Na wenigstens ist Qt wieder weg von Nokia. Da fühle ich mich doch wohler mit, da Microsoft ja sicher kein gesteigertes Interesse an Qt-Applikationen hat und Nokia ja nunmal bei Windows-Mobile groß dabei ist.
Mit QT lässt sich zwar sehr einfach und schnell programmieren, jedoch benötigt man nicht nur eine Lizenz für jeden Entwickler, sondern auch für jede Plattform, für die man das Programm veröffentlichen möchte.
Dass man mit dem selben Quellcode ein natives Programm für verschiedene Plattformen backen kann, ist für die Wenigsten ein Argument, QT zu lizensieren. Die meisten kommerziellen QT-Programme gibt es nur für eine Plattform. Das verrät schon ein Klick auf die Referenzkunden auf der QT-Webseite. Klar: Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten. Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Andersherum muss man bedenken, dass Apple kostenlose Bordmittel zur Software-Entwicklung liefert, unter Linux viele Alternativen zu QT bestehen, die man auch kommerziell für Closed-Source-Programme nutzen dürfte und Microsoft seine Entwicklungswerkzeuge für einen geringen Preis einbietet.
QT ist vom Prinzip her eine geniale Sache. Doch wenn die Lizenzkosten derartig schnell explodieren, muss man sich dennoch fragen, ob QT das Geld wert ist.
Die erste Frage, die sich stellt, ist, warum für das Produkt eine Lizenz für Qt Commercial benötigt wird.
Zu Zeiten von Trolltech war das ja noch einsehbar, da als Alternative nur GPL Lizenzierung zur Verfügung stand. Seit der Umstellung auf Triple-Lizenzierung und der Verfügbarkeit von Supportverträgen unabhängig von der Lizenz, dürfte das nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen.
Beim Thema Multiplattformfähigkeiten muss man verstehen, dass die Herstellung von Privatkundensoftware für mehrere Desktopplattformen nur ein kleiner Anteil der Qt-Verwendung darstellt.
Qt hat, abgesehen vom Embedded Bereich, große Verbreitung bei Software, die bei Firmen intern eingesetzt wird. Dort sind oft Situation vorhanden, bei denen die Flexibility wichtig ist, z.B. die selbe Software auf einem integrierten Linux-PC in einer Messanlage und auf dem Windows Office PC betreiben zu können.
Oder Verarbeitungssoftware von einem proprietären Unix auf Linux oder rumgekehrt wechseln zu können, oder von einem Windows Server auf einen Linux Server, etc.
...die man auch kommerziell für Closed-Source-Programme nutzen dürfte...
> Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten. > Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn > der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Du scheinst recht simple Vorstellungen von "Firmen" zu haben, nicht alle sind 1-Mann Betriebe die bei Hartz IV kompatiblem Lohn im sog. Home Office am 3 Jahre alten PC frickeln
Personal kostet Geld, Support für die Plattformen kostet Geld, Tests für die Plattformen kostet Geld, Marketing für die Plattformen kostet Geld, das Geld für das Marketing ist nötig damit der Vertrieb (der auch was kostet) beschäftigt ist. Setze belibige Zahlen in die einzelnen Bereiche ein, gehe davon aus das diese eh nicht reichen werden und am ende stellst du fest, das Lizenzen für irgendwas, die kleinste Sorge solcher Unternehmen sind.
Nebenbei bemerkt ist das auch der Grund warum Microsoft nicht unrecht hat mit der Betrachtung der TCO. Solange der Linuxer auf Lizenzkosten rumreitet wird sich auch weiterhin nur was im Server-Bereich tuen, am Desktop hingegen sitzt immer noch ein Mensch vor dem PC der bedeutend größere Kosten verursacht (auch, aber nicht nur der Lohn).
> ist für die Wenigsten ein Argument, QT zu lizensieren.
Sprich doch am besten für dich selbst, danke.
> Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten.
Falsch. Bei der kommerziellen Lizenz gibt es die Unterscheidung "Single OS" und "Multi OS". Letztere ist schon nicht doppelt so teuer wie die erste, und für ein drittes Betriebssystem zahlt man gar nicht extra. Andere Regeln gelten für die Embedded-Version.
Die kommerzielle Lizenz muss man aber gar nicht in Anspruch nehmen. Man kann Qt auch kostenlos unter LGPL verwenden.
> Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Ob sich eine Linux-Version lohnt, hängt hauptsächlich davon ab, ob es dafür einen Markt gibt. Für technische Software sieht das z. B. deutlich anders aus als für, sagen wir mal, ein Buchhaltungsprogramm. Dann muss man natürlich Kosten für QA, Packaging und dergleichen rechnen. Das übersteigt typischerweise deutlich die Lizenzkosten für ein Toolkit bei weitem.
