Thorsten Leemhuis hat wieder einmal einen sehr guten Artikel geschrieben. Auch der Part über das 3D-Softwarerendering rund um Llvmpipe und Gnome-Shell ist sachlich völlig korrekt. Sehr lesenswert. Vor allem in diesem Zusammenhang zutreffende Ausdrücke wie "typische Desktopprozessoren" - wohlgemerkt im Jahre 2012 - gefallen mir sehr gut.
Dort steht auch der Hinweis, dass Fedora die Llvmpipe auch anstelle der regulären Grafiktreiber von Matrox und S3 verwenden würde.
Selten liest man einen solchen Unsinn, ich zitiere: "Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3." (http://derstandard.at/1336563139861/WebStandard-Test-Fedora-17-veroeffentlicht-An-der-Spitze-der-Linux-Entwicklung)
Glaubt denn irgendjemand, dass die in einer solchen Kiste enthaltenen Pentium I oder II -Prozessoren die Llvmpipe überhaupt - ohne ein unterirdisch langsames, dahinfreezendes Schneckentempo - ausführen können, dass ein PII mit Gnome3 so mit solcher Altgrafikhardware spielend leicht zurecht kommt? Und: Welcher Rechner mit moderner Dualcore- oder Quadcore-CPU kommt mit einem alten S3- oder MGA-Grafikchip daher?
Was macht man denn rationalerweise, wenn man als Distro keine Lust mehr hat, außer nouveau, radeon und intel noch irgendeinen anderen Linuxgrafiktreiber mitzuliefern? Man verweist für die alten Kisten vielleicht auf unbeschleunigtes 2D mit Vesa und Shadowfb, aber niemals auf die 3D-Llvmpipe. Jeder weiß, dass die Llvmpipe nur mit sehr moderner Hardware funktioniert. Die Llvmpipe ist klasse, wenn einmal irgendein Radeon- oder Nvidia-Chip, der in einem Quadcorerechner werkelt, vorübergehende Probleme mit dem momentanen radeon- bzw. nouveau-Treiber hat und die Quadcore-CPU beim "3D-Berechnen" dann endlich mal so richtig glühen kann.
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3. Deren eigene Treiber würden seit Jahren nicht mehr gewartet, so die Argumentation. Die Entfernung solch veralteter Komponenten sollte insofern helfen, die Komplexität des Linux-Grafik-Stacks zumindest ein kleines Stück zu reduzieren. Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus" "
wieso liest du nicht einfach weiter? da wird doch darauf hingewiesen, dass die prozessoren mind. SSe2 support benötigen. und unter diesen gibts halt auch alte...auf denen läuft es dann "halbwegs performant"...
Das mildert mein Gesagtes in keinster Weise ab. Der erste Satz ist und bleibt falsch. Außerdem sind die folgenden Sätze auch nicht korrekt. Die Llvmpipe funktioniert defacto nur auf neuen Dual Core- und Quadcoresystemen.
Auch dieser Satz ist unzutreffend: "Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus"
Da hilft weder das eine noch das Andere. Auf einem PII 333 MHz mit einer 4MB Matrox Millennium funktioniert auch der Gnome-Fallback nicht wirklich. Der ganze Absatz sollte herausgenommen werden, er ist sachlich falsch. Der Autor hat letztendlich 2D-Shadowfb und 3D-Llvmpipe völlig vermengt und durcheinander gebracht. Alte MGA- und S3-Chips sind im Hinblick auf die 3D-Llvmpipe bar jeder Diskussion. Alleine der Hinweis ist schon sachlich völlig unzutreffend: Es (die Llvmpipe) funktioniert auf solchen alten Rechnersystemen ganz einfach nicht.
Naja, MESA hat keine Lust mehr die alten Treiber zu pflegen und der Fallback-Modus von Gnome 3 soll mittelfristig entfernt werden, man braucht also irgend eine Art von OpenGL Unterstützung um Gnome 3 auszuführen.
