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Mo, 6. August 2012, 13:09

Gesellschaft::Politik/Recht

Mehr freie Software auf den Kanarischen Inseln

Die Verwaltung der Kanarischen Inseln wird in naher Zukunft verstärkt Open-Source-Software nutzen. Es ist geplant, freie Telefonieeanwendungen einzusetzen und auf den Desktop-Rechnern der Verwaltung verschiedene Open-Source-Anwendungen zu installieren.

Das News-Portal Joinup der Europäischen Kommission berichtet unter Berufung auf verschiedene Tageszeitungen, dass die Verwaltung innerhalb der nächsten vier Jahre dafür sorgen möchte, dass 80 Prozent ihrer Telefongespräche über VoIP und freie Software abgewickelt werden. Indem die Regierung der Kanarischen Inseln eine freie VoIP-Lösung anstelle eines proprietären Pendants einsetzt, spart sie bei der Anschaffung ca. 700.000 Euro. Die darauf folgenden jährlichen Kosteneinsparungen betragen voraussichtlich ca. 250.000 Euro.

Weiterhin plant die Verwaltung, innerhalb der nächsten Jahre OpenOffice oder LibreOffice anstelle des bisher genutzten Microsoft Office zu nutzen. Erst vor kurzem erwarb die Regierung 15.000 Lizenzen für 2,3 Mio. Euro, die in vier Jahren ablaufen. Die Stadt Las Palmas hat schon im Juni angekündigt, dass sie damit beginnt, auf all ihren 1.200 Desktop-Rechnern LibreOffice zu verwenden.

Die Regierung denkt auch darüber nach, ihre Plattform Platino unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen. Mit Platino können Bürger und Unternehmen Angebote der Verwaltung elektronisch nutzen. Indem Platino frei wird, kann es auch von anderen öffentlichen Verwaltungen eingesetzt und weiterentwickelt werden. Die Verwaltung und die zwei Universitäten der Inseln veranstalten bereits Platino-Seminare für Studenten. So wollen sie sicherstellen, dass die Software weiterentwickelt wird und es genügend Platino-Spezialisten gibt.

Robert Moreno, der Leiter der Abteilung Telekommunikation und Neue Technologien, berichtet, dass die Regierung das Budget für proprietäre Lizenzen um 750.000 Euro gekürzt hat. Verglichen mit dem letzten Jahr bedeutet das eine Einsparung von 25 Prozent. »Wir nutzen diese Einsparung, um Platino weiter zu entwickeln. Und wir fördern stark die Nutzung von freier Software«, so Moreno.

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