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Do, 2. August 2012, 15:00

Software::Kernel

Stabile Kernel-Patches mit Geschwindigkeitsoptimierungen

Der gerade erschienene Linux-Kernel 3.0.39 und der kommende 3.2.25 enthalten erstmals neben Korrekturen auch Änderungen, die die Geschwindigkeit an einigen Punkten erhöhen. Solche Patches könnten künftig häufiger vorkommen.

Das Ziel der »stabilen Kernel-Updates« war es bisher immer, wichtige Korrekturen schnell zu den Benutzern zu bringen. So können veröffentlichte Kernel-Versionen korrigiert werden, während gleichzeitig an der nächsten Version gearbeitet wird. Aktuell wird beispielsweise Linux 3.6 entwickelt, während die Versionen 3.5, 3.4, 3.2 und 3.0 sowie einige ältere Versionen mit Updates versorgt werden.

Die größte Sorge der Entwickler ist bei diesen Updates immer, dass sie keine unbeabsichtigten neuen Fehler einführen. Daher wird keineswegs jede Änderung akzeptiert, sondern Änderungen müssen gut begründet und in neueren Kerneln bereits getestet sein. Sie müssen zudem reale Fehler beheben. Die Regeln für -stable wurden aufgestellt, um hierfür klare Vorgaben zu machen. Doch auch diese strikten Regeln können gelegentliche Fehler nicht verhindern, wie erst im Juni im Falle eines unbedacht übernommenen RAID-Patches geschehen. Die Entwickler zogen aus dem Vorfall jedoch nicht etwa die Konsequenz, die Zahl der Patches zu reduzieren, sondern wollen sie im Gegenteil noch ausweiten. Dies wurde an einer Änderung der Regeln deutlich, die die Entwickler Mel Gorman und Greg Kroah-Hartman Ende Juni vornahmen. Seither sind auch Änderungen erlaubt, die ernsthafte Mängel bei der Systemleistung oder Interaktivität für einzelne Benutzer beseitigen. Auch diese müssen zuvor im aktuellen Kernel getestet worden sein.

Das erhöhte Risiko, dass sich dadurch für manche Benutzer ein neues Problem ergibt, wird nach Ansicht der Entwickler durch die Vorteile aufgewogen. Immerhin ändert sich in solch einem Fall nur ein kleiner Teil eines bereits getesteten Kernels, während ein Umstieg auf eine neuere Kernel-Version wesentlich mehr Änderungen enthält. Erstmals wurde jetzt die Regel auf Linux 3.0.39 angewandt. Dieser Patch besteht hauptsächlich aus Änderungen in der Speicherverwaltung. Normale Anwender sollten allerdings nicht erwarten, dadurch einen schnelleren Kernel zu erhalten. Die Optimierungen greifen offenbar nur in speziellen Fällen, beispielsweise wenn hundert Threads auf einer großen Zahl von Kernen laufen. Der demnächst erscheinende Kernel 3.2.25 soll diese Änderungen ebenfalls enthalten.

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