Deshalb werden die meisten alten Treiber wenigstens dafür fit gemacht, nach dem Tod von XAA wenigstens noch mit Shadowfb umgehen zu können, ohne sich beim Xorg-Start aufzuhängen. Für mga existiert sogar ein EXA-Port, der allerdings deutlich unperformanter ist als sein noch benutztes XAA-Pendant. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass auf so alten Systemen z.B. glint mit shadowfb besser funktioniert als glint das zur Zeit mit den noch vorhandenen XAA-Beschleunigungsresten hinbekommt. Wenn Fedora dann halt kein mga, s3 oder glint mehr ausliefern möchte, dann bleibt für diese Chips eben nur noch z.B. vesa mit shadowfb.
Wichtig ist mir, dass die 3D-bezogene Llvmpipe für solche alten Single-Core-Systeme noch nicht einmal angedacht ist. Das ist schlichtweg eine Fehlinformation. Single-Core-CPUs schaffen die Llvmpipe nicht, das klappt niemals in vernünftiger Geschwindigkeit.
Ich habe vor kurzem sehr erfreut bemerkt, dass mein uralter Geforce4MX 440-Onboard-Nvidia-Grafikchip endlich fehlerfrei in EXA-2D mit nouveau unter Ubuntu 12.04 läuft (mit der Option nouveau.tv_disable=1). Danke Fedora, das ist wohl auch Euer Werk. Dieser Bugreport https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=679366 ist damit wohl hinfällig.
Ich habe mich zu früh gefreut: Während die Ubuntu-Live-CD funktioniert, macht die hiervon installierte Desktopinstallation trotz gleicher Bootparameter die Grätsche (out of range-Fehler). Einfach nur krass. Gibt es denn bei Ubuntu Fixes für auf der Live-CD verwendete Pakete, die hinterher im installierten System nicht mehr auftauchen (unter Umständen z.B. durch das Nachladen von "gleichen" Paketen während der Installation)? Gut, dann muss ich mir doch Fedora 17 anschauen.
Schalt den Onboard-NVidia-Grafikchip ab und steck irgendeine uralte PCI-Grafikkarte in den alten Rechner. Dann hast Du wenigstens funktionsfähiges 2D. Eine Matrox Mystique-PCI-Grafikkarte von 1996 mit 4MB RAM erledigt diesen Job zuverlässig.
Unter Ubuntu 12.04 funktioniert Nouveau nicht mit diesem speziellen Geforce4MX-Onboard-Chip, genausowenig wie der proprietäre Nvidia-96er-Treiber. Nvidia hat schon gesagt, dass es ein weitere Anpassung dieser 96er-Treiber an den Xorg in Ubuntu 12.04 nicht versprechen könne. Und NV ist auch nicht mehr mit dabei.
Das ist Dir hoffentlich eine Lehre. :-) Mit einer Ati-Grafikkarte könntest Du niemals so tief fallen (i.e. bis hin zum defekten, funktionsfähigen 2D-Desktop; selbst wenn ein solcher Bug einmal auftreten würde, so könnte Xorg diesen aus eigener Kraft fixen), fast immer stellen die freien Ati-Treiber wenigstens ein funktionierendes 2D zur Verfügung. Für Dich scheint das ja zu genügen. Von daher ist diese Geschichte doppelt ärgerlich.
Und Nouveau, wie nennt man so etwas unter Linux doch gleich? Ach ja, "stable". :-) Ideologisch gesehen stimmt das ganz bestimmt.
Und der proprietäre NVidia-96er-Treiber? Es gibt hier anscheinend keinen "endlosen" Support. Punkt. Willkommen im Poulsbo- und Kyro2-Club.
