Ich finde die NC/ND Klauseln für Kunstwerks-Lizenzen völlig in Ordnung.
Das ist eben *keine* Software.
Allerdings sollte genauer geklärt werden, was NC bedeutet. Wenn Webseitenbetreiber NC-Material anbieten, könnte es schon problematisch sein, die Seite mit einem Partnerprogramm zu finanzieren. Das müsste genauer geregelt werden. Zum Beispiel in dem Sinne, dass NC nur greift, wenn die Werke direkt gegen Gebühr weitergegeben oder unmittelbar in Werbung verwendet werden.
Wenn im redaktionellen Teil einer Seite ein Musikstück runtergeladen werden kann, sollte es kein Problem sein, wenn gleich daneben ein Werbebanner zappelt.
Zu ND habe ich eine persönlich Meinung: ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Künstler einfach gar keine Derivate haben wollen. Aber ich bin inzwischen auch überzeugt, dass Gesetze und Lizenzen völlig ungeeignet sind, solche Wünsche durchzusetzen. ND sollte durch eine Art Respekt-Klausel ersetzt werden, nach die Schöpfer von Derivaten unmissverständlich und deutlich sichtbar klar machen müssen, ob das Derivat mit Zustimmung des Originalautors gemacht ist oder vom Originalautor nur gedultet wird.
Hoppla! jetzt habe ich doch tatsächlich meinem eigenen ersten Satz wiedersprochen ;-) Also noch mal richtig: ND finde ich tatsächlich moralisch in Ordnung aber es ist eben auch nicht vernünftig durchsetzbar. Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die durchaus OK und trotzdem sinnlos sind....
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 28. Aug 2012 um 11:41.
In Europa ist das recht eindeutig: Kommerziell ist, was Geld einbringt, egal ob zum Selbstkostenpreis oder um den neuen Fernseher des Betreibers zu bezahlen.
Wenn also jemand auf einer Website CC-Musik zum Download anbietet und diese Website Werbebanner enthält, ist die Website kommerziell.
> Wenn also jemand auf einer Website CC-Musik zum Download anbietet und diese Website Werbebanner enthält, ist die Website kommerziell.
Das ist ja das Problem, das viele zurecht in der NC-Klausel erkennen. Ich würde es auch besser finden, wenn die NC-Klausel genau definieren würde, was noch als "nicht kommerziell" im Sinne der CC-Lizenz gelten darf. Zum Beispiel könnte man generell die Verbreitung auf Webseiten erlauben, solange die Inhalte selbst auf der Seite frei und kostenlos für jeden Netzbenutzer verfügbar gemacht werden (damit könnte man kostenpflichtige Abo-modelle ausschließen).
Auch die Verwendung in kostenlos verbreiteten Filmen könnte man so erlauben, auch, wenn diese Filme dann auf Vimeo oder Youtube Werbeeinnahmen bringen. Dabei könnte man durchaus auch ausschließen, dass Werbung eingeblendet wird, sofern das im Spielraum des Nutzers liegt.
Die Sache ist kompliziert aber nicht unlösbar, würde ich sagen...
Ich finde die NC/ND Klauseln für Kunstwerks-Lizenzen völlig in Ordnung.
Das ist eben *keine* Software.
Allerdings sollte genauer geklärt werden, was NC bedeutet.
Wenn Webseitenbetreiber NC-Material anbieten, könnte es schon problematisch sein, die Seite mit einem Partnerprogramm zu finanzieren. Das müsste genauer geregelt werden. Zum Beispiel in dem Sinne, dass NC nur greift, wenn die Werke direkt gegen Gebühr weitergegeben oder unmittelbar in Werbung verwendet werden.
Wenn im redaktionellen Teil einer Seite ein Musikstück runtergeladen werden kann, sollte es kein Problem sein, wenn gleich daneben ein Werbebanner zappelt.
Zu ND habe ich eine persönlich Meinung: ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Künstler einfach gar keine Derivate haben wollen. Aber ich bin inzwischen auch überzeugt, dass Gesetze und Lizenzen völlig ungeeignet sind, solche Wünsche durchzusetzen.
ND sollte durch eine Art Respekt-Klausel ersetzt werden, nach die Schöpfer von Derivaten unmissverständlich und deutlich sichtbar klar machen müssen, ob das Derivat mit Zustimmung des Originalautors gemacht ist oder vom Originalautor nur gedultet wird.
Hoppla! jetzt habe ich doch tatsächlich meinem eigenen ersten Satz wiedersprochen ;-)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 28. Aug 2012 um 11:41.Also noch mal richtig: ND finde ich tatsächlich moralisch in Ordnung aber es ist eben auch nicht vernünftig durchsetzbar. Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die durchaus OK und trotzdem sinnlos sind....
In Europa ist das recht eindeutig: Kommerziell ist, was Geld einbringt, egal ob zum Selbstkostenpreis oder um den neuen Fernseher des Betreibers zu bezahlen.
Wenn also jemand auf einer Website CC-Musik zum Download anbietet und diese Website Werbebanner enthält, ist die Website kommerziell.
Grueße
Ignatz
> Wenn also jemand auf einer Website CC-Musik zum Download anbietet und diese Website Werbebanner enthält, ist die Website kommerziell.
Das ist ja das Problem, das viele zurecht in der NC-Klausel erkennen. Ich würde es auch besser finden, wenn die NC-Klausel genau definieren würde, was noch als "nicht kommerziell" im Sinne der CC-Lizenz gelten darf. Zum Beispiel könnte man generell die Verbreitung auf Webseiten erlauben, solange die Inhalte selbst auf der Seite frei und kostenlos für jeden Netzbenutzer verfügbar gemacht werden (damit könnte man kostenpflichtige Abo-modelle ausschließen).
Auch die Verwendung in kostenlos verbreiteten Filmen könnte man so erlauben, auch, wenn diese Filme dann auf Vimeo oder Youtube Werbeeinnahmen bringen. Dabei könnte man durchaus auch ausschließen, dass Werbung eingeblendet wird, sofern das im Spielraum des Nutzers liegt.
Die Sache ist kompliziert aber nicht unlösbar, würde ich sagen...