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Do, 28. Juni 2012, 15:39

Software::Systemverwaltung

GRUB in Version 2.00 erschienen

Das GNU-Projekt hat den Bootloader GRUB 2.00 freigegeben. Diese enthält viele neue Funktionen gegenüber der ein Jahr alten Version 1.99.

Der GRand Unified Bootloader (GRUB) gehört wohl zu den bekanntesten freien Bootloadern für Linux. Einst als Ersatz für LILO im Zuge des GNU-Hurd-Projektes entwickelt, kommt kaum eine Distribution ohne ihn aus. Denn der modulare Bootloader unterstützt eine Reihe von Plattformen und bietet Funktionen, die in anderen Systemen vergeblich gesucht werden. Unter anderem kann GRUB über das Dateisystem auf die als Dateien gespeicherten Betriebssystemkerne zugreifen.

GRUB 2 ist im Gegensatz zu GRUB 0.x stark modular. Offiziell befand sich GRUB 2 seit über einem Jahr in der Betaphase, war jedoch längst stabil genug, um in vielen Distributionen eingesetzt zu werden. Mit der nun erfolgten Freigabe der Version 2.00 erhielt GRUB zahlreiche weitere Verbesserungen. Äußerlich macht sich das durch ein erstmals mitgeliefertes Standard-Theme für das grafische Menü (Starfield) bemerkbar. Das Menü lässt sich zudem in Untermenüs organisieren. Der Standard-Grafikmodus soll durch die Verwendung von EDID, wo möglich, besser ausgewählt werden.

Die neue Version enthält außerdem einen EHCI-Treiber sowie als weitere neue Treiber AHCI, serielle Treiber für ESCC, IEE1275 und EFI, Netzwerk-Stacks für BIOS, IEEE1275, EMU und EFI, in denen TFTP, HTTP und DNS implementiert sind, sowie VBE auf Coreboot. Neue Dateisysteme wurden ebenfalls implementiert, darunter Big-Endian mdraid, ExFAT, Minix3fs, RomFS und Squash4. Auch verschlüsselte Partitionen mit LUKS und GELI werden unterstützt. Dazu kamen eine Reihe von Disk-Formaten und Boot-Protokollen.

GRUB 2.00 unterstützt ferner neue Architekturen wie Fuloong2F, Fuloong2E, Itanium, ARCS (SGI-Rechner mit MIPS-Prozessoren) und MIPS im Emulator qemu. Die MIPS-Unterstützung gilt noch als experimentell.

Das Kommando grub-mount kann verwendet werden, um Dateisysteme mit Hilfe der GRUB-Dateisystem-Treiber und FUSE zu mounten. Einträge sind nun standardmäßig gegen Änderungen geschützt, sobald ein Superuser definiert ist. Die Möglichkeiten zum Debuggen des Bootloaders wurden verbessert. Die Übersetzungen wurden auf Unicode 6.0 aktualisiert.

Die in GRUB2 enthaltene Skriptsprache »GRUB Script« erhielt neue Variablen und die Möglichkeit und IDs zur Identifikation von Menüpunkten. Eine Liste aller Änderungen kann der Readme-Datei im Paket oder der Ankündigung entnommen werden. GRUB steht auf dem FTP-Server des GNU-Projektes zur Verfügung.

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