Für viele Nutzer ist es "gut genug" einen NVidia Binärtreiber zu haben. Allerdings sieht "Support" anders aus. Konkret fallen mir da die folgenden Punkte ein:
- Inkompatibilität: NVidia entscheidet, wann welche Karten unterstützt werden (und wann nicht mehr). Daraus entstehen so Probleme, wie die mit dem Legacy Treiber, der von NVidia nicht mehr weitergepflegt wird und von niemand anderem, der diese Hardware hat übernommen werden kann: Benutzer können nicht so einfach mehr ihr System updaten. - Verschwendung: Die Entwickler des Nouveau Treibers mussten sehr viel Arbeit machen, die gespart hätte werden können, wenn NVidia Dokumentation rausgerückt hätte. Der Nouveau Treiber wär vermutlich wesentlich besser, wenn zumindest minimale Unterstützung von NVidia kommen würde. - Es erschwert die Einführung neuer Technologien, die zum Beispiel XRandR und Wayland. Speziell Falle von XRandR ist es ganz einfach traurig: XRandR 1.2 wurde Anfang 2007 herausgegeben, und hat wichtige Probleme im Umgang mit mehreren Bildschirmen, der Auflösung, und "on the fly" Einstellungen gebracht. NVidia scheint erst in der neusten Version ihres Treibers, diese Standardsachen zu unterstützen, sodass die Plattform Tools funktionieren. 5 Jahre???
Ich bin persönlich auf nicht-NVidia Hardware umgestiegen, und habe seit dem ganz einfach weniger Sorgen mit Grafiktreibern.
ATI und Intel machen's vor, wie man im Grafikbereich mit Open Source Communities zusammenarbeiten kann. Es wär toll, wenn NVidia sich da auch endlich besinnen könnte.
Von Ich kann NVidia verstehen am Do, 21. Juni 2012 um 12:03 #
- Inkompatibilität: NVidia entscheidet, wann welche Karten unterstützt werden (und wann nicht mehr). Daraus entstehen so Probleme, wie die mit dem Legacy Treiber, der von NVidia nicht mehr weitergepflegt wird und von niemand anderem, der diese Hardware hat übernommen werden kann: Benutzer können nicht so einfach mehr ihr System updaten.
Bei 3d Grafikkarten die wegen der Leistung gekauft werden ist das allerdings alles unkritisch, da die GPU sowieso öfters ausgetauscht wird.
Wer ne GPU will, die > 10 Jahre hält muss halt Intel kaufen.
Aber selbst im Open Source Bereich bekommt man hier keinen Support. Zu den Voodoo 5 Karten sind alle Specs und Dokus vorhanden, aber SLI kann der TDFX Treiber bis heute nicht. Und die ganz alten Karten (S3, TSENG, ATI Wonder whatever) werden auch aus dem OS Support ausgeschmissen, siehe neue X.ORG Versionen. Und bei den neuen Karten zu denen es Specs und Doku gibt, steht bei den Open SOurce Treibern oft nur ein Bruchteil der Funktionen der GPU zur Verfügung oder sie sind ultra langsam im Vergleich zu ihrem propritären Gegenstück (siehe ATI unter Windows).
Fazit: Man kann es drehen wil man will, aber bei GPUs zählt in erster Linie das man die Features der Karte zum Zeitpunkt des Kaufes sofort nutzen kann und diese auch performant sind, nach drei Jahren wird die Karte dann gegen eine neue ausgetauscht und so lange muss der Support halten. Bei NVidia wird das mit den CS Treiber erfüllt.
"Und die ganz alten Karten (S3, TSENG, ATI Wonder whatever) werden auch aus dem OS Support ausgeschmissen, siehe neue X.ORG Versionen."
Die alten Xorg-Grafiktreiber werden erst dann herausgeschmissen, wenn es keine Maintainer mehr gibt. Sie werden nicht herausgeworfen, weil sie vielleicht zu alt wären.
Dieses Beispiel ist somit nicht mit den de facto eingestellten Legacytreibern (71er und 96er) vergleichbar, da es ja ganz bestimmt irgendwelche NVidia-Maintainer für diese alten Treiber gibt. IMO wäre das Maintainen ein Klacks für die Weltklasse-NVidia-Entwickler.
ATI und Intel machen's vor, wie man im Grafikbereich mit Open Source Communities zusammenarbeiten kann. Es wär toll, wenn NVidia sich da auch endlich besinnen könnte.
