Von werdennsonst am Di, 21. August 2012 um 10:53 #
... für persönliche Computer.
Wenn man sich anschaut, wie die PCs - und besonders die Laptops, Netbooks, Ultrabooks etc. - immer mehr proprietäre HW bekommen, worüber man als Nutzer nichts mehr modifizieren kann (die PC Technologie war ja deswegen etwas besonderes und besonders erfolgreich, weil sie die Modifizierung zuliess, im Gegensatz zu den Homecomputern von damals) ,
sind diese Module die Basis auf der die nächsten wirklich offenen - hier im Sinne FOSS - personifizierten Computer (auf-)gebaut werden.
Irgendwann macht mal jemand eine "CPU"duino, dann ein "Gfx"duino, danach noch "NET"duino und "Snd"duino fertig ist von der HW über OpenBios bis hin zu FOSS Apps freier PC.
[..] weil sie die Modifizierung zuliess, im Gegensatz zu den Homecomputern von damals
Du stammst wohl nicht aus dieser Zeit. Die damaligen Homecomputer waren sehr wohl modifizierbar. So war z.B. der ATARI ST am Ende so gut dokumentiert, dass man so gut wie alles an der Hardware umbauen konnte.
Der PC war einzig und allein deshalb so erfolgreich, weil die Hardware am Ende in Massen verfügbar und dadurch am Ende deutlich billiger als die Homecomputer war.
Die wenigsten Benutzer waren daran interessiert ob ein PC modifizierbar war oder nicht.
Die Modifizierbarkeit des Atari ST kann man nicht mit dem eines PCs vergleichen.
Der PC bot für diese Zwecke eigens ISA und später Vesa Local Bus und PCI Steckplätze an, dadurch mußte der Laie keine Ahnung von Elektronik haben, sondern konnte die standardisierte und dadurch massenhaft produzierte Industrie HW einfach in seinen Rechner stecken und loslegen.
Die Modifizierbarkeit des Atari ST kann man nicht mit dem eines PCs vergleichen.
Das stimmt so nicht. Der Mega ST hatte z.B. den "Mega Bus" für den es eine Menge Erweiterungskarten gab. Auch beim Amiga gab es eine genormte Schnittstelle (Zorro-Bus). Und die war jedem PC technisch weit überlegen. Selbst die damaligen Macs waren problemlos erweiterbar (NuBus)
[..] dadurch mußte der Laie keine Ahnung von Elektronik haben, sondern konnte die standardisierte und dadurch massenhaft produzierte Industrie HW einfach in seinen Rechner stecken und loslegen.
ISA und einfach? Du scheinst dich nicht mehr an die IRQ und DMA-Hölle von damals zu erinnern. Und der Vesa-Local-Bus war im Endeffekt nur ein kruder Hardware-Hack, da er grundsätzlich mit der Taktfrequenz der CPU lief. Beim 486 DX50 kam es dadurch sehr häufig zu Problemen. Einfach sieht anders aus. Erst mit dem PCI-Bus hat der PC technisch mit den Heimcomputern gleichziehen können.
PC wurden nicht wegen ihrer Offenheit gegenüber dem Endkunden so erfolgreich, sondern weil IBM es damals (zum Glück) versäumt hatte die Hardware schützen zu lassen bzw. auf Standardkomponenten zurückgriff. Es war also die Offenheit für die Produzenten von Hardware, was dazu führte, dass der IBM-PC und seinen Klonen in Stückzahlen gefertigt und verkauft wurden, von denen die Hersteller von Heimcomputern nur träumen konnten.
Das stimmt so nicht. Der Mega ST hatte z.B. den "Mega Bus" für den es eine Menge Erweiterungskarten gab.
Der Mega Bus war proprietär, den kannst du nicht mit dem offenen ISA Bus vergleichen, letzterer war ein Industriestandard, Lizenskosten gab's keine und deswegen gab es für den PC auch unmengen an günstigen Erweiterungskarten für alle möglichen Anwendungsfälle.
