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Di, 10. Juli 2012, 15:00

Software::Distributionen::Univention

Univention stellt Corporate Desktop ein

Die Weiterentwicklung von Univention Corporate Desktop (UCD) wird laut einer Ankündigung von Univention eingestellt, da die Akzeptanz hinter den Erwartungen zurückblieb.

Univention Corporate Desktop hat, so der Distributor, als klassisches Linux-Desktop-System im Gegensatz zu den Univention-Serverprodukten im Unternehmens- und Behördenumfeld nicht die erhoffte Verbreitung gefunden. Und auch für die Zukunft erwartet Univention eher Zuwachs im Bereich von mobilen Geräten, webbasierten Anwendungen und Bring-Your-Own-Device-Konzepten.

Univention stellt deswegen eine neue Strategie für den Betrieb und das Management Linux-basierter Desktops vor. Das Unternehmen wird die Weiterentwicklung eines eigenen Desktop-Systems einstellen und sich stattdessen auf die Unterstützung der am Markt verbreiteten Linux-Desktop-Distributionen konzentrieren. Im ersten Schritt wird dazu die im Juli erscheinende UCS-Version 3.0-2 Unterstützung für den Betrieb von Ubuntu bzw. Kubuntu enthalten. Im Wiki von Univention findet man bereits jetzt eine Beschreibung der Integration von Ubuntu in eine UCS-Domäne.

Univention sieht dagegen eine steigende Nachfrage nach vollständig verwalteten und hinsichtlich des Funktionsumfangs klar definierten Client-Systemen wie Thin Clients oder Kiosk-Systemen. Das bisher für diesen Zweck entwickelte Produkt UCS Thin Client Services wird deswegen durch das neue Produkt »Univention Corporate Client« ersetzt. Dieser auf der Basis von Ubuntu aufsetzende Nachfolger soll sich durch verbesserte Hardwarekompatibilität, bessere Anpassbarkeit und vollständige Verwaltbarkeit auszeichnen. Univention hat den Corporate Client für das vierte Quartal dieses Jahres angekündigt.

Peter Ganten, Geschäftsführer von Univention: »Der Verzicht auf die Weiterentwicklung eines eigenen Client-Betriebssystems gibt uns darüber hinaus die Möglichkeit, zukünftig mehr Ressourcen in die Unterstützung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets zu investieren.« Die Unterstützung für UCD läuft trotzdem noch bis zum 31. Dezember 2013.

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