Ich habe mich zu früh gefreut: Während die Ubuntu-Live-CD funktioniert, macht die hiervon installierte Desktopinstallation trotz gleicher Bootparameter die Grätsche (out of range-Fehler). Einfach nur krass. Gibt es denn bei Ubuntu Fixes für auf der Live-CD verwendete Pakete, die hinterher im installierten System nicht mehr auftauchen (unter Umständen z.B. durch das Nachladen von "gleichen" Paketen während der Installation)? Gut, dann muss ich mir doch Fedora 17 anschauen.
Schalt den Onboard-NVidia-Grafikchip ab und steck irgendeine uralte PCI-Grafikkarte in den alten Rechner. Dann hast Du wenigstens funktionsfähiges 2D. Eine Matrox Mystique-PCI-Grafikkarte von 1996 mit 4MB RAM erledigt diesen Job zuverlässig.
Unter Ubuntu 12.04 funktioniert Nouveau nicht mit diesem speziellen Geforce4MX-Onboard-Chip, genausowenig wie der proprietäre Nvidia-96er-Treiber. Nvidia hat schon gesagt, dass es ein weitere Anpassung dieser 96er-Treiber an den Xorg in Ubuntu 12.04 nicht versprechen könne. Und NV ist auch nicht mehr mit dabei.
Das ist Dir hoffentlich eine Lehre. :-) Mit einer Ati-Grafikkarte könntest Du niemals so tief fallen (i.e. bis hin zum defekten, funktionsfähigen 2D-Desktop; selbst wenn ein solcher Bug einmal auftreten würde, so könnte Xorg diesen aus eigener Kraft fixen), fast immer stellen die freien Ati-Treiber wenigstens ein funktionierendes 2D zur Verfügung. Für Dich scheint das ja zu genügen. Von daher ist diese Geschichte doppelt ärgerlich.
Und Nouveau, wie nennt man so etwas unter Linux doch gleich? Ach ja, "stable". :-) Ideologisch gesehen stimmt das ganz bestimmt.
Und der proprietäre NVidia-96er-Treiber? Es gibt hier anscheinend keinen "endlosen" Support. Punkt. Willkommen im Poulsbo- und Kyro2-Club.
Nach einigem Herumfrickeln zeigt mir nouveau jetzt einen 2D-Desktop, allerdings mit nur 60Hz und viel zu geringer Auflösung. Das ist selbst im Vergleich zu nv ein krasser Abstieg. Was mich am meisten irritiert, ist, dass man einen solchen Grafikchip als von nouveau "unterstützt" ansieht. Vesa mit shadowfb ist hier auch nicht langsamer als nouveau mit EXA und dem in diesem Fall völlig überflüssigen 24bit-KMS/DRI2. Und 60Hz schafft auch vesa. Man sollte Nv1f von dieser Unterstützungsliste streichen, nouveau bringt für diesen Chip gar nichts, das ist reine Augenwischerei. Genauso wie das DRI-Gedöns für einen im Hinblick auf diese Chip 3D-unfähigen nouveau-Treiber.
Ich könnte also, wenn ich mir in Zukunft eine neue NVidia-Grafikarte kaufen würde, auf diese Nouveau-Unterstützungsliste gar nicht vertrauen. Also lass ich es. Ich möchte nicht wissen, wieviele Nvdia-Grafikchips von nouveau nur auf dem Papier unterstützt werden.
Ich werde jetzt noch versuchen, die letzte nv-Version von Ende 2011 zu installieren. Wenn auch das nicht klappt, fliegt Ubuntu logischerweise vom Rechner. Falls ich nv jedoch funktionsfähig installiert bekomme, dann kann sich Ubuntu aber auf einen globalen Rant gefasst machen.
Ich habe keine fünf Minuten kompiliert und xf86-video-nv-2.1.18 vom Juli 2010 läuft natürlich problemlos unter Ubuntu 12.04. Tausendmal besser als nouveau und natürlich ebenfalls mit EXA. Mann, bin ich sauer. xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?
"xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?"
Der Unterschied zu nv ist, dass dieses Universe- und Multiverse-Softwarezeug erst mit der Zeit unsupportet wird (teilweise zumindest), während nv von Anfang an unsupported ist. Wenn Du nicht freiwillig den nv-Maintainer spielst oder einen anschleppst, dann wird das nichts mehr. Du solltest Ersteres tun, diese Strafe wäre genau das Richtige für Dich.
Das fällt mir nicht im Traum ein. :-) Ich habe den Onboard-Chip abgeschaltet und durch eine uralte Riva TNT2M64-Grafikkarte ersetzt und nouveau freezte dann coolerweise. Unter Ubuntu war es dann so, dass mit nouveau.accel=1 nouveau gar nicht mehr benutzt wurde, sondern vesa mit shadowfb=on. Da Vesa bei 85Hz herumwerkelt, lasse ich es so. Ich dachte erst, nv würde benutzt werden. Da sieht man einmal, wie lahm nv ist. Der beste Nvidiatreiber für nicht wenige alte Nvidiagrafikkarten ist also nicht nv, auch nicht nouveau, nein es ist vesa. Ein schlimmeres Zeugnis kann man einem Grafikkartentreiber gar nicht ausstellen. :-) Ich schlage vor, die kaum noch vorhandenen Nouveauentwicklung für alle Nvidias < NV30 einzustellen. Das wird nichts mehr.
Von ,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,.,. am Do, 7. Juni 2012 um 23:14 #
Sauber! Das ist die Zukunft: Für 2D verwenden wir nur noch vesa und shadowfb und für 3D bauen wir auf die Llvmpipe. Fast alle anderen Treiber schaffen wir einfach ab. Das ist wirkliche "Freiheit" und nachhaltige Ressourcenersparnis, jedenfalls bei Xorg.
Mich wundert aber schon, dass die alten Nvidiagrafikkarten solange halten.
Vesa, nv und nouveau ohne 2D-Hardwarebeschleunigung sind langsam. Du merkst das wahrscheinlich nur nicht, weil Dir die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Ich bin aber hocherfreut, dass vesa bei Dir doch so gut funktioniert. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, was Ubuntu da mit vesa bei aktiviertem KMS so zusammengrutzt. Da kannst Du nv ja wieder löschen.
Die Frage ist eher, welche Wahl unter solchen Umständen die bessere ist (nv lasse ich weg, da Nvidia defacto den Support aufgekündigt hat): Vesa oder Nouveau (mit abgeschalteter 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung)? Hat Nouveau in diesem Szenario neben einer möglicherweise höheren Auflösung noch irgendeinen rational begründbaren Vorteil gegenüber Vesa? Die Wahl von Vesa beinhaltet in jedem Fall weniger Gefrickel (da Nouveau unter Standardbedingungen mit dieser Grafikkarte freezt).
Von -.,-.,.-,.-.-,.- am Do, 7. Juni 2012 um 22:42 #
nv wird noch von Xorg supportet, nouveau dagegen überraschenderweise nicht. Siehe die aktuellen Release Notes von Xorg 7.7: http://www.x.org/releases/X11R7.7/doc/xorg-docs/ReleaseNotes.txt Darin wird nouveau merkwürdigerweise noch nicht einmal erwähnt.
Ich habe es unter Ubuntu 12.04 hinbekommen (Geforce4MX440 onboard; Nv1f). Ein unfassbares, elendes Gefrickel. Zwei VGA-Ausgänge sind vorhanden, die rein virtuellen (?) TV- und DVI-Ausgänge mussten als Bootparameter "geblacklistet" werden. Außerdem brauchte es noch eine Modeline in der xorg.conf für die gewünschte Auflösung. Aber nouveau ist im Vergleich zu vesa und nv deutlich schneller. Ade nv.
