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Thema: Digispark: Günstige Arduino-kompatible Entwickler-Platine

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Von Freier PC am Di, 21. August 2012 um 15:56 #

Die Modifizierbarkeit des Atari ST kann man nicht mit dem eines PCs vergleichen.


Der PC bot für diese Zwecke eigens ISA und später Vesa Local Bus und PCI Steckplätze an, dadurch mußte der Laie keine Ahnung von Elektronik haben, sondern konnte die standardisierte und dadurch massenhaft produzierte Industrie HW einfach in seinen Rechner stecken und loslegen.

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    Von glasen am Di, 21. August 2012 um 19:58 #

    Die Modifizierbarkeit des Atari ST kann man nicht mit dem eines PCs vergleichen.
    Das stimmt so nicht. Der Mega ST hatte z.B. den "Mega Bus" für den es eine Menge Erweiterungskarten gab. Auch beim Amiga gab es eine genormte Schnittstelle (Zorro-Bus). Und die war jedem PC technisch weit überlegen. Selbst die damaligen Macs waren problemlos erweiterbar (NuBus)

    [..] dadurch mußte der Laie keine Ahnung von Elektronik haben, sondern konnte die standardisierte und dadurch massenhaft produzierte Industrie HW einfach in seinen Rechner stecken und loslegen.
    ISA und einfach? Du scheinst dich nicht mehr an die IRQ und DMA-Hölle von damals zu erinnern. Und der Vesa-Local-Bus war im Endeffekt nur ein kruder Hardware-Hack, da er grundsätzlich mit der Taktfrequenz der CPU lief. Beim 486 DX50 kam es dadurch sehr häufig zu Problemen. Einfach sieht anders aus.
    Erst mit dem PCI-Bus hat der PC technisch mit den Heimcomputern gleichziehen können.

    PC wurden nicht wegen ihrer Offenheit gegenüber dem Endkunden so erfolgreich, sondern weil IBM es damals (zum Glück) versäumt hatte die Hardware schützen zu lassen bzw. auf Standardkomponenten zurückgriff. Es war also die Offenheit für die Produzenten von Hardware, was dazu führte, dass der IBM-PC und seinen Klonen in Stückzahlen gefertigt und verkauft wurden, von denen die Hersteller von Heimcomputern nur träumen konnten.

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      Von Freier PC am Di, 21. August 2012 um 22:21 #

      Das stimmt so nicht. Der Mega ST hatte z.B. den "Mega Bus" für den es eine Menge Erweiterungskarten gab.

      Der Mega Bus war proprietär, den kannst du nicht mit dem offenen ISA Bus vergleichen, letzterer war ein Industriestandard, Lizenskosten gab's keine und deswegen gab es für den PC auch unmengen an günstigen Erweiterungskarten für alle möglichen Anwendungsfälle.

      Auch beim Amiga gab es eine genormte Schnittstelle (Zorro-Bus)

      Ebenfalls proprietär.

      Selbst die damaligen Macs waren problemlos erweiterbar (NuBus)

      proprietär.

      ISA und einfach? Du scheinst dich nicht mehr an die IRQ und DMA-Hölle von damals zu erinnern.
      Doch, aber ich empfand das nicht als schwer.

      Die paar IRQs und Addressen die man einrichten mußte, das war kein Hexenwerk.

      Erst mit dem PCI-Bus hat der PC technisch mit den Heimcomputern gleichziehen können.

      Nochmal, es geht hier nicht darum, welcher BUS besser war, sondern für welchen Rechner es viele günstige Zusatzhardware und Erweiterungsmöglichkeiten gab und da war der PC ganz klar führend.

      Außerdem ist deine Aussage falsch, denn auch der MCA-Bus lies sich automatisch wie der PCI Bus konfigurieren
      und den gab es für echte IBM PCs ein paar Jahre vor PCI.

