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Do, 5. Juli 2012, 11:29

Software::Groupware

Ausblick auf Kolab 3.0

Die neue Version 3.0 von Kolab, die ursprünglich für Mai oder Juni geplant war, hat sich verzögert. Sie soll aber noch im Sommer erscheinen.

Web-Administrations-Oberfläche für Kolab 3.0

Aleksander Machniak

Web-Administrations-Oberfläche für Kolab 3.0

Kolab Systems, die Firma hinter dem Groupware-System Kolab, hatte schon im Mai angekündigt, einen mehr gemeinschaftsorientierten Entwicklungsansatz zu starten. Zugleich hatte sie Version 2.4 veröffentlicht, um die Wartezeit auf Version 3.0 zu verkürzen. Diese war ursprünglich spätestens für Juni geplant, doch das war zu optimistisch, wie Georg Greve, Geschäftsführer der Kolab Systems AG, jetzt einräumt. Schuld an der Verzögerung waren laut seinem Blog zahlreiche kleine Dinge. Die neue Version wurde von einem neuen Team erstellt, es war mehr Arbeit als vorausgesehen, es kam zu ungeplanten Unterbrechungen und aus der Gemeinschaft kam weniger Hilfe als erhofft.

Dennoch ist Kolab 3.0 nun fast fertig, und Greve gibt einen Ausblick auf die Neuheiten. Das XML-Format, in dem Kolab seine Daten verwaltet, wurde neu entworfen, doch kann Kolab 3.0 auch das alte Format noch lesen. Umgekehrt werden Clients dank der Erweiterung von libkolab mit beiden Formaten arbeiten können. Auch ein Migrationswerkzeug zum Umstieg von Kolab Version 2 auf 3 steht bereit.

Kolab 3 nutzt nicht mehr das Horde-Framework in Version 3, die veraltet ist. Infolgedessen wurde die Terminplanung neu geschrieben und soll dadurch wesentlich besser sein. Auch weiterhin soll es offline nutzbar sein. Das LDAP-Schema von Kolab wurde reduziert, wodurch die Integration in bestehende Verzeichnisdienste einfacher werden soll. Die Skalierbarkeit wurde verbessert, so dass tausende von Benutzern möglich sind.

Dass Kolab Systems die Umstellung auf einen mehr gemeinschaftsorientierten Entwicklungsansatz ernst meint, ist daran ersichtlich, dass das Unternehmen Torsten Grote als »Kolab Evangelist« einstellte, eine neue Gemeinschafts-Webseite startete und eine Menge Zeit in die Arbeit mit der Gemeinschaft investierte.

Weitere Neuerungen von Kolab 3.0 betreffen die Ressourcen-Verwaltung, die Webadministrations-Oberfläche und die neue Webmail-Anwendung Roundcube 0.7. Die Entwickler testeten außerdem die Verwendung von Akonadi auf dem Server. Sie waren laut Greve von den Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, begeistert, aber um Kolab schlank und für eingebettete Geräte geeignet zu halten, bleibt Akonadi vorerst optional.

Die Kolab-Entwickler treffen sich mit Owncloud-Entwicklern zu einem Sprint vom 23. bis 27. Juli in Berlin. Sie wollen gemeinsam an einer integrierten Cloud-Lösung für Unternehmen und Privatanwender arbeiten. Das soll es in absehbarer Zeit möglich machen, bei Anbietern seines Vertrauens billige Kolab/ownCloud Accounts zu erwerben. So muss man keinen eigenen Server einrichten, aber seine Daten auch nicht bei großen und möglicherweise nicht vertrauenswürdigen Anbietern ablegen.

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Kommentare (Insgesamt: 7 || Alle anzeigen || Kommentieren )
ich (Kolab und Owncloud ..., Mo, 9. Juli 2012)
Re[2]: Kontact für Windows (Torsten Grote, Mo, 9. Juli 2012)
Re: Kontact für Windows (Torsten Grote, Mo, 9. Juli 2012)
Re[2]: Kontact für Windows (tester, So, 8. Juli 2012)
Re: Kontact für Windows (nachbarnebenan, Fr, 6. Juli 2012)
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