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Mo, 9. Juli 2012, 11:17

Software::Kommunikation

Mozilla fährt Thunderbird-Engagement zurück

Mozilla hat das Entwicklungspotential für Thunderbird für ausgereizt erklärt und will durch das Rückfahren der Thunderbird-Unterstützung freiwerdende Ressourcen künftig sinnvoller einsetzen.

Mozilla

Laut einem Blog-Eintrag hat Mozillas Thunderbird Manager Jb Piacintino in einem eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Brief an die Mozilla-Entwickler angekündigt, die Unterstützung für Thunderbird zu kürzen. Inzwischen hat Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla-Foundation, zu Piacintinos Brief Stellung genommen. Darin äußerte Baker unter anderem auch eine gewisse Enttäuschung über die mäßige Unterstützung der Gemeinschaft, denn abgesehen von vielen fleißigen Teams, die sich um das Übersetzen der Programm-Oberfläche in ihre jeweiligen Sprachen gekümmert hätten, habe es kaum eine intensive Mitarbeit gegeben.

Angesichts der Tatsache, dass derzeit rund 20 Millionen Anwender täglich Thunderbird nutzen, erklärt Mozilla den aktuell erreichten Funktionsumfang für ausgereizt und zufriedenstellend. Da zudem ohnehin die meisten Nutzer in Zukunft ihren E-Mail-Zugriff webbasiert erledigen, sei es für Mozilla eine natürliche und folgerichtige Entscheidung, den Fokus für Thunderbird nur noch auf das Gewährleisten der Stabilität zu legen. Weitere Innovationen werde es eher bei anderen Produkten der Mozilla-Familie geben.

Eine vorerst letzte neue Version von Thunderbird mit Langzeitunterstützung (Extended Support Release, ESR) ist für November 2012 geplant. Diese schließt auch für die Dauer von einem Jahr im Rhythmus von sechs Wochen veröffentlichte Sicherheitsupdates ein, welche auch für das normale Thunderbird gelten. Aus den zitierten Briefen und Stellungnahmen geht allerdings nicht hervor, ob es nach November 2013 noch Sicherheits-Updates für Thunderbird geben soll.

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