So bedeutend ist die FSF nun auch wieder nicht. Wenn die Aufnahme in deren Liste mit Qualitätseinbußen verbunden ist, sollte Debian die Finger davon lassen. Die zusätzlichen Umstände bei der Installation nach der Entfernung der proprietären Firmware aus den Installationsmedien ist gerade schon Unfug genug!
> Die zusätzlichen Umstände bei der Installation nach der Entfernung der proprietären Firmware aus den Installationsmedien ist gerade schon Unfug genug!
Debian hat keine explizite Berechtigung, diesen Code zu vertreiben - also alssen sie es. Was ist daran unfug?
Ich hole mir auch keine explizite berechtigung um zu scheissen und trotzdem mach ichs, man kann ja sogar auswählen ob man nicht freie Software will, mehr freiheit geht ja wohl nicht oder? Der ganze bwl-juritik und lizenz-dreck bremst entwicklung aus und die die leiden sind die devs und die nutzer.
Von kaffeegespraech am Fr, 6. Juli 2012 um 13:29 #
Der Unterschied ist, daß niemand ein Patent auf das Defäkieren hält und Du damit keine Rechte Dritter verletzt, wenn Du den Donnerbalken aufsuchst.
Debian hat sich zum Ziel gesetzt, so frei wie möglich zu sein. Wem das nicht gefällt, der kann doch was anderes nehmen. Das ist dann Freiheit im besten Sinne.
(Am Rande bemerkt, ich nutze Debian selbst und habe meiner Grafikkarte zuliebe unfreie Firmware nachinstallieren müssen. Das war überhaupt kein Problem)
Bist du dir da mit dem patentieren sicher?? Es gibt sicher ein patent das entsorgung biologischen abfalls du dunkle löcher die sich danach luftdicht (in die eine richtung) verschliessen.
Zudem ist Debian frei, nur weil man während der installation die wahl hat etwas unfreies wie ein raidtreiber zu installieren ist sie noch lange nicht unfrei, der unterschied ist lächerlich klein ob man dies während der installation oder nach der installation macht (mit ausnahme für den user der kein funktionierendes raid hat, und schon gar nicht / darauf installieren konnte) ich verstehe das sich debian da sicher sein will und auch ein ziel hat, aber man muss immer schauen ob damit nicht zuviel luxus dem user genommen wird, squeeze war da akzeptabel mit den beiden, aber auch dort...die CD mit der unfreien Firmware kommt später und ist auch nicht auf neustem stand (selten zumindest)
Da Dein Vorredner das weiß, hat er auch mit vollster Absicht das Wörtchen "explizit" eingestreut. So als würden die nicht wenigen Hersteller bei Debian zu Kreuze kriechen und dessen Maintainern ausdrücklich noch einmal die schon kernel.org erteilte Erlaubnis zum Vertrieb der Kernelfirmware nochmals erteilen.
Diese Argumentation ist aber ohnehin nicht stichhaltig.
IMO geht es Debian gar nicht darum, eine Art "persönlicher" Erlaubnis zur Verteilung der unfreien Kernelfirmware in Debian Main zu erhalten, denn Debian würde diese unfreie Software auch dann nicht verteilen, wenn es diese explizite Erlaubnis hätte, weil das gegen das 100%-Gebot des Debian-Gesellschaftsvertrages verstößt, der vorschreibt, dass Debian nur ausschließlich freie Software einsetzen bzw. verteilen darf.
Es gibt offensichtlich nicht wenige Debianentwickler, für die geht Softwarefreiheit vor Benutzbarkeit, auch wenn dann z.B. ein Radeontreiber fast auf Vesa-Niveau zurückfällt, alle Videos nur noch mit Blaustich abspielt und dank ausgefallenem xv die CPU durch die Decke geht. Denn Radeon etwa ist ohne unfreie Kernelfirmware gerade auch auf einigermaßen neueren Radeonkarten praktisch unbrauchbar. Das Fehlen von 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung dank herausgerissener Kernelfirmware wirft die Nutzer direkt in eine Zeit noch vor 1995 zurück.
Es ist nur so, dass praktisch niemand solchen Leuten folgen wird. Wenn Debian bedeutungslos werden will, dann ist der in der News skizzierte Weg der genau richtige.