Auch beim Amiga gab es eine genormte Schnittstelle (Zorro-Bus)
Ebenfalls proprietär.
Selbst die damaligen Macs waren problemlos erweiterbar (NuBus)
proprietär.
ISA und einfach? Du scheinst dich nicht mehr an die IRQ und DMA-Hölle von damals zu erinnern.
Doch, aber ich empfand das nicht als schwer.
Die paar IRQs und Addressen die man einrichten mußte, das war kein Hexenwerk.
Erst mit dem PCI-Bus hat der PC technisch mit den Heimcomputern gleichziehen können.
Nochmal, es geht hier nicht darum, welcher BUS besser war, sondern für welchen Rechner es viele günstige Zusatzhardware und Erweiterungsmöglichkeiten gab und da war der PC ganz klar führend.
Außerdem ist deine Aussage falsch, denn auch der MCA-Bus lies sich automatisch wie der PCI Bus konfigurieren und den gab es für echte IBM PCs ein paar Jahre vor PCI.
Die paar IRQs und Addressen die man einrichten mußte, das war kein Hexenwerk.
Du scheinst wirklich keine große Erinnerung an diese Zeit zu haben. Was es mich alleine Zeit gekostet hat meinen damaligen PC mit einer Soundkarte, Netzwerkkarte und einer SCSI-Karte stabil zum Laufen zu bekommen.
Außerdem ist deine Aussage falsch, denn auch der MCA-Bus lies sich automatisch wie der PCI Bus konfigurieren
Der war aber ebenfalls proprietär und floppte gerade deshalb, weil IBM Lizenzgebühren für diesen verlangte (Um mal deine Argumentation aufzugreifen).
Ich wüsste jetzt übrigens nicht, dass die Entwickler von Zusatzplatinen für den ST oder den Amiga Lizenzgebühren an Atari bzw. Commodore abführen mussten.
Du scheinst wirklich keine große Erinnerung an diese Zeit zu haben. Was es mich alleine Zeit gekostet hat meinen damaligen PC mit einer Soundkarte, Netzwerkkarte und einer SCSI-Karte stabil zum Laufen zu bekommen.
Vielleicht warst du mit der HW überfordert. Ich kam sehr gut klar.
Da gibt's schließlich auch nicht viel zu beachten, außer das man die Adressen, DMA Kanäle und IRQs so verteilt, daß die einzelnen Geräte sich nicht in die Quere kommen. Das war eine triviale Sache, insbesondere wenn man noch selber Jumper setzen durfte war das sehr einfach, weil es nichts anders benötigte, als ein bischen logisches Denkvermögen und Verstand.
Zu einer umständlichen Tortour wurde das nur mit HW, bei der man erst eine Software installieren und ausführen mußte, die dann nachgeschaut hat, was frei ist und man dann anschließend erst die Karte einbauen durfte.
Die Fritz! ISDN ISA Karten waren so ein spezieller Fall, denn die Win3.1 und Win9x Software Vers. 1.x lies keine andere Installationsmöglichkeit zu, was dann dazu führte, daß bei einer neu aufsetzen des OS man die HW immer erst ausbauen und diese SW ausführen mußte, ehe sich die Treiber installieren liesen. Sehr lästig, da hat damals sicher jemand in der Entwicklungsabteilung ins Klo gegriffen.
Aber alles andere war kein Problem und ich hatte jede Menge ISA Hardware im Rechner.
Vom SCSI Adaptec Controller, der obligatorischen Sound- und Grafikkarte bis zu so Spezialsachen wie Mitsumi CD-ROM Controller Karten und all das steckte bei mir gleichzeitig im Rechner und funktionierte auch wunderbar.
Der war aber ebenfalls proprietär und floppte gerade deshalb, weil IBM Lizenzgebühren für diesen verlangte (Um mal deine Argumentation aufzugreifen).
