- wenn es nichts zu holen gibt, gucken alle weg (auch die Medien).
Das auf rein wirtschaftliche Interessen zu reduzieren ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Missionen mit dem Ziel Regime zu stürzen, die massiv gegen die Menschenrechte verstoßen, ist auch bei allen Friedenspredigern und Gut-Menschen wenig populär. Insofern kann man damit als Politiker kaum punkten - fragen sie mal Herrn Fischer, dessen einzige von mir positiv bewertete Tat - eben genau die Zustimmung für den militärischen EInsatz gegen Serbien - mit einer Farbbeutelattacke "belohnt" wurde. Lustig übrigens, dass der Täter Gewalt als Mittel zum Protest gewählt hat
Die Massenproteste gegen den Irakkrieg haben es doch gezeigt: Wer gegen den Krieg i.A. wettert, wird wieder gewählt. Gut Chamberlaine hatte das Pech, dass Adolf Hitler wirklich einen Krieg angefangen hat - hätte dieser nur auf Reichsgebiet weiter gemordet und gefoltert, so hätte auch Chamberlaine sicherlich mit seiner Apeacement-Politik "gewonnen".
Nunja, ich wünsche es jedem radikalen Pazifisten, einmal in eine Geiselhaft zu geraten, bei der der das Töten des Geiselnehmers per se keine Option darstellt und es Massendemos gegen einen solchen Einsatz gibt. Über den euphemistischen Namen "finaler Rettungsschuss" darf man sicherlich streiten, seine Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen, trauen sich vermutlich nur ganz wenige. Aber eine große Mehrheit ist geistig nicht in der Lage, die fraktale Struktur solcher Konzepte auf globale Probleme zu übertragen. Schade.
Von kaffeegespraech am Di, 12. Juni 2012 um 10:17 #
Nunja, ich wünsche es jedem radikalen Pazifisten, einmal in eine Geiselhaft zu geraten
Gehässig.
Natürlich ist es der Lackmustest für Prinzipien, wenn sie einen selbst betreffen (wie in Deinem Beispiel). Auf der anderen Seite fußt z.B. unser Rechtsstaat darauf, daß eben nicht die Betroffenen Urteile fällen, also z.B. nicht die Eltern ermordeter Kinder über den mutmaßlichen (!) Tätern zu Gericht sitzen. Auch da wird gerne geschrieen, "Dir wünsche ich, daß Du mal in diese Lage gerätst ...!". Es stinkt sich mit voller Hose besser, das ist unbestritten, aber bei manchen Dingen will man Abstand haben, um eine rationale Entscheidung treffen zu können.
Übrigens gab es durchaus schon Leute, die auch im Angesicht der Todesgefahr ihren (pazifistischen) Prinzipien treu geblieben sind.
Die Massenproteste gegen den Irakkrieg haben es doch gezeigt: Wer gegen den Krieg i.A. wettert, wird wieder gewählt. Gut Chamberlaine hatte das Pech, dass Adolf Hitler wirklich einen Krieg angefangen hat - hätte dieser nur auf Reichsgebiet weiter gemordet und gefoltert, so hätte auch Chamberlaine sicherlich mit seiner Apeacement-Politik "gewonnen".
Nunja, ich wünsche es jedem radikalen Pazifisten, einmal in eine Geiselhaft zu geraten, bei der der das Töten des Geiselnehmers per se keine Option darstellt und es Massendemos gegen einen solchen Einsatz gibt. Über den euphemistischen Namen "finaler Rettungsschuss" darf man sicherlich streiten, seine Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen, trauen sich vermutlich nur ganz wenige. Aber eine große Mehrheit ist geistig nicht in der Lage, die fraktale Struktur solcher Konzepte auf globale Probleme zu übertragen. Schade.
Gehässig.
Natürlich ist es der Lackmustest für Prinzipien, wenn sie einen selbst betreffen (wie in Deinem Beispiel). Auf der anderen Seite fußt z.B. unser Rechtsstaat darauf, daß eben nicht die Betroffenen Urteile fällen, also z.B. nicht die Eltern ermordeter Kinder über den mutmaßlichen (!) Tätern zu Gericht sitzen.
Auch da wird gerne geschrieen, "Dir wünsche ich, daß Du mal in diese Lage gerätst ...!".
Es stinkt sich mit voller Hose besser, das ist unbestritten, aber bei manchen Dingen will man Abstand haben, um eine rationale Entscheidung treffen zu können.
Übrigens gab es durchaus schon Leute, die auch im Angesicht der Todesgefahr ihren (pazifistischen) Prinzipien treu geblieben sind.
Im Unterschied zu populärer Lynchjustizparolen geht es hier primär nicht um Bestrafung sondern um Rettung - imho ein bedeutsamer Unterschied.