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Di, 15. Mai 2012, 15:46

Software::Datenbanken

PostgreSQL 9.2 Beta 1 bringt JSON-Unterstützung

Die PostgreSQL-Entwickler haben eine erste Vorschau auf die kommende Version 9.2 des freien objektrelationalen Datenbanksystems veröffentlicht. Die Betaversion enthält neben einer umfassenden JSON-Unterstützung weitere Innovationen und Geschwindigkeitssteigerungen.

PostgreSQL

PostgreSQL 9.2 Beta 1 enthält laut den Entwicklern zahlreiche Verbesserungen, die die Skalierbarkeit und die generelle Geschwindigkeit erhöhen. So wird es nun möglich, Abfragen unter Verwendung von Indexen auszuführen, ohne auf die entsprechenden Tabellen zugreifen zu müssen. Dies ist dann möglich, wenn der Index alle benötigten Datenfelder bereits enthält, also ein sogenannter abdeckender Index ist. Da ein solcher Index unter Umständen vollständig in einem Cache gehalten werden kann, sind massive Geschwindigkeitssteigerungen möglich.

Bei reinen Abfragen, die keine Änderungen an den Daten durchführen, wurde die Skalierbarkeit deutlich verbessert, indem die Tabellensperren optimiert wurden. PostgreSQL war bis zur Version 9.1 nur bis maximal 24 Prozessoren skalierbar, bei mehr Kernen sank die Leistung pro Prozessor wieder. In der Betaversion soll das System mindestens bis zu 64 Prozessoren skalieren und über 300.000 Abfragen pro Sekunde ausführen können.

Auch das Schreiben von Daten wurde beschleunigt, unter anderem durch ein Gruppen-Commit-Feature. Die CPU-Leistungsaufnahme wurde reduziert. Replikationen können nun kaskadiert werden, was beispielsweise Anwendern entgegenkommt, die mehrere Repliken an unterschiedlichen Standorten betreiben.

Neu in PostgreSQL 9.2 ist auch die Unterstützung für das Datenformat JSON, das besonders zusammen mit JavaScript intensiv genutzt wird. Die Entwickler haben den neuen Datentyp JSON für Felder geschaffen und offerieren eingebaute Funktionen zum Parsen dieser Felder. Damit werden effektiv Datenbanken möglich, die teils dokumentenorientiert und teils relational arbeiten.

Eine weitere Innovation, die bisher in kaum einem anderen System zu finden ist, sind die Bereichstypen. Bereichstypen erlauben es, ein Intervall auszudrücken, sei es ein Zeitintervall oder ein numerisches. Abfragen können unter anderem prüfen, ob sich Intervalle überlappen, und Konsistenzbedingungen können beispielsweise verhindern, dass überlappende Bereiche in die Datenbank eingetragen werden.

Alle Änderungen kann man in den ausführlichen Anmerkungen zur Veröffentlichung nachlesen. Der Download der Betaversion ist von der Downloadseite möglich.

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