Das weiß ich, aber du hast ja behauptet, daß es eine automatische Konfiguration erst mit PCI beim PC gab und das war eben falsch, weswegen ich dich hier richtig stellte.
Ich wüsste jetzt übrigens nicht, dass die Entwickler von Zusatzplatinen für den ST oder den Amiga Lizenzgebühren an Atari bzw. Commodore abführen mussten.
Weil dieses BUS System kein offener Standard war, hatten natürlich nur ST bzw. Amiga Computer diese Bussysteme, damit war das für die Industrie ein zu kleiner Markt um dafür Zusatzhardware herzustellen.
Die Proprietärität hatte also genau da ein Problem, wenn völlig andere Computerhersteller ein BUS System für ihre Computer haben wollte. Das was Commodore und Atarie da fabrizierte waren also geschlossene Systeme für nur ihre eigenen Computer. Das sich so etwas nicht durchsetzten konnte, war daher klar.
Der ISA BUS war dagegen ein offener Standard und deswegen gewann der auch. Und der ebenfalls freie und standardisierte PCI BUS verdrängte dann später sogar alle anderen Firmeneigene BUS-Systeme bei Apple und den späteren Amiga Eigentümern.
Erste Versuche das zu ändern ist doch lediglich das DRM im neuen EFI-Bios, was aber auch nicht auf bei einzeln gekauften Mainboards ein Problem sein dürfte.
Die µC die es zu kaufen gibt, sind dagegen viel unfreier. Es fängt ja schon mit dem Grafikkern von so manchem ARM basierten µC von Imaginsation Technologies an, für den gibt es oftmals keine freien Treiber und ein auswechseln der Grafikeinheit, wie beim PC ist nicht möglich. Auch NVidias Tegra CPU ist extrem unfrei.
Dagegen sieht sowohl Intel als auch AMD mit ihren modernen x86 CPUs und integrierter GPU Einheit wesentlich besser aus, denn zu beiden gibt es freie Treiber.
Ein Arduinio mini pro ist ungefähr genauso teuer, in HK bestellt sogar erheblich billiger (ca. 8EUR inkl. Porto), und bietet wesentlich mehr I/Os und ist auch nur ungefähr doppelt so groß, dabei aber kompatibel mit Pin-Headern und Breadboards. Ok, der USB-Anschluss fehlt, aber den braucht man, wenn das Projekt fertig ist, meistens nicht mehr und vorher reicht ein USB-Serial-Adapter für alle Projekte.
Meist braucht man die zahlreichen IOs eines AtMega 168 oder 328 gar nicht. Das hat mich bei dem Arduino- Kram immer gestört, dass die Hardware meist oversized ist - insofern ist das Projekt eine gute Idee.
Die reine Hardware finde ich allerdings auch nicht so interessant, denn einen Attiny85 , einen Spannungsregler und einen USB- Stecker zusammenzubraten, ist nicht sonderlich schwer. Aber man kann die Einbindung in die Arduino-IDE und den USB- Bootloader "abgreifen" und für eigene Sachen verwenden.
Aber ist ist nur ne 8 Bit CPU und mit nur 6 I/O Pins für eigene Zwecke zu einem stolzen Preis von 12 $ sieht das Angebot sehr schlecht gegenüber einem MSP430 Launchpad aus, welches einen super Strom sparenden modernen 16 Bit Prozessor mit bis zu 20 Pins hat, die man für eigene Zwecke nutzen kann und dann nur ca. 4,50 $ kostet.
Guckst du hier: http://www.ti.com/lsds/ti/microcontroller/16-bit_msp430/product_search.page
Oder hier: http://www.ti.com/ww/en/community/launchpad/5140.prototyping.gif
> Wird aber Leuten wenig helfen, die mit der Arduino-IDE programmieren und die Arduino-Libs verwenden wollen.
Libs für so kleine µC brauchen nur diejenigen, die nicht programmieren können.
Ansonsten ist die Programmierung für den MSP430 schnell gelernt, das Speichermodell ist flach und die CPU ist wie bereits erwähnt 16 bittig, das macht die Programmierung sehr einfach.
