Ich habe Diablo 3 vom ersten Tag an gespielt. Grundsätzlich waren die Server von Anfang an Verfügbar, nur zu Peak-Zeiten gab es an den ersten Tagen die Probleme mit Überlastungen. Als arbeitender Mensch bin ich auch nur am Abend, sprich zu den Peak-Zeiten spielen. Am ersten Tag war es für mich unmöglich zu spielen. Doch bereits am 2. Tag war es möglich sich einzuloggen, auch wenn man es vielleicht ein paar mal versuchen musste.
Dass es Probleme gab ist unbestritten, aber "tagelang nicht spielen" ist weit übertrieben.
Genau die gleichen Statements und Argumente haben Studenten aus meinem Freundeskreis auch gebracht, die sich pünktlich um 0:01 Uhr in Diablo III mit einer 100MB Up / Down Leitung eingeloggt haben. Auch am Nachmittag des Release Tages, wo alle in TeamSpeak sitzen und von ca. 10 Personen 8 nicht zocken konnten, da die 16er Leitung von zu Hause es nicht gepackt hat, während die Studenten in Ihren Wohnheimen immer wieder blöd daher redeten "Wieso geht doch ... Ihr wisst schon, dass ihr die EU Server auswählen müsst ...".
De Fakto war es mir die ersten 3 Tage nicht möglich das Spiel zu spielen und wer was anderes sagt, der hatte entweder Glück, einen verdammt guten Ping oder redet hier mal wieder einiges schön. Ich konnte am 2. Tag nach dem Release mich auch einloggen und mich hat es jedes mal nach ca. 10 Minuten wieder gekickt, das ist für mich weit entfernt von "spielbar" ... "Server busy". Nicht umsonst hat Blizzard eine Abmahnung vom Verbraucherschutz bekommen!
Es gibt keinen Grund, warum eine 100er Leitung bei einem Onlinespiel einen Vorteil bringt, braucht das Spiel doch nur wenige KB/s. Ein guter Ping ist nötig, das stimmt. Allerdings immer, nicht nur am Release-Tag.
Der erste Tag war ein Reinfall, keine Frage, aber bereits ab dem 2. Tag war so gut wie alles normal. Der Verbraucherschutz hat sich hier lächerlich gemacht, sind doch nur diesen einen Tag gar keine Nachteile entstanden, das Spiel ist für mind. die nächsten 10 Jahre spielbar (außer etwas sehr ungewöhnliches passiert), und Blizzard hat nie eine 100%ige Uptime-Garantie ausgesprochen. Das die Downtime für einen ganzen Monat gleich am ersten Tag verwendet wurde war ungünstig, aber durchaus durch die vom Spieler akzeptierte EULA abgesichert.
Die Erwartungshaltung vieler Spieler fand ich sowieso etwas seltsam. Ein Spiel, von dem alle wussten das es ein enormer Erfolg wird, und dessen Server am ersten Tag direkt überrannt werden, musste man also unbedingt ab Minute 1 Spielen? Und erwartet dann auch noch, das dies ohne Probleme ablaufen wird? Das ist völlig unrealistisch, das ist so noch keinem Hersteller geglückt.
Selbst habe ich mir das Spiel (anders als mein Umfeld, daher kenne ich den Problemablauf, ohne darunter "gelitten" zu haben) erst an Tag 4 gekauft. Die Probleme waren vorhersehbar. Niemand "musste" sich diesen Stress aussetzen.
In solchen Fällen wie am 1. Tag hast du mit einem Ping von 5ms einfach die besseren Karten, fertig! Und so war es diesen besagten Personen auch möglich zu spielen, da die Anfrage schlicht und ergreifend schneller verarbeitet wird. Die Server waren ja nicht down, die waren einfach nur übervoll.
Ich drehe nun aber mal deine von dir angesprochene Thematik um: Die Erwartungshaltung von Blizzard bzgl. des Releases halte ich sowieso etwas seltsam. Ein Spiel, von dem alle wussten, dass es ein enormer Erfolg wird, und ohnehin bereits vorneweg Stresstests stattgefunden haben, kann doch nicht am 1. Tag nach Veröffentlichung nicht erreichbar sein, weil die Server überlastet sind. Für mich ist das, was Blizzard betreibt Gewinnmaximierung im höchsten Maße und wenn es sein muss, dann eben auch auf Kosten der Spielbarkeit. Wenn das für dich "in Ordnung" ist, dann mag das ja gut und schön sein, aber wenn ich 55,-€ für ein Spiel bezahle, dann kann ich erwarten, dass wenn mir schon der Online DRM ins Gesicht gedrückt wird, ich ab Tag 1 auch spielen kann.
