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Di, 29. Mai 2012, 09:21

Software

Baskenland muss neue Software als Open Source veröffentlichen

Die Verwaltung des Baskenlandes (Spanien) hat beschlossen, dass fast jegliche für öffentliche Behörden und Organisationen entwickelte Software als Open Source der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden soll.

Die Vorgabe, die für die Behörden der autonomen Region entwickelte Software zu veröffentlichen, soll ab Juli umgesetzt werden. Das neue Gesetz weist öffentliche Verwaltungen zudem an, Software wiederzuverwenden, die für andere Behörden entwickelt wurde. Laut Idoia Mendia, dem Minister für Justiz und Verwaltung, gegenüber der Tageszeitung El Pais erfordert die Modernisierung der Verwaltung viel Technologie, was nachhaltige Investitionen, Offenheit und Wiederverwendbarkeit essentiell notwendig macht.

Laut Cenatic, dem Ressourcenzentrum für Open Source der spanischen Regierung, verwendet ca. die Hälfte der spanischen Behörden Software, die aus dem Jahr 2011 stammt. Davon wurden jedoch nur 18 Prozent unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht. Die baskische Verwaltung wird ihre Anwendungen zukünftig auf Irekia veröffentlichen, der Open-Source-Entwicklungsseite der Region. Diese Seite ist mit denen von Andalusien, Katalonien, der Extremadura und Galizien verlinkt. Sämtliche derartige Repositorien laufen beim Centro de Transferencia de Tecnología zusammen, das dem Ministerium für Finanzen und öffentliche Verwaltung unterstellt ist. Zusätzlich sind sie mit Joinup verbunden, dem Open-Source-Repositorium der Europäischen Union.

Zusammenarbeit wird bei den spanischen Behörden als extrem wichtig betrachtet. Wie Elena Pérez Barredo, die stellvertretende baskische Ministerin für öffentliche Verwaltung, gegenüber der El Pais bekanntgab, müssen Behörden vor Neuimplementierungen prüfen, ob sie in den Repositorien Software finden, die sie ganz oder teilweise wiederverwenden können. »Es ist besser, wenn wir Investitionen verwenden, um das Bestehende zu verbessern als das wir das wenige Geld, das wir haben, für neue Software ausgeben«, so Barredo.

Das neue Gesetz schließt Software aus, die die öffentliche Sicherheit negativ beeinflussen kann. Kommerzielle Software-Projekte, in die öffentliche Behörden involviert sind, müssen ebenfalls nicht veröffentlicht werden. Die Verantwortlichen müssen in beiden Fällen erklären, warum sie keine freie Software verwenden. Als Beispiel nennt die El Pais ein Krankenhaus und eine Firma, die eine Software entwickeln, um das Leben chronisch Kranker zu verbessern. Investitionen in Forschung und Entwicklung gehen in dem speziellen Fall an die Firma.

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