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Mo, 9. Juli 2012, 18:05

Software::Desktop::KDE

KDE: Qt-Bibliothek hat Zukunft

Das KDE-Projekt hat sein Engagement für und mit der Qt-Bibliothek bekräftigt. Es tritt damit Befürchtungen entgegen, dass die Zukunft von Qt unsicher sei.

KDE

Solche Befürchtungen waren im Juni aufgekommen, nachdem berichtet wurde, dass Nokia die Einstellung der Linux-Plattform Meltemi plane. Damit hätte Nokia keinen Bedarf mehr für Qt. Das KDE-Projekt stellt nun klar, dass für den Fall, dass Nokia ausfällt, bereits vorgesorgt ist.

KDE will auf jeden Fall weiter auf Qt aufbauen und mit den Entwicklern und Copyright-Haltern von Qt kooperieren. Qt sei das beste verfügbare Entwickler-Toolkit, schreibt das Projekt. Das Interesse von KDE beschränkt sich allerdings auf die freie Version von Qt, die vom Qt-Projekt getragen wird. Zu Qt kann jeder beitragen und die Leitung des Projekts kommt aus der Gemeinschaft. Daher sieht KDE die Zukunft von Qt als gesichert.

Die größte Gefahr für Qt dürfte die Fragmentation sein, falls Entwickler sich von Qt abspalten und eigene Versionen entwickeln. Dieser Gefahr wollen die KDE-Entwickler durch aktive Beteiligung an Qt, wie sie bereits stattfindet, entgegenwirken. Dank stetiger Innovationen soll kein Anreiz entstehen, einen Fork von Qt vorzunehmen.

Ein Auseinanderdriften der freien und der kommerziellen Version von Qt kann dagegen ausgeschlossen werden, weil KDE und Nokia bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen haben. Unter den Bedingungen der KDE Free Qt Foundation ist Nokia laut KDE verpflichtet, Qt weiterzuentwickeln. Sollte Nokia Qt abgeben, wäre der neue Besitzer zur Weiterentwicklung verpflichtet. Sobald diese Pflicht vernachlässigt wird, erhält das KDE-Projekt Qt unter den Bedingungen der BSD-Lizenz.

Im Rahmen der Entwicklung der KDE Frameworks 5 werden die KDE-Bibliotheken teils neu geschrieben und zu Erweiterungen der Qt-Bibliothek. Die Verzahnung zwischen KDE und Qt wird wohl noch enger, und zahlreiche KDE-Entwickler werden weiter zu Qt beitragen. KDE plant sogar, dieses Engagement auszuweiten und die technologische Lücke zwischen Qt und den KDE-Bibliotheken zu schließen.

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