Im Übrigen hat sich der Verbraucherschutz alles andere als lächerlich gemacht. Da geht es um weitaus mehr, nämlich u. a. auch um die Sicherheit, welche derzeit alles andere als rosig ist (ich sag nur, gehackte Accounts).
Zu guter letzt gilt noch zu sagen, dass diese s. g. "EULA" 's in den meisten Fällen nichts weiter als belanglose Niederschrift hier in der EU ist. Vieles wurde einfach aus den USA EULAs übersetzt mit der annahme "was hier gilt, gilt da drüben auch". Ich habe die EULA mir von Diablo III nicht bis ins Detail durchgelesen, aber ich denke wohl kaum, dass dort Dinge stehen wie "mit Offline Zeiten sind, egal in welchem Ausmaß, immer zu beachten" oder "der Nutzer ist _komplett_ selbst für die Sicherheit seines Accounts verantwortlich". Selbst wenn sowas der Fall sein sollte, dann kommt das zu Tragen, was ich bereits im ersten Satz zum Thema EULAs geschrieben hatte.
Wie dem auch sei, jeder so wie er denkt. Manche akzeptieren so wie es ist, dem Nächsten ist es egal und der Rest geht auf die Barikaden. Es ist von der Qualität her ein Blizzard typisches Spiel, was ich absolut positiv meine, aber die Wege, welche Blizzard nunmal in den letzten Jahren eingeschalgen hat, finde ich IMHO einfach weder kundenfreundlich noch gut ... auch wenn es wohl die Zukunft sein wird.
"In solchen Fällen wie am 1. Tag hast du mit einem Ping von 5ms einfach die besseren Karten, fertig! Und so war es diesen besagten Personen auch möglich zu spielen, da die Anfrage schlicht und ergreifend schneller verarbeitet wird. Die Server waren ja nicht down, die waren einfach nur übervoll."
Dieses Statement ergibt für mich immer noch keinen Sinn. Die Laufzeit der Aktionen ist an sich am ersten Tag nicht mehr oder weniger Relevant als an jedem anderen Tag. Wenn die Server überlastet sind, sind sie es für alle, ungeachtet des eigenen Pings. Wobei sich die Latenz im Spiel auch dadurch errechnet wird, wie schnell die Server die Anfragen sinnvoll verarbeiten. Es ist mehr als der Ping. Das kann also sehr unterschiedlich sein, selbst bei gleich guter Anbindung, je nachdem, wie ausgelastet der aktuell zuständige Server wirklich ist. Es ist ein Cluster, da können verschiedene Server unterschiedlich stark überlastet sein.
"Ein Spiel, von dem alle wussten, dass es ein enormer Erfolg wird, und ohnehin bereits vorneweg Stresstests stattgefunden haben, kann doch nicht am 1. Tag nach Veröffentlichung nicht erreichbar sein, weil die Server überlastet sind."
Es gab einen Stresstest mit den US Servern, bei dem Blizzard auch viele Erkenntnisse gewonnen hat. Der erste Tag des Stresstests verlief sehr schlecht, doch Blizzard optimierte nach. Jedoch ist auch ein Stresstest keine Garantie dafür, das an einem anderen Tag alles perfekt abläuft. Ich habe diesen Stresstest mitgemacht, und an 3 Tagen des Tests gespielt. Der letzte Tag lief sehr gut. Blizzard hatte dort, wie später beim Release, sehr schnell auf Probleme reagiert.
Das Hauptproblem in solchen Situationen ist die schiere Masse, die direkt auf so ein System aufschlägt. Webseiten wachsen oft Schrittweise, man kann langsam hochschrauben, D3 musste gleich von Sekunde 0 an Millionen Spieler verkraften. Da können auch kleine Fehler große Probleme machen.
Bitte? Dazu gab es selbst einen Artikel bei SPON ;P Ansonsten nahezu jedes Portal das sich mit Spiele befasst: Gamersglobal, Gamereport, Gamestar, PCGames, uvm. Dazu noch Heise, Golem. Mein RSS-Feeds die ich von denen habe sind voll davon. Von der Aufregung auf Youtube und in Podcasts will ich noch garnicht mal reden. Der "Fehler 37" ist schon legendär!
Welche News Portale haben das berichtet?