ATI macht was vor? Das freie ATI-Treiber trotz Offenlegung der Spezifikationen nicht richtig funktionieren?
Dann doch lieber einen unfreien (aber funktionierenden) Treiber von NVIDIA
Für viele Nutzer ist es "gut genug" einen NVidia Binärtreiber zu haben. Allerdings sieht "Support" anders aus. Konkret fallen mir da die folgenden Punkte ein:
- Inkompatibilität: NVidia entscheidet, wann welche Karten unterstützt werden (und wann nicht mehr). Daraus entstehen so Probleme, wie die mit dem Legacy Treiber, der von NVidia nicht mehr weitergepflegt wird und von niemand anderem, der diese Hardware hat übernommen werden kann: Benutzer können nicht so einfach mehr ihr System updaten.
- Verschwendung: Die Entwickler des Nouveau Treibers mussten sehr viel Arbeit machen, die gespart hätte werden können, wenn NVidia Dokumentation rausgerückt hätte. Der Nouveau Treiber wär vermutlich wesentlich besser, wenn zumindest minimale Unterstützung von NVidia kommen würde.
- Es erschwert die Einführung neuer Technologien, die zum Beispiel XRandR und Wayland. Speziell Falle von XRandR ist es ganz einfach traurig: XRandR 1.2 wurde Anfang 2007 herausgegeben, und hat wichtige Probleme im Umgang mit mehreren Bildschirmen, der Auflösung, und "on the fly" Einstellungen gebracht. NVidia scheint erst in der neusten Version ihres Treibers, diese Standardsachen zu unterstützen, sodass die Plattform Tools funktionieren. 5 Jahre???
Ich bin persönlich auf nicht-NVidia Hardware umgestiegen, und habe seit dem ganz einfach weniger Sorgen mit Grafiktreibern.
ATI und Intel machen's vor, wie man im Grafikbereich mit Open Source Communities zusammenarbeiten kann. Es wär toll, wenn NVidia sich da auch endlich besinnen könnte.
Bei 3d Grafikkarten die wegen der Leistung gekauft werden ist das allerdings alles unkritisch, da die GPU sowieso öfters ausgetauscht wird.
Wer ne GPU will, die > 10 Jahre hält muss halt Intel kaufen.
Aber selbst im Open Source Bereich bekommt man hier keinen Support.
Zu den Voodoo 5 Karten sind alle Specs und Dokus vorhanden, aber SLI kann der TDFX Treiber bis heute nicht.
Und die ganz alten Karten (S3, TSENG, ATI Wonder whatever) werden auch aus dem OS Support ausgeschmissen, siehe neue X.ORG Versionen.
Und bei den neuen Karten zu denen es Specs und Doku gibt, steht bei den Open SOurce Treibern oft nur ein Bruchteil der Funktionen der GPU zur Verfügung oder sie sind ultra langsam im Vergleich zu ihrem propritären Gegenstück (siehe ATI unter Windows).
Fazit:
Man kann es drehen wil man will, aber bei GPUs zählt in erster Linie das man die Features der Karte zum Zeitpunkt des Kaufes sofort nutzen kann und diese auch performant sind, nach drei Jahren wird die Karte dann gegen eine neue ausgetauscht und so lange muss der Support halten.
Bei NVidia wird das mit den CS Treiber erfüllt.
"Und die ganz alten Karten (S3, TSENG, ATI Wonder whatever) werden auch aus dem OS Support ausgeschmissen, siehe neue X.ORG Versionen."
Die alten Xorg-Grafiktreiber werden erst dann herausgeschmissen, wenn es keine Maintainer mehr gibt. Sie werden nicht herausgeworfen, weil sie vielleicht zu alt wären.
Dieses Beispiel ist somit nicht mit den de facto eingestellten Legacytreibern (71er und 96er) vergleichbar, da es ja ganz bestimmt irgendwelche NVidia-Maintainer für diese alten Treiber gibt. IMO wäre das Maintainen ein Klacks für die Weltklasse-NVidia-Entwickler.
ATI macht was vor? Das freie ATI-Treiber trotz Offenlegung der Spezifikationen nicht richtig funktionieren?
Dann doch lieber einen unfreien (aber funktionierenden) Treiber von NVIDIA
Meine Erfahrung war eher umgekehrt. Frei und funktioniert oder unfrei und nur aufwändig zum Laufen bekommen...