Als ich ~1999 zu Linux kam hatte ich etwa 3 Jahre mit Windows+Delphi hinter mir, von Windows 3.1 und Delphi 1 bis Windows 98 und Delphi (3?,4?).
Als erstes suchte ich vergleichbares bei Linux, das was ich damals fand war nicht vergleichbar mit Delphi. Die Leute die ich fand mussten viel Arbeit die einem sonst Delphi abnahm alle selbst übernehmen.
Probierte mich trotzdem auch daran und musste feststellen das ich jetzt x-mal länger für die GUI brauchte, musste mich ständig mit Dingen beschäftigen die sonst Delphi übernahm. Wenn ich vorher nicht die Gewöhnung an diese IDE gehabt hätte ... OK ... aber so war es abschreckend.
Denke mal das es nicht nur mir so ging, jemand der Delphi/VisualXY/.. gewohnt war stand jetzt auf einmal vor viel 'Handarbeit', Arbeiten die ihnen vorher diese Programme abnahmen.
Lazarus kommt leider ~14 Jahre zu spät, könnte mir vorstellen das mit so einer IDE etliche GUI-Programme mehr entstanden wären und so auch der Linux-Desktop nicht bei 2% rumdümpeln würde. Die Hürden zum GUI-Bau waren doch hoch in den ersten Jahren Linux+GUI
Du hast ja Recht Ich bin aber von einem stable ausgegangen.
Habe eben nach alten Lazarus-Testprogrammen von mir gesucht, war von 2006. War schon einigermaßen brauchbar zumindest wenn man bei Gtk1 blieb(aber wer will das schon).
Aber von den ersten Versionen vorher (die ich mal testete) die wirklich unstable waren konnte bei den damaligen 0.9.x nicht mehr die Rede sein.
Stabil ja, aber hässlich ;) Es ging da aber auch um Lazarus, nicht Gtk, mit Gtk1 gab es kaum Probleme, aber diese älteren Versionen hatten bei meinen Tests etwas gegen Gtk2.
Und die alten Lazarus-Programme laufen nicht mehr weil die geforderte libgtk1.2 nicht mehr vorhanden ist.
Unter Windows waren RAD-Werkzeuge wie Delphi oder VS enorm wichtig und haben auch viel Geld gebracht. Entwickler konnten sich auf das wesentliche Konzentrieren und brauchten sich nicht um jedes Detail kümmern. Hier ging es um Software für Kunden. Gerne auch Quick and Dirty, Hauptsache es gibt eine Lösung möglichst günstig ohne großen Zeitaufwand. Entsprechend wurden die Entwicklungsumgebungen darauf getrimmt entsprechende Werkzeuge den einfachen Entwicklern bereit zu stellen.
Unter Linux waren die "Hacker" tonangebend. Da war nicht die Frage nach RAD, sondern ob Vim oder Emacs cooler sind. Grafische Werkzeuge, die einem die Arbeit abnehmen? Wozu es gibt doch die Shell. Die fähigen Entwickler haben dann an KDE, Gnome oder Kerneln gebastelt und nebenbei sind dann noch KDevelop und Anjuta als Abfallprodukte entstanden. Aber an Delphi ähnlichen Werkzeugen war kein Interesse. Die nur Fachanwendungen mit VB oder Delphi machen, wurden von den Hackern auch nie für voll genommen. Die Folge ist, dass Projekte wie Lazarus (oder auch diverse Basicdialekte) keine Hilfe bekamen. Hier liegt auch ein Problem, warum Linux nicht den Durchbruch bisher auf den Desktop schaffte. Die vielen kleinen Fachanwendungen waren dank fehlender Werkzeuge nicht mit den normalen Budgets machbar.
Mit Java gibt es mittlerweile eine alternative, deren moderne IDEs auch RAD können. Nur ist Java auch nicht so weit oben auf der Beliebtheitsskala.
Plus: Die Hacker haben sich auf so einen unlesbaren, qualitativ undenkbaren Dreck wie Perl, PHP und die uralte Bash verlassen anstelle von zuverlässigen, lesbaren Programmiersprachen. Und ist der Ruf erstmal im Eimer...
Als ich ~1999 zu Linux kam hatte ich etwa 3 Jahre mit Windows+Delphi hinter mir, von Windows 3.1 und Delphi 1 bis Windows 98 und Delphi (3?,4?).
