Thorsten Leemhuis hat wieder einmal einen sehr guten Artikel geschrieben. Auch der Part über das 3D-Softwarerendering rund um Llvmpipe und Gnome-Shell ist sachlich völlig korrekt. Sehr lesenswert. Vor allem in diesem Zusammenhang zutreffende Ausdrücke wie "typische Desktopprozessoren" - wohlgemerkt im Jahre 2012 - gefallen mir sehr gut.
Dort steht auch der Hinweis, dass Fedora die Llvmpipe auch anstelle der regulären Grafiktreiber von Matrox und S3 verwenden würde.
Selten liest man einen solchen Unsinn, ich zitiere: "Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3." (http://derstandard.at/1336563139861/WebStandard-Test-Fedora-17-veroeffentlicht-An-der-Spitze-der-Linux-Entwicklung)
Glaubt denn irgendjemand, dass die in einer solchen Kiste enthaltenen Pentium I oder II -Prozessoren die Llvmpipe überhaupt - ohne ein unterirdisch langsames, dahinfreezendes Schneckentempo - ausführen können, dass ein PII mit Gnome3 so mit solcher Altgrafikhardware spielend leicht zurecht kommt? Und: Welcher Rechner mit moderner Dualcore- oder Quadcore-CPU kommt mit einem alten S3- oder MGA-Grafikchip daher?
Was macht man denn rationalerweise, wenn man als Distro keine Lust mehr hat, außer nouveau, radeon und intel noch irgendeinen anderen Linuxgrafiktreiber mitzuliefern? Man verweist für die alten Kisten vielleicht auf unbeschleunigtes 2D mit Vesa und Shadowfb, aber niemals auf die 3D-Llvmpipe. Jeder weiß, dass die Llvmpipe nur mit sehr moderner Hardware funktioniert. Die Llvmpipe ist klasse, wenn einmal irgendein Radeon- oder Nvidia-Chip, der in einem Quadcorerechner werkelt, vorübergehende Probleme mit dem momentanen radeon- bzw. nouveau-Treiber hat und die Quadcore-CPU beim "3D-Berechnen" dann endlich mal so richtig glühen kann.
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3. Deren eigene Treiber würden seit Jahren nicht mehr gewartet, so die Argumentation. Die Entfernung solch veralteter Komponenten sollte insofern helfen, die Komplexität des Linux-Grafik-Stacks zumindest ein kleines Stück zu reduzieren. Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus" "
wieso liest du nicht einfach weiter? da wird doch darauf hingewiesen, dass die prozessoren mind. SSe2 support benötigen. und unter diesen gibts halt auch alte...auf denen läuft es dann "halbwegs performant"...
Das mildert mein Gesagtes in keinster Weise ab. Der erste Satz ist und bleibt falsch. Außerdem sind die folgenden Sätze auch nicht korrekt. Die Llvmpipe funktioniert defacto nur auf neuen Dual Core- und Quadcoresystemen.
Auch dieser Satz ist unzutreffend: "Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus"
Da hilft weder das eine noch das Andere. Auf einem PII 333 MHz mit einer 4MB Matrox Millennium funktioniert auch der Gnome-Fallback nicht wirklich. Der ganze Absatz sollte herausgenommen werden, er ist sachlich falsch. Der Autor hat letztendlich 2D-Shadowfb und 3D-Llvmpipe völlig vermengt und durcheinander gebracht. Alte MGA- und S3-Chips sind im Hinblick auf die 3D-Llvmpipe bar jeder Diskussion. Alleine der Hinweis ist schon sachlich völlig unzutreffend: Es (die Llvmpipe) funktioniert auf solchen alten Rechnersystemen ganz einfach nicht.
Naja, MESA hat keine Lust mehr die alten Treiber zu pflegen und der Fallback-Modus von Gnome 3 soll mittelfristig entfernt werden, man braucht also irgend eine Art von OpenGL Unterstützung um Gnome 3 auszuführen.
Deshalb werden die meisten alten Treiber wenigstens dafür fit gemacht, nach dem Tod von XAA wenigstens noch mit Shadowfb umgehen zu können, ohne sich beim Xorg-Start aufzuhängen. Für mga existiert sogar ein EXA-Port, der allerdings deutlich unperformanter ist als sein noch benutztes XAA-Pendant. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass auf so alten Systemen z.B. glint mit shadowfb besser funktioniert als glint das zur Zeit mit den noch vorhandenen XAA-Beschleunigungsresten hinbekommt. Wenn Fedora dann halt kein mga, s3 oder glint mehr ausliefern möchte, dann bleibt für diese Chips eben nur noch z.B. vesa mit shadowfb.
Wichtig ist mir, dass die 3D-bezogene Llvmpipe für solche alten Single-Core-Systeme noch nicht einmal angedacht ist. Das ist schlichtweg eine Fehlinformation. Single-Core-CPUs schaffen die Llvmpipe nicht, das klappt niemals in vernünftiger Geschwindigkeit.
Ein bisschen mehr findet man hier: Fedora 17 veröffentlicht: An der Spitze der Linux-Entwicklung
Ein bisschen mehr findet man bei Pro-Linux nur noch wenn es um Ubuntu geht..
Beim Fedora 16 Release gab's auch hier ein paar Tage später ein nettes Review. Vielleicht kommt ja noch was.
denke am meisten findet man derzeit hier:
http://www.heise.de/open/artikel/Die-Neuerungen-von-Fedora-17-1583378.html
Thorsten Leemhuis hat wieder einmal einen sehr guten Artikel geschrieben. Auch der Part über das 3D-Softwarerendering rund um Llvmpipe und Gnome-Shell ist sachlich völlig korrekt. Sehr lesenswert. Vor allem in diesem Zusammenhang zutreffende Ausdrücke wie "typische Desktopprozessoren" - wohlgemerkt im Jahre 2012 - gefallen mir sehr gut.