Bisher hatte dieses Tun keine solchen Konsequenzen, da die unfreie Kernelfirmware ruckzuck aus schon in Synaptic eingetragenen D e b i a n -Repos nachinstalliert werden kann. Sollte Debian dieses Ventil auch noch schließen, dann würde man einen großen Teil seiner Nutzerschaft verlieren. Genau dieses Ventilzusperren ist aber eine der Grundvoraussetzungen, um auf der besagten FSF-Liste zu landen. Viel Erfolg dabei, der Undertaker wartet schon.
Das Folgende ist eine Kurzzusammenfassung der FSF-Position zu Debian GNU/Linux: http://www.gnu.org/distros/common-distros "Warum andere Systeme nicht befürwortet werden"
(...)
"Debian GNU/Linux
Der Gesellschaftsvertrag von Debian gibt das Ziel an, Debian vollständig aus freier Software zu machen und hält unfreie Software gewissenhaft dem offiziellen Debian-System fern. Allerdings stellt Debian auch ein Paketarchiv mit unfreier Software bereit. Entsprechend dem Projekt ist diese Software nicht Bestandteil des Debian-Systems, aber das Paketarchiv wird auf vielen Hauptservern des Projekts gehostet und Nutzer können ohne weiteres etwas über die verfügbaren unfreien Pakete durch Debians Online-Paketdatenbank erfahren.
Es gibt auch ein contrib-Projektarchiv; die Pakete sind frei, aber einige laden separat verteilte proprietäre Programme. Auch das ist nicht sorgfältig genug von Debians Hauptdistribution getrennt.
Frühere Debian-Freigaben enthalten ebenfalls unfreie BLOBs mit Linux, dem Betriebssystemkern. Mit Freigabe von Debian 6.0 (Squeeze) im Februar 2011, wurden diese aus der Hauptdistribution in separate Pakete des unfreien Projektarchivs verschoben. Teilweise bleibt jedoch das Problem: in einigen Fällen empfiehlt das Installationsprogramm diese unfreien Firmware-Dateien für die Peripherie des Rechners."
Damit ist schon alles gesagt. Debian kann nur dann FSF-frei werden, wenn es die oben erwähnten Missstände beseitigt.
Gibt es hier auf pro-linux.de tatsächlich eine Mehrheit von Debiannutzern, die das befürworten würden, also contrib und non-free komplett verschwinden zu lassen? Ich möchte hierzu eine Pro-linux.de-Umfrage anregen.
Naja! Die FSF ist m.E. die wichtigste Organisation im Bereich freie Software. Keine andere ist so präsent in den Medien. Gerade beim Thema Secure Boot sieht man, wie wichtig auch die Kampagnen der FSF sind. Ich finde die Trennung der proprietären Firmware sehr gut. Wer Debian nutzt, dürfte in der Lage sein ggf. propr. Firmware zusätzlich einzubinden und im besten Fall benötigt man überhaupt keine. Debian ist eben nicht Ubuntu, deshalb benutze ich es. Wer sich freie Software nennt und sich als Gegenentwurf zur proprietären Welt positioniert, muss eben entsprechend handeln. Sonst müsste man auf der Website schreiben: "Debian ist ein (fast) freies Betriebssystem (OS) für Ihren Rechner (bitte lesen Sie das Kleingedruckte)."
Ich finde den spruch: "The Universal Operating System" so billig, Sie haben damit zwar absolut recht ABER universell hat einfach so ein billig nachgeschmack, für alles aber nirgend richtig gut.....aber debian kann einfach alles gut
Besser wäre: "THE Operating System" oder "Just a big bunch of THE best universal (oss) software"
So bedeutend ist die FSF nun auch wieder nicht. Wenn die Aufnahme in deren Liste mit Qualitätseinbußen verbunden ist, sollte Debian die Finger davon lassen. Die zusätzlichen Umstände bei der Installation nach der Entfernung der proprietären Firmware aus den Installationsmedien ist gerade schon Unfug genug!
die trennung war kein unfug. die sind ja auf debian nicht verboten und wems nicht passt der nimmt halt ne andere distri.