Nach einigem Herumfrickeln zeigt mir nouveau jetzt einen 2D-Desktop, allerdings mit nur 60Hz und viel zu geringer Auflösung. Das ist selbst im Vergleich zu nv ein krasser Abstieg. Was mich am meisten irritiert, ist, dass man einen solchen Grafikchip als von nouveau "unterstützt" ansieht. Vesa mit shadowfb ist hier auch nicht langsamer als nouveau mit EXA und dem in diesem Fall völlig überflüssigen 24bit-KMS/DRI2. Und 60Hz schafft auch vesa. Man sollte Nv1f von dieser Unterstützungsliste streichen, nouveau bringt für diesen Chip gar nichts, das ist reine Augenwischerei. Genauso wie das DRI-Gedöns für einen im Hinblick auf diese Chip 3D-unfähigen nouveau-Treiber.
Ich könnte also, wenn ich mir in Zukunft eine neue NVidia-Grafikarte kaufen würde, auf diese Nouveau-Unterstützungsliste gar nicht vertrauen. Also lass ich es. Ich möchte nicht wissen, wieviele Nvdia-Grafikchips von nouveau nur auf dem Papier unterstützt werden.
Ich werde jetzt noch versuchen, die letzte nv-Version von Ende 2011 zu installieren. Wenn auch das nicht klappt, fliegt Ubuntu logischerweise vom Rechner. Falls ich nv jedoch funktionsfähig installiert bekomme, dann kann sich Ubuntu aber auf einen globalen Rant gefasst machen.
Ich habe keine fünf Minuten kompiliert und xf86-video-nv-2.1.18 vom Juli 2010 läuft natürlich problemlos unter Ubuntu 12.04. Tausendmal besser als nouveau und natürlich ebenfalls mit EXA. Mann, bin ich sauer. xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?
"xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?"
Der Unterschied zu nv ist, dass dieses Universe- und Multiverse-Softwarezeug erst mit der Zeit unsupportet wird (teilweise zumindest), während nv von Anfang an unsupported ist. Wenn Du nicht freiwillig den nv-Maintainer spielst oder einen anschleppst, dann wird das nichts mehr. Du solltest Ersteres tun, diese Strafe wäre genau das Richtige für Dich.
Das fällt mir nicht im Traum ein. :-) Ich habe den Onboard-Chip abgeschaltet und durch eine uralte Riva TNT2M64-Grafikkarte ersetzt und nouveau freezte dann coolerweise. Unter Ubuntu war es dann so, dass mit nouveau.accel=1 nouveau gar nicht mehr benutzt wurde, sondern vesa mit shadowfb=on. Da Vesa bei 85Hz herumwerkelt, lasse ich es so. Ich dachte erst, nv würde benutzt werden. Da sieht man einmal, wie lahm nv ist. Der beste Nvidiatreiber für nicht wenige alte Nvidiagrafikkarten ist also nicht nv, auch nicht nouveau, nein es ist vesa. Ein schlimmeres Zeugnis kann man einem Grafikkartentreiber gar nicht ausstellen. :-) Ich schlage vor, die kaum noch vorhandenen Nouveauentwicklung für alle Nvidias < NV30 einzustellen. Das wird nichts mehr.
Von ,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,. am Do, 7. Juni 2012 um 23:14 #
Sauber! Das ist die Zukunft: Für 2D verwenden wir nur noch vesa und shadowfb und für 3D bauen wir auf die Llvmpipe. Fast alle anderen Treiber schaffen wir einfach ab. Das ist wirkliche "Freiheit" und nachhaltige Ressourcenersparnis, jedenfalls bei Xorg.
Mich wundert aber schon, dass die alten Nvidiagrafikkarten solange halten.
Vesa, nv und nouveau ohne 2D-Hardwarebeschleunigung sind langsam. Du merkst das wahrscheinlich nur nicht, weil Dir die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Ich bin aber hocherfreut, dass vesa bei Dir doch so gut funktioniert. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, was Ubuntu da mit vesa bei aktiviertem KMS so zusammengrutzt. Da kannst Du nv ja wieder löschen.