Ich habe Diablo 3 vom ersten Tag an gespielt. Grundsätzlich waren die Server von Anfang an Verfügbar, nur zu Peak-Zeiten gab es an den ersten Tagen die Probleme mit Überlastungen.
Als arbeitender Mensch bin ich auch nur am Abend, sprich zu den Peak-Zeiten spielen. Am ersten Tag war es für mich unmöglich zu spielen. Doch bereits am 2. Tag war es möglich sich einzuloggen, auch wenn man es vielleicht ein paar mal versuchen musste.
Dass es Probleme gab ist unbestritten, aber "tagelang nicht spielen" ist weit übertrieben.
Da sind wieder unsere Studenten ...
Genau die gleichen Statements und Argumente haben Studenten aus meinem Freundeskreis auch gebracht, die sich pünktlich um 0:01 Uhr in Diablo III mit einer 100MB Up / Down Leitung eingeloggt haben. Auch am Nachmittag des Release Tages, wo alle in TeamSpeak sitzen und von ca. 10 Personen 8 nicht zocken konnten, da die 16er Leitung von zu Hause es nicht gepackt hat, während die Studenten in Ihren Wohnheimen immer wieder blöd daher redeten "Wieso geht doch ... Ihr wisst schon, dass ihr die EU Server auswählen müsst ...".
De Fakto war es mir die ersten 3 Tage nicht möglich das Spiel zu spielen und wer was anderes sagt, der hatte entweder Glück, einen verdammt guten Ping oder redet hier mal wieder einiges schön. Ich konnte am 2. Tag nach dem Release mich auch einloggen und mich hat es jedes mal nach ca. 10 Minuten wieder gekickt, das ist für mich weit entfernt von "spielbar" ... "Server busy". Nicht umsonst hat Blizzard eine Abmahnung vom Verbraucherschutz bekommen!
Es gibt keinen Grund, warum eine 100er Leitung bei einem Onlinespiel einen Vorteil bringt, braucht das Spiel doch nur wenige KB/s. Ein guter Ping ist nötig, das stimmt. Allerdings immer, nicht nur am Release-Tag.
Der erste Tag war ein Reinfall, keine Frage, aber bereits ab dem 2. Tag war so gut wie alles normal. Der Verbraucherschutz hat sich hier lächerlich gemacht, sind doch nur diesen einen Tag gar keine Nachteile entstanden, das Spiel ist für mind. die nächsten 10 Jahre spielbar (außer etwas sehr ungewöhnliches passiert), und Blizzard hat nie eine 100%ige Uptime-Garantie ausgesprochen. Das die Downtime für einen ganzen Monat gleich am ersten Tag verwendet wurde war ungünstig, aber durchaus durch die vom Spieler akzeptierte EULA abgesichert.
Die Erwartungshaltung vieler Spieler fand ich sowieso etwas seltsam. Ein Spiel, von dem alle wussten das es ein enormer Erfolg wird, und dessen Server am ersten Tag direkt überrannt werden, musste man also unbedingt ab Minute 1 Spielen? Und erwartet dann auch noch, das dies ohne Probleme ablaufen wird? Das ist völlig unrealistisch, das ist so noch keinem Hersteller geglückt.
Selbst habe ich mir das Spiel (anders als mein Umfeld, daher kenne ich den Problemablauf, ohne darunter "gelitten" zu haben) erst an Tag 4 gekauft. Die Probleme waren vorhersehbar. Niemand "musste" sich diesen Stress aussetzen.
In solchen Fällen wie am 1. Tag hast du mit einem Ping von 5ms einfach die besseren Karten, fertig! Und so war es diesen besagten Personen auch möglich zu spielen, da die Anfrage schlicht und ergreifend schneller verarbeitet wird. Die Server waren ja nicht down, die waren einfach nur übervoll.
Ich drehe nun aber mal deine von dir angesprochene Thematik um: Die Erwartungshaltung von Blizzard bzgl. des Releases halte ich sowieso etwas seltsam. Ein Spiel, von dem alle wussten, dass es ein enormer Erfolg wird, und ohnehin bereits vorneweg Stresstests stattgefunden haben, kann doch nicht am 1. Tag nach Veröffentlichung nicht erreichbar sein, weil die Server überlastet sind.
