Mich würde mal interessieren, ob die Activities überhaupt verwendet werden. Subjektiv gesehen muss ich nämlich sagen, dass ich noch nie einen KDE-Nutzer gesehen habe, welcher sie genutzt hätte, was mich auch nicht weiter wundert: Die allerwenigsten Nutzer trennen zwischen so stark zwischen verschiedenen "Aktivitäten", wie sie es tun müssten, damit KDE Activities Sinn machen. Selbst Businesswoman Carla oder Student Raj tun das im Mittel absolut nicht. Carla trennt entweder gleich die Geräte, dann hat sie das Problem nicht, sich verschiedene Acitivites zurecht zu konfigurieren. Oder sie tut das, was die allermeisten Geschäftsleute tun: Sie schließt beim Kundentermin ihr Notebook an den Beamer an, auf dem Desktop liegen private und geschäftliche Daten kreuz und quer, das Hintergrundbild zeigt ihre Katze oder ihren letzten Urlaub. Bei Student Raj gibt es erfahrungsgemäß einfach nur ein privates Profil für alles, in dem es halt einen Ordner namens "Studium" gibt. Raj hat üblicherweise kein Problem damit, Facebook zu nutzen und gleichzeitig Krams für seine nächste Seminararbeit zu recherchieren, also trennt auch er wieder nicht.
So viel Entwicklungsarbeit in ein "Alleinstellungsmerkmal" zu investieren, von dem man gar nicht weiß, ob und wie der durchschnittliche Nutzer es überhaupt benutzt, ist schon seltsam. Vielleicht sollte KDE mal anonymisierte Nutzungsdaten erheben, möglicherweise stellt sich heraus, dass es den Nutzern um ganz andere Dinge geht.
Ich denke Activities werden interessant sobald die Applikationen sie direkt verstehen.
Viele Programme die mit mehreren Dokumenten arbeiten unterstützen bereits das Konzept von Sitzungen, also das Umschalten zwischen einer bestimmten Menge von offenen Dokumenten.
Verknüpft mit Activities sollte ein Sitzungswechsel in mehreren Programmen simultan möglch sein, z.B. zeitgleiches Wechseln von Dateien in einem Editor, offene Tabs in einen Browser und angewählte Verzeichnisse in einem Dateimanager, Wechsel zu einem anderen Projekt in einem Zeiterfassungstools, usw.
Erweitert dann vielleicht noch mit aktivitätsspezifischen Standardordnern in Dateidialogen und ähnliches.
oder KMail zeigt nur Mail Ordner, die zur Aktivität passen *winkmitdemzaunpfahl*
benutze ich sehr gerne als Beispiel wie Aktivitäten einem helfen können.
Und an den Vorredner: ja, wir wissen von Nutzern, die Aktivitäten einsetzen, Hab selber schon einige sehr positive Rückmeldungen bekommen und auch Feedback, dass mir selbst zeigt wie ich sie einsetzen könnte (bin selbst noch kein Aktivitäten-Nutzer)
oder KMail zeigt nur Mail Ordner, die zur Aktivität passen *winkmitdemzaunpfahl*
Das ist doch viel zu kompliziert. Wer hat denn Zeit/Lust dazu, sich das alles zurechtzudefinieren, ganz zu schweigen von den Fertigkeiten ? Und wenn sich dann was ändert, wieder daran rumzudefinieren? Oder wenn man mal ne Weile nix geändert hat, sich zu erinnern, wie das damals noch ging?
Mein dringender Rat an alle (KDE)-Entwickler ist, sich mal mit echten Nutzern auseinanderzusetzen. Die können u.U. nicht mal sagen, wie das Verzeichnis heißt, in dem sie ihre Daten liegen haben, geschweige denn, dass sie Activities einrichten, oder die auch nur abstrahieren könnten.
Jede Wette, die Aktivitäten-Nutzer, die ihr kennt, sind Leute, die auch selber eine Distribution installieren können und damit meilenweit von einem "normalen" Nutzer entfernt.
"Jede Wette, die Aktivitäten-Nutzer, die ihr kennt, sind Leute, die auch selber eine Distribution installieren können und damit meilenweit von einem "normalen" Nutzer entfernt."
Hm, wer kein Linux installieren kann, nutzt es meistens auch nicht, oder? Ich habe mal versucht, ein-zwei Leuten Linux schmackhaft zu machen und es ihnen eingerichtet, aber die wollten letztlich doch lieber Windows haben, weil sie nicht bereit waren, andere Klickwege für die Maus zu lernen. Die Realität ist wohl, dass Linux nur die einfach ist, die vorher nicht von Windows verdorben wurden. ;-) Ich selbst bin absolut kein Profi und sehr auf GUIs angewiesen, und ich denke, ich bin eher am unteren Ende der Linux-Nutzerschaft, was Technikverständnis angeht, aber ich komme mit KDE wunderbar zurecht. Womi ich nicht zurechtkomme sind "minimalistische" Desktops (ich nenne keine Namen), wo ich nichts nach meinen Wünschen einstellen kann.
Ich kann fast nur für das Uni-Umfeld sprechen, in dem ich mich bewege, aber wenn man nicht selbst aktiv wird, kriegt man Windows, und minimale Linux-Installationen habe ich bisher nur auf Thin-Clients z.B. für die Bibliotheksrecherche, nicht auf echten Workstations gesehen.
Was die freie Wirtschaft angeht, kann ich nur meinen Eindruck aus dem BahnComfort-Abteil berichten: Da habe ich in rund einem Jahr regelmäßiger Fahrten bisher 2-3 Mal Linux gesehen, und das gerade nicht bei den Geschäftsleuten.
