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Do, 31. Mai 2012, 11:15

Software::Business

Linux Foundation stellt Werkzeug zur Lizenzverwaltung vor

Der »FOSS Bar Code Tracker« der Linux Foundation ermöglicht die Ausgabe von QR-Codes, mit denen sich Lizenzinformationen direkt auslesen lassen.

Lizenzverletzungen sind in der Industrie weltweit immer noch an der Tagesordnung. Statt die Einhaltung der GPL oder LGPL vor Gericht einzuklagen, was immer nur ein letztes Mittel sein kann, arbeitet die Linux Foundation zusammen mit den Herstellern lieber an Verfahren, um die Einhaltung der Lizenzen bereits im Vorfeld sicherzustellen. Dazu wurde 2010 das Open-Compliance-Programm ins Leben gerufen.

2011 brachte diese Arbeitsgruppe die Spezifikation »Software Package Data Exchange (SPDX)« heraus. SPDX ist nach der Definition der Linux Foundation ein Standardformat, in dem die Komponenten, Lizenzen und Copyrights eines Softwarepakets aufgeführt werden können. SPDX reduziert nach Angaben der Verfasser die Arbeit, die zur Angabe der Lizenzen notwendig ist, und verringert damit die Kosten und macht es den Unternehmen einfacher, zur Lizenz konform zu bleiben. Zudem kann die Prüfung der Lizenzkonformität teilweise automatisiert werden.

Das jetzt veröffentlichte neue Werkzeug »FOSS Bar Code Tracker« soll zu ebendieser Automatisierung beitragen. Das Programm, das unter der MIT-Lizenz veröffentlicht wurde, kann für jedes Produkt eines Herstellers einen Barcode oder einen QR-Code erzeugen, der alle lizenzrelevanten Informationen enthält. Zu den auslesbaren Daten zählen Name, Version, Lizenzangaben und Download-Links zum Quellcode für jede einzelne Komponente in dem Produkt, die unter einer freien Lizenz steht.

Der »FOSS Bar Code Tracker« kann die Informationen aus SPDX-Dateien beziehen. Vor dem Erzeugen der Barcodes können alle Daten bearbeitet werden. Zusätzlich können Informationen über den Hersteller, beispielsweise Ansprechpartner für Lizenzfragen und Webseiten, eingetragen werden. Auch die Lizenzen selbst lassen sich nach Angaben der Linux Foundation komfortabel verwalten.

Das Programm arbeitet als Webanwendung mit eingebautem Webserver und lässt sich von der Compliance-Webseite herunterladen. Es deckt nach Angaben von Jim Zemlin, dem Geschäftsführer der Linux Foundation, einen dringenden Bedarf vieler Unternehmen, ihren Einsatz von freier Software aufzuzeichnen und Partnern mitzuteilen. Das Open-Compliance-Programm der Linux Foundation hat die grundsätzliche Zielsetzung, zur weiteren Verbreitung von Linux und freier Software beizutragen, indem es den Unternehmen einfacher gemacht wird, ihre Investitionen in freie Software zu maximieren.

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