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Thema: Diablo 3: Verwirrung um angebliche Linux-Sperren

5 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von El Pollo Diablo am Mi, 4. Juli 2012 um 21:20 #

Warum ist Linux ein Bastelbetriebssystem?
Echt professionelle Programme gibt es fast immer (auch) für Linux. Nur Consumer-Software gibt es oft nur für Windows.

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    Von cybio am Do, 5. Juli 2012 um 07:29 #

    Kommerz. Soft- und Hardware Support, stabile APIs, Beständigkeit in den Technologien, Diversität.

    Ersteres: Sogut wie gar nicht vorhanden. Im besten Fall wird funktioniert es trotzdem irgendwie, darauf kann ich aber nicht setzen als Entscheidungsträger oder gar verlangen.
    Zweiteres: War schon immer so, hektische und kurzlebige Designentscheidungen zum teilideologisch begründet.
    Drittens: Man schaue sich mal nur den Desktop Bereich an, ein Auf und Ab.
    Viertens: Es ist nicht mal möglich ein Binary anzubieten, dass überall installiert werden kann und läuft.

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      Von El Pollo Diablo am Do, 5. Juli 2012 um 11:07 #

      Kommerz. Soft- und Hardware Support, stabile APIs, Beständigkeit in den Technologien, Diversität.
      Ersteres: Sogut wie gar nicht vorhanden. Im besten Fall wird funktioniert es trotzdem irgendwie, darauf kann ich aber nicht setzen als Entscheidungsträger oder gar verlangen.
      Stimmt nicht. Das bieten nur die meisten Community-Distributionen, die ständig neue Software aufnehmen nicht. Sie haben auch nicht diese Funktion. Stabile, beständige Technologien, sowie professionellen Support bekommt man bei den Enterprise-Distributionen. Professionelle, kommerzielle, proprietäre Software wird von den Herstellern meist nur für diese Distributionen zertifiziert und Support nur für diese angeboten.

      Zweiteres: War schon immer so, hektische und kurzlebige Designentscheidungen zum teilideologisch begründet.
      Woran denkst Du dabei? Möchte dem gar nicht widersprechen. Die Linux-System-Entwicklung ist viel mehr ein evolutionärer Entwicklungs-Prozess, als eine von oben herrab gelenkte, streng geplante Entwicklung. Vieles wird ausprobiert und wieder verworfen. Manches setzt sich durch und wird stabilisiert. Nur dies wird in die LTS- und Enterprise-Distributionen aufgenommen.

      Drittens: Man schaue sich mal nur den Desktop Bereich an, ein Auf und Ab.
      Schau Dir mal Windows8 an, da heulen auch alle. Und was machen die Firmen? Sie verwenden WinXP. Das am 20 Juni 2012 releaste RHLE6.3 kommt mit Gnome 2.28 (und Linux 2.6.32).

      Viertens: Es ist nicht mal möglich ein Binary anzubieten, dass überall installiert werden kann und läuft.
      Gäbe es mehrere Windowsdistributoren, würden Binaries auch nur auf einer einzelnen Windowsdistribution zuverlässig funktionieren. Die Eigenart Software und insbesondere Hardwaretreiber als Binaries zu vertreiben ist nur bei sehr geringer Systemvielfalt möglich und konnte sich nur aufgrund der monopolen Stellung des invarianten (es gibt nur eins) Windowsbetriebssystems etablieren.
      Tatsächlich sind die anpassbaren Kernelschnittstellen und der Distributionen ein enormer Vorteil. Sie sind der Grund für die Schlankheit und Geschwindigkeit des Systems. Windows beispielsweise muss, um zu alten Versionen kompatibel zu bleiben auch alten, schlechten Code im System behalten. Veraltete oder Schlechte APIs und ABIs können nicht überarbeitet werden. Seit Vista bricht Windows mit der Binärkompatiblität und hat einen Emulatior integriert. Ein Workaround, den Linux nicht nötig hat.
      Auch Mac-OS ist nur bedingt binärkompatibel. Da Apple aber auch gleichzeitig die Hardware zum System liefert, fällt der Bruch der ABI mit einer Änderung der angegebenen Hardwareanforderung zusammen. Somit denkt der Kunde sein Computer wäre zu schwach für die neue Softwareversion, doch in echt ist das Programm nicht kompatibel zu seiner Systemversion und eine neuere Systemversion wird nicht mehr für seine Hardware angeboten.
      Binaries sind logischer Weise bei keinem System über verschiedene Architekturen kompatibel.

      Doch sind bei Linux und MacOS, aber auch bei vielen anderen Systemen, die Sourcen des Systems und der Software (weitgehend) die selben. Es ist also das selbe System oder Programm, das auf einer anderen Architektur läuft. Anders bei Windows. Dort gibt es für jede Architektur ein völlig eigenes System - sie heissen nur alle Windows. Architekturübergreifend ist Windows also weder Binär- noch Sourcekompatibel.

      Das was Microsoft und Apple so professionell erscheinen lassen ist, dass sie ihre Nachteile nicht freizügig kommunizieren, sondern Workarounds anbieten oder durch Marketing geschickt verschleiern. Das ist Legitim. Doch sollte man als Beratender, oder Entscheidender von den realen Zuständen ein Bild haben und sich nicht von Marketing blenden lassen. Ständig neu auflodernde Flamewars über Desktops und GUIs sind kein Indikator für den verfahrenen Zustand von Linux, sondern gelebte Community.
      Mit den Enterprise-Distributionen gibt es absolut professionelle Linux-Systeme. Gut abgehangene Software mit professionelen Support und langer Pflege. Linux wird von so vielen Hard- und Softwareherstellern unterstützt - befindet sich also im Aufwind.

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      Von Mandragora am Do, 5. Juli 2012 um 11:47 #

      Viertens: Es ist nicht mal möglich ein Binary anzubieten, dass überall installiert werden kann und läuft.

      Klar geht das. Wie unter Windows halt auch ;P

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      Von Erdie am Fr, 6. Juli 2012 um 08:23 #

      Dein Kommentar zeugt von der Tatsache, dass Du Dich anscheinend auf die kleine Welt der Computerspiele beschränkst. Bei wirliche professionellen Dingen, also da, wo nicht nur der Anbieter, sondern auch der Kunde professionell arbeitet und mit der Software eine weiter Wertschöpfung betreibt, ist Linux teilweise die bevorzugte Plattform.

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