Ich habe mich zu früh gefreut: Während die Ubuntu-Live-CD funktioniert, macht die hiervon installierte Desktopinstallation trotz gleicher Bootparameter die Grätsche (out of range-Fehler). Einfach nur krass. Gibt es denn bei Ubuntu Fixes für auf der Live-CD verwendete Pakete, die hinterher im installierten System nicht mehr auftauchen (unter Umständen z.B. durch das Nachladen von "gleichen" Paketen während der Installation)?
Gut, dann muss ich mir doch Fedora 17 anschauen.
Schalt den Onboard-NVidia-Grafikchip ab und steck irgendeine uralte PCI-Grafikkarte in den alten Rechner. Dann hast Du wenigstens funktionsfähiges 2D. Eine Matrox Mystique-PCI-Grafikkarte von 1996 mit 4MB RAM erledigt diesen Job zuverlässig.
Unter Ubuntu 12.04 funktioniert Nouveau nicht mit diesem speziellen Geforce4MX-Onboard-Chip, genausowenig wie der proprietäre Nvidia-96er-Treiber. Nvidia hat schon gesagt, dass es ein weitere Anpassung dieser 96er-Treiber an den Xorg in Ubuntu 12.04 nicht versprechen könne. Und NV ist auch nicht mehr mit dabei.
Das ist Dir hoffentlich eine Lehre. :-)
Mit einer Ati-Grafikkarte könntest Du niemals so tief fallen (i.e. bis hin zum defekten, funktionsfähigen 2D-Desktop; selbst wenn ein solcher Bug einmal auftreten würde, so könnte Xorg diesen aus eigener Kraft fixen), fast immer stellen die freien Ati-Treiber wenigstens ein funktionierendes 2D zur Verfügung. Für Dich scheint das ja zu genügen. Von daher ist diese Geschichte doppelt ärgerlich.
Und Nouveau, wie nennt man so etwas unter Linux doch gleich? Ach ja, "stable". :-)
Ideologisch gesehen stimmt das ganz bestimmt.
Und der proprietäre NVidia-96er-Treiber?
Es gibt hier anscheinend keinen "endlosen" Support. Punkt.
Willkommen im Poulsbo- und Kyro2-Club.
Nach einigem Herumfrickeln zeigt mir nouveau jetzt einen 2D-Desktop, allerdings mit nur 60Hz und viel zu geringer Auflösung. Das ist selbst im Vergleich zu nv ein krasser Abstieg.
Was mich am meisten irritiert, ist, dass man einen solchen Grafikchip als von nouveau "unterstützt" ansieht. Vesa mit shadowfb ist hier auch nicht langsamer als nouveau mit EXA und dem in diesem Fall völlig überflüssigen 24bit-KMS/DRI2. Und 60Hz schafft auch vesa. Man sollte Nv1f von dieser Unterstützungsliste streichen, nouveau bringt für diesen Chip gar nichts, das ist reine Augenwischerei. Genauso wie das DRI-Gedöns für einen im Hinblick auf diese Chip 3D-unfähigen nouveau-Treiber.
Ich könnte also, wenn ich mir in Zukunft eine neue NVidia-Grafikarte kaufen würde, auf diese Nouveau-Unterstützungsliste gar nicht vertrauen. Also lass ich es. Ich möchte nicht wissen, wieviele Nvdia-Grafikchips von nouveau nur auf dem Papier unterstützt werden.
Ich werde jetzt noch versuchen, die letzte nv-Version von Ende 2011 zu installieren. Wenn auch das nicht klappt, fliegt Ubuntu logischerweise vom Rechner. Falls ich nv jedoch funktionsfähig installiert bekomme, dann kann sich Ubuntu aber auf einen globalen Rant gefasst machen.
Ich habe keine fünf Minuten kompiliert und xf86-video-nv-2.1.18 vom Juli 2010 läuft natürlich problemlos unter Ubuntu 12.04.
Tausendmal besser als nouveau und natürlich ebenfalls mit EXA.
