> Dachte immer, dass es international sei. Aber irgendwie ist außer Deutschland kaum was drauf.
Eventuell weißt du es nur nicht besser, aber ich möchte diese Falschaussage einfach nicht unkommentiert stehen lassen.
Deutschland ist sicherlich (im Großen und Ganzen) sehr gut erschlossen, aber auch andere Länder sind schon bemerkenswert detailliert gemapped. Zum Beispiel war ich in diesem Jahr in Italien in einem kleinen Ort (~ 1500 Einwohner + noch einmal so viele Feriengäste in der Hauptsaison).
Mein Navigationsgerät kannte dort nur die Hauptstraße (Kartenmaterial 2 Jahre alt), selbst wenn der Straßensverlauf meist eingezeichnet war. Allerdings wurde häufiger mal ein schmaler Fußweg (1,5m breit, unbefestigt) wie eine normale Straße dargestellt.
Google Maps war schon besser, enthält aber ebenfalls viele Straßen nicht bzw. rendert sie missverständlich.
Zum Glück hatte ich OSM-Karten dabei: Alle Straßennamen waren korrekt bezeichnet, selbst wenn bei einigen Straßen zum Strand keine Detailangaben zur Oberflächenbeschaffenheit vermerkt war (unbefestigte Schlaglochpisten). Dank OSM habe ich unser Feriendomizil problemlos gefunden.
Seit meinem Urlaub sind im Ort Dutzende Häuser mit Hausnummern eingezeichnet, die Straßendetails habe ich ebenso ergänzt. Zusätzlicher Aufwand: ca. ein halber Tag.
Man kann also auf keinen Fall sagen, dass es ein rein deutsches Projekt sei.
Das ist das Problem von OSM. Es kommen ständig neue Daten hinzu. Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen.
> Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit Übrigens ein generelles Open Source Problem. Deswegen ist Linux auf dem Desktop auch keine Konkurrenz für Windows, und wird den Durchbruch auch niemals schaffen.
Deswegen ist Linux auf dem Desktop auch keine Konkurrenz für Windows, und wird den Durchbruch auch niemals schaffen.
Gottseidank - sonst wären hier nur noch Vollpfosten wie Du rumhängen.
Im übrigen - Du meinst "Linux auf dem Desktop". Es gibt aber auch noch eine Welt jenseits Deines Tellerrands, in der Windows nie Linux einholen konnte. Das halbe Internet basiert auf Linux- Kisten, und auf Grossrechnern liegt der Windows- Anteil bestenfalls im einstelligen Prozentbereich.
Der Durchbruch für Linux ist auf dem "Desktop" ist längst geschafft. Spätestens mit Android-Tabletts denen M$ bis heute nichts entgegenzusetzen hat. Bei mir kommt schin seit mehr als 10 Jahren nix anderes mehr drauf.
> Spätestens mit Android-Tabletts... Tablets sind reine Unterhaltungsgeräte. Mit "Desktop" haben die Teile wenig gemein. Im übrigen gibt hier alleine ein großes Unternehmen die Richtung vor und sorgt dafür, dass auch die langweilige Fleißarbeit gemacht wird. Die Community hat bei der Entwicklung von Android nichts zu melden. Google kann halt keine Frickler gebrauchen, die ständig neue Baustellen aufreißen um sich selbst zu verwirklichen (siehe KDE).
> denen M$ bis heute nichts entgegenzusetzen hat Zumindest bekommt Windows Phone gerade im professionellem Bereich immer sehr gute Kritiken. Ich habe auch keinen Zweifel daran, dass Surface mit Windows 8 einem Android System ebenbürtig ist.
> Bei mir kommt schin seit mehr als 10 Jahren Ich nutze Linux seit Anfang 1999.
> nix anderes mehr drauf. So fanatisch bin ich nicht. Seit einigen Jahren ist Windows wieder mein Hauptsystem.
P.S. Tabletts machen für sehr viele Personen (nicht für alle) alles was sie von einem Computer wollen. Inder-Net, ein bisserl spielen und zur Not auch mal nen Briefchen schreiben.
So fanatisch bin ich nicht. Seit einigen Jahren ist Windows wieder mein Hauptsystem.
Schön, dass Du mit Windows zufrieden bist. Warum Du aber alle anderen, die nicht Windows nutzen und ebenfalls zufrieden sind, als Fanatiker titulierst, will sich mir nicht erschließen.