Die Frage ist eher, welche Wahl unter solchen Umständen die bessere ist (nv lasse ich weg, da Nvidia defacto den Support aufgekündigt hat): Vesa oder Nouveau (mit abgeschalteter 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung)? Hat Nouveau in diesem Szenario neben einer möglicherweise höheren Auflösung noch irgendeinen rational begründbaren Vorteil gegenüber Vesa? Die Wahl von Vesa beinhaltet in jedem Fall weniger Gefrickel (da Nouveau unter Standardbedingungen mit dieser Grafikkarte freezt).
Von -.,-.,.-,.-.-,.- am Do, 7. Juni 2012 um 22:42 #
nv wird noch von Xorg supportet, nouveau dagegen überraschenderweise nicht. Siehe die aktuellen Release Notes von Xorg 7.7: http://www.x.org/releases/X11R7.7/doc/xorg-docs/ReleaseNotes.txt Darin wird nouveau merkwürdigerweise noch nicht einmal erwähnt.
Ich habe es unter Ubuntu 12.04 hinbekommen (Geforce4MX440 onboard; Nv1f). Ein unfassbares, elendes Gefrickel. Zwei VGA-Ausgänge sind vorhanden, die rein virtuellen (?) TV- und DVI-Ausgänge mussten als Bootparameter "geblacklistet" werden. Außerdem brauchte es noch eine Modeline in der xorg.conf für die gewünschte Auflösung. Aber nouveau ist im Vergleich zu vesa und nv deutlich schneller. Ade nv.
Aber das heisst dann auch, dass ich erstmal was installieren muss um dann was anderes nachzuinstallieren oder mich eben vorher entscheiden.
Wo ist die gute alte Schule hin direkt alles einfach auszuliefern? Ich kann mich nicht erinnern, dass es sowas wie eine "Gnomeausgabe" oder "KDE Ausgabe" gab. Es gab Distributionen.
Das sind Live-CDs mit Installationsmöglichkeit. Wenn Du ein Installationmedium für alles haben willst, dann zieh Dir einfach die DVD. Gnome und KDE passen schon lange nicht mehr zusammen auf eine CD.
Besserer Tipp: Mache das nächste mal einen vollständigen Backup. Unter Linux ist es ein Kinderspiel: Einfach die Clonezilla* CD rein, auswählen wohin man es will und nach einer Weile hast du ein vollständiges Backup.
Wenn was schief läuft, dann Clonezilla wieder rein und wiederherstellen.
Ein bisschen mehr findet man hier: Fedora 17 veröffentlicht: An der Spitze der Linux-Entwicklung
Ein bisschen mehr findet man bei Pro-Linux nur noch wenn es um Ubuntu geht..
Beim Fedora 16 Release gab's auch hier ein paar Tage später ein nettes Review. Vielleicht kommt ja noch was.
denke am meisten findet man derzeit hier:
http://www.heise.de/open/artikel/Die-Neuerungen-von-Fedora-17-1583378.html
Thorsten Leemhuis hat wieder einmal einen sehr guten Artikel geschrieben. Auch der Part über das 3D-Softwarerendering rund um Llvmpipe und Gnome-Shell ist sachlich völlig korrekt. Sehr lesenswert. Vor allem in diesem Zusammenhang zutreffende Ausdrücke wie "typische Desktopprozessoren" - wohlgemerkt im Jahre 2012 - gefallen mir sehr gut.
Stimmt!
Den Fedora-Rant (bzw. die Ignoranz gegenüber Nicht-Ubuntu-Distributionen) der PL-Redakteure überlese ich mittlerweile.
Beide, der standard.at-, als auch der Heise-Artikel, sind lesenwert!
PS.: Großartiges Release! Danke Fedora u. RH!
kT
Dort steht auch der Hinweis, dass Fedora die Llvmpipe auch anstelle der regulären Grafiktreiber von Matrox und S3 verwenden würde.