Als erstes suchte ich vergleichbares bei Linux, das was ich damals fand war nicht vergleichbar mit Delphi. Die Leute die ich fand mussten viel Arbeit die einem sonst Delphi abnahm alle selbst übernehmen.
Probierte mich trotzdem auch daran und musste feststellen das ich jetzt x-mal länger für die GUI brauchte, musste mich ständig mit Dingen beschäftigen die sonst Delphi übernahm. Wenn ich vorher nicht die Gewöhnung an diese IDE gehabt hätte ... OK ... aber so war es abschreckend.
Denke mal das es nicht nur mir so ging, jemand der Delphi/VisualXY/.. gewohnt war stand jetzt auf einmal vor viel 'Handarbeit', Arbeiten die ihnen vorher diese Programme abnahmen.
Lazarus kommt leider ~14 Jahre zu spät, könnte mir vorstellen das mit so einer IDE etliche GUI-Programme mehr entstanden wären und so auch der Linux-Desktop nicht bei 2% rumdümpeln würde. Die Hürden zum GUI-Bau waren doch hoch in den ersten Jahren Linux+GUI
"Lazarus kommt leider ~14 Jahre zu spät,"
Tatsächlich gibt es Lazarus seit 14 Jahren. Aber stabil war es dabei aber nie, viele lücken, viele Bugs :/
Du hast ja Recht
Ich bin aber von einem stable ausgegangen.
Habe eben nach alten Lazarus-Testprogrammen von mir gesucht, war von 2006. War schon einigermaßen brauchbar zumindest wenn man bei Gtk1 blieb(aber wer will das schon).
Aber von den ersten Versionen vorher (die ich mal testete) die wirklich unstable waren konnte bei den damaligen 0.9.x nicht mehr die Rede sein.
Wieso, GTK 1 ist doch immerhin stabil...
Stabil ja, aber hässlich ;)
Es ging da aber auch um Lazarus, nicht Gtk, mit Gtk1 gab es kaum Probleme, aber diese älteren Versionen hatten bei meinen Tests etwas gegen Gtk2.
Und die alten Lazarus-Programme laufen nicht mehr weil die geforderte libgtk1.2 nicht mehr vorhanden ist.
Windows 1.0 ist auch stabil.
Lazarus hat die Lobby unter Linux gefehlt.
Unter Windows waren RAD-Werkzeuge wie Delphi oder VS enorm wichtig und haben auch viel Geld gebracht. Entwickler konnten sich auf das wesentliche Konzentrieren und brauchten sich nicht um jedes Detail kümmern. Hier ging es um Software für Kunden. Gerne auch Quick and Dirty, Hauptsache es gibt eine Lösung möglichst günstig ohne großen Zeitaufwand. Entsprechend wurden die Entwicklungsumgebungen darauf getrimmt entsprechende Werkzeuge den einfachen Entwicklern bereit zu stellen.
Unter Linux waren die "Hacker" tonangebend. Da war nicht die Frage nach RAD, sondern ob Vim oder Emacs cooler sind. Grafische Werkzeuge, die einem die Arbeit abnehmen? Wozu es gibt doch die Shell. Die fähigen Entwickler haben dann an KDE, Gnome oder Kerneln gebastelt und nebenbei sind dann noch KDevelop und Anjuta als Abfallprodukte entstanden. Aber an Delphi ähnlichen Werkzeugen war kein Interesse. Die nur Fachanwendungen mit VB oder Delphi machen, wurden von den Hackern auch nie für voll genommen. Die Folge ist, dass Projekte wie Lazarus (oder auch diverse Basicdialekte) keine Hilfe bekamen. Hier liegt auch ein Problem, warum Linux nicht den Durchbruch bisher auf den Desktop schaffte. Die vielen kleinen Fachanwendungen waren dank fehlender Werkzeuge nicht mit den normalen Budgets machbar.
Mit Java gibt es mittlerweile eine alternative, deren moderne IDEs auch RAD können. Nur ist Java auch nicht so weit oben auf der Beliebtheitsskala.
Sehe ich auch so, steht bei mir gleich an Nr.2 nach der Windows-Vorinstallation bei Neugeräten.
Linux-GUI Programmierung war lange Zeit einer kleinen Gruppe vorbehalten.
Plus: Die Hacker haben sich auf so einen unlesbaren, qualitativ undenkbaren Dreck wie Perl, PHP und die uralte Bash verlassen anstelle von zuverlässigen, lesbaren Programmiersprachen.
Und ist der Ruf erstmal im Eimer...