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Mi, 8. August 2012, 11:56

Software::Desktop::Gnome

Allan Day: Konkretes zu Gnome OS

Der Gnome-Entwickler Allan Day hat sich in einem Blog-Eintrag zu Hintergründen und der weiteren konkreten Planung im Zusammenhang mit dem als »Gnome OS« bezeichneten Konzept der Gnome Foundation geäußert.

Mirko Lindner

Allan Day bezieht sich im genannten Blog-Eintrag auf eine Reihe von Ergebnissen der Gnome-Entwicklerkonferenz Guadec 2012. Dort soll der schon länger im Umlauf befindliche Begriff Gnome OS durch einen Vortrag der Igalia-Mitarbeiter Xan Lopez und Juan Jose Sanchez für reges Interesse gesorgt haben. Laut Ansicht vieler Gnome-Entwickler habe Gnome 3 zwar durchaus Stärken, es fehle aber an einer echten Vision; die durch Fortführung der in Gnome-3 realisierten Ansätze, sowie einer stärkeren Ausrichtung auf Mobilgeräte, sowie im Umbau zu einem vollständigen Betriebssystem, Nahrung erhalten könnte.

Allan Day wiederum weist in seinem jetzigen Blog-Eintrag jedoch eindeutig darauf hin, dass ein eventuelles Gnome OS keineswegs als Ersatz oder Konkurrenz für diverse Linux-Distributionen gedacht sei. Zwar sei ein eigenständiges »GNOME OS install« Gegenstand der auf der Guadec erörterten Pläne, jedoch vorrangig als Test-Plattform für Entwickler. In Wahrheit ginge es im Rahmen des Projektes Gnome OS eher darum, in den kommenden 18 Monaten eine Anzahl von zum Teil bereits länger geplanten Verbesserungen für Gnome 3 umsetzen.

Dabei gehe es zum Beispiel um Verbesserungen für Entwicklung und Verteilung von Anwendungen. Programmierer müssen dann ihre Software nicht mehr ständig an wechselnde Umgebungsbedingungen anpassen. Day erwähnt in diesem Zusammenhang ein »Application Framework«, für das im Rahmen von Gnome OS auch ein entsprechendes SDK in Planung sei. Ferner spricht Day in seinem Ausführungen von geplanten Verbesserungen, welche das Übersetzen und Testen der Kern-Software vereinfacht, aus der sich Gnome letztendlich zusammensetzt. Darüber hinaus waren laut Day auch Planungen Gegenstand der Guadec-Sitzungen, welche die weitere Optimierung der Gnome-Oberfläche betreffen, darunter auch das Entwickeln weiterer Anwendungen im Stile von Photos und Documents, die sich im Wesentlichen einer besseren Handhabung von Daten widmen, die wahlweise lokal oder online gespeichert sind. Abschließend spricht Day über geplante Verbesserungen für Touchscreen-Geräte. Demnach soll Gnome 3 in spätestens 18 Monaten Touchscreen-tauglich sein, auch wenn sich die Oberfläche im Gegensatz zu KDE nach wie vor in erster Linie an der Verwendung auf Desktop-PCs und Notebooks orientiert.

Zum Ende seiner Ausführungen sinniert Day noch darüber, was eigentlich ein Betriebssystem im engeren Sinne sei. Auch wenn der Begriff für viele eher auf den Kernel abziele, passe er nach seiner Ansicht eher auf die »Umgebung«, die Nutzern (user experience) und Entwicklern (application developer experience) zur Verfügung gestellt werde. Beide seien zwei Hälften eines Ganzen, was der wahre Grund dafür sei, die derzeitigen Optimierungsbemühungen unter dem Projektnamen Gnome OS zusammenzufassen. Day gibt abschließend aber selbst zu, dass einige der genannten Ziele sehr ambitioniert seien und daher möglicherweise nie umgesetzt würden. Andere wiederum seien weit weniger unrealistisch, als sie auf dem ersten Blick anmuten.

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Kommentare (Insgesamt: 22 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Attention Please (patrick100, Fr, 10. August 2012)
Re[2]: Attention Please (patrick100, Fr, 10. August 2012)
eine Entwicklungsumgebung frei von Umgebungsvariablen.... (patrick100, Fr, 10. August 2012)
Re[5]: Attention Please (Berliner Optimist, Do, 9. August 2012)
Re[5]: Attention Please (Profi != Frickler, Do, 9. August 2012)
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