Mann, bin ich sauer.
xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?
"xf86-video-nv-2.1.18 hätte man nicht in Multiverse hineinpacken können, bei dem vielen unsupporteten Softwarezeug, das so in Universe und Multiverse vor sich hindümpelt?"
Der Unterschied zu nv ist, dass dieses Universe- und Multiverse-Softwarezeug erst mit der Zeit unsupportet wird (teilweise zumindest), während nv von Anfang an unsupported ist. Wenn Du nicht freiwillig den nv-Maintainer spielst oder einen anschleppst, dann wird das nichts mehr. Du solltest Ersteres tun, diese Strafe wäre genau das Richtige für Dich.
Das fällt mir nicht im Traum ein. :-)
Ich habe den Onboard-Chip abgeschaltet und durch eine uralte Riva TNT2M64-Grafikkarte ersetzt und nouveau freezte dann coolerweise. Unter Ubuntu war es dann so, dass mit nouveau.accel=1 nouveau gar nicht mehr benutzt wurde, sondern vesa mit shadowfb=on. Da Vesa bei 85Hz herumwerkelt, lasse ich es so. Ich dachte erst, nv würde benutzt werden. Da sieht man einmal, wie lahm nv ist.
Der beste Nvidiatreiber für nicht wenige alte Nvidiagrafikkarten ist also nicht nv, auch nicht nouveau, nein es ist vesa. Ein schlimmeres Zeugnis kann man einem Grafikkartentreiber gar nicht ausstellen. :-)
Ich schlage vor, die kaum noch vorhandenen Nouveauentwicklung für alle Nvidias < NV30 einzustellen. Das wird nichts mehr.
Sauber!
Das ist die Zukunft:
Für 2D verwenden wir nur noch vesa und shadowfb und für 3D bauen wir auf die Llvmpipe. Fast alle anderen Treiber schaffen wir einfach ab. Das ist wirkliche "Freiheit" und nachhaltige Ressourcenersparnis, jedenfalls bei Xorg.
Mich wundert aber schon, dass die alten Nvidiagrafikkarten solange halten.
Vesa, nv und nouveau ohne 2D-Hardwarebeschleunigung sind langsam. Du merkst das wahrscheinlich nur nicht, weil Dir die Vergleichsmöglichkeit fehlt.
Ich bin aber hocherfreut, dass vesa bei Dir doch so gut funktioniert. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, was Ubuntu da mit vesa bei aktiviertem KMS so zusammengrutzt. Da kannst Du nv ja wieder löschen.
Die Frage ist eher, welche Wahl unter solchen Umständen die bessere ist (nv lasse ich weg, da Nvidia defacto den Support aufgekündigt hat):
Vesa oder Nouveau (mit abgeschalteter 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung)?
Hat Nouveau in diesem Szenario neben einer möglicherweise höheren Auflösung noch irgendeinen rational begründbaren Vorteil gegenüber Vesa?
Die Wahl von Vesa beinhaltet in jedem Fall weniger Gefrickel (da Nouveau unter Standardbedingungen mit dieser Grafikkarte freezt).
nv wird noch von Xorg supportet, nouveau dagegen überraschenderweise nicht.
Siehe die aktuellen Release Notes von Xorg 7.7:
http://www.x.org/releases/X11R7.7/doc/xorg-docs/ReleaseNotes.txt
Darin wird nouveau merkwürdigerweise noch nicht einmal erwähnt.
Ich habe es unter Ubuntu 12.04 hinbekommen (Geforce4MX440 onboard; Nv1f).
Ein unfassbares, elendes Gefrickel.
Zwei VGA-Ausgänge sind vorhanden, die rein virtuellen (?) TV- und DVI-Ausgänge mussten als Bootparameter "geblacklistet" werden. Außerdem brauchte es noch eine Modeline in der xorg.conf für die gewünschte Auflösung.
Aber nouveau ist im Vergleich zu vesa und nv deutlich schneller. Ade nv.