> Die zusätzlichen Umstände bei der Installation nach der Entfernung der proprietären Firmware aus den Installationsmedien ist gerade schon Unfug genug!
Debian hat keine explizite Berechtigung, diesen Code zu vertreiben - also alssen sie es. Was ist daran unfug?
Ich hole mir auch keine explizite berechtigung um zu scheissen und trotzdem mach ichs, man kann ja sogar auswählen ob man nicht freie Software will, mehr freiheit geht ja wohl nicht oder? Der ganze bwl-juritik und lizenz-dreck bremst entwicklung aus und die die leiden sind die devs und die nutzer.
Der Unterschied ist, daß niemand ein Patent auf das Defäkieren hält und Du damit keine Rechte Dritter verletzt, wenn Du den Donnerbalken aufsuchst.
Debian hat sich zum Ziel gesetzt, so frei wie möglich zu sein. Wem das nicht gefällt, der kann doch was anderes nehmen. Das ist dann Freiheit im besten Sinne.
(Am Rande bemerkt, ich nutze Debian selbst und habe meiner Grafikkarte zuliebe unfreie Firmware nachinstallieren müssen. Das war überhaupt kein Problem)
Bist du dir da mit dem patentieren sicher?? Es gibt sicher ein patent das entsorgung biologischen abfalls du dunkle löcher die sich danach luftdicht (in die eine richtung) verschliessen.
Zudem ist Debian frei, nur weil man während der installation die wahl hat etwas unfreies wie ein raidtreiber zu installieren ist sie noch lange nicht unfrei, der unterschied ist lächerlich klein ob man dies während der installation oder nach der installation macht (mit ausnahme für den user der kein funktionierendes raid hat, und schon gar nicht / darauf installieren konnte) ich verstehe das sich debian da sicher sein will und auch ein ziel hat, aber man muss immer schauen ob damit nicht zuviel luxus dem user genommen wird, squeeze war da akzeptabel mit den beiden, aber auch dort...die CD mit der unfreien Firmware kommt später und ist auch nicht auf neustem stand (selten zumindest)
Es geht hier um Firmware, da wird es mehr um Copyright gehen.
Selbst die Software-Patente dürften irrelevant sein, da kein kommerzieller Vertrieb betrieben wird.
Es hat auch nichts mit Patenten zu tun!!
Wenns danach ginge, dann müsste man wahrscheinlich die halbe Distribution einstampfen, da überall Patentfallen lauern.
Das stimmt doch gar nicht. Die meisten Firmware-Dateien sind explizit frei verteilbar, zumindest bei den größeren/seriöseren Hardwareherstellern.
Da Dein Vorredner das weiß, hat er auch mit vollster Absicht das Wörtchen "explizit" eingestreut. So als würden die nicht wenigen Hersteller bei Debian zu Kreuze kriechen und dessen Maintainern ausdrücklich noch einmal die schon kernel.org erteilte Erlaubnis zum Vertrieb der Kernelfirmware nochmals erteilen.
Diese Argumentation ist aber ohnehin nicht stichhaltig.
IMO geht es Debian gar nicht darum, eine Art "persönlicher" Erlaubnis zur Verteilung der unfreien Kernelfirmware in Debian Main zu erhalten, denn Debian würde diese unfreie Software auch dann nicht verteilen, wenn es diese explizite Erlaubnis hätte, weil das gegen das 100%-Gebot des Debian-Gesellschaftsvertrages verstößt, der vorschreibt, dass Debian nur ausschließlich freie Software einsetzen bzw. verteilen darf.
Es gibt offensichtlich nicht wenige Debianentwickler, für die geht Softwarefreiheit vor Benutzbarkeit, auch wenn dann z.B. ein Radeontreiber fast auf Vesa-Niveau zurückfällt, alle Videos nur noch mit Blaustich abspielt und dank ausgefallenem xv die CPU durch die Decke geht.
Denn Radeon etwa ist ohne unfreie Kernelfirmware gerade auch auf einigermaßen neueren Radeonkarten praktisch unbrauchbar. Das Fehlen von 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung dank herausgerissener Kernelfirmware wirft die Nutzer direkt in eine Zeit noch vor 1995 zurück.