Die 4,5 Dollars für das TI- Board sind ein Dumping- Preis - wer weiss, wie lange es das noch gibt.
Bei Reichelt gibt es nur zwei MSP430 im DIL- Gehäuse: F2012 und F2013. Die kosten 2,50 bzw. 4,50., obwohl sie nur 2 k Flash haben (ein Attiny 24A kostet nur 1,15) .
Die Atmels sind leicher erhältlich, es gibt mehr Varianten im DIL- Gehäuse, und offenbar sind sie sogar preiswerter.
Hat schon seinen Grund, warum die gern für kleine Projekte verwendet werden.
Ich suche jemand, der mir auf der Basis eines Mikrocontrollers 10 Digitalstoppuhren baut. Verwendung mit Schülern im Physikunterricht. 2 Lichtschranken anschließen, etwas durchfahren lassen. Die zwei Dunkelzeiten messen und die Zeit zwischen den beiden Lichtschrankenaktivierungen. Diese 3 Zeiten ausgeben auf einem 4zeiligen LCD-Display. Zeitauflösung 1ms oder genauer. Stromversorgung mit Standardbatterien, stabiles Gehäuse mit 4 Steuertasten. Die Lichtschranken besorge ich selbst. Wer könnte so etwas bauen für maximal 200Euro Stückpreis inkl. MWST?
Mit den Stückpreisen ist es nicht getan, die Entwicklungskosten und Arbeitsstunden sind auch nicht ohne.
Die Zeitauflösung von unter 1 ms ist anspruchsoll, aber nicht unmöglich.
Und bei kleinen Produktionszahlen werden auch die Produktionkosten teuer. Sollte bei dir "stabiles Gehäuse" dann auch bedeuten, daß es aus Metall sein muss, dann wird's noch teurer.
Mein Tipp, frag mal hier: www.mikrocontroller.net
Als Hobbyprojekt würde mich so etwas, was du vorhast durchaus reizen, aber für ein gewerbliches Geschäft ist es dann doch zu wenig Geld und als solches müßte man es behandeln, wenn Geld im Spiel ist und man dadurch verdient.
Hallo linuxteacher, im Prinzip ist das ganz einfach, doch wie MSP430 schon meinte, wirst du nur Glück haben, wenn ein Bastler sich da dran setzt. Dabei ist die Zeitauflösung wohl primär von der Mechanik und dem Ausgangssignal der Lichtschranken abhängig. Mikrocontroller sind eine schöne Sache. Den schnelleren Einstieg hat man, wenn man einfach ein paar ICs kombiniert. Ein 32kHz Uhrenquarz wird auf 1kHz geteilt und dient als Eingangssignal für drei Zähler-ICs. Deren Ausgangswert wird an einen 7-Segment-IC angeschlossen. Der Enable Eingang wird dann entsprechend mit den Lichtschranken verbunden (ein FlipFlop für die Zeitdifferenz). Noch Rückstelltaster dran - Fertig. Je nach Signal der Lichtschranken ist auch noch eine kleine Signalaufbereitung nötig. Die realisiert man aber auch bei einem Mikrocontroller besser analog. 7-Segment LED-Anzeigen sind besser ablesbar, und es sieht auch besser aus, wenn die Zeit auf dem Display läuft. Zudem ist es billiger und robuster.
Für einen Bastler ist das u.U. nur eine Arbeit von ein paar Minuten (sofern er die Bausteine da hat). Allerdings wird kaum jemand ohne persönlichen Bezug zur Schule sich die Arbeit machen, vernünftige Platinen herzustellen, und in ein robustes Gehäuse einzuarbeiten.
Ich weiß jetzt nicht, was das für eine Schule ist, aber es wird ja eine Werkstatt geben, und vielleicht finden sich ja Schüler, die sich gerne um die Gehäuse kümmern und ein paar Platinen löten. Den Schaltplan wird man (ggf. mit Hilfe aus dem Internet) schon irgendwie hinbekommen.
