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Mi, 15. August 2012, 17:37

Software::Virtualisierung

oVirt 3.1 verfügbar

Das von Red Hat initiierte Management-Framework für virtuelle Infrastrukturen oVirt, das inzwischen unter dem Dach des freien oVirt-Projekts von Red Hat, Suse, Canonical, Cisco, IBM, Intel, NetApp und anderen gemeinsam vorangetrieben wird, steht ab sofort in der zweiten offiziellen Version 3.1 zur Verfügung.

OVirt ist unter anderem eine zentrale Komponente der seit Anfang des Jahres verfügbaren Version 3.0 von Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV). Die eigentliche oVirt-Engine ist ein auf JBoss beruhender Anwendungsserver und Teil der von Red Hat als RHEV-M bezeichneten Management-Komponente des Produkts, während der oVirt-Node die Entsprechung der RHEV-Komponente RHEV-H, einem Mini-Hypervisor, ist. Das gesamte oVirt-Framework besteht aus einer ganzen Reihe von Bestandteilen, darunter ein Java-basiertes Webinterface »Admin Portal« zum Einrichten, Konfigurieren und Verwalten von Hypervisoren und Gastsystemen, ein REST-API für eigene Programme oder Skripte sowie einem »User Portal« zum Anmelden an den Gastsystemen. Unabhängig von RHEV und Red Hat soll sich oVirt künftig als freies Management-Framework zum »Orchestrieren« von Cloud- und Virtualisierungs-Umgebungen als Alternative zum VMware und Citrix etablieren.

Die neue oVirt-Version 3.1 steht ab sofort auf der Projektseite zum Herunterladen zur Verfügung. Das oVirt-Projekt unterliegt der Apache 2.0-Lizenz. Die erste offizielle Version 3.0 war bereits in Red Hats RHEV 3.0 enthalten. Auch mit einem Fedora-17-System lässt sich mit wenig Aufwand ein mit KVM virtualisiertes Wirtssystem aufsetzen und über die in Fedora 17 enthaltene oVirt-Engine (3.0) verwalten. Die kommende Fedora-Version 18 wird oVirt 3.1 dann von Haus aus mitbringen. Die Neuerungen der Version 3.1 lassen sich den Veröffentlichungshinweisen entnehmen. So unterstützt oVirt 3.1 unter anderem das Anlegen und Klonen von Live-Schnappschüssen, Hotplugging in virtuellen Maschinen bzw. für Netzwerkadapter und bietet Möglichkeit, aus einer virtuellen Maschine heraus externe Blockgeräte als lokale Festplatte einzubinden. Ferner unterstützt die Oberfläche von oVirt 3.1 das Verwalten dynamischer virtueller Laufwerke und kann außerdem jetzt Storage-Cluster konfigurieren. Darüber hinaus erkennt oVirt weitere Identity-Provider, unter anderem mit Unterstützung für Red Hats Directory Server und IBMs Tivoli Directory Server.

Der neue Installationsmodus »All-In-One« erlaubt es, einen einzelnen Host wahlweise als Management- oder Virtualisierungs-Host einzusetzen, was sich für schnelle Tests anbietet. Als weitere Neuerungen seien das Mounten beliebiger POSIX-kompatibler Dateisysteme, das Importieren virtueller Maschinen und die Integration eines neuen Python-SDKs sowie eine Kommandoschnittstelle genannt. Entwickler werden sich zudem über die Erweiterung von oVirts REST-API mit JSON sowie die Unterstützung von Sitzungen freuen.

Ein direktes Update von oVirt 3.0 ist nicht vorgesehen. Anwender sollten dem im Veröffentlichungshinweis beschriebenen Migrationspfad folgen und alle existierenden virtuellen Maschinen exportieren, oVirt 3.0 deinstallieren, das Fedora 17-System aktualisieren und oVirt 3.1 dann erneut installieren. Danach können die virtuellen Maschinen wieder importiert werden.

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