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Fr, 18. Mai 2012, 15:00

Software

Mozilla Marketplace startet ohne Linux-Unterstützung

Wie schon Ende letzten Jahres angekündigt plant Mozilla einen eigenen App-Store mit der Bezeichnung »Mozilla Marketplace«. Höchstwahrscheinlich findet die offizielle Eröffnung unter Ausschluss von Linux statt, sofern sich nicht in Kürze genügend aktive Entwickler mit entsprechenden Linux-Kenntnissen finden.

Mozillas Marketplace hat am 29. Februar offiziell für Entwickler eröffnet, die seitdem Apps hochladen können. Seit wenigen Tagen steht der Marketplace auch »eingeladenen Mozillas«, also registrierten Nutzern zur Verfügung. Der offene Betatest soll dann im Laufe des 2. Quartals 2012 folgen. Die wichtigste Voraussetzung, um Apps installieren zu können, ist eine Firefox 15-Version, deren finale Veröffentlichung für den 28. August 2012 angekündigt ist.

Dass eine Non-Profit-Organisation wie Mozilla selbst einen Laden für Apps aufmacht, statt seine mobilen Browser-Versionen zu optimieren oder neue und existente Apps an diese anzupassen, überrascht. Allerdings stehen bei Mozillas App Store keine kommerziellen Interessen im Vordergrund, denn Mozilla Marketplace ist ein Marktplatz für kostenfreie und kostenpflichtige Apps, die ausschließlich auf Web-Technologien wie HTML5, JavaScript und CSS basieren. Somit ist Mozilla Marketplace der erste betriebssystem- und geräteunabhängige App Store. Dort angebotene Apps sollten auf jedem PC, Smartphone oder Tablet laufen, und zwar sowohl unter Android als auch iOS. Darüber hinaus soll es auch Business-Apps für Windows Phone geben.

Etwas befremdlich mutet es jedoch an, dass Mozilla Marketplace für den geplanten Start nur die Desktop-Betriebssysteme Windows und Mac OS X unterstützt. Linux soll zwar definitiv folgen, aber zu einem derzeit noch unbestimmten Zeitpunkt. Mozilla ist mit dieser Situation selbst nicht glücklich, wie ein Posting von Firefox Chefentwickler Asa Dotzler zeigt. Offenbar fehlt es Mozilla, obwohl der Cross-Plattform-Gedanke innerhalb der Organisation nach wie vor vorherrschend ist, an Linux-Entwicklern. Zwar entgegnet Asa Dotzler dem Hinweis frustrierter Mitglieder, ein Marketplace-Start ohne Linux-Unterstützung sei gegenüber der Linux-Gemeinschaft nicht fair und schade dem Image von Mozilla, dass sich der Linux-Anteil innerhalb der aktiven Mozilla-Gemeinschaft bei einer informellen Rundfrage zum Thema beim letzten Entwicklertreffen gegenüber Mac und Windows als gering erwiesen habe; dennoch sei man mit der Situation nicht zufrieden. Man benötige dringend Linux-Entwickler, die entsprechendes Fachwissen für Gnome, Unity und GTK mitbringen, um die notwendige Plattformintegration voranzubringen.

Der Aufruf blieb nicht ungehört, denn offenbar arbeiten Linux-Entwickler inzwischen an einem entsprechenden Patch.

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