Also: mach das Ganze ohne Prozessor mit ein paar Standard-ICs für wenige Euro pro Stoppuhr. Das teuerste sind dann mit Sicherheit die Gehäuse, sofern man die nicht selber aus Verschnitt herstellt.
Nachtrag: Hier ist eine Übersichtliche Liste der 74er Digital-IC Reihe: http://www.fairchildsemi.com/ms/MS/MS-505.pdf
Da findest au alles drin, was du so an ICs brauchst. Gerade habe ich gesehen, dass es auch Zähler mit eingebautem 7-Segment-Encoder gibt, sodass der Bauteilaufwand noch kleiner wird. Da kann man dann ein paar nette ICs raussuchen, und eine Schaltung zeichnen (z.B: 3x 74C92(5/6) + 1x 74HC32 + 1x 74HC74). In Internetforen sind finden sich sicher ein paar Leute, die dann noch auf fehlende Wiederstände/Kondensatoren, etc. hinweisen.
Ich selber würde die Logik in einem Mikrocontroller realisieren, aber nur, weil ich den Controller schon in der Kiste liegen habe, und nicht extra besorgen muss. Die Ausgabe würde aber auch bei mir eine LED-7-Segment-Anzeige sein.
geil, geil, geil ...
... für persönliche Computer.
Wenn man sich anschaut, wie die PCs - und besonders die Laptops, Netbooks, Ultrabooks etc. - immer mehr
proprietäre HW bekommen, worüber man als Nutzer nichts mehr modifizieren kann (die PC Technologie war ja
deswegen etwas besonderes und besonders erfolgreich, weil sie die Modifizierung zuliess, im Gegensatz zu den Homecomputern von damals) ,
sind diese Module die Basis auf der die nächsten wirklich offenen - hier im Sinne FOSS - personifizierten Computer
(auf-)gebaut werden.
Irgendwann macht mal jemand eine "CPU"duino, dann ein "Gfx"duino, danach noch "NET"duino und "Snd"duino fertig
ist von der HW über OpenBios bis hin zu FOSS Apps freier PC.
Vielleicht hast du danach aber Pech und bekommst nur noch ein "Home"duino.
Der PC war einzig und allein deshalb so erfolgreich, weil die Hardware am Ende in Massen verfügbar und dadurch am Ende deutlich billiger als die Homecomputer war.
Die wenigsten Benutzer waren daran interessiert ob ein PC modifizierbar war oder nicht.
Die Modifizierbarkeit des Atari ST kann man nicht mit dem eines PCs vergleichen.
Der PC bot für diese Zwecke eigens ISA und später Vesa Local Bus und PCI Steckplätze an, dadurch mußte der Laie keine Ahnung von Elektronik haben, sondern konnte die standardisierte und dadurch massenhaft produzierte Industrie HW einfach in seinen Rechner stecken und loslegen.
Erst mit dem PCI-Bus hat der PC technisch mit den Heimcomputern gleichziehen können.
PC wurden nicht wegen ihrer Offenheit gegenüber dem Endkunden so erfolgreich, sondern weil IBM es damals (zum Glück) versäumt hatte die Hardware schützen zu lassen bzw. auf Standardkomponenten zurückgriff. Es war also die Offenheit für die Produzenten von Hardware, was dazu führte, dass der IBM-PC und seinen Klonen in Stückzahlen gefertigt und verkauft wurden, von denen die Hersteller von Heimcomputern nur träumen konnten.
Der Mega Bus war proprietär, den kannst du nicht mit dem offenen ISA Bus vergleichen, letzterer war ein Industriestandard, Lizenskosten gab's keine und deswegen gab es für den PC auch unmengen an günstigen Erweiterungskarten für alle möglichen Anwendungsfälle.
Ebenfalls proprietär.
proprietär.
Doch, aber ich empfand das nicht als schwer.Die paar IRQs und Addressen die man einrichten mußte, das war kein Hexenwerk.