Gibt es denn mittlerweile überhaupt eine einzige Anwendung, welche sich an die aktive Activity anpasst? Das Beispiel vom Mail-Client, welcher z.B. in der "Work"-Activity nur die geschäftlichen Konten anzeigt, geistert ja schon seit Ewigkeiten rum. Und sind Activities eigentlich so implementiert, dass sie auch von Drittanwendungen genutzt werden könn(t)en, welche nicht gegen die kdelibs gelinkt sind? Die Geschichte mit dem Mail-Client ließe sich ja z.B. auch auf Instant Messenger übertragen, und es nutzt halt nicht jeder Kopete.
Da es ein "Alleinstellungsmerkmal" ist, kommst Du um die kdelibs (aber nicht kdebase) wohl nicht drumherum. Zumindest was die reinen Sessions betrifft, könnte es aber auch mit anderen X-Session fähigen Programmen funktionieren. Über dbus bekommt man aber sicher die Information, wenn eine Activity gewechselt wird. Mail- und Messenger-Clients kennen die Activities nicht (bis auf vielleicht Themes und Layout, und das wird wohl über KConfig-Varianten und ein redraw gemacht) und brauchen sich auch nicht drum zu scheren. Das wird auf der Ebene von Akonadi und Telepathy-kde geregelt. Der Client bekommt ein dataChanged Signal und zeigt einfach was anderes an. Einer der Gründe, warum diese Technologien so wichtig sind.
Solange das Feature ein Alleinstellungsmerkmal von KDE ist, welches noch nicht mal von den KDE-Nutzern und den KDE-eigenen Anwendungen halbwegs verwendet wird, werden "kritische" Anwendungen wie Browser, Skype, andere Mail-Clients, andere Instant-Messenger, Office-Suites etc. wohl kaum an eine Integration denken. Typisches Henne-Ei-Problem.
Falls Activities tatsächlich Sinn machen, und man so etwas haben will, warum hat man das dann nicht als freedesktop.org-Standard entwickelt und propagiert? Jetzt hat man ja sogar das Problem, dass beispielsweise die GNOME Shell den Begriff "Activity" ganz anders definiert.
Damit es ein Standard wird, muss es erstmal eine "Mindestmasse" an Implementationen geben. KDE ist gerade auf dem Weg dahin. Natürlich wird es derzeit primär von KDE-Programmen genutzt, aber der Mail-Client Mailody z.B. ist keine KDE-Anwendung und durch Akonadi unterstützt er es trotzdem. Und alle wichtigen Bereiche wie Browser (Konqueror/Rekonq), Mail (Kontact/KMail), Messenger/VoIP (Telepathy Plasmoide/Kopete), KOffice/Calligra, Dolphin/Krusader und auch KDE-Games und KDE-Edu sind schon abgedeckt. Durch die Integration in die kdelibs ist es eben für KDE-Entwickler sehr wenig Aufwand, sobald ein KDE-Programm Sessions unterstützt, kann es auch mit Activitys verwendet werden. Und sobald es innerhalb von KDE genug "Masse" gibt, wird sich auch ein standardisiertes dbus-Schema entwickeln, dass dann von anderen genutzt werden kann.
Ich hatte mir das bisher so ähnlich gedacht wie du. Zu sehr war ich mit der Verwendung von virtuellen Desktops vertraut als das ich mir dazu wirklich Gedanken gemacht hätte. (Und Virtuelle Desktops vs. Aktivitäten ist vermutlich die Gegenüberstellung die die meisten Nutzer anstellen würden, auch wenn es natürlich nicht ganz richtig ist.)
Ich habe aber vor wenigen Wochen – mehr aus Prinzip als Überzeugung – mal angefangen diese Funktion zu nutzen, einfach um zu sehen zu was das denn gut ist und, ob es wirklich eine Alternative sein könnte.
Nach meinen ersten Erfahrungen kann ich daher sagen, dass es durchaus ein interessantes Konzept ist, auch, weil es in der Theorie besser erweiterbar und wesentlich flexibler sein kann als das was man mit virtuellen Arbeitsflächen normalerweise macht. Man spürt allerdings, dass es sich um ein relativ "junges" Konzept handelt, das Ganze wirkt noch etwas rudimentär. So kennen die typischen "Desktop"-Aktivitäten nur "Stop" und "Play", was bedeutet, dass Anwendungen bei Stop gnadenlos abgeschossen werden (kill oder term weiß ich jetzt nicht). Dennoch sehe ich da Potential, denn so könnte es evtl. zukünftig ja möglich sein über Aktivtitäten Gruppen von Programmen zu starten, evtl. mit entsprechend geladenen Dateien oder sogar in einem bestimmten Zustand gespeichert (Anordnung auf dem Desktop, Position in einer Datei o.ä.). Ich bin zwar kein Programmierer, aber so könnte ich mir das vorstellen, wenn ich einer wäre: 1. Aktivität Programmieren Program X starten 2. Automatisch werden gestartet: - Konsole in entsprechendem Pfad + git fetch origin - IDE wird gestartet, Projekt geladen - TODO Liste wird geladen 3. Arbeit kann beginnen 4. Arbeit beenden 5. Projekt wird gespeichert, die Programme beendet
Also müsste man statt mehrere Programme zu starten und Befehle einzugeben einfach nur noch die Aktivität starten. Nur so als Beispiel.
Klar, kann man auch über Skripte machen, aber irgendwo hat es seinen Reiz.