Es ist nur so, dass praktisch niemand solchen Leuten folgen wird. Wenn Debian bedeutungslos werden will, dann ist der in der News skizzierte Weg der genau richtige.
Bisher hatte dieses Tun keine solchen Konsequenzen, da die unfreie Kernelfirmware ruckzuck aus schon in Synaptic eingetragenen
D e b i a n -Repos
nachinstalliert werden kann.
Sollte Debian dieses Ventil auch noch schließen, dann würde man einen großen Teil seiner Nutzerschaft verlieren.
Genau dieses Ventilzusperren ist aber eine der Grundvoraussetzungen, um auf der besagten FSF-Liste zu landen.
Viel Erfolg dabei, der Undertaker wartet schon.
Das Folgende ist eine Kurzzusammenfassung der FSF-Position zu Debian GNU/Linux:
http://www.gnu.org/distros/common-distros
"Warum andere Systeme nicht befürwortet werden"
(...)
"Debian GNU/Linux
Der Gesellschaftsvertrag von Debian gibt das Ziel an, Debian vollständig aus freier Software zu machen und hält unfreie Software gewissenhaft dem offiziellen Debian-System fern. Allerdings stellt Debian auch ein Paketarchiv mit unfreier Software bereit. Entsprechend dem Projekt ist diese Software nicht Bestandteil des Debian-Systems, aber das Paketarchiv wird auf vielen Hauptservern des Projekts gehostet und Nutzer können ohne weiteres etwas über die verfügbaren unfreien Pakete durch Debians Online-Paketdatenbank erfahren.
Es gibt auch ein contrib-Projektarchiv; die Pakete sind frei, aber einige laden separat verteilte proprietäre Programme. Auch das ist nicht sorgfältig genug von Debians Hauptdistribution getrennt.
Frühere Debian-Freigaben enthalten ebenfalls unfreie BLOBs mit Linux, dem Betriebssystemkern. Mit Freigabe von Debian 6.0 (Squeeze) im Februar 2011, wurden diese aus der Hauptdistribution in separate Pakete des unfreien Projektarchivs verschoben. Teilweise bleibt jedoch das Problem: in einigen Fällen empfiehlt das Installationsprogramm diese unfreien Firmware-Dateien für die Peripherie des Rechners."
Damit ist schon alles gesagt.
Debian kann nur dann FSF-frei werden, wenn es die oben erwähnten Missstände beseitigt.
Gibt es hier auf pro-linux.de tatsächlich eine Mehrheit von Debiannutzern, die das befürworten würden, also contrib und non-free komplett verschwinden zu lassen?
Ich möchte hierzu eine Pro-linux.de-Umfrage anregen.
Danke für die Anregung, ich habe es mal eingetragen. Hättest du natürlich auch selbst unter "Umfragen" machen können.
Nein, sie haben blos keinen Quellcode dafür!!
> So bedeutend ist die FSF nun auch wieder nicht.
Naja! Die FSF ist m.E. die wichtigste Organisation im Bereich freie Software. Keine andere ist so präsent in den Medien. Gerade beim Thema Secure Boot sieht man, wie wichtig auch die Kampagnen der FSF sind.
Ich finde die Trennung der proprietären Firmware sehr gut. Wer Debian nutzt, dürfte in der Lage sein ggf. propr. Firmware zusätzlich einzubinden und im besten Fall benötigt man überhaupt keine. Debian ist eben nicht Ubuntu, deshalb benutze ich es. Wer sich freie Software nennt und sich als Gegenentwurf zur proprietären Welt positioniert, muss eben entsprechend handeln. Sonst müsste man auf der Website schreiben:
"Debian ist ein (fast) freies Betriebssystem (OS) für Ihren Rechner (bitte lesen Sie das Kleingedruckte)."
Ich finde den spruch:
"The Universal Operating System" so billig, Sie haben damit zwar absolut recht ABER universell hat einfach so ein billig nachgeschmack, für alles aber nirgend richtig gut.....aber debian kann einfach alles gut
Besser wäre:
"THE Operating System"
oder
"Just a big bunch of THE best universal (oss) software"