Nochmal, es geht hier nicht darum, welcher BUS besser war, sondern für welchen Rechner es viele günstige Zusatzhardware und Erweiterungsmöglichkeiten gab und da war der PC ganz klar führend.
Außerdem ist deine Aussage falsch, denn auch der MCA-Bus lies sich automatisch wie der PCI Bus konfigurieren
und den gab es für echte IBM PCs ein paar Jahre vor PCI.
Ich wüsste jetzt übrigens nicht, dass die Entwickler von Zusatzplatinen für den ST oder den Amiga Lizenzgebühren an Atari bzw. Commodore abführen mussten.
Vielleicht warst du mit der HW überfordert.
Ich kam sehr gut klar.
Da gibt's schließlich auch nicht viel zu beachten, außer das man die Adressen, DMA Kanäle und IRQs so verteilt, daß die einzelnen Geräte sich nicht in die Quere kommen.
Das war eine triviale Sache, insbesondere wenn man noch selber Jumper setzen durfte war das sehr einfach, weil es nichts anders benötigte, als ein bischen logisches Denkvermögen und Verstand.
Zu einer umständlichen Tortour wurde das nur mit HW, bei der man erst eine Software installieren und ausführen mußte, die dann nachgeschaut hat, was frei ist und man dann anschließend erst die Karte einbauen durfte.
Die Fritz! ISDN ISA Karten waren so ein spezieller Fall, denn die Win3.1 und Win9x Software Vers. 1.x lies keine andere Installationsmöglichkeit zu, was dann dazu führte, daß bei einer neu aufsetzen des OS man die HW immer erst ausbauen und diese SW ausführen mußte, ehe sich die Treiber installieren liesen.
Sehr lästig, da hat damals sicher jemand in der Entwicklungsabteilung ins Klo gegriffen.
Aber alles andere war kein Problem und ich hatte jede Menge ISA Hardware im Rechner.
Vom SCSI Adaptec Controller, der obligatorischen Sound- und Grafikkarte bis zu so Spezialsachen wie Mitsumi CD-ROM Controller Karten und all das steckte bei mir gleichzeitig im Rechner und funktionierte auch wunderbar.
Das weiß ich, aber du hast ja behauptet, daß es eine automatische Konfiguration erst mit PCI beim PC gab und das war eben falsch, weswegen ich dich hier richtig stellte.
Weil dieses BUS System kein offener Standard war, hatten natürlich nur ST bzw. Amiga Computer diese Bussysteme, damit war das für die Industrie ein zu kleiner Markt um dafür Zusatzhardware herzustellen.
Die Proprietärität hatte also genau da ein Problem, wenn völlig andere Computerhersteller ein BUS System für ihre Computer haben wollte.
Das was Commodore und Atarie da fabrizierte waren also geschlossene Systeme für nur ihre eigenen Computer.
Das sich so etwas nicht durchsetzten konnte, war daher klar.
Der ISA BUS war dagegen ein offener Standard und deswegen gewann der auch.
Und der ebenfalls freie und standardisierte PCI BUS verdrängte dann später sogar alle anderen Firmeneigene BUS-Systeme bei Apple und den späteren Amiga Eigentümern.
Ich sehe dein Problem nicht.
Der PC ist auch heute noch sehr frei.
Erste Versuche das zu ändern ist doch lediglich das DRM im neuen EFI-Bios, was aber auch nicht auf bei einzeln gekauften Mainboards ein Problem sein dürfte.
Die µC die es zu kaufen gibt, sind dagegen viel unfreier.
Es fängt ja schon mit dem Grafikkern von so manchem ARM basierten µC von Imaginsation Technologies an, für den gibt es oftmals keine freien Treiber und ein auswechseln der Grafikeinheit, wie beim PC ist nicht möglich.
Auch NVidias Tegra CPU ist extrem unfrei.