> Andersherum muss man bedenken, dass Apple kostenlose Bordmittel zur Software-Entwicklung liefert
Apple liefert seine Entwicklungswerkzeuge ja nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit kostenlos. Damit entwickelte Programme laufen nur auf Apple-Software und Apple-Hardware, man ist also auf Gedeih und Verderb an den Erfolg auf dieser Plattform gebunden. Wenn man dazu bereit ist: Glück gehabt. Der Marktanteil spricht jedenfalls allenfalls bei iPhone/iPad dafür, bei Desktop-Maschinen nicht.
Andererseits kann man natürlich selbst bei Apple-Bibliotheken nicht mal eben in die Implementierung reindebuggen, Bugs selbst fixen, die Entwicklung des Toolkits aktiv mitgestalten.
> muss man sich dennoch fragen, ob QT das Geld wert ist.
Da es kostenlos ist, fällt die Antwort leicht
Man kann sich natürlich fragen, ob eine kommerzielle Lizenz das Geld wert ist. Das kommt darauf an, ob:
1. man Qt auf eine Weise verwenden will, die dynamisches Linken nicht zulässt und damit - sofern man seinen Quelltext nicht offenlegen möchte - das Verwenden der LGPL unmöglich macht. Das ist normalerweise nur im Embedded-Bereich der Fall - dort gibt es aber ohnehin kaum ernsthafte Konkurrenz 2. man Nutzen aus dem in der Lizenz enthaltenen Support zieht
10 % von OS X lohnen also nicht ? Ist doch da irgendwo rumgeschwirrt. Denke das sich das durchaus lohnen kann, die verkaufen ja zur Zeit auch ihre "richtigen" Rechner/Notebooks nicht schlecht
Na wenigstens ist Qt wieder weg von Nokia. Da fühle ich mich doch wohler mit, da Microsoft ja sicher kein gesteigertes Interesse an Qt-Applikationen hat und Nokia ja nunmal bei Windows-Mobile groß dabei ist.
Gruß
MichaelK
Endlich, das wurde auch langsam Zeit!
jetzt kann Nokia in Ruhe sterben gehen. XD
Aber erst wenn die Garantie & Gewährleistung von meinem Nokia Handy abgelaufen ist.
Oder war ich bisher blind.
Nee, die wurden mit Perwoll gewaschen und leuchten wieder.
Mit QT lässt sich zwar sehr einfach und schnell programmieren, jedoch benötigt man nicht nur eine Lizenz für jeden Entwickler, sondern auch für jede Plattform, für die man das Programm veröffentlichen möchte.
Dass man mit dem selben Quellcode ein natives Programm für verschiedene Plattformen backen kann, ist für die Wenigsten ein Argument, QT zu lizensieren. Die meisten kommerziellen QT-Programme gibt es nur für eine Plattform. Das verrät schon ein Klick auf die Referenzkunden auf der QT-Webseite. Klar: Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten. Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Andersherum muss man bedenken, dass Apple kostenlose Bordmittel zur Software-Entwicklung liefert, unter Linux viele Alternativen zu QT bestehen, die man auch kommerziell für Closed-Source-Programme nutzen dürfte und Microsoft seine Entwicklungswerkzeuge für einen geringen Preis einbietet.
QT ist vom Prinzip her eine geniale Sache. Doch wenn die Lizenzkosten derartig schnell explodieren, muss man sich dennoch fragen, ob QT das Geld wert ist.
Zum einen:
QT = QuickTime
Qt = Cutes toolkit
Zum anderen:
Was ist teurer, Neuentwicklung mit kostenlosen/nativen Toolkits + Pflege oder neue Lizenzkosten wegen neuer Plattform?
Die erste Frage, die sich stellt, ist, warum für das Produkt eine Lizenz für Qt Commercial benötigt wird.
Zu Zeiten von Trolltech war das ja noch einsehbar, da als Alternative nur GPL Lizenzierung zur Verfügung stand. Seit der Umstellung auf Triple-Lizenzierung und der Verfügbarkeit von Supportverträgen unabhängig von der Lizenz, dürfte das nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen.
Beim Thema Multiplattformfähigkeiten muss man verstehen, dass die Herstellung von Privatkundensoftware für mehrere Desktopplattformen nur ein kleiner Anteil der Qt-Verwendung darstellt.
Qt hat, abgesehen vom Embedded Bereich, große Verbreitung bei Software, die bei Firmen intern eingesetzt wird. Dort sind oft Situation vorhanden, bei denen die Flexibility wichtig ist, z.B. die selbe Software auf einem integrierten Linux-PC in einer Messanlage und auf dem Windows Office PC betreiben zu können.
