Dass ein so von mangelnder Sachkenntnis geprägter Beitrag die Zustimmung des versammelten Pro-Linux-Publikums erhält, sagt einiges über letzteres aus.
Man muss das Ganze etwas historischer betrachten. X entstand zu einer Zeit und in einem Umfeld bei der viele Infrastrukturen zu einem großen Teil aus Rechnern und Großrechnern bestanden und das Konzept verfolgt wurde, dass möglichst alle Arbeiten vom Hauptrechner erledigt wurden und die Clients und deren Arbeit minimal gehalten wurden. Da bot es sich natürlich an auch die komplette grafische Darstellung einer Arbeitsumgenug auf dem Großrechner machen zu lassen. Der hatte ja genügend Arbeitsspeicher und ausreichende Grafikhardware um das umzusetzen. Beides war damals nämlich teuer..
Das ist Unsinn. Die grafische Darstellung läuft in diesem Modell eben nicht auf dem Großrechner, der im Regelfall auch nicht über Grafikhardware verfügte, sondern auf einem X-Terminal. Das Rendering erledigt der X-Server auf genau diesem Terminal.
Über die Zeit verändern sich Dinge nun aber auch. Nicht nur die Hardware an sich, sondern auch die Konzepte. Heute hat jeder Rechner genügend Resourcen um problemlos sich selbst für die grafische Darstellung zu kümmern. Auch die heute gängige Grafikhardware ist für solche eine historische Art der Anwendung gar nicht ausgelegt. Das Konzept der Rechner/Großrechner Infrastruktur wie damals kommt immer weniger, fast gar nicht mehr zum Einsatz. Das sieht man auch daran, dass die heutigen Toolkits alle Zeichenoperationen selbst übernehmen. Das Problem daran ist, dass diese vom X Protokoll nicht gedekt werden.
Du postulierst hier Zusammenhänge, die es nicht gibt. Dass heute clientseitig gerendert wird hat nichts mit aktueller Grafikhardware oder irgendwelchen Client/Server-Konzepten zu tun, sondern ausschließlich damit, dass das X-Protokoll nicht die Rendering-Möglichkeiten bereitstellt, die man für moderne Applikationen benötigt. Das ist kein prinzipielles Problem, im Grunde könnte man das X-Protokoll entsprechend erweitern mit Features wie z. B. Display PDF, wie es von Mac OS X bekannt ist. Allerdings wären umfangreiche Änderungen an den Clients nötig, um von solchen Protokollerweiterungen zu profitieren, daher hat man sich entschieden, voll auf clientseitiges Rendering zu setzen und nur noch das Compositing im Server zu erledigen.
Die neuste Protokollversion ist 11 (20 Jahre alt?) und danach war Schluss.
Formal mag das korrekt sein, dennoch ist diese Aussage äußerst irreführend. Das X11-Protokoll wurde erweiterbar konzipiert und über die Jahre wurden zahlreiche Protokollerweiterungen eingeführt, darunter GLX, Render, Composite, MIT-SHM und viele andere mehr.
Und bevor eine Version 12 kommt, die eh keiner nutzen wird, fallen Ostern und Weihnachten zusammen, da wegen des ganzen xfree86-xorg Hick Hacks da sowiso kaum einer mehr durchblickt.
XFree86 ist tot, und das seit Jahren. Es wird wohl Dein Geheimnis bleiben, wie Du auf die Idee kommst, dass da "keiner mehr durchblickt".
Ehrlich gesagt habe ich gerade weder Zeit noch Lust, mich durch den Rest Deines ziemlich wirren Postings zu kämpfen. Es sei nur gesagt, dass auch in diesem Rest nicht viel mehr sinnvolles zu finden ist als in den Absätzen, die ich hier kommentierte. Ich bin sicher kein X-Fan, aber so ein ahnungsloses Gequatsche konnte ich hier nicht einfach so stehen lassen.
Jupp. Wo was *dargestellt* wird habe ich vertauscht. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Immerhin hast du mich darauf aufmerksam gemacht. Wobei das eigentlich immer noch nicht die erwähnten Schwierigkeiten löst und ich zu folgendem nochwas hinzufügen möchte: > X-Protokoll nicht die Rendering-Möglichkeiten bereitstellt, die man für moderne Applikationen benötigt. Genau das ist ein Problem, dass ich ja schon erwähnt habe. Und genau darin liegt die (bzw. und nicht "eine" wie du mich in Sachen GPU korrigiert hast) Konsequenz, dass eben vom (und jetzt müsste es mit den Begriffen passen) X-Client zum einem entfernten X-Server auf dem das X-Terminal läuft, nicht mehr einfache Zeichenoperationen für Primitive gesendet werden sondern ganze Bitmaps. Zumindest mit den aktuellen GUI Toolkits.
> Allerdings wären umfangreiche Änderungen an den Clients nötig [...] daher hat man sich entschieden, voll auf clientseitiges Rendering zu setzen Auch da meine ich, eben das erläutert zu haben.
