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Di, 7. August 2012, 13:55

Software::Distributionen

Damn Small Linux lebt noch

Nach vier Jahren Pause hat John Andrews einen neuen Veröffentlichungskandidaten von Damn Small Linux, dem »Biz-Card Desktop OS« mit nur 50 MB Umfang, veröffentlicht.

Seit Version 4.4 von Damn Small Linux vor über vier Jahren erschienen war, gab es nur noch ein paar kleinere Updates und dann lange gar keine sichtbare Aktivität mehr. Das veranlasste viele Beobachter und Distrowatch dazu, die Distribution als eingestellt zu betrachten. Doch eingestellt war Damn Small Linux (DSL) nie. Der Hauptentwickler John Andrews sah lediglich keine dringende Notwendigkeit für Änderungen mehr und war wohl mit anderen Dingen beschäftigt.

In den letzten Wochen begann John Andrews damit, sowohl die Webseite zu erneuern als auch Verbesserungen an DSL vorzunehmen. Diese stellt er jetzt in Form des Veröffentlichungskandidaten 4.11-rc1 zum Download bereit. Warum die neue Version die Nummer 4.11 statt 4.5 trägt, bleibt unklar. Die neue Version bringt einige Aktualisierungen mit. So wurden JWM 2.10 und Dillo 3.0.2, xChat 1.8.9 (die letzte Version, die noch GTK+ 1.2 unterstützt), sic 1.1 und XCalc-color integriert. Entfernt wurden flminicalc, gphone (wegen Abstürzen) und naim/nicq/nirc (weil sie veraltete Protokolle verwenden). Der Kernel blieb weitgehend unverändert.

Es ist nun möglich, zwischen den Window-Managern JWM und Fluxbox ohne Beendigung der X-Sitzung zu wechseln. Per Menü kann man außerdem zwischen verschiedenen Icon-Engines wechseln oder sie ganz abschalten. Bildschirmhintergründe und Themes können jetzt per Menü in den Window-Managern ausgewählt werden. Die Themes von JWM & Fluxbox sind nun standardmäßig dieselben.

Zu DSL gehört MyDSL, eine Software-Sammlung, die von anderen Entwicklern beigetragen wurde und DSL erheblich erweitert. Zusätzlich zu MyDSL stehen Anwendungen als mountbare Images (UNC) bereit, die sich im Prinzip mit einem Klick herunterladen lassen und unmittelbar bereit zur Ausführung sind. Zudem steht noch die ältere UCI-Methode zur Verfügung, die Anwendungen auf vorgefertigten kleinen ISO-Images ins System einbinden kann. Als Software bringt Damn Small Linux eine mit GTK 1.x compilierte und auf niedrigen Speicherverbrauch optimierte Variante von Firefox, XMMS, Dillo, Netrik, Sylpheed sowie eine Vielzahl weiterer Anwendungen mit.

Damn Small Linux ist eine Distribution, die sich vor allem an geringem Speicherverbrauch orientiert, um auf einer scheckkartengroßen CD oder einem kleinen USB-Stick Platz zu finden. Deshalb setzt es überwiegend auf kleine Software, was es auch für leistungsschwache Rechner geeignet machen soll. Auf Rechnern mit mindestens 128 MB RAM kann Damn Small Linux vollständig im Speicher laufen, ohne auf das Bootmedium zuzugreifen. Die aktuelle Version der Distribution kann vom Server des Projektes und dessen Mirror-Servern heruntergeladen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 4 || Alle anzeigen || Kommentieren )
wohl eher ein Zombie (dem ollen Tom, Mi, 8. August 2012)
Re: Sicherheitslücken? (crispy, Di, 7. August 2012)
Sicherheitslücken? (abcde, Di, 7. August 2012)
FETT !! (Digga, Di, 7. August 2012)
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