Stimmt!
Den Fedora-Rant (bzw. die Ignoranz gegenüber Nicht-Ubuntu-Distributionen) der PL-Redakteure überlese ich mittlerweile.
Beide, der standard.at-, als auch der Heise-Artikel, sind lesenwert!
PS.: Großartiges Release! Danke Fedora u. RH!
kT
Dort steht auch der Hinweis, dass Fedora die Llvmpipe auch anstelle der regulären Grafiktreiber von Matrox und S3 verwenden würde.
Selten liest man einen solchen Unsinn, ich zitiere:
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3."
(http://derstandard.at/1336563139861/WebStandard-Test-Fedora-17-veroeffentlicht-An-der-Spitze-der-Linux-Entwicklung)
Glaubt denn irgendjemand, dass die in einer solchen Kiste enthaltenen Pentium I oder II -Prozessoren die Llvmpipe überhaupt - ohne ein unterirdisch langsames, dahinfreezendes Schneckentempo - ausführen können, dass ein PII mit Gnome3 so mit solcher Altgrafikhardware spielend leicht zurecht kommt? Und: Welcher Rechner mit moderner Dualcore- oder Quadcore-CPU kommt mit einem alten S3- oder MGA-Grafikchip daher?
Was macht man denn rationalerweise, wenn man als Distro keine Lust mehr hat, außer nouveau, radeon und intel noch irgendeinen anderen Linuxgrafiktreiber mitzuliefern? Man verweist für die alten Kisten vielleicht auf unbeschleunigtes 2D mit Vesa und Shadowfb, aber niemals auf die 3D-Llvmpipe. Jeder weiß, dass die Llvmpipe nur mit sehr moderner Hardware funktioniert. Die Llvmpipe ist klasse, wenn einmal irgendein Radeon- oder Nvidia-Chip, der in einem Quadcorerechner werkelt, vorübergehende Probleme mit dem momentanen radeon- bzw. nouveau-Treiber hat und die Quadcore-CPU beim "3D-Berechnen" dann endlich mal so richtig glühen kann.
"Die LLVMpipe nutzt Fedora aber nicht nur für den Einsatz in VMs, sie kommt jetzt auch für besonders alte Grafikkarten zum Einsatz, etwa von Matrox oder S3. Deren eigene Treiber würden seit Jahren nicht mehr gewartet, so die Argumentation. Die Entfernung solch veralteter Komponenten sollte insofern helfen, die Komplexität des Linux-Grafik-Stacks zumindest ein kleines Stück zu reduzieren. Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus" "
wieso liest du nicht einfach weiter?
da wird doch darauf hingewiesen, dass die prozessoren mind. SSe2 support benötigen. und unter diesen gibts halt auch alte...auf denen läuft es dann "halbwegs performant"...
Das mildert mein Gesagtes in keinster Weise ab. Der erste Satz ist und bleibt falsch. Außerdem sind die folgenden Sätze auch nicht korrekt. Die Llvmpipe funktioniert defacto nur auf neuen Dual Core- und Quadcoresystemen.
Auch dieser Satz ist unzutreffend:
"Nicht verschwiegen sei allerdings, dass durch diese Umbauten sehr alte (~10 Jahre) Systeme ein Problem mit dem neuen Fedora haben könnten, da das Software Rendering erst mit SSE2-Support bei Prozessoren halbwegs performant ist. Da hilft dann wohl wieder nur die manuelle Flucht in den "Fallback Modus"
Da hilft weder das eine noch das Andere. Auf einem PII 333 MHz mit einer 4MB Matrox Millennium funktioniert auch der Gnome-Fallback nicht wirklich. Der ganze Absatz sollte herausgenommen werden, er ist sachlich falsch. Der Autor hat letztendlich 2D-Shadowfb und 3D-Llvmpipe völlig vermengt und durcheinander gebracht. Alte MGA- und S3-Chips sind im Hinblick auf die 3D-Llvmpipe bar jeder Diskussion. Alleine der Hinweis ist schon sachlich völlig unzutreffend: Es (die Llvmpipe) funktioniert auf solchen alten Rechnersystemen ganz einfach nicht.
Naja, MESA hat keine Lust mehr die alten Treiber zu pflegen und der Fallback-Modus von Gnome 3 soll mittelfristig entfernt werden, man braucht also irgend eine Art von OpenGL Unterstützung um Gnome 3 auszuführen.
Deshalb werden die meisten alten Treiber wenigstens dafür fit gemacht, nach dem Tod von XAA wenigstens noch mit Shadowfb umgehen zu können, ohne sich beim Xorg-Start aufzuhängen. Für mga existiert sogar ein EXA-Port, der allerdings deutlich unperformanter ist als sein noch benutztes XAA-Pendant.
Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass auf so alten Systemen z.B. glint mit shadowfb besser funktioniert als glint das zur Zeit mit den noch vorhandenen XAA-Beschleunigungsresten hinbekommt. Wenn Fedora dann halt kein mga, s3 oder glint mehr ausliefern möchte, dann bleibt für diese Chips eben nur noch z.B. vesa mit shadowfb.
Wichtig ist mir, dass die 3D-bezogene Llvmpipe für solche alten Single-Core-Systeme noch nicht einmal angedacht ist. Das ist schlichtweg eine Fehlinformation. Single-Core-CPUs schaffen die Llvmpipe nicht, das klappt niemals in vernünftiger Geschwindigkeit.