveau gibt es - wenn auch deutlich seltener - ähnliche Hardwarekonstellationen.

      Im einen Fall riskiert man lieber Tonstille, im anderen Fall einen schwarzen Bildschirm.

      Nur weiter so, der Linux-Sieg auf dem Desktop steht ja sowieso kurz bevor.

      • 1
        Von freier am So, 13. Mai 2012 um 15:35 #

        Wer soll die Software denn sonst testen?

        • 0
          Von .,.,.,,. am So, 13. Mai 2012 um 20:55 #

          Was hat das damit zu tun, dass man eine Software trotzdem installiert, obwohl die Hardwarekennung die Information liefert, dass die Software noch nicht dieser Soundhardware funktionieren wird?
          Genau das ist mit Pulseaudio in vielen Distros durchgezogen worden.

          Hier ein Beispiel, wie man als vernünftiger Mensch bzw. als vernünftige Firma vorgeht:
          Suse lieferte u.a. in Suse 6.4 Alsa als Standard aus, wusste aber, dass Alsa noch nicht alle Soundchips funktionsmäßig abdeckt. Also hat Suse damals als Auffanglösung für noch nicht ALSA-kompatible Soundhardware eine nicht kastrierte OSS3-Version des OSS-Herstellers mitausgeliefert.

          Und da openSUSE weiß, dass Pulseaudio mit bestimmter Soundhardware noch immer Probleme macht, gibt es im Yast-Soundmodul heutzutage logischerweise die Möglichkeit, Pulseaudio mit einem Mausklick auszuschalten.

          So macht man das. Alles andere (außer natürlich die standardmäßige Nichtinstallation von Pulseaudio wie z.B. in Debian Squeeze) ist schlichtweg indiskutabel.

          Fazit: Bitte eine nagelneue Software nur dann installieren, wenn auch eine gute Chance besteht, dass sie mit der vorliegenden Hardware funktionieren wird. Weiß man aber, dass sie garantiert nicht mit der gerade erkannten Hardware funktioniert, dann ist die trotzdem durchgezogene Installation ein absoutes Unding. In einem solchen Fall sollte man zwingend bei der momentan noch zuverlässigeren alten Softwarelösung bleiben.

          Wenn man übrigens mögliche Konsequenzen eines solchen Verhaltens (wir installieren auch die kaputteste Software-Alpha, völlig egal, was Deine Hardware damit anfangen kann, Hauptsache, sie wird endlich ausgiebig - wenn auch ohne die Einholung eines entsprechenden Einverständnisses des meist unfreiwilligen Testers - getestet) überdenkt. so erkennt man auch, dass es hier durchaus Situationen geben könnte, in denen der "NO WARRANTY"-Ansatz vielleicht nicht mehr greift.

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