Ich hatte beruflich schon einmal mit Behörden zu tun und kenne das Schema nur zu gut, nachdem die IT-Abteilungen und so manche Mitarbeiter in den Behörden arbeiten.
Da habe ich das Gefühl, dass sich keine Migration in irgend einer Weise lohnt. Ist in einem Programm nur ein einzelner Button 2cm verschoben, erzählen Mitarbeiter, sie hätten auf einmal ein völlig neues Programm, dass sie noch nie gesehen haben und mit dem sie auch nicht arbeiten könnten.
Die IT-Abteilungen arbeiten hingegen mit der Einstellung, sie seien in der Behörde ein Machtzentrum, dem der normale Mitarbeiter nicht viel zu melden hat. Hat ein normaler Mitarbeiter eine Bitte an einen Administrator, geht die Antwort darauf ausschließlich an den Chef. Beispiel: Pressesprecher fragt an, ob man ihm mal GIMP und Inkscape installieren kann, damit er illustriertes Material erstellen kann. Ihm selbst antwortet man auf die Bitte nicht. Der Chef bekommt aber hingegen eine Mail "auf dem Computer seien Microsoft-Bordmittel installiert, die verwendet werden sollen. Der Mitarbeiter soll bitte mit Paint und Wordart arbeiten".
Möchte man in einer Behörde auf Open Source (oder auch nur andere Produkte) umstellen, bedeutet das Widerstand seitens der Belegschaft und indirekt auch Streik. Und aufgrund der verspielten Produktivität lohnen sich Migrationen häufig nicht. Darum ist man auf den Behörden auch eher zurückhaltend, was Migrationen betrifft. Die verwendete Soft- und Hardware wird sehr lange eingesetzt. Unsere Stadtverwaltung nutzt immernoch Windows 2000.
So ein sterotyper Schwachsinn, Behörde = unfähig und schwerfällig.
Ich arbeite nun (nach einigen Jahren in der Wirtschaft) in der Verwaltung einer Großstadt und was soll ich sagen: Die gleichen Menschen wie sonst wo, welche Überraschung. Dein Beispiel mit dem Schriftwechsel beschreibt einfach schlechten Stil - den gibt's leider überall. Ansonsten Vorurteile, super.
Migrationen sind ein heikles Thema, sowas kann man nur besonnen und nach und nach angehen. Schlimm genug wenn eine Abteilung steht, wenn es mehrere sind rollen auch dort ganz schnell Köpfe und wenn das passiert war es eine ganze Weile erstmal mit den Migrationen.
Vielleicht mal kurz zum Verständnis: Der Sinn der Abteilung ist erstmal ihre Arbeit zu verrichten, an nächster Stelle kommt das diese Arbeit kosteneffizient zu geschehen hat. Das beste und freieste zu verwenden interessiert (zum Glück und ja, zum Wohl des Volkes) keinen - dann würde man nämlich alle 6 Monate mal eben den Betrieb still legen um was tolles neuen zu installieren.
An den Vorposter: Ich zweifel nicht daran das es auch Amtsstuben gibt in denen normale Menschen arbeiten, ich muß aber leider sagen der Bericht kam mir doch sehr bekannt vor aus eigener Erfahrung. Auch wenn es nicht um Migrationen ging, so sind wir als Unternehmen doch immer wieder in Grabenkämpfe der Abteilungen hinein geraten. Ein Problem das allerdings nur bedingt ein reines Amts-Problem ist: in großen Unternehmen mit zu tiefen Hierachien sieht es nicht viel anders aus.
Du beschreibst aber nur die eine Seitr der Medallie. Die andere ist, dass wenn es etwas unausweichlich umzusetzen gilt, weil das zB durch eine Verordnung oder ein Gesetzt vorgeschrieben wird, dann gibt es eine Profielierungsbewegung auf der zahlreiche Chefetagen aufspringen. Dann wird das Prioritat, Geld ist da, Resourcen sind da und von Oben nach Unten wird Druck aufgebaut. Dann geht alles ganz schnell jedenfalls solange man sich damit profilieren kann.
Seh ich auch so. Ich kenn zumindest zwei Großunternehmen und eben die größere Behörde und in allen läuft das so. Ob es sich nun um eine Verordnung oder einfach den Willen eines hochgestellten Managers handelt ist da letztlich egal.
Man sollte auch einmal an die Sicherheit denken. Wenn man sieht wie naiv die meisten Behörden in dieser Hinsicht sind, wirds einem ganz anders. Wenn man dann noch sieht, wie Politiker damit umgehen, zweifelt man an allem. Die gestalten unser Schicksal mit und haben keine Ahnung von Sicherheit, wissen nicht wohin ihre und unsere Daten gehen ...
Ich glaube das sollten wir in Deutschland und in den Bundesländern ganz genauso machen.