Vorgestern Nachmittag auf dem Heimweg von der Arbeit kam mir eine Frau mit so einem hässlichen kleinen Pekinesen entgegen. Der Pekinese hat an der Leine gezerrt, mich angekläfft und die Zähne gefletscht wie ein ganz großer. Eigentlich witzig, denn währe die Leine nicht gewesen, dann hätte ich ihm einfach einen leichten Tritt verpasst und er währe drei Meter weit geflogen.
> Das ist das Problem von OSM. > Es kommen ständig neue Daten hinzu. > Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen.
Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht. Einfach mal anschauen, mit welcher Hingabe Leute darüber diskutieren, wie man einzelne Parkplätze am besten einzeichnet. Baustellen-Ampeln sind oft wenige Tage nach der Aufstellung eingezeichnet und werden entfernt, sobald die Baustelle weg ist.
Gerade dort, wo sich lokale Mapper um "ihr" Gebiet kümmern, findet viel Pflege statt.
> Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht. Ich bin jedes Jahr über 10000km mit dem Fahrrad unterwegs. Meist offroad und teilweise auch im Ausland. Die Routen plane ich mit OSM Material, außerdem habe ich immer die aktuelle OpenMTBMap auf meinem Garmin dabei. Und ich kann dir sagen dieses Problem existiert definitiv! Regelmäßig muss ich Umwege fahren, weil Wege falsch klassifiziert sind / nicht mehr befahrbar sind. Das Einstellen von Fehlern bei OSMBugs habe ich längst aufgegeben, weil sich meist eh keiner drum kümmert.
> Einfach mal anschauen, mit welcher Hingabe Leute darüber diskutieren, > wie man einzelne Parkplätze am besten einzeichnet. Ja, genau wegen solcher "Diskussionen" hat ein ziemlich aktiver Kollege von mir letztlich entnervt aufgegeben und seine Arbeit an OSM eingestellt.
> Gerade dort, wo sich lokale Mapper um "ihr" Gebiet kümmern, findet viel Pflege statt. Das stimmt, die OSM Qualität variiert lokal ganz extrem.
> Ja, ich weiß, ich soll keine Trolle füttern. Typische "Community"-Reaktion auf Kritik. Hier auf PL könnt ihr euch gerne auf diese Weise gegenseitig was vormachen. Denk aber daran, dass das nur hier in eurem selbst erschaffenen Mikrokosmos funktioniert. Draußen gelten andere Kriterien.
>> Ja, ich weiß, ich soll keine Trolle füttern. > Typische "Community"-Reaktion auf Kritik. > Hier auf PL könnt ihr euch gerne auf diese Weise gegenseitig was > vormachen. Denk aber daran, dass das nur hier in eurem selbst > erschaffenen Mikrokosmos funktioniert. Draußen gelten andere Kriterien.
Ich will niemandem etwas vormachen und deine Kritik ist auch substantiiert, so dass ich mich damit gerne auseinandersetze. Nur mal der OP als Vergleich: "Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen."
Das ist Blödsinn, weil es eben gerade bei OSM viele Leute gibt, die Fleißarbeit machen.
Die Karten sind nicht annähernd perfekt oder "gut" (nach bestimmten Maßstäben von "gut"). Kommerzielle Karten legen ihren Schwerpunkt oft auf Autonavigation und mappen gerade Gebiete mit hoher kommerzieller Relevanz/Bevölkerungsdichte sehr gut. Bei OSM hängt es davon ab, ob eben gerade ein Mapper sich für die Gegend interessiert, alles richtig.
> Das Einstellen von Fehlern bei OSMBugs habe ich längst aufgegeben, weil sich meist eh keiner drum kümmert.
Mit OSMBugs habe ich mich nie beschäftigt. Ich korrigiere Fehler direkt in JOSM und gut ists. Wie bei allen Open Source-Projekten ist "einfach machen" häufig die bessere Strategie.
> Ich bin jedes Jahr über 10000km mit dem Fahrrad unterwegs. Meist > offroad und teilweise auch im Ausland. > Die Routen plane ich mit OSM Material, außerdem habe ich immer die > aktuelle OpenMTBMap auf meinem Garmin > dabei.
Offenbar ist OSM also gut genug, dass du es kommerziellen Angeboten vorziehst oder zumindest zusätzlich verwendest. Wenn "niemand" Bock auf Datenpflege hätte, würde das wohl anders aussehen.