Genau so sieht's aus. Mit vielen Programmen funktoniert das auch schon recht gut. So habe ich in eine Reihe Aktivitäten, in denen z.B. bestimmte Kate oder KDevelop Sessions offen sind, und auch offene Konsolen, Webbrowser, etc. Wenn ich Aktivitäten nur ab und zu mal brauche (einmal monatlich, oder so), stoppe ich sie normalerweise, und starte sie nur wenn ich sie wirklich benutze. Andere Aktivitäten laufen ständig (Webbrowser für bestimmte Sachen, z.B.), die sind dann ständig gestartet, aber halt bei der Arbeit nicht im Weg.
Beim Stoppen einer Aktivität, werden die Apps in ihr sanft beendet, d.h. sie bekommen die Chance, die Session zu speichern, oder anderen "State", und starten dann damit automatisch neu. (Dies ist im Prinzip derselbe Mechanismus wie für Desktop Sessions, wo zum Start bestimmte Sachen auf dem Desktop wiederhergestellt werden.)
Wenn eine App ihre Session nicht richtig wiederherstellt, wär's sinnvoll wenn dazu ein Bugreport auf bugs.kde.org erstellt wird, so können die Entwickler einerseits sehen, dass die Kombination Aktivitäten - $Programm tatsächlich benutzt werden, und natürlich auch den Fehler beheben.
Aktivitäten und virtuelle Arbeitsflächen sind sich dabei nicht im Weg. Hat man nur eine Aktivität eingestellt (oder benutzt man nur eine) ist der Arbeitsablauf wie gewohnt. Dasselbe gilt, wenn man nur einen virtuellen Desktop hat. Innerhalb von Aktivitäten kann man dabei seine Fenster weiterhin über virtuelle Desktops managen -- wenn man will.
Na ich weiß nicht. Ich würde nur mal gerne ein einziges, konkretes Anwendungsbeispiel hören, wo man mal ganz klar die Vorteile der Aktivitäten sieht. Ich habe schon viele Artikel über Activities gelesen aber die ganzen Beispiele waren immer sehr konstruiert.
In der Regel dauert es auch nicht länger die benötigten Anwendungen schnell per Schnellstartleiste zu starten.
Meiner Meinung nach lohnen sich Activities nur dann, wenn man ganz klar abgegrenzte Arbeitsabläufe hat, bei denen man jeweils mehrere Anwendungen auf einmal benötigt und zwischen denen (= den Aktivitäten) man sehr oft hin- und herschalten muss.
Sowas muss man erstmal finden. In der Praxis schaut es doch wohl eher so aus, dass die Anwendungsabläufe ineinander übergehen und man immer verschiedene Applikationen mit einander vermischt. Diese klare Grenze, die durch Aktivitäten gezogen wird, gibt es meiner Meinung nach in der Praxis nicht.
Das Konzept scheitert außerdem auch noch daran, dass nur KDE-Anwendungen die Activities einigermaßen gut unterstützen (und selbst die nicht wirklich gut). Auch kann ich nicht verstehen, was es z.B. bringen soll, wenn KMail auf der Arbeits-Aktivität nur die Arbeits-E-Mails anzeigt (wie weiter oben vorgeschlagen). Wo ist denn da der Vorteil? Soll ich dann zwischen den Aktivitäten wechseln, nur um meine privaten Mails lesen zu können? Wer macht denn sowas? Da ist es doch wesentlich weniger Aufwand den Baum mit den privaten Mails in KMail einfach zuzuklappen.
Unterm Strich kann ich nur sagen, dass sich mir der Anwendungsfall von Aktivitäten einfach nicht erschließen will. Ich würde wie gesagt gerne einfach mal ein einzige Beispiel hören, wo mehrere Aktivitäten echt Sinn ergeben.
Ein sehr einfaches, aber von mir regelmäßig genutztes Anwendungsbeispiel: Auf meinem Desktop habe ich Comics, Ordner, Medienwiedergabe und Notizen als Plasmoids, die ich regelmäßig nutze, sowie immer wieder andere Hintergrundbilder. Wenn ich mit dem Laptop eine Präsentation mache, dann gehen weder meine Notizen das Publikum was an noch wirken nicht-lustig-Comics professionell. Also schalte ich auf die Aktivität "Präsentation", die einen leeren Desktop mit einem neutralen Hintergrund hat. Früher hätte man dafür entweder einen neuen Benutzer anlegen müssen (blöd, wenn man dann bei der Diskussion mal auf seine Dokumente zurückgreifen muss) oder den Desktop manuell aufräumen und später wiederherstellen müssen (noch blöder). Heute tut es Windows+Q.
Was ich mir für die Aktivitäten noch wünsche, ist die Möglichkeit, die Kontrollleisten zu variieren.
Mir gefällt die jetzige konzeptuelle Trennung besser. Virtuelle Arbeitsflächen sind zur besseren Übersicht über die Fenster, dafür nutze ich sie auch dauernd (und kriege die Krätze, wenn ich auf primitiven Systemen wie Windows ohne sie auskommen muss ;-)), Activities sind für verschiedene Arten von Aktivitäten. Das Potential beginnt gerade erst sichtbar zu werden, aber ich fände es einen großen Rückschritt, darauf zu verzichten - v.a. kostet es diejenigen, die sie nicht nutzen wollen, rein gar nichts.
Das das Konzept der Aktivitäten schlecht ist würde ich auch nicht behaupten. Ich halte es selber für interessant, nutze es allerdings nicht. Das Problem ist halt nur, dass hier die Prioritäten der Entwicklung in ein "Alleinstellungsmerkmal" gesetzt werden, welches nur ganz wenige Menschen nutzen. Ich halte es für wichtiger Features die wirklich fast jeder nutzt zu verbessern. Ist ähnlich wie mit Strigi, Nepomuk, virtuoso und Akonadi. Noch nutzt es keiner (in großem Umfang) und hätte genauso mit den alten Lösungen weiterleben können, aber es wurde immer wieder gesagt wie toll diese Technologie doch sei. Aber tolle technologie bringt ja nichts wenn sie von <1% der Leute genutzt wird. Das einzige was ich von dem quatsch bemerkt habe ist, dass mein Desktop lahm wurde, teilweise sogar Reaktionslos wegen des Resourcenverbrauchs von virtuoso, strigi oder nepomuk.
