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Mo, 25. Juni 2012, 15:02

Software::Spiele

Microsoft klassifiziert Spendenseite der FSF als Glücksspiel

Die Free Software Foundation hat sich in einem offenen Brief an Microsoft gegen die Klassifizierung von donate.fsf.org beschwert. Der Soft- und Hardwarehersteller listet die Spendenseite der Organisation in seiner Reputationsdatenbank unter »Glücksspiel« und sperrt damit Besucher zahlreicher Firmennetze aus.

John Sullivan

Free Software Foundation

John Sullivan

Wie John Sullivan, Geschäftsführer der Free Software Foundation, in einem offenen Brief schreibt, scheint die Micrososoft-eigene Reputationsdatenbank des MRS Portals den Unterschied zwischen einer Glücksspielseite und einer freien Organisation nicht zu kennen. Seit mindestens zehn Tagen listet die Datenbank die Spendenseite der FSF unter den Schlagwörtern »Technische Informationen«, »Shareware/Freeware« und »Glückspiel«. Während die beiden ersten Begriffe für Laien durchaus plausibel erscheinen, scheint vor allem die Klassifizierung unter »Glückspiel« nicht sonderlich sinnvoll zu sein. Auch Sullivan sieht in der Einsortierung ein Problem und schlägt deshalb vor, die Seite der FSF unter »Gemeinnütziges/Soziales/NGO« zu platzieren.

Das Problem der falschen Katalogisierung ist mitnichten Kosmetik. Gemäß des Einsatzzweckes der Datenbank nutzen viele Unternehmen den Dienst im Zuge des Microsofts Forefront Threat Management Gateway als Webfilter und blockieren damit Zugriffe auf unerwünschte Inhalte. Eine Einordnung der Spendenseite der FSF in der falschen – und in diesem Fall gar einer schädlichen – Kategorie versperrt deshalb zahlreichen Nutzern den Zugriff. Zwar lassen sich diese Einschränkungen beispielsweise durch Proxys umgehen, doch dies erfordere nicht nur Kenntnisse, sondern verstoße auch gegen die Richtlinien der Unternehmen.

Laut Sullivan habe die Organisation den Soft- und Hardwarehersteller bereits vor einer Woche auf den vor über 10 Tagen erstmalig gemeldeten Fehler aufmerksam gemacht. Auch zahlreiche Korrekturversuche direkt auf der Seite von Microsoft liefern bis heute keine zufriedenstellenden Resultate. Mit dem offenen Brief versucht die FSF deshalb, direkt über die Öffentlichkeit das Unternehmen auf das Problem aufmerksam zu machen. Bis es so weit ist, hat die Organisation allerdings die Spendenseite auf my.fsf.org/donate/ verlegt.

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Kommentare (Insgesamt: 19 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Au weia! (jim_beam, Di, 26. Juni 2012)
Re[8]: Ganz falsch liegt Microsoft nicht (InsGesichtDamit, Di, 26. Juni 2012)
Re[7]: Ganz falsch liegt Microsoft nicht (stevenklein, Di, 26. Juni 2012)
Re[6]: Ganz falsch liegt Microsoft nicht (norbo, Di, 26. Juni 2012)
Re: Wurde schon geändert (poi, Di, 26. Juni 2012)
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