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        Von glasen am Mi, 22. August 2012 um 14:01 #

        Die paar IRQs und Addressen die man einrichten mußte, das war kein Hexenwerk.
        Du scheinst wirklich keine große Erinnerung an diese Zeit zu haben. Was es mich alleine Zeit gekostet hat meinen damaligen PC mit einer Soundkarte, Netzwerkkarte und einer SCSI-Karte stabil zum Laufen zu bekommen.

        Außerdem ist deine Aussage falsch, denn auch der MCA-Bus lies sich automatisch wie der PCI Bus konfigurieren
        Der war aber ebenfalls proprietär und floppte gerade deshalb, weil IBM Lizenzgebühren für diesen verlangte (Um mal deine Argumentation aufzugreifen).

        Ich wüsste jetzt übrigens nicht, dass die Entwickler von Zusatzplatinen für den ST oder den Amiga Lizenzgebühren an Atari bzw. Commodore abführen mussten.

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          Von Freier PC am Mi, 22. August 2012 um 18:55 #

          Du scheinst wirklich keine große Erinnerung an diese Zeit zu haben. Was es mich alleine Zeit gekostet hat meinen damaligen PC mit einer Soundkarte, Netzwerkkarte und einer SCSI-Karte stabil zum Laufen zu bekommen.

          Vielleicht warst du mit der HW überfordert.
          Ich kam sehr gut klar.

          Da gibt's schließlich auch nicht viel zu beachten, außer das man die Adressen, DMA Kanäle und IRQs so verteilt, daß die einzelnen Geräte sich nicht in die Quere kommen.
          Das war eine triviale Sache, insbesondere wenn man noch selber Jumper setzen durfte war das sehr einfach, weil es nichts anders benötigte, als ein bischen logisches Denkvermögen und Verstand.


          Zu einer umständlichen Tortour wurde das nur mit HW, bei der man erst eine Software installieren und ausführen mußte, die dann nachgeschaut hat, was frei ist und man dann anschließend erst die Karte einbauen durfte.

          Die Fritz! ISDN ISA Karten waren so ein spezieller Fall, denn die Win3.1 und Win9x Software Vers. 1.x lies keine andere Installationsmöglichkeit zu, was dann dazu führte, daß bei einer neu aufsetzen des OS man die HW immer erst ausbauen und diese SW ausführen mußte, ehe sich die Treiber installieren liesen.
          Sehr lästig, da hat damals sicher jemand in der Entwicklungsabteilung ins Klo gegriffen.


          Aber alles andere war kein Problem und ich hatte jede Menge ISA Hardware im Rechner.

          Vom SCSI Adaptec Controller, der obligatorischen Sound- und Grafikkarte bis zu so Spezialsachen wie Mitsumi CD-ROM Controller Karten und all das steckte bei mir gleichzeitig im Rechner und funktionierte auch wunderbar.

          Der war aber ebenfalls proprietär und floppte gerade deshalb, weil IBM Lizenzgebühren für diesen verlangte (Um mal deine Argumentation aufzugreifen).

          Das weiß ich, aber du hast ja behauptet, daß es eine automatische Konfiguration erst mit PCI beim PC gab und das war eben falsch, weswegen ich dich hier richtig stellte.

          Ich wüsste jetzt übrigens nicht, dass die Entwickler von Zusatzplatinen für den ST oder den Amiga Lizenzgebühren an Atari bzw. Commodore abführen mussten.

          Weil dieses BUS System kein offener Standard war, hatten natürlich nur ST bzw. Amiga Computer diese Bussysteme, damit war das für die Industrie ein zu kleiner Markt um dafür Zusatzhardware herzustellen.

          Die Proprietärität hatte also genau da ein Problem, wenn völlig andere Computerhersteller ein BUS System für ihre Computer haben wollte.
          Das was Commodore und Atarie da fabrizierte waren also geschlossene Systeme für nur ihre eigenen Computer.
          Das sich so etwas nicht durchsetzten konnte, war daher klar.

          Der ISA BUS war dagegen ein offener Standard und deswegen gewann der auch.
          Und der ebenfalls freie und standardisierte PCI BUS verdrängte dann später sogar alle anderen Firmeneigene BUS-Systeme bei Apple und den späteren Amiga Eigentümern.

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