Dagegen sieht sowohl Intel als auch AMD mit ihren modernen x86 CPUs und integrierter GPU Einheit wesentlich besser aus, denn zu beiden gibt es freie Treiber.
Ein Arduinio mini pro ist ungefähr genauso teuer, in HK bestellt sogar erheblich billiger (ca. 8EUR inkl. Porto), und bietet wesentlich mehr I/Os und ist auch nur ungefähr doppelt so groß, dabei aber kompatibel mit Pin-Headern und Breadboards. Ok, der USB-Anschluss fehlt, aber den braucht man, wenn das Projekt fertig ist, meistens nicht mehr und vorher reicht ein USB-Serial-Adapter für alle Projekte.
Meist braucht man die zahlreichen IOs eines AtMega 168 oder 328 gar nicht. Das hat mich bei dem Arduino- Kram immer gestört, dass die Hardware meist oversized ist - insofern ist das Projekt eine gute Idee.
Die reine Hardware finde ich allerdings auch nicht so interessant, denn einen Attiny85 , einen Spannungsregler und einen USB- Stecker zusammenzubraten, ist nicht sonderlich schwer. Aber man kann die Einbindung in die Arduino-IDE und den USB- Bootloader "abgreifen" und für eigene Sachen verwenden.
Ernsthaft, kein Getrolle.
Aber ist ist nur ne 8 Bit CPU und mit nur 6 I/O Pins für eigene Zwecke zu einem stolzen Preis von 12 $ sieht das Angebot sehr schlecht gegenüber einem MSP430 Launchpad aus, welches einen super Strom sparenden modernen 16 Bit Prozessor mit bis zu 20 Pins hat, die man für eigene Zwecke nutzen kann und dann nur ca. 4,50 $ kostet.
Wird aber Leuten wenig helfen, die mit der Arduino-IDE programmieren und die Arduino-Libs verwenden wollen.
Außerdem: gibts die im DIP- bzw. DIL- Gehäuse?
Ja, gibt es.
Guckst du hier:
http://www.ti.com/lsds/ti/microcontroller/16-bit_msp430/product_search.page
Oder hier:
http://www.ti.com/ww/en/community/launchpad/5140.prototyping.gif
> Wird aber Leuten wenig helfen, die mit der Arduino-IDE programmieren und die Arduino-Libs verwenden wollen.
Libs für so kleine µC brauchen nur diejenigen, die nicht programmieren können.
Ansonsten ist die Programmierung für den MSP430 schnell gelernt, das Speichermodell ist flach und die CPU ist wie bereits erwähnt 16 bittig, das macht die Programmierung sehr einfach.
Das ist ja der Witz an Arduino, man soll's nicht so schwer haben (und IMO das Denken vergessen)...
Überzeugt mich nicht so recht.
Die 4,5 Dollars für das TI- Board sind ein Dumping- Preis - wer weiss, wie lange es das noch gibt.
Bei Reichelt gibt es nur zwei MSP430 im DIL- Gehäuse: F2012 und F2013. Die kosten 2,50 bzw. 4,50., obwohl sie nur 2 k Flash haben (ein Attiny 24A kostet nur 1,15) .
Die Atmels sind leicher erhältlich, es gibt mehr Varianten im DIL- Gehäuse, und offenbar sind sie sogar preiswerter.
Hat schon seinen Grund, warum die gern für kleine Projekte verwendet werden.
Ich suche jemand, der mir auf der Basis eines Mikrocontrollers 10 Digitalstoppuhren baut. Verwendung mit Schülern im Physikunterricht. 2 Lichtschranken anschließen, etwas durchfahren lassen. Die zwei Dunkelzeiten messen und die Zeit zwischen den beiden Lichtschrankenaktivierungen. Diese 3 Zeiten ausgeben auf einem 4zeiligen LCD-Display. Zeitauflösung 1ms oder genauer. Stromversorgung mit Standardbatterien, stabiles Gehäuse mit 4 Steuertasten. Die Lichtschranken besorge ich selbst. Wer könnte so etwas bauen für maximal 200Euro Stückpreis inkl. MWST?