Und jetzt noch ein "mea culpa" von mir - ich schrieb "Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht"
Das ist natürlich auch nicht ganz richtig. Ich wollte eher etwas in der Richtung schreiben wie: "Gerade bei OSM werden Daten im Allgemeinen schon gepflegt." Datenpflege ist immer ein Problem, aber bei OSM wird es schon gemacht - nur eben nicht von oben koordiniert oder nach einer zentralen Strategie.
> Offenbar ist OSM also gut genug, dass du es kommerziellen Angeboten vorziehst Ja, natürlich. ich habe auch nicht gesagt, dass OSM schlecht ist. Ich habe lediglich ein Problem das ich sehe benannt.
An vielen Orten werden ja mittlerweile sogar schon die Hydranten und Mülleimer gemappt weil sonst nichts mehr zu tun ist. Aber wer prüft in Zukunft regelmäßig, ob die Mülleimer auch alle noch da sind?
Gleichzeitig sind außerhalb von Ballungsgebieten und beliebten Freizeitzielen oft alle Offroad-Wege vom geteertem Feldweg bis zum zugewuchertem Trampelpfad einfach als "Track" klassifiziert.
Wie kann man bei OpenStreetMap den Datenmüll in Form von verunglückten GPS-Tracks entsorgen? In manchen Gegenden haben wohl irgendwelche Leute ihren GPS-Empfänger in der Hosentasche gehabt und ihre unbrauchbare Trackaufzeichnung zu OpenStreetMap gekippt. Nun laufen die Tracks quer über die Häuser und auf manchen Häusern ist ein ganzer Knäul von GPS-Punkten.
Es gibt auch noch Merkaartor [1], einen Qt-basierten OSM-Editor, der mittlerweile auch recht ausgereift ist.
[1] http://www.merkaartor.be/
> http://www.merkaartor.be/
In Anlehnung an den aktuellen Artikel (Trac statt CRM):
Das ist Redmine.
Ist OSM ein deutsches Projekt?
Dachte immer, dass es international sei. Aber irgendwie ist außer Deutschland kaum was drauf.
Grüße
theuserbl
> Dachte immer, dass es international sei. Aber irgendwie ist außer Deutschland kaum was drauf.
Eventuell weißt du es nur nicht besser, aber ich möchte diese Falschaussage einfach nicht unkommentiert stehen lassen.
Deutschland ist sicherlich (im Großen und Ganzen) sehr gut erschlossen, aber auch andere Länder sind schon bemerkenswert detailliert gemapped. Zum Beispiel war ich in diesem Jahr in Italien in einem kleinen Ort (~ 1500 Einwohner + noch einmal so viele Feriengäste in der Hauptsaison).
Mein Navigationsgerät kannte dort nur die Hauptstraße (Kartenmaterial 2 Jahre alt), selbst wenn der Straßensverlauf meist eingezeichnet war. Allerdings wurde häufiger mal ein schmaler Fußweg (1,5m breit, unbefestigt) wie eine normale Straße dargestellt.
Google Maps war schon besser, enthält aber ebenfalls viele Straßen nicht bzw. rendert sie missverständlich.
Zum Glück hatte ich OSM-Karten dabei: Alle Straßennamen waren korrekt bezeichnet, selbst wenn bei einigen Straßen zum Strand keine Detailangaben zur Oberflächenbeschaffenheit vermerkt war (unbefestigte Schlaglochpisten). Dank OSM habe ich unser Feriendomizil problemlos gefunden.
Seit meinem Urlaub sind im Ort Dutzende Häuser mit Hausnummern eingezeichnet, die Straßendetails habe ich ebenso ergänzt. Zusätzlicher Aufwand: ca. ein halber Tag.
Man kann also auf keinen Fall sagen, dass es ein rein deutsches Projekt sei.
Das ist das Problem von OSM.
Es kommen ständig neue Daten hinzu.
Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen.
> Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit
Übrigens ein generelles Open Source Problem.
Deswegen ist Linux auf dem Desktop auch keine Konkurrenz für Windows, und wird den Durchbruch auch niemals schaffen.
Deswegen ist Linux auf dem Desktop auch keine Konkurrenz für Windows, und wird den Durchbruch auch niemals schaffen.
Gottseidank - sonst wären hier nur noch Vollpfosten wie Du rumhängen.
