Also, ich würde es auf jeden Fall begrüßen, wenn Debian diesen Schritt gehen würde. Ich weiß, einigen ist das alles viel zu politisch und die Zeiten der „political correctness“ sind nicht nur vorbei, sondern Leute die etwas aus Überzeugung tun und bereit sind daher auf etwas Komfort zu verzichten werden als Spinner bezeichnet. Trotz alledem: do it Debian!!!
Etwas Komfort ist gut. Da wird z.B. der Radeon-Treiber der eigenen, modernen Radeonkarte wegen fehlender, unfreier Kernelfirmware dazu degradiert, nur noch das Display aufleuchten zu lassen, 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung abzuschalten, und dann geht Debian in Version 7 auf der anderen Seite her und macht 3D-Gnome3 zum Standarddesktop.
Und Intel-Grafikchips zu empfehlen, macht auch nicht mehr so viel Sinn, so von wegen 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung würden unter Linux stets funktionieren. Der KMS-Inteltreiber für ältere Grafikchips (u.a. i865) ist mittlerweile so defekt, dass Debian dazu übergegangen ist, auf solchen Chips die 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung komplett abzuschalten und stattdessen Shadowfb "anzuschalten", damit der Rechner nicht permanent einfriert. Die Performance ist so grauenhaft, dass eine alte Geforce4MX im Nur-2D-Modus mit funktionierender EXA-Unterstützung um gefühlte 1000% schneller ist.
Aber Hauptsache, man handelt politisch korrekt, Inteltreiber zu fixen, das bleibt - verständlicherweise - außerhalb des eigenen Fokus. Realität interessiert da nicht so sehr, Politik ist wichtiger: Also beseitigt man lieber etwas Funktionierendes (z.B. Radeon mit unfreier Kernelfirmware), um es auf das nichtfunktionierende Niveau irgendwelcher zur Zeit teilweise defekten freien Treiber herunterzuziehen.
Die folgende Frage ist mehr als berechtigt: Warum bietet man einen derart kastrierten Grafiktreiber (Radeon ohne unfreie Kernelfirmware) überhaupt noch an? Das ist nichts anderes als das, was Suse früher u.a. mit MPlayer veranstaltet hat. Da das damalige MPlayerteam damit nicht einverstanden war, kam Suse dessen Wunsch nach und entfernte den suse-kastrierten MPlayer aus seiner Distro. Ich würde mir wünschen, dass AMD als eine Art "geistiger (Mit-)Vater des Radeontreibers" oder auch das Xorg-Radeon-Team gegenüber Debian und den ganzen FSF-Distros das Gleiche täten: IMO ist ein solchermaßen kastrierter Radeontreiber rufschädigend. Ich möchte Debian hiermit bitten, den Radeontreiber aus seiner Distribution herauszunehmen und einfach durch Vesa mit angeschaltetem Shadowfb zu ersetzen. Einen Performanceunterschied zwischen Vesa/Shadowfb und Radeon wird man auf diesem heruntergefrickelten Radeon-Niveau sowieso kaum noch wahrnehmen.
Vom technischen Stand her kann ich Dir bei nichts von dem was Du sagst widersprechen. Erstens habe ich mit den freien Radeon-Treibern bisher auch noch keine großen Erfolge erzielt und bin gleich auf Vesa umgestiegen und zweitens bin ich auch kein Freund von 3D-Gnome3.
Ich sehe auch ein, dass mein Wunsch nach einer komplett freien Distribution nicht Mehrheitsfähig ist, aber ich bin dankbar, dass auch bei einer so bedeutenden Distribution wie Debian wider solche Diskussionen geführt werden.
Ich finde allerdings diesen abwertenden Unterton gegenüber Leuten, die etwas aus Überzeugung tun, bzw. aus politischen Gründen, hier völlig unangebracht. Und das sage ich nicht, weil ich mir durch die Benutzung einer freien Distribution ein gutes Gewissen erkaufen will, sondern weil es einfach schön ist wirklich frei zu sein
Aber ich weiß, Freiheit kann mensch nicht erzwingen, gewissen Sachzwänge sprechen meist dagegen, aber solange es nur der Komfort ist
Dein Vorposter hat sich wohl persönlichen Ärger, den er bei der Benutzung dieser Grafikchips unter Debian hatte, von der Seele geschrieben.
Vermutlich hat er als Debiannutzer geglaubt, mit der Nutzung von radeon und intel unter Debian auf der sicheren Seite zu sein, ideologisch wie real. Weit gefehlt. Insbesondere Intel für alte Chipsätze ist mittlerweile ein Trauerspiel. Radeon aber braucht nur die Firmware aus Debian non-free, dann läuft es wie eine Eins. Radeon ohne diese Firmware, na ja, das für grauenhaft zu halten, ist wohl sehr treffend.
Man sieht auch an der obigen Intel-Treiberzustandsbeschreibung, wie pragmatisch Debian vorgeht. Intel mit Shadowfb ohne jede Hardwarebeschleunigung für i8xx-Grafikchips zum Standard zu machen, ist schon ganz schön heftig. Aber Hauptsache, Freezes bleiben aus und man kann damit arbeiten. Vesa funktioniert übrigens auch nicht immer, von daher ist die Intel-Shadowfb-Combo trotzdem sehr sinnvoll. Unter Mint ist das nicht anders.
Also, ich würde es auf jeden Fall begrüßen, wenn Debian diesen Schritt gehen würde. Ich weiß, einigen ist das alles viel zu politisch und die Zeiten der „political correctness“ sind nicht nur vorbei, sondern Leute die etwas aus Überzeugung tun und bereit sind daher auf etwas Komfort zu verzichten werden als Spinner bezeichnet. Trotz alledem:
do it Debian!!!
Etwas Komfort ist gut.
Da wird z.B. der Radeon-Treiber der eigenen, modernen Radeonkarte wegen fehlender, unfreier Kernelfirmware dazu degradiert, nur noch das Display aufleuchten zu lassen, 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung abzuschalten, und dann geht Debian in Version 7 auf der anderen Seite her und macht 3D-Gnome3 zum Standarddesktop.
Und Intel-Grafikchips zu empfehlen, macht auch nicht mehr so viel Sinn, so von wegen 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung würden unter Linux stets funktionieren. Der KMS-Inteltreiber für ältere Grafikchips (u.a. i865) ist mittlerweile so defekt, dass Debian dazu übergegangen ist, auf solchen Chips die 2D- und 3D-Hardwarebeschleunigung komplett abzuschalten und stattdessen Shadowfb "anzuschalten", damit der Rechner nicht permanent einfriert. Die Performance ist so grauenhaft, dass eine alte Geforce4MX im Nur-2D-Modus mit funktionierender EXA-Unterstützung um gefühlte 1000% schneller ist.
Aber Hauptsache, man handelt politisch korrekt, Inteltreiber zu fixen, das bleibt - verständlicherweise - außerhalb des eigenen Fokus. Realität interessiert da nicht so sehr, Politik ist wichtiger: Also beseitigt man lieber etwas Funktionierendes (z.B. Radeon mit unfreier Kernelfirmware), um es auf das nichtfunktionierende Niveau irgendwelcher zur Zeit teilweise defekten freien Treiber herunterzuziehen.
Die folgende Frage ist mehr als berechtigt:
Warum bietet man einen derart kastrierten Grafiktreiber (Radeon ohne unfreie Kernelfirmware) überhaupt noch an?
Das ist nichts anderes als das, was Suse früher u.a. mit MPlayer veranstaltet hat. Da das damalige MPlayerteam damit nicht einverstanden war, kam Suse dessen Wunsch nach und entfernte den suse-kastrierten MPlayer aus seiner Distro. Ich würde mir wünschen, dass AMD als eine Art "geistiger (Mit-)Vater des Radeontreibers" oder auch das Xorg-Radeon-Team gegenüber Debian und den ganzen FSF-Distros das Gleiche täten: IMO ist ein solchermaßen kastrierter Radeontreiber rufschädigend. Ich möchte Debian hiermit bitten, den Radeontreiber aus seiner Distribution herauszunehmen und einfach durch Vesa mit angeschaltetem Shadowfb zu ersetzen. Einen Performanceunterschied zwischen Vesa/Shadowfb und Radeon wird man auf diesem heruntergefrickelten Radeon-Niveau sowieso kaum noch wahrnehmen.
Vom technischen Stand her kann ich Dir bei nichts von dem was Du sagst widersprechen.
Erstens habe ich mit den freien Radeon-Treibern bisher auch noch keine großen Erfolge erzielt und bin gleich auf Vesa umgestiegen und zweitens bin ich auch kein Freund von 3D-Gnome3.
Ich sehe auch ein, dass mein Wunsch nach einer komplett freien Distribution nicht Mehrheitsfähig ist, aber ich bin dankbar, dass auch bei einer so bedeutenden Distribution wie Debian wider solche Diskussionen geführt werden.
Ich finde allerdings diesen abwertenden Unterton gegenüber Leuten, die etwas aus Überzeugung tun, bzw. aus politischen Gründen, hier völlig unangebracht.
Und das sage ich nicht, weil ich mir durch die Benutzung einer freien Distribution ein gutes Gewissen erkaufen will, sondern weil es einfach schön ist wirklich frei zu sein
Aber ich weiß, Freiheit kann mensch nicht erzwingen, gewissen Sachzwänge sprechen meist dagegen, aber solange es nur der Komfort ist
sG
Gokh
Dein Vorposter hat sich wohl persönlichen Ärger, den er bei der Benutzung dieser Grafikchips unter Debian hatte, von der Seele geschrieben.
Vermutlich hat er als Debiannutzer geglaubt, mit der Nutzung von radeon und intel unter Debian auf der sicheren Seite zu sein, ideologisch wie real. Weit gefehlt. Insbesondere Intel für alte Chipsätze ist mittlerweile ein Trauerspiel. Radeon aber braucht nur die Firmware aus Debian non-free, dann läuft es wie eine Eins. Radeon ohne diese Firmware, na ja, das für grauenhaft zu halten, ist wohl sehr treffend.
Man sieht auch an der obigen Intel-Treiberzustandsbeschreibung, wie pragmatisch Debian vorgeht. Intel mit Shadowfb ohne jede Hardwarebeschleunigung für i8xx-Grafikchips zum Standard zu machen, ist schon ganz schön heftig. Aber Hauptsache, Freezes bleiben aus und man kann damit arbeiten. Vesa funktioniert übrigens auch nicht immer, von daher ist die Intel-Shadowfb-Combo trotzdem sehr sinnvoll. Unter Mint ist das nicht anders.