Mit den Stückpreisen ist es nicht getan, die Entwicklungskosten und Arbeitsstunden sind auch nicht ohne.
Die Zeitauflösung von unter 1 ms ist anspruchsoll, aber nicht unmöglich.
Und bei kleinen Produktionszahlen werden auch die Produktionkosten teuer.
Sollte bei dir "stabiles Gehäuse" dann auch bedeuten, daß es aus Metall sein muss, dann wird's noch teurer.
Mein Tipp, frag mal hier:
www.mikrocontroller.net
Als Hobbyprojekt würde mich so etwas, was du vorhast durchaus reizen, aber für ein gewerbliches Geschäft ist es dann doch zu wenig Geld und als solches müßte man es behandeln, wenn Geld im Spiel ist und man dadurch verdient.
Hallo linuxteacher,
im Prinzip ist das ganz einfach, doch wie MSP430 schon meinte, wirst du nur Glück haben, wenn ein Bastler sich da dran setzt. Dabei ist die Zeitauflösung wohl primär von der Mechanik und dem Ausgangssignal der Lichtschranken abhängig.
Mikrocontroller sind eine schöne Sache. Den schnelleren Einstieg hat man, wenn man einfach ein paar ICs kombiniert. Ein 32kHz Uhrenquarz wird auf 1kHz geteilt und dient als Eingangssignal für drei Zähler-ICs. Deren Ausgangswert wird an einen 7-Segment-IC angeschlossen. Der Enable Eingang wird dann entsprechend mit den Lichtschranken verbunden (ein FlipFlop für die Zeitdifferenz). Noch Rückstelltaster dran - Fertig.
Je nach Signal der Lichtschranken ist auch noch eine kleine Signalaufbereitung nötig. Die realisiert man aber auch bei einem Mikrocontroller besser analog.
7-Segment LED-Anzeigen sind besser ablesbar, und es sieht auch besser aus, wenn die Zeit auf dem Display läuft. Zudem ist es billiger und robuster.
Für einen Bastler ist das u.U. nur eine Arbeit von ein paar Minuten (sofern er die Bausteine da hat). Allerdings wird kaum jemand ohne persönlichen Bezug zur Schule sich die Arbeit machen, vernünftige Platinen herzustellen, und in ein robustes Gehäuse einzuarbeiten.
Ich weiß jetzt nicht, was das für eine Schule ist, aber es wird ja eine Werkstatt geben, und vielleicht finden sich ja Schüler, die sich gerne um die Gehäuse kümmern und ein paar Platinen löten. Den Schaltplan wird man (ggf. mit Hilfe aus dem Internet) schon irgendwie hinbekommen.
Also: mach das Ganze ohne Prozessor mit ein paar Standard-ICs für wenige Euro pro Stoppuhr. Das teuerste sind dann mit Sicherheit die Gehäuse, sofern man die nicht selber aus Verschnitt herstellt.
Nachtrag:
Hier ist eine Übersichtliche Liste der 74er Digital-IC Reihe:
http://www.fairchildsemi.com/ms/MS/MS-505.pdf
Da findest au alles drin, was du so an ICs brauchst. Gerade habe ich gesehen, dass es auch Zähler mit eingebautem 7-Segment-Encoder gibt, sodass der Bauteilaufwand noch kleiner wird. Da kann man dann ein paar nette ICs raussuchen, und eine Schaltung zeichnen (z.B: 3x 74C92(5/6) + 1x 74HC32 + 1x 74HC74). In Internetforen sind finden sich sicher ein paar Leute, die dann noch auf fehlende Wiederstände/Kondensatoren, etc. hinweisen.
Ich selber würde die Logik in einem Mikrocontroller realisieren, aber nur, weil ich den Controller schon in der Kiste liegen habe, und nicht extra besorgen muss. Die Ausgabe würde aber auch bei mir eine LED-7-Segment-Anzeige sein.