> Es wird wohl Dein Geheimnis bleiben, wie Du auf die Idee kommst, dass da "keiner mehr durchblickt". Mir wurde mal vor einer ganzen Weile auf einer Anfrage wegen eines bestimmten C Code Teils den ich zu xkb hatte (ja ich weiß, ist nur ein Teil von X) irgendwann von zwei Leuten gesagt, dass da ohnehin keiner der Entwickler durchblickt, mit Erwähnung zu der auch wenn schon Jahre alten xfree86-xorg Geschichte. Wenn du sagst das ist Unsinn, dann glaube ich das mal.
> Ich bin sicher kein X-Fan Als Fan würde ich mich jetzt auch nicht bezeichnen, aber auch nicht in purer Abneigung dazu. Dennoch halte ich Wayland für angebracht.
Dass ein so von mangelnder Sachkenntnis geprägter Beitrag die Zustimmung des versammelten Pro-Linux-Publikums erhält, sagt einiges über letzteres aus.
Das ist Unsinn. Die grafische Darstellung läuft in diesem Modell eben nicht auf dem Großrechner, der im Regelfall auch nicht über Grafikhardware verfügte, sondern auf einem X-Terminal. Das Rendering erledigt der X-Server auf genau diesem Terminal.Du postulierst hier Zusammenhänge, die es nicht gibt. Dass heute clientseitig gerendert wird hat nichts mit aktueller Grafikhardware oder irgendwelchen Client/Server-Konzepten zu tun, sondern ausschließlich damit, dass das X-Protokoll nicht die Rendering-Möglichkeiten bereitstellt, die man für moderne Applikationen benötigt. Das ist kein prinzipielles Problem, im Grunde könnte man das X-Protokoll entsprechend erweitern mit Features wie z. B. Display PDF, wie es von Mac OS X bekannt ist. Allerdings wären umfangreiche Änderungen an den Clients nötig, um von solchen Protokollerweiterungen zu profitieren, daher hat man sich entschieden, voll auf clientseitiges Rendering zu setzen und nur noch das Compositing im Server zu erledigen.Formal mag das korrekt sein, dennoch ist diese Aussage äußerst irreführend. Das X11-Protokoll wurde erweiterbar konzipiert und über die Jahre wurden zahlreiche Protokollerweiterungen eingeführt, darunter GLX, Render, Composite, MIT-SHM und viele andere mehr.XFree86 ist tot, und das seit Jahren. Es wird wohl Dein Geheimnis bleiben, wie Du auf die Idee kommst, dass da "keiner mehr durchblickt".Ehrlich gesagt habe ich gerade weder Zeit noch Lust, mich durch den Rest Deines ziemlich wirren Postings zu kämpfen. Es sei nur gesagt, dass auch in diesem Rest nicht viel mehr sinnvolles zu finden ist als in den Absätzen, die ich hier kommentierte. Ich bin sicher kein X-Fan, aber so ein ahnungsloses Gequatsche konnte ich hier nicht einfach so stehen lassen.
Jupp. Wo was *dargestellt* wird habe ich vertauscht. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Immerhin hast du mich darauf aufmerksam gemacht. Wobei das eigentlich immer noch nicht die erwähnten Schwierigkeiten löst und ich zu folgendem nochwas hinzufügen möchte:
> X-Protokoll nicht die Rendering-Möglichkeiten bereitstellt, die man für moderne Applikationen benötigt.
Genau das ist ein Problem, dass ich ja schon erwähnt habe. Und genau darin liegt die (bzw. und nicht "eine" wie du mich in Sachen GPU korrigiert hast) Konsequenz, dass eben vom (und jetzt müsste es mit den Begriffen passen) X-Client zum einem entfernten X-Server auf dem das X-Terminal läuft, nicht mehr einfache Zeichenoperationen für Primitive gesendet werden sondern ganze Bitmaps. Zumindest mit den aktuellen GUI Toolkits.
> Allerdings wären umfangreiche Änderungen an den Clients nötig [...] daher hat man sich entschieden, voll auf clientseitiges Rendering zu setzen
Auch da meine ich, eben das erläutert zu haben.
> Es wird wohl Dein Geheimnis bleiben, wie Du auf die Idee kommst, dass da "keiner mehr durchblickt".
Mir wurde mal vor einer ganzen Weile auf einer Anfrage wegen eines bestimmten C Code Teils den ich zu xkb hatte (ja ich weiß, ist nur ein Teil von X) irgendwann von zwei Leuten gesagt, dass da ohnehin keiner der Entwickler durchblickt, mit Erwähnung zu der auch wenn schon Jahre alten xfree86-xorg Geschichte. Wenn du sagst das ist Unsinn, dann glaube ich das mal.
> Ich bin sicher kein X-Fan
Als Fan würde ich mich jetzt auch nicht bezeichnen, aber auch nicht in purer Abneigung dazu. Dennoch halte ich Wayland für angebracht.