Im übrigen - Du meinst "Linux auf dem Desktop". Es gibt aber auch noch eine Welt jenseits Deines Tellerrands, in der Windows nie Linux einholen konnte. Das halbe Internet basiert auf Linux- Kisten, und auf Grossrechnern liegt der Windows- Anteil bestenfalls im einstelligen Prozentbereich.
Der Durchbruch für Linux ist auf dem "Desktop" ist längst geschafft. Spätestens mit Android-Tabletts denen M$ bis heute nichts entgegenzusetzen hat. Bei mir kommt schin seit mehr als 10 Jahren nix anderes mehr drauf.
> Spätestens mit Android-Tabletts...
Tablets sind reine Unterhaltungsgeräte. Mit "Desktop" haben die Teile wenig gemein.
Im übrigen gibt hier alleine ein großes Unternehmen die Richtung vor und sorgt dafür, dass auch die langweilige Fleißarbeit gemacht wird.
Die Community hat bei der Entwicklung von Android nichts zu melden. Google kann halt keine Frickler gebrauchen, die ständig neue Baustellen aufreißen um sich selbst zu verwirklichen (siehe KDE).
> denen M$ bis heute nichts entgegenzusetzen hat
Zumindest bekommt Windows Phone gerade im professionellem Bereich immer sehr gute Kritiken.
Ich habe auch keinen Zweifel daran, dass Surface mit Windows 8 einem Android System ebenbürtig ist.
> Bei mir kommt schin seit mehr als 10 Jahren
Ich nutze Linux seit Anfang 1999.
> nix anderes mehr drauf.
So fanatisch bin ich nicht. Seit einigen Jahren ist Windows wieder mein Hauptsystem.
"Zumindest bekommt Windows Phone gerade im professionellem Bereich immer sehr gute Kritiken."
Du meinst übersetzt "wenn für die Kritik bezahlt wurde"
Eine gekaufte MS-Kritik ist sicher immer noch neutraler als dein voreingenommenes Geschreibsel hier.
P.S. Tabletts machen für sehr viele Personen (nicht für alle) alles was sie von einem Computer wollen. Inder-Net, ein bisserl spielen und zur Not auch mal nen Briefchen schreiben.
Schön, dass Du mit Windows zufrieden bist. Warum Du aber alle anderen, die nicht Windows nutzen und ebenfalls zufrieden sind, als Fanatiker titulierst, will sich mir nicht erschließen.
Vorgestern Nachmittag auf dem Heimweg von der Arbeit kam mir eine Frau mit so einem hässlichen kleinen Pekinesen entgegen.
Der Pekinese hat an der Leine gezerrt, mich angekläfft und die Zähne gefletscht wie ein ganz großer.
Eigentlich witzig, denn währe die Leine nicht gewesen, dann hätte ich ihm einfach einen leichten Tritt verpasst und er währe drei Meter weit geflogen.
Du erinnerst mich frappierend an diese Töle.
Und was hat das mit OSM oder Linux zu tun?
Oder hast du den Weg in OSM ergänzt
> Das ist das Problem von OSM.
> Es kommen ständig neue Daten hinzu.
> Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen.
Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht. Einfach mal anschauen, mit welcher Hingabe Leute darüber diskutieren, wie man einzelne Parkplätze am besten einzeichnet. Baustellen-Ampeln sind oft wenige Tage nach der Aufstellung eingezeichnet und werden entfernt, sobald die Baustelle weg ist.
Gerade dort, wo sich lokale Mapper um "ihr" Gebiet kümmern, findet viel Pflege statt.
PS: Ja, ich weiß, ich soll keine Trolle füttern.
> Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht.
Ich bin jedes Jahr über 10000km mit dem Fahrrad unterwegs. Meist offroad und teilweise auch im Ausland.
Die Routen plane ich mit OSM Material, außerdem habe ich immer die aktuelle OpenMTBMap auf meinem Garmin dabei.
Und ich kann dir sagen dieses Problem existiert definitiv!
Regelmäßig muss ich Umwege fahren, weil Wege falsch klassifiziert sind / nicht mehr befahrbar sind.
Das Einstellen von Fehlern bei OSMBugs habe ich längst aufgegeben, weil sich meist eh keiner drum kümmert.
> Einfach mal anschauen, mit welcher Hingabe Leute darüber diskutieren,
> wie man einzelne Parkplätze am besten einzeichnet.
Ja, genau wegen solcher "Diskussionen" hat ein ziemlich aktiver Kollege von mir letztlich entnervt aufgegeben und seine Arbeit an OSM eingestellt.