Ich hatte beruflich schon einmal mit Behörden zu tun und kenne das Schema nur zu gut, nachdem die IT-Abteilungen und so manche Mitarbeiter in den Behörden arbeiten.
Da habe ich das Gefühl, dass sich keine Migration in irgend einer Weise lohnt. Ist in einem Programm nur ein einzelner Button 2cm verschoben, erzählen Mitarbeiter, sie hätten auf einmal ein völlig neues Programm, dass sie noch nie gesehen haben und mit dem sie auch nicht arbeiten könnten.
Die IT-Abteilungen arbeiten hingegen mit der Einstellung, sie seien in der Behörde ein Machtzentrum, dem der normale Mitarbeiter nicht viel zu melden hat. Hat ein normaler Mitarbeiter eine Bitte an einen Administrator, geht die Antwort darauf ausschließlich an den Chef. Beispiel: Pressesprecher fragt an, ob man ihm mal GIMP und Inkscape installieren kann, damit er illustriertes Material erstellen kann. Ihm selbst antwortet man auf die Bitte nicht. Der Chef bekommt aber hingegen eine Mail "auf dem Computer seien Microsoft-Bordmittel installiert, die verwendet werden sollen. Der Mitarbeiter soll bitte mit Paint und Wordart arbeiten".
Möchte man in einer Behörde auf Open Source (oder auch nur andere Produkte) umstellen, bedeutet das Widerstand seitens der Belegschaft und indirekt auch Streik. Und aufgrund der verspielten Produktivität lohnen sich Migrationen häufig nicht. Darum ist man auf den Behörden auch eher zurückhaltend, was Migrationen betrifft. Die verwendete Soft- und Hardware wird sehr lange eingesetzt. Unsere Stadtverwaltung nutzt immernoch Windows 2000.
So ein sterotyper Schwachsinn, Behörde = unfähig und schwerfällig.
Ich arbeite nun (nach einigen Jahren in der Wirtschaft) in der Verwaltung einer Großstadt und was soll ich sagen: Die gleichen Menschen wie sonst wo, welche Überraschung. Dein Beispiel mit dem Schriftwechsel beschreibt einfach schlechten Stil - den gibt's leider überall. Ansonsten Vorurteile, super.
a.l.f.
Migrationen dürfen ja ruhig scheitern. Versuchen sollte man es trotzdem und zwar an vielen Stellen gleichzeitig.
genau, dann funktioniert gar nichts mehr.
Migrationen sind ein heikles Thema, sowas kann man nur besonnen und nach und nach angehen. Schlimm genug wenn eine Abteilung steht, wenn es mehrere sind rollen auch dort ganz schnell Köpfe und wenn das passiert war es eine ganze Weile erstmal mit den Migrationen.
Vielleicht mal kurz zum Verständnis: Der Sinn der Abteilung ist erstmal ihre Arbeit zu verrichten, an nächster Stelle kommt das diese Arbeit kosteneffizient zu geschehen hat. Das beste und freieste zu verwenden interessiert (zum Glück und ja, zum Wohl des Volkes) keinen - dann würde man nämlich alle 6 Monate mal eben den Betrieb still legen um was tolles neuen zu installieren.
An den Vorposter:
Ich zweifel nicht daran das es auch Amtsstuben gibt in denen normale Menschen arbeiten, ich muß aber leider sagen der Bericht kam mir doch sehr bekannt vor aus eigener Erfahrung. Auch wenn es nicht um Migrationen ging, so sind wir als Unternehmen doch immer wieder in Grabenkämpfe der Abteilungen hinein geraten. Ein Problem das allerdings nur bedingt ein reines Amts-Problem ist: in großen Unternehmen mit zu tiefen Hierachien sieht es nicht viel anders aus.
Du beschreibst aber nur die eine Seitr der Medallie. Die andere ist, dass wenn es etwas unausweichlich umzusetzen gilt, weil das zB durch eine Verordnung oder ein Gesetzt vorgeschrieben wird, dann gibt es eine Profielierungsbewegung auf der zahlreiche Chefetagen aufspringen. Dann wird das Prioritat, Geld ist da, Resourcen sind da und von Oben nach Unten wird Druck aufgebaut. Dann geht alles ganz schnell jedenfalls solange man sich damit profilieren kann.
Seh ich auch so. Ich kenn zumindest zwei Großunternehmen und eben die größere Behörde und in allen läuft das so. Ob es sich nun um eine Verordnung oder einfach den Willen eines hochgestellten Managers handelt ist da letztlich egal.
a.l.f.
Man sollte auch einmal an die Sicherheit denken. Wenn man sieht wie naiv die meisten Behörden in dieser Hinsicht sind, wirds einem ganz anders. Wenn man dann noch sieht, wie Politiker damit umgehen, zweifelt man an allem. Die gestalten unser Schicksal mit und haben keine Ahnung von Sicherheit, wissen nicht wohin ihre und unsere Daten gehen ...