Ich glaube, mein "Problem" liegt einfach daran, dass ich den Desktop an sich überhaupt nicht als Arbeitsfläche nutze. Ich benutze eine ganz normale Taskleiste, und da kommen auch die Plasmoids rein. Des Desktop ist leer, Hintergrundbild oder Notizen oder Comics gibt es bei mir einfach nicht. Also habe ich überhaupt keine Notwendigkeit, da irgendwas auszublenden oder sonstwas.
Übrigens haben die allermeisten Beamer einen "Mute"-Knopf, der einfach das Bild dunkel schaltet. Den zu benutzen, um in Ruhe den Rechner einzurichten, ohne dass gleichzeitig alles an die Wand geworfen wird, empfiehlt sich sowieso. Stört auch das Publikum weniger.
Man muss ja seinen Desktop nicht als Arbeitsfläche nutzen, wie ich schon geschrieben habe, Activities sind eine Möglichkeit, von deren Nichtgebrauch man keinen Schaden hat.
Ich werfe gerne meinen Desktop an die Wand, gerade weil er so schön ist und man nicht immer dieses hässliche Windows-/Mac-Bild sehen muss.
Das sehe ich ähnlich, denn die meisten der Anwender Surfen im Web, erledigen ihre Mailkram und sonstiges alltägliches Tun. Wobei ich da schon beim Thema bin, denn wer KDE nutzt und den P.I.M Kram auch möchte vor allem das dieser Krempel korrekt funktioniert. Darauf sollte man die Strategie ausrichten! Einfach nur auf Stabilität und Fehlerkorrekturen! Wenn das getan ist, kann man anfangen neue Funktionen und Spielereien als Strategieziel zu definieren.
PS: Den Sinn dieser Aktivitäten habe ich bis heute nicht gefunden bzw sind diese umständlicher als das bis in KDE 4.6 angewendete Verfahren der verschiedenen Virtuellen Oberflächen. Starte ich mein KDE ab und an neu, und lass die Kiste nicht Tagelang durchlaufen, wird der Systemstart nur noch länger als er schon ist weil Aktivitäten die zuvor nicht beendet wieder neu gestartet werden. Da dauert der Start des KDE dann 3 Minuten, statt der aktuell 2,5 Minuten was jetzt eigentlich schon inakzeptabel ist. Nehme ich den GNOME 3 dagegen, ist dieser mit max. 10 bis 15 Sekunden fertig gestartet (samt Shell) und bereit zur Arbeit. KDE 4 war mal gut, bis 4.6. Mit erscheinen von 4.6.0 ging stetig nur noch abwärts!
Den Sinn dieser Aktivitäten habe ich bis heute nicht gefunden bzw sind diese umständlicher als das bis in KDE 4.6 angewendete Verfahren der verschiedenen Virtuellen Oberflächen
Wie so "bis in KDE 4.6"? Ich habe hier 4.7 und benutze 6 virtuelle Arbeitsflächen. Beim Anmelden werden auch nur die Programme gestartet, die ich eben zu diesem Zweck als Session abgespeichert habe.
Von 4.6 auf 4.7 hat sich da rein gar nichts geändert
die meinte ich nicht, in alten KDE 4 Versionen gab es andere Möglichkeiten der Virtuellen Mehrfunktionsbenutzung wie dort im alten openSUSE Wiki: http://old-de.opensuse.org/KDE4-Arbeitsfläche_konfigurieren/KDE4-Arbeitsumgebung#Virtuelle Arbeitsflächen zu sehen.
Hmm, ich befürchte ich kann dir nicht ganz folgen. Das geht bei mir in KDE 4.7 genau so.
Rechtsklick auf den Umschalter -> Einstellungen für den Umschalter. Dort hat man dann auch wie bisher die Möglichkeit, die Anzahl der Arbeitsflächen und ihre Namen zu konfigurieren.
du musst dir das ganau anschauen, samt dem "Zusätzliche Virtuelle Arbeitsflächen einrichten" wo erklärt wird was ich meine. Man konnte pro Virtueller Arbeitsfläche mehrere "Aktivitäten" einrichten. Hast jetzt mehrere Arbeitsflächen, füllst dir die Kontrolleiste mit "Würfelchen", was beim "alten" nicht so war. Da hatte ich eine Arbeitsfläche und konnte unter verschiedenen Virtuellen wählen ohne mir die Taskleiste zu zukleistern. Heute hast statt der alten Lösung eben diesen jetzigen Aktivitäten Kram. In meinen Augen keine Erleichterung, sondern eher Umständlicher.