Oder Verarbeitungssoftware von einem proprietären Unix auf Linux oder rumgekehrt wechseln zu können, oder von einem Windows Server auf einen Linux Server, etc.
Was ja auch mit Qt der Fall ist.
> Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten.
> Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn
> der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Du scheinst recht simple Vorstellungen von "Firmen" zu haben, nicht alle sind 1-Mann Betriebe die bei Hartz IV kompatiblem Lohn im sog. Home Office am 3 Jahre alten PC frickeln
Personal kostet Geld, Support für die Plattformen kostet Geld, Tests für die Plattformen kostet Geld, Marketing für die Plattformen kostet Geld, das Geld für das Marketing ist nötig damit der Vertrieb (der auch was kostet) beschäftigt ist. Setze belibige Zahlen in die einzelnen Bereiche ein, gehe davon aus das diese eh nicht reichen werden und am ende stellst du fest, das Lizenzen für irgendwas, die kleinste Sorge solcher Unternehmen sind.
Nebenbei bemerkt ist das auch der Grund warum Microsoft nicht unrecht hat mit der Betrachtung der TCO. Solange der Linuxer auf Lizenzkosten rumreitet wird sich auch weiterhin nur was im Server-Bereich tuen, am Desktop hingegen sitzt immer noch ein Mensch vor dem PC der bedeutend größere Kosten verursacht (auch, aber nicht nur der Lohn).
Kommerzielle Programme und Qt geht auch ohne Lizenzkosten. Wenn du dynamisch linkst , greift die LGPL. Deine Aussage ist also schlichtweg falsch.
> ist für die Wenigsten ein Argument, QT zu lizensieren.
Sprich doch am besten für dich selbst, danke.
> Eine Veröffentlichung für drei Betriebssysteme bedeutet auch dreifache Lizenzkosten.
Falsch. Bei der kommerziellen Lizenz gibt es die Unterscheidung "Single OS" und "Multi OS". Letztere ist schon nicht doppelt so teuer wie die erste, und für ein drittes Betriebssystem zahlt man gar nicht extra. Andere Regeln gelten für die Embedded-Version.
Die kommerzielle Lizenz muss man aber gar nicht in Anspruch nehmen. Man kann Qt auch kostenlos unter LGPL verwenden.
> Und da fragt sich eine Firma weiterhin, ob sich eine Linux-Version lohnt, auch wenn der Arbeitsaufwand dadurch kaum erhöht wird.
Ob sich eine Linux-Version lohnt, hängt hauptsächlich davon ab, ob es dafür einen Markt gibt. Für technische Software sieht das z. B. deutlich anders aus als für, sagen wir mal, ein Buchhaltungsprogramm. Dann muss man natürlich Kosten für QA, Packaging und dergleichen rechnen. Das übersteigt typischerweise deutlich die Lizenzkosten für ein Toolkit bei weitem.
> Andersherum muss man bedenken, dass Apple kostenlose Bordmittel zur Software-Entwicklung liefert
Apple liefert seine Entwicklungswerkzeuge ja nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit kostenlos. Damit entwickelte Programme laufen nur auf Apple-Software und Apple-Hardware, man ist also auf Gedeih und Verderb an den Erfolg auf dieser Plattform gebunden. Wenn man dazu bereit ist: Glück gehabt. Der Marktanteil spricht jedenfalls allenfalls bei iPhone/iPad dafür, bei Desktop-Maschinen nicht.
Andererseits kann man natürlich selbst bei Apple-Bibliotheken nicht mal eben in die Implementierung reindebuggen, Bugs selbst fixen, die Entwicklung des Toolkits aktiv mitgestalten.
> muss man sich dennoch fragen, ob QT das Geld wert ist.
Da es kostenlos ist, fällt die Antwort leicht
Man kann sich natürlich fragen, ob eine kommerzielle Lizenz das Geld wert ist. Das kommt darauf an, ob:
1. man Qt auf eine Weise verwenden will, die dynamisches Linken nicht zulässt und damit - sofern man seinen Quelltext nicht offenlegen möchte - das Verwenden der LGPL unmöglich macht. Das ist normalerweise nur im Embedded-Bereich der Fall - dort gibt es aber ohnehin kaum ernsthafte Konkurrenz
2. man Nutzen aus dem in der Lizenz enthaltenen Support zieht
10 % von OS X lohnen also nicht ? Ist doch da irgendwo rumgeschwirrt. Denke das sich das durchaus lohnen kann, die verkaufen ja zur Zeit auch ihre "richtigen" Rechner/Notebooks nicht schlecht