Für mich ist das, was Blizzard betreibt Gewinnmaximierung im höchsten Maße und wenn es sein muss, dann eben auch auf Kosten der Spielbarkeit. Wenn das für dich "in Ordnung" ist, dann mag das ja gut und schön sein, aber wenn ich 55,-€ für ein Spiel bezahle, dann kann ich erwarten, dass wenn mir schon der Online DRM ins Gesicht gedrückt wird, ich ab Tag 1 auch spielen kann.
Im Übrigen hat sich der Verbraucherschutz alles andere als lächerlich gemacht. Da geht es um weitaus mehr, nämlich u. a. auch um die Sicherheit, welche derzeit alles andere als rosig ist (ich sag nur, gehackte Accounts).
Zu guter letzt gilt noch zu sagen, dass diese s. g. "EULA" 's in den meisten Fällen nichts weiter als belanglose Niederschrift hier in der EU ist. Vieles wurde einfach aus den USA EULAs übersetzt mit der annahme "was hier gilt, gilt da drüben auch". Ich habe die EULA mir von Diablo III nicht bis ins Detail durchgelesen, aber ich denke wohl kaum, dass dort Dinge stehen wie "mit Offline Zeiten sind, egal in welchem Ausmaß, immer zu beachten" oder "der Nutzer ist _komplett_ selbst für die Sicherheit seines Accounts verantwortlich". Selbst wenn sowas der Fall sein sollte, dann kommt das zu Tragen, was ich bereits im ersten Satz zum Thema EULAs geschrieben hatte.
Wie dem auch sei, jeder so wie er denkt. Manche akzeptieren so wie es ist, dem Nächsten ist es egal und der Rest geht auf die Barikaden. Es ist von der Qualität her ein Blizzard typisches Spiel, was ich absolut positiv meine, aber die Wege, welche Blizzard nunmal in den letzten Jahren eingeschalgen hat, finde ich IMHO einfach weder kundenfreundlich noch gut ... auch wenn es wohl die Zukunft sein wird.
"In solchen Fällen wie am 1. Tag hast du mit einem Ping von 5ms einfach die besseren Karten, fertig! Und so war es diesen besagten Personen auch möglich zu spielen, da die Anfrage schlicht und ergreifend schneller verarbeitet wird. Die Server waren ja nicht down, die waren einfach nur übervoll."
Dieses Statement ergibt für mich immer noch keinen Sinn. Die Laufzeit der Aktionen ist an sich am ersten Tag nicht mehr oder weniger Relevant als an jedem anderen Tag. Wenn die Server überlastet sind, sind sie es für alle, ungeachtet des eigenen Pings. Wobei sich die Latenz im Spiel auch dadurch errechnet wird, wie schnell die Server die Anfragen sinnvoll verarbeiten. Es ist mehr als der Ping. Das kann also sehr unterschiedlich sein, selbst bei gleich guter Anbindung, je nachdem, wie ausgelastet der aktuell zuständige Server wirklich ist. Es ist ein Cluster, da können verschiedene Server unterschiedlich stark überlastet sein.
"Ein Spiel, von dem alle wussten, dass es ein enormer Erfolg wird, und ohnehin bereits vorneweg Stresstests stattgefunden haben, kann doch nicht am 1. Tag nach Veröffentlichung nicht erreichbar sein, weil die Server überlastet sind."
Es gab einen Stresstest mit den US Servern, bei dem Blizzard auch viele Erkenntnisse gewonnen hat. Der erste Tag des Stresstests verlief sehr schlecht, doch Blizzard optimierte nach. Jedoch ist auch ein Stresstest keine Garantie dafür, das an einem anderen Tag alles perfekt abläuft.
Ich habe diesen Stresstest mitgemacht, und an 3 Tagen des Tests gespielt. Der letzte Tag lief sehr gut. Blizzard hatte dort, wie später beim Release, sehr schnell auf Probleme reagiert.
Das Hauptproblem in solchen Situationen ist die schiere Masse, die direkt auf so ein System aufschlägt. Webseiten wachsen oft Schrittweise, man kann langsam hochschrauben, D3 musste gleich von Sekunde 0 an Millionen Spieler verkraften. Da können auch kleine Fehler große Probleme machen.
Bitte? Dazu gab es selbst einen Artikel bei SPON ;P
Ansonsten nahezu jedes Portal das sich mit Spiele befasst: Gamersglobal, Gamereport, Gamestar, PCGames, uvm. Dazu noch Heise, Golem. Mein RSS-Feeds die ich von denen habe sind voll davon. Von der Aufregung auf Youtube und in Podcasts will ich noch garnicht mal reden. Der "Fehler 37" ist schon legendär!