Ah, ich denke ich verstehe jetzt. Die Art der Aktivitätseinrichtung und -anzeige hat sich geändert.
ist mir nicht aufgefallen, da ich nur virtuelle Arbeitsflächen mit nur einer Aktivität verwende, also praktisch herkömmliche Arbeitsflächen ohne Aktivitäten
Mich würde mal interessieren, ob die Activities überhaupt verwendet werden. Subjektiv gesehen muss ich nämlich sagen, dass ich noch nie einen KDE-Nutzer gesehen habe, welcher sie genutzt hätte, was mich auch nicht weiter wundert: Die allerwenigsten Nutzer trennen zwischen so stark zwischen verschiedenen "Aktivitäten", wie sie es tun müssten, damit KDE Activities Sinn machen. Selbst Businesswoman Carla oder Student Raj tun das im Mittel absolut nicht. Carla trennt entweder gleich die Geräte, dann hat sie das Problem nicht, sich verschiedene Acitivites zurecht zu konfigurieren. Oder sie tut das, was die allermeisten Geschäftsleute tun: Sie schließt beim Kundentermin ihr Notebook an den Beamer an, auf dem Desktop liegen private und geschäftliche Daten kreuz und quer, das Hintergrundbild zeigt ihre Katze oder ihren letzten Urlaub. Bei Student Raj gibt es erfahrungsgemäß einfach nur ein privates Profil für alles, in dem es halt einen Ordner namens "Studium" gibt. Raj hat üblicherweise kein Problem damit, Facebook zu nutzen und gleichzeitig Krams für seine nächste Seminararbeit zu recherchieren, also trennt auch er wieder nicht.
So viel Entwicklungsarbeit in ein "Alleinstellungsmerkmal" zu investieren, von dem man gar nicht weiß, ob und wie der durchschnittliche Nutzer es überhaupt benutzt, ist schon seltsam. Vielleicht sollte KDE mal anonymisierte Nutzungsdaten erheben, möglicherweise stellt sich heraus, dass es den Nutzern um ganz andere Dinge geht.
ich bin Carla auf meinem Netbook und Ray auf meinem Laptop
Ich denke Activities werden interessant sobald die Applikationen sie direkt verstehen.
Viele Programme die mit mehreren Dokumenten arbeiten unterstützen bereits das Konzept von Sitzungen, also das Umschalten zwischen einer bestimmten Menge von offenen Dokumenten.
Verknüpft mit Activities sollte ein Sitzungswechsel in mehreren Programmen simultan möglch sein, z.B. zeitgleiches Wechseln von Dateien in einem Editor, offene Tabs in einen Browser und angewählte Verzeichnisse in einem Dateimanager, Wechsel zu einem anderen Projekt in einem Zeiterfassungstools, usw.
Erweitert dann vielleicht noch mit aktivitätsspezifischen Standardordnern in Dateidialogen und ähnliches.
oder KMail zeigt nur Mail Ordner, die zur Aktivität passen *winkmitdemzaunpfahl*
benutze ich sehr gerne als Beispiel wie Aktivitäten einem helfen können.
Und an den Vorredner: ja, wir wissen von Nutzern, die Aktivitäten einsetzen, Hab selber schon einige sehr positive Rückmeldungen bekommen und auch Feedback, dass mir selbst zeigt wie ich sie einsetzen könnte (bin selbst noch kein Aktivitäten-Nutzer)
Oder zumindest nur E-Mail Benachrichtigungen von zur Aktivität gehörenden Konten.
Gibt es eigentlich schon Ansätze für Aktivitätsunterstützung in KNotification/KNotify?
Mein dringender Rat an alle (KDE)-Entwickler ist, sich mal mit echten Nutzern auseinanderzusetzen. Die können u.U. nicht mal sagen, wie das Verzeichnis heißt, in dem sie ihre Daten liegen haben, geschweige denn, dass sie Activities einrichten, oder die auch nur abstrahieren könnten.
Jede Wette, die Aktivitäten-Nutzer, die ihr kennt, sind Leute, die auch selber eine Distribution installieren können und damit meilenweit von einem "normalen" Nutzer entfernt.
"Jede Wette, die Aktivitäten-Nutzer, die ihr kennt, sind Leute, die auch selber eine Distribution installieren können und damit meilenweit von einem "normalen" Nutzer entfernt."
Hm, wer kein Linux installieren kann, nutzt es meistens auch nicht, oder? Ich habe mal versucht, ein-zwei Leuten Linux schmackhaft zu machen und es ihnen eingerichtet, aber die wollten letztlich doch lieber Windows haben, weil sie nicht bereit waren, andere Klickwege für die Maus zu lernen. Die Realität ist wohl, dass Linux nur die einfach ist, die vorher nicht von Windows verdorben wurden. ;-)
Ich selbst bin absolut kein Profi und sehr auf GUIs angewiesen, und ich denke, ich bin eher am unteren Ende der Linux-Nutzerschaft, was Technikverständnis angeht, aber ich komme mit KDE wunderbar zurecht.
Womi ich nicht zurechtkomme sind "minimalistische" Desktops (ich nenne keine Namen), wo ich nichts nach meinen Wünschen einstellen kann.
Ich kann fast nur für das Uni-Umfeld sprechen, in dem ich mich bewege, aber wenn man nicht selbst aktiv wird, kriegt man Windows, und minimale Linux-Installationen habe ich bisher nur auf Thin-Clients z.B. für die Bibliotheksrecherche, nicht auf echten Workstations gesehen.
Was die freie Wirtschaft angeht, kann ich nur meinen Eindruck aus dem BahnComfort-Abteil berichten: Da habe ich in rund einem Jahr regelmäßiger Fahrten bisher 2-3 Mal Linux gesehen, und das gerade nicht bei den Geschäftsleuten.
Gibt es denn mittlerweile überhaupt eine einzige Anwendung, welche sich an die aktive Activity anpasst? Das Beispiel vom Mail-Client, welcher z.B. in der "Work"-Activity nur die geschäftlichen Konten anzeigt, geistert ja schon seit Ewigkeiten rum. Und sind Activities eigentlich so implementiert, dass sie auch von Drittanwendungen genutzt werden könn(t)en, welche nicht gegen die kdelibs gelinkt sind? Die Geschichte mit dem Mail-Client ließe sich ja z.B. auch auf Instant Messenger übertragen, und es nutzt halt nicht jeder Kopete.