Selten liest man einen solchen Unsinn, ich zitiere:
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3."
(http://derstandard.at/1336563139861/WebStandard-Test-Fedora-17-veroeffentlicht-An-der-Spitze-der-Linux-Entwicklung)
Glaubt denn irgendjemand, dass die in einer solchen Kiste enthaltenen Pentium I oder II -Prozessoren die Llvmpipe überhaupt - ohne ein unterirdisch langsames, dahinfreezendes Schneckentempo - ausführen können, dass ein PII mit Gnome3 so mit solcher Altgrafikhardware spielend leicht zurecht kommt? Und: Welcher Rechner mit moderner Dualcore- oder Quadcore-CPU kommt mit einem alten S3- oder MGA-Grafikchip daher?
Was macht man denn rationalerweise, wenn man als Distro keine Lust mehr hat, außer nouveau, radeon und intel noch irgendeinen anderen Linuxgrafiktreiber mitzuliefern? Man verweist für die alten Kisten vielleicht auf unbeschleunigtes 2D mit Vesa und Shadowfb, aber niemals auf die 3D-Llvmpipe. Jeder weiß, dass die Llvmpipe nur mit sehr moderner Hardware funktioniert. Die Llvmpipe ist klasse, wenn einmal irgendein Radeon- oder Nvidia-Chip, der in einem Quadcorerechner werkelt, vorübergehende Probleme mit dem momentanen radeon- bzw. nouveau-Treiber hat und die Quadcore-CPU beim "3D-Berechnen" dann endlich mal so richtig glühen kann.
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3. Deren eigene Treiber würden seit Jahren nicht mehr gewartet, so die Argumentation. Die Entfernung solch veralteter Komponenten sollte insofern helfen, die Komplexität des Linux-Grafik-Stacks zumindest ein kleines Stück zu reduzieren. Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus" "
wieso liest du nicht einfach weiter?
da wird doch darauf hingewiesen, dass die prozessoren mind. SSe2 support benötigen. und unter diesen gibts halt auch alte...auf denen läuft es dann "halbwegs performant"...
Das mildert mein Gesagtes in keinster Weise ab. Der erste Satz ist und bleibt falsch. Außerdem sind die folgenden Sätze auch nicht korrekt. Die Llvmpipe funktioniert defacto nur auf neuen Dual Core- und Quadcoresystemen.
Auch dieser Satz ist unzutreffend:
"Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus"
Da hilft weder das eine noch das Andere. Auf einem PII 333 MHz mit einer 4MB Matrox Millennium funktioniert auch der Gnome-Fallback nicht wirklich. Der ganze Absatz sollte herausgenommen werden, er ist sachlich falsch. Der Autor hat letztendlich 2D-Shadowfb und 3D-Llvmpipe völlig vermengt und durcheinander gebracht. Alte MGA- und S3-Chips sind im Hinblick auf die 3D-Llvmpipe bar jeder Diskussion. Alleine der Hinweis ist schon sachlich völlig unzutreffend: Es (die Llvmpipe) funktioniert auf solchen alten Rechnersystemen ganz einfach nicht.
Naja, MESA hat keine Lust mehr die alten Treiber zu pflegen und der Fallback-Modus von Gnome 3 soll mittelfristig entfernt werden, man braucht also irgend eine Art von OpenGL Unterstützung um Gnome 3 auszuführen.
Deshalb werden die meisten alten Treiber wenigstens dafür fit gemacht, nach dem Tod von XAA wenigstens noch mit Shadowfb umgehen zu können, ohne sich beim Xorg-Start aufzuhängen. Für mga existiert sogar ein EXA-Port, der allerdings deutlich unperformanter ist als sein noch benutztes XAA-Pendant.
Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass auf so alten Systemen z.B. glint mit shadowfb besser funktioniert als glint das zur Zeit mit den noch vorhandenen XAA-Beschleunigungsresten hinbekommt. Wenn Fedora dann halt kein mga, s3 oder glint mehr ausliefern möchte, dann bleibt für diese Chips eben nur noch z.B. vesa mit shadowfb.
Wichtig ist mir, dass die 3D-bezogene Llvmpipe für solche alten Single-Core-Systeme noch nicht einmal angedacht ist. Das ist schlichtweg eine Fehlinformation. Single-Core-CPUs schaffen die Llvmpipe nicht, das klappt niemals in vernünftiger Geschwindigkeit.
Ich habe vor kurzem sehr erfreut bemerkt, dass mein uralter Geforce4MX 440-Onboard-Nvidia-Grafikchip endlich fehlerfrei in EXA-2D mit nouveau unter Ubuntu 12.04 läuft (mit der Option nouveau.tv_disable=1).
Danke Fedora, das ist wohl auch Euer Werk.
Dieser Bugreport
https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=679366
ist damit wohl hinfällig.
Ich habe mich zu früh gefreut: Während die Ubuntu-Live-CD funktioniert, macht die hiervon installierte Desktopinstallation trotz gleicher Bootparameter die Grätsche (out of range-Fehler). Einfach nur krass. Gibt es denn bei Ubuntu Fixes für auf der Live-CD verwendete Pakete, die hinterher im installierten System nicht mehr auftauchen (unter Umständen z.B. durch das Nachladen von "gleichen" Paketen während der Installation)?
Gut, dann muss ich mir doch Fedora 17 anschauen.
Schalt den Onboard-NVidia-Grafikchip ab und steck irgendeine uralte PCI-Grafikkarte in den alten Rechner. Dann hast Du wenigstens funktionsfähiges 2D. Eine Matrox Mystique-PCI-Grafikkarte von 1996 mit 4MB RAM erledigt diesen Job zuverlässig.
Unter Ubuntu 12.04 funktioniert Nouveau nicht mit diesem speziellen Geforce4MX-Onboard-Chip, genausowenig wie der proprietäre Nvidia-96er-Treiber. Nvidia hat schon gesagt, dass es ein weitere Anpassung dieser 96er-Treiber an den Xorg in Ubuntu 12.04 nicht versprechen könne. Und NV ist auch nicht mehr mit dabei.
Das ist Dir hoffentlich eine Lehre. :-)
Mit einer Ati-Grafikkarte könntest Du niemals so tief fallen (i.e. bis hin zum defekten, funktionsfähigen 2D-Desktop; selbst wenn ein solcher Bug einmal auftreten würde, so könnte Xorg diesen aus eigener Kraft fixen), fast immer stellen die freien Ati-Treiber wenigstens ein funktionierendes 2D zur Verfügung. Für Dich scheint das ja zu genügen. Von daher ist diese Geschichte doppelt ärgerlich.
Und Nouveau, wie nennt man so etwas unter Linux doch gleich? Ach ja, "stable". :-)
Ideologisch gesehen stimmt das ganz bestimmt.
Und der proprietäre NVidia-96er-Treiber?
Es gibt hier anscheinend keinen "endlosen" Support. Punkt.
Willkommen im Poulsbo- und Kyro2-Club.
Nach einigem Herumfrickeln zeigt mir nouveau jetzt einen 2D-Desktop, allerdings mit nur 60Hz und viel zu geringer Auflösung. Das ist selbst im Vergleich zu nv ein krasser Abstieg.
Was mich am meisten irritiert, ist, dass man einen solchen Grafikchip als von nouveau "unterstützt" ansieht. Vesa mit shadowfb ist hier auch nicht langsamer als nouveau mit EXA und dem in diesem Fall völlig überflüssigen 24bit-KMS/DRI2. Und 60Hz schafft auch vesa. Man sollte Nv1f von dieser Unterstützungsliste streichen, nouveau bringt für diesen Chip gar nichts, das ist reine Augenwischerei. Genauso wie das DRI-Gedöns für einen im Hinblick auf diese Chip 3D-unfähigen nouveau-Treiber.
Ich könnte also, wenn ich mir in Zukunft eine neue NVidia-Grafikarte kaufen würde, auf diese Nouveau-Unterstützungsliste gar nicht vertrauen. Also lass ich es. Ich möchte nicht wissen, wieviele Nvdia-Grafikchips von nouveau nur auf dem Papier unterstützt werden.
Ich werde jetzt noch versuchen, die letzte nv-Version von Ende 2011 zu installieren. Wenn auch das nicht klappt, fliegt Ubuntu logischerweise vom Rechner. Falls ich nv jedoch funktionsfähig installiert bekomme, dann kann sich Ubuntu aber auf einen globalen Rant gefasst machen.
Ich habe keine fünf Minuten kompiliert und xf86-video-nv-2.1.18 vom Juli 2010 läuft natürlich problemlos unter Ubuntu 12.04.
Tausendmal besser als nouveau und natürlich ebenfalls mit EXA.
Mann, bin ich sauer.
xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?
"xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?"
Der Unterschied zu nv ist, dass dieses Universe- und Multiverse-Softwarezeug erst mit der Zeit unsupportet wird (teilweise zumindest), während nv von Anfang an unsupported ist. Wenn Du nicht freiwillig den nv-Maintainer spielst oder einen anschleppst, dann wird das nichts mehr. Du solltest Ersteres tun, diese Strafe wäre genau das Richtige für Dich.
Das fällt mir nicht im Traum ein. :-)
Ich habe den Onboard-Chip abgeschaltet und durch eine uralte Riva TNT2M64-Grafikkarte ersetzt und nouveau freezte dann coolerweise. Unter Ubuntu war es dann so, dass mit nouveau.accel=1 nouveau gar nicht mehr benutzt wurde, sondern vesa mit shadowfb=on. Da Vesa bei 85Hz herumwerkelt, lasse ich es so. Ich dachte erst, nv würde benutzt werden. Da sieht man einmal, wie lahm nv ist.
Der beste Nvidiatreiber für nicht wenige alte Nvidiagrafikkarten ist also nicht nv, auch nicht nouveau, nein es ist vesa. Ein schlimmeres Zeugnis kann man einem Grafikkartentreiber gar nicht ausstellen. :-)
Ich schlage vor, die kaum noch vorhandenen Nouveauentwicklung für alle Nvidias < NV30 einzustellen. Das wird nichts mehr.
Sauber!
Das ist die Zukunft:
Für 2D verwenden wir nur noch vesa und shadowfb und für 3D bauen wir auf die Llvmpipe. Fast alle anderen Treiber schaffen wir einfach ab. Das ist wirkliche "Freiheit" und nachhaltige Ressourcenersparnis, jedenfalls bei Xorg.
Mich wundert aber schon, dass die alten Nvidiagrafikkarten solange halten.
Vesa, nv und nouveau ohne 2D-Hardwarebeschleunigung sind langsam. Du merkst das wahrscheinlich nur nicht, weil Dir die Vergleichsmöglichkeit fehlt.
Ich bin aber hocherfreut, dass vesa bei Dir doch so gut funktioniert. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, was Ubuntu da mit vesa bei aktiviertem KMS so zusammengrutzt. Da kannst Du nv ja wieder löschen.
Die Frage ist eher, welche Wahl unter solchen Umständen die bessere ist (nv lasse ich weg, da Nvidia defacto den Support aufgekündigt hat):
Vesa oder Nouveau (mit abgeschalteter 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung)?
Hat Nouveau in diesem Szenario neben einer möglicherweise höheren Auflösung noch irgendeinen rational begründbaren Vorteil gegenüber Vesa?
Die Wahl von Vesa beinhaltet in jedem Fall weniger Gefrickel (da Nouveau unter Standardbedingungen mit dieser Grafikkarte freezt).
nv wird noch von Xorg supportet, nouveau dagegen überraschenderweise nicht.
Siehe die aktuellen Release Notes von Xorg 7.7:
http://www.x.org/releases/X11R7.7/doc/xorg-docs/ReleaseNotes.txt
Darin wird nouveau merkwürdigerweise noch nicht einmal erwähnt.
Ich habe es unter Ubuntu 12.04 hinbekommen (Geforce4MX440 onboard; Nv1f).
Ein unfassbares, elendes Gefrickel.
Zwei VGA-Ausgänge sind vorhanden, die rein virtuellen (?) TV- und DVI-Ausgänge mussten als Bootparameter "geblacklistet" werden. Außerdem brauchte es noch eine Modeline in der xorg.conf für die gewünschte Auflösung.
Aber nouveau ist im Vergleich zu vesa und nv deutlich schneller. Ade nv.
Was mich am meisten an Fedora freut, ist, dass Fedora immer alle Desktops gleichzeitig zur Verfügung hat.
Wer keine Lust mehr auf Gnome3 hat, es stehen KDE, LXDE und Xfce als Fedora 17 auf der "Spins" Seite z.V.:
http://fedoraproject.org/en/get-fedora-options#desktops
Schön und komplett unnütz.
Wozu sollte ich mich vor dem runterladen für einen Desktop entscheiden müssen?
Ich will die Wahl wärend und nach der Installation!
So wie es immer gehandhabt wurde.
Aber heutzutage ist es ja modern für alles Mögliche ein eigenes Image anzubieten.
Nach der Installation hast du durchaus noch die Wahl. Z.B:
$ yum groupinstall XFCE
Ja eh
Aber das heisst dann auch, dass ich erstmal was installieren muss um dann was anderes nachzuinstallieren oder mich eben vorher entscheiden.
Wo ist die gute alte Schule hin direkt alles einfach auszuliefern? Ich kann mich nicht erinnern, dass es sowas wie eine "Gnomeausgabe" oder "KDE Ausgabe" gab. Es gab Distributionen.
Das sind Live-CDs mit Installationsmöglichkeit. Wenn Du ein Installationmedium für alles haben willst, dann zieh Dir einfach die DVD. Gnome und KDE passen schon lange nicht mehr zusammen auf eine CD.
Endlich ist dieser Murks namens Consolekit rausgeflogen.
DVD gebrannt
Checksume geprüt
Upgrade eingeleitet
Am Ende noch 200 Pakete die fehlen und... ERROR...
Fazit: YUM zeigt mir jetzt Pakete von Fedora 16 und 17 an die sich weder entfernen noch aktualisieren lassen, und rpm --rebuilddb bringt auch nix!
Danke :))
Nimm Ubuntu! Das läuft! Fedora scheint eh tot zu sein. 16 Kommentare bei Heise und hier sind es mit meinem 20. Weniger sind es nur bei OpenSuse.
Tja viele Ubuntuser sind eben Trolle, wie man ja auch an dir erkennen kann.
und manche Menschen sind eben Deppen, wie man ja..
ya, wollte das auch mal ausprobieren. LiveCD lief "gut" nach installation konnte mich nicht mal anmelden, nur n hübscher hintergrund.
also als elektronischer bilderrahmen ists also brauchbar, nur lieder mit nur 1 bild das ich nicht frei wählen konnte T_T
Besserer Tipp: Mache das nächste mal einen vollständigen Backup. Unter Linux ist es ein Kinderspiel: Einfach die Clonezilla* CD rein, auswählen wohin man es will und nach einer Weile hast du ein vollständiges Backup.
Wenn was schief läuft, dann Clonezilla wieder rein und wiederherstellen.
* http://clonezilla.org/