> Gerade dort, wo sich lokale Mapper um "ihr" Gebiet kümmern, findet viel Pflege statt.
Das stimmt, die OSM Qualität variiert lokal ganz extrem.
> Ja, ich weiß, ich soll keine Trolle füttern.
Typische "Community"-Reaktion auf Kritik.
Hier auf PL könnt ihr euch gerne auf diese Weise gegenseitig was vormachen. Denk aber daran, dass das nur hier in eurem selbst erschaffenen Mikrokosmos funktioniert. Draußen gelten andere Kriterien.
>> Ja, ich weiß, ich soll keine Trolle füttern.
> Typische "Community"-Reaktion auf Kritik.
> Hier auf PL könnt ihr euch gerne auf diese Weise gegenseitig was
> vormachen. Denk aber daran, dass das nur hier in eurem selbst
> erschaffenen Mikrokosmos funktioniert. Draußen gelten andere Kriterien.
Ich will niemandem etwas vormachen und deine Kritik ist auch substantiiert, so dass ich mich damit gerne auseinandersetze. Nur mal der OP als Vergleich:
"Aber keiner hat Lust auf die langweile Fleißarbeit diese Daten auch zu pflegen."
Das ist Blödsinn, weil es eben gerade bei OSM viele Leute gibt, die Fleißarbeit machen.
Die Karten sind nicht annähernd perfekt oder "gut" (nach bestimmten Maßstäben von "gut"). Kommerzielle Karten legen ihren Schwerpunkt oft auf Autonavigation und mappen gerade Gebiete mit hoher kommerzieller Relevanz/Bevölkerungsdichte sehr gut. Bei OSM hängt es davon ab, ob eben gerade ein Mapper sich für die Gegend interessiert, alles richtig.
> Das Einstellen von Fehlern bei OSMBugs habe ich längst aufgegeben, weil sich meist eh keiner drum kümmert.
Mit OSMBugs habe ich mich nie beschäftigt. Ich korrigiere Fehler direkt in JOSM und gut ists. Wie bei allen Open Source-Projekten ist "einfach machen" häufig die bessere Strategie.
> Ich bin jedes Jahr über 10000km mit dem Fahrrad unterwegs. Meist
> offroad und teilweise auch im Ausland.
> Die Routen plane ich mit OSM Material, außerdem habe ich immer die
> aktuelle OpenMTBMap auf meinem Garmin
> dabei.
Offenbar ist OSM also gut genug, dass du es kommerziellen Angeboten vorziehst oder zumindest zusätzlich verwendest. Wenn "niemand" Bock auf Datenpflege hätte, würde das wohl anders aussehen.
Und jetzt noch ein "mea culpa" von mir - ich schrieb
"Gerade bei OSM gibt es meines Erachtens dieses Problem eben nicht"
Das ist natürlich auch nicht ganz richtig. Ich wollte eher etwas in der Richtung schreiben wie:
"Gerade bei OSM werden Daten im Allgemeinen schon gepflegt."
Datenpflege ist immer ein Problem, aber bei OSM wird es schon gemacht - nur eben nicht von oben koordiniert oder nach einer zentralen Strategie.
> Offenbar ist OSM also gut genug, dass du es kommerziellen Angeboten vorziehst
Ja, natürlich. ich habe auch nicht gesagt, dass OSM schlecht ist.
Ich habe lediglich ein Problem das ich sehe benannt.
An vielen Orten werden ja mittlerweile sogar schon die Hydranten und Mülleimer gemappt weil sonst nichts mehr zu tun ist. Aber wer prüft in Zukunft regelmäßig, ob die Mülleimer auch alle noch da sind?
Gleichzeitig sind außerhalb von Ballungsgebieten und beliebten Freizeitzielen oft alle Offroad-Wege vom geteertem Feldweg bis zum zugewuchertem Trampelpfad einfach als "Track" klassifiziert.
Wie kann man bei OpenStreetMap den Datenmüll in Form von verunglückten GPS-Tracks entsorgen? In manchen Gegenden haben wohl irgendwelche Leute ihren GPS-Empfänger in der Hosentasche gehabt und ihre unbrauchbare Trackaufzeichnung zu OpenStreetMap gekippt. Nun laufen die Tracks quer über die Häuser und auf manchen Häusern ist ein ganzer Knäul von GPS-Punkten.