Da es ein "Alleinstellungsmerkmal" ist, kommst Du um die kdelibs (aber nicht kdebase) wohl nicht drumherum. Zumindest was die reinen Sessions betrifft, könnte es aber auch mit anderen X-Session fähigen Programmen funktionieren. Über dbus bekommt man aber sicher die Information, wenn eine Activity gewechselt wird.
Mail- und Messenger-Clients kennen die Activities nicht (bis auf vielleicht Themes und Layout, und das wird wohl über KConfig-Varianten und ein redraw gemacht) und brauchen sich auch nicht drum zu scheren. Das wird auf der Ebene von Akonadi und Telepathy-kde geregelt. Der Client bekommt ein dataChanged Signal und zeigt einfach was anderes an. Einer der Gründe, warum diese Technologien so wichtig sind.
Solange das Feature ein Alleinstellungsmerkmal von KDE ist, welches noch nicht mal von den KDE-Nutzern und den KDE-eigenen Anwendungen halbwegs verwendet wird, werden "kritische" Anwendungen wie Browser, Skype, andere Mail-Clients, andere Instant-Messenger, Office-Suites etc. wohl kaum an eine Integration denken. Typisches Henne-Ei-Problem.
Falls Activities tatsächlich Sinn machen, und man so etwas haben will, warum hat man das dann nicht als freedesktop.org-Standard entwickelt und propagiert? Jetzt hat man ja sogar das Problem, dass beispielsweise die GNOME Shell den Begriff "Activity" ganz anders definiert.
Damit es ein Standard wird, muss es erstmal eine "Mindestmasse" an Implementationen geben. KDE ist gerade auf dem Weg dahin.
Natürlich wird es derzeit primär von KDE-Programmen genutzt, aber der Mail-Client Mailody z.B. ist keine KDE-Anwendung und durch Akonadi unterstützt er es trotzdem. Und alle wichtigen Bereiche wie Browser (Konqueror/Rekonq), Mail (Kontact/KMail), Messenger/VoIP (Telepathy Plasmoide/Kopete), KOffice/Calligra, Dolphin/Krusader und auch KDE-Games und KDE-Edu sind schon abgedeckt. Durch die Integration in die kdelibs ist es eben für KDE-Entwickler sehr wenig Aufwand, sobald ein KDE-Programm Sessions unterstützt, kann es auch mit Activitys verwendet werden.
Und sobald es innerhalb von KDE genug "Masse" gibt, wird sich auch ein standardisiertes dbus-Schema entwickeln, dass dann von anderen genutzt werden kann.
Ich hatte mir das bisher so ähnlich gedacht wie du. Zu sehr war ich mit der Verwendung von virtuellen Desktops vertraut als das ich mir dazu wirklich Gedanken gemacht hätte.
(Und Virtuelle Desktops vs. Aktivitäten ist vermutlich die Gegenüberstellung die die meisten Nutzer anstellen würden, auch wenn es natürlich nicht ganz richtig ist.)
Ich habe aber vor wenigen Wochen – mehr aus Prinzip als Überzeugung – mal angefangen diese Funktion zu nutzen, einfach um zu sehen zu was das denn gut ist und, ob es wirklich eine Alternative sein könnte.
Nach meinen ersten Erfahrungen kann ich daher sagen, dass es durchaus ein interessantes Konzept ist, auch, weil es in der Theorie besser erweiterbar und wesentlich flexibler sein kann als das was man mit virtuellen Arbeitsflächen normalerweise macht.
Man spürt allerdings, dass es sich um ein relativ "junges" Konzept handelt, das Ganze wirkt noch etwas rudimentär. So kennen die typischen "Desktop"-Aktivitäten nur "Stop" und "Play", was bedeutet, dass Anwendungen bei Stop gnadenlos abgeschossen werden (kill oder term weiß ich jetzt nicht).
Dennoch sehe ich da Potential, denn so könnte es evtl. zukünftig ja möglich sein über Aktivtitäten Gruppen von Programmen zu starten, evtl. mit entsprechend geladenen Dateien oder sogar in einem bestimmten Zustand gespeichert (Anordnung auf dem Desktop, Position in einer Datei o.ä.).
Ich bin zwar kein Programmierer, aber so könnte ich mir das vorstellen, wenn ich einer wäre:
1. Aktivität Programmieren Program X starten
2. Automatisch werden gestartet:
- Konsole in entsprechendem Pfad + git fetch origin
- IDE wird gestartet, Projekt geladen
- TODO Liste wird geladen
3. Arbeit kann beginnen
4. Arbeit beenden
5. Projekt wird gespeichert, die Programme beendet
Also müsste man statt mehrere Programme zu starten und Befehle einzugeben einfach nur noch die Aktivität starten.
Nur so als Beispiel.
Klar, kann man auch über Skripte machen, aber irgendwo hat es seinen Reiz.
Genau so sieht's aus. Mit vielen Programmen funktoniert das auch schon recht gut. So habe ich in eine Reihe Aktivitäten, in denen z.B. bestimmte Kate oder KDevelop Sessions offen sind, und auch offene Konsolen, Webbrowser, etc. Wenn ich Aktivitäten nur ab und zu mal brauche (einmal monatlich, oder so), stoppe ich sie normalerweise, und starte sie nur wenn ich sie wirklich benutze. Andere Aktivitäten laufen ständig (Webbrowser für bestimmte Sachen, z.B.), die sind dann ständig gestartet, aber halt bei der Arbeit nicht im Weg.
Beim Stoppen einer Aktivität, werden die Apps in ihr sanft beendet, d.h. sie bekommen die Chance, die Session zu speichern, oder anderen "State", und starten dann damit automatisch neu. (Dies ist im Prinzip derselbe Mechanismus wie für Desktop Sessions, wo zum Start bestimmte Sachen auf dem Desktop wiederhergestellt werden.)
Wenn eine App ihre Session nicht richtig wiederherstellt, wär's sinnvoll wenn dazu ein Bugreport auf bugs.kde.org erstellt wird, so können die Entwickler einerseits sehen, dass die Kombination Aktivitäten - $Programm tatsächlich benutzt werden, und natürlich auch den Fehler beheben.
Aktivitäten und virtuelle Arbeitsflächen sind sich dabei nicht im Weg. Hat man nur eine Aktivität eingestellt (oder benutzt man nur eine) ist der Arbeitsablauf wie gewohnt. Dasselbe gilt, wenn man nur einen virtuellen Desktop hat. Innerhalb von Aktivitäten kann man dabei seine Fenster weiterhin über virtuelle Desktops managen -- wenn man will.
Na ich weiß nicht. Ich würde nur mal gerne ein einziges, konkretes Anwendungsbeispiel hören, wo man mal ganz klar die Vorteile der Aktivitäten sieht. Ich habe schon viele Artikel über Activities gelesen aber die ganzen Beispiele waren immer sehr konstruiert.
In der Regel dauert es auch nicht länger die benötigten Anwendungen schnell per Schnellstartleiste zu starten.
Meiner Meinung nach lohnen sich Activities nur dann, wenn man ganz klar abgegrenzte Arbeitsabläufe hat, bei denen man jeweils mehrere Anwendungen auf einmal benötigt und zwischen denen (= den Aktivitäten) man sehr oft hin- und herschalten muss.
Sowas muss man erstmal finden. In der Praxis schaut es doch wohl eher so aus, dass die Anwendungsabläufe ineinander übergehen und man immer verschiedene Applikationen mit einander vermischt. Diese klare Grenze, die durch Aktivitäten gezogen wird, gibt es meiner Meinung nach in der Praxis nicht.
Das Konzept scheitert außerdem auch noch daran, dass nur KDE-Anwendungen die Activities einigermaßen gut unterstützen (und selbst die nicht wirklich gut). Auch kann ich nicht verstehen, was es z.B. bringen soll, wenn KMail auf der Arbeits-Aktivität nur die Arbeits-E-Mails anzeigt (wie weiter oben vorgeschlagen). Wo ist denn da der Vorteil? Soll ich dann zwischen den Aktivitäten wechseln, nur um meine privaten Mails lesen zu können? Wer macht denn sowas? Da ist es doch wesentlich weniger Aufwand den Baum mit den privaten Mails in KMail einfach zuzuklappen.
Unterm Strich kann ich nur sagen, dass sich mir der Anwendungsfall von Aktivitäten einfach nicht erschließen will. Ich würde wie gesagt gerne einfach mal ein einzige Beispiel hören, wo mehrere Aktivitäten echt Sinn ergeben.
Ein sehr einfaches, aber von mir regelmäßig genutztes Anwendungsbeispiel: Auf meinem Desktop habe ich Comics, Ordner, Medienwiedergabe und Notizen als Plasmoids, die ich regelmäßig nutze, sowie immer wieder andere Hintergrundbilder.
Wenn ich mit dem Laptop eine Präsentation mache, dann gehen weder meine Notizen das Publikum was an noch wirken nicht-lustig-Comics professionell.
Also schalte ich auf die Aktivität "Präsentation", die einen leeren Desktop mit einem neutralen Hintergrund hat.
Früher hätte man dafür entweder einen neuen Benutzer anlegen müssen (blöd, wenn man dann bei der Diskussion mal auf seine Dokumente zurückgreifen muss) oder den Desktop manuell aufräumen und später wiederherstellen müssen (noch blöder). Heute tut es Windows+Q.
Was ich mir für die Aktivitäten noch wünsche, ist die Möglichkeit, die Kontrollleisten zu variieren.
Das ist tatsächlich mal ein einigermaßen sinnvoller Anwendungsfall.
Der auch nur dann greift, wenn geschäftliche und private Daten nicht zwingend physikalisch getrennt sind.
... und ausserdem auch mit virtuellen Desktops schon gelöst war.
Mir gefällt die jetzige konzeptuelle Trennung besser.
Virtuelle Arbeitsflächen sind zur besseren Übersicht über die Fenster, dafür nutze ich sie auch dauernd (und kriege die Krätze, wenn ich auf primitiven Systemen wie Windows ohne sie auskommen muss ;-)), Activities sind für verschiedene Arten von Aktivitäten.
Das Potential beginnt gerade erst sichtbar zu werden, aber ich fände es einen großen Rückschritt, darauf zu verzichten - v.a. kostet es diejenigen, die sie nicht nutzen wollen, rein gar nichts.
Das das Konzept der Aktivitäten schlecht ist würde ich auch nicht behaupten. Ich halte es selber für interessant, nutze es allerdings nicht.
Das Problem ist halt nur, dass hier die Prioritäten der Entwicklung in ein "Alleinstellungsmerkmal" gesetzt werden, welches nur ganz wenige Menschen nutzen.
Ich halte es für wichtiger Features die wirklich fast jeder nutzt zu verbessern.
Ist ähnlich wie mit Strigi, Nepomuk, virtuoso und Akonadi. Noch nutzt es keiner (in großem Umfang) und hätte genauso mit den alten Lösungen weiterleben können, aber es wurde immer wieder gesagt wie toll diese Technologie doch sei. Aber tolle technologie bringt ja nichts wenn sie von <1% der Leute genutzt wird.
Das einzige was ich von dem quatsch bemerkt habe ist, dass mein Desktop lahm wurde, teilweise sogar Reaktionslos wegen des Resourcenverbrauchs von virtuoso, strigi oder nepomuk.
+1
genau so sehe ich das auch und meinte das auch. Man hat mit diesen Aktivitäten das ganze nur verschlimmbessert!
Im Gegenteil. Die Idee der "Activities" hebt das Konzept der virtuellen Desktops auf eine neue Ebene, sprich entwickelt sie weiter.
Wie wäre es, den Beamer erst einzuschalten/anzuschließen, wenn die Präsentation läuft?
Ist nebenbei auch professioneller als wenn der ganze Saal mitverfolgen kann, wie ich Menüs aufklappe und Anwendungen starte.
Ich glaube, mein "Problem" liegt einfach daran, dass ich den Desktop an sich überhaupt nicht als Arbeitsfläche nutze. Ich benutze eine ganz normale Taskleiste, und da kommen auch die Plasmoids rein. Des Desktop ist leer, Hintergrundbild oder Notizen oder Comics gibt es bei mir einfach nicht. Also habe ich überhaupt keine Notwendigkeit, da irgendwas auszublenden oder sonstwas.
Übrigens haben die allermeisten Beamer einen "Mute"-Knopf, der einfach das Bild dunkel schaltet. Den zu benutzen, um in Ruhe den Rechner einzurichten, ohne dass gleichzeitig alles an die Wand geworfen wird, empfiehlt sich sowieso. Stört auch das Publikum weniger.
Man muss ja seinen Desktop nicht als Arbeitsfläche nutzen, wie ich schon geschrieben habe, Activities sind eine Möglichkeit, von deren Nichtgebrauch man keinen Schaden hat.
Ich werfe gerne meinen Desktop an die Wand, gerade weil er so schön ist und man nicht immer dieses hässliche Windows-/Mac-Bild sehen muss.
Ja, das ist eine gute Werbung für Linux. Ich verwende dazu auch gerne einen Hintergrund, auf dem "Linux" gut zu lesen ist. Super Wirkung ...
Das sehe ich ähnlich, denn die meisten der Anwender Surfen im Web, erledigen ihre Mailkram und sonstiges alltägliches Tun. Wobei ich da schon beim Thema bin, denn wer KDE nutzt und den P.I.M Kram auch möchte vor allem das dieser Krempel korrekt funktioniert. Darauf sollte man die Strategie ausrichten! Einfach nur auf Stabilität und Fehlerkorrekturen! Wenn das getan ist, kann man anfangen neue Funktionen und Spielereien als Strategieziel zu definieren.
PS: Den Sinn dieser Aktivitäten habe ich bis heute nicht gefunden bzw sind diese umständlicher als das bis in KDE 4.6 angewendete Verfahren der verschiedenen Virtuellen Oberflächen. Starte ich mein KDE ab und an neu, und lass die Kiste nicht Tagelang durchlaufen, wird der Systemstart nur noch länger als er schon ist weil Aktivitäten die zuvor nicht beendet wieder neu gestartet werden. Da dauert der Start des KDE dann 3 Minuten, statt der aktuell 2,5 Minuten was jetzt eigentlich schon inakzeptabel ist. Nehme ich den GNOME 3 dagegen, ist dieser mit max. 10 bis 15 Sekunden fertig gestartet (samt Shell) und bereit zur Arbeit. KDE 4 war mal gut, bis 4.6. Mit erscheinen von 4.6.0 ging stetig nur noch abwärts!
Wie so "bis in KDE 4.6"? Ich habe hier 4.7 und benutze 6 virtuelle Arbeitsflächen.
Beim Anmelden werden auch nur die Programme gestartet, die ich eben zu diesem Zweck als Session abgespeichert habe.
Von 4.6 auf 4.7 hat sich da rein gar nichts geändert
die meinte ich nicht, in alten KDE 4 Versionen gab es andere Möglichkeiten der Virtuellen Mehrfunktionsbenutzung wie dort im alten openSUSE Wiki: http://old-de.opensuse.org/KDE4-Arbeitsfläche_konfigurieren/KDE4-Arbeitsumgebung#Virtuelle Arbeitsflächen zu sehen.
Hmm, ich befürchte ich kann dir nicht ganz folgen. Das geht bei mir in KDE 4.7 genau so.
Rechtsklick auf den Umschalter -> Einstellungen für den Umschalter.
Dort hat man dann auch wie bisher die Möglichkeit, die Anzahl der Arbeitsflächen und ihre Namen zu konfigurieren.
du musst dir das ganau anschauen, samt dem "Zusätzliche Virtuelle Arbeitsflächen einrichten" wo erklärt wird was ich meine. Man konnte pro Virtueller Arbeitsfläche mehrere "Aktivitäten" einrichten. Hast jetzt mehrere Arbeitsflächen, füllst dir die Kontrolleiste mit "Würfelchen", was beim "alten" nicht so war. Da hatte ich eine Arbeitsfläche und konnte unter verschiedenen Virtuellen wählen ohne mir die Taskleiste zu zukleistern. Heute hast statt der alten Lösung eben diesen jetzigen Aktivitäten Kram. In meinen Augen keine Erleichterung, sondern eher Umständlicher.
Ah, ich denke ich verstehe jetzt. Die Art der Aktivitätseinrichtung und -anzeige hat sich geändert.
ist mir nicht aufgefallen, da ich nur virtuelle Arbeitsflächen mit nur einer Aktivität verwende, also praktisch herkömmliche Arbeitsflächen